69 Kommentare zu “Bochums visuelles Profil – von nun an nicht mehr ganz grau!

      • Wahrscheinlich weil die Sache ziemlich gelungen ist, was im Ruhrgebiet sonst nicht so oft der Fall ist.

      • Mir fehlte nun auch ein wenig die Eigenständigkeit. Das außerordentliche und besondere. Das absolut unverwechselbare und über die Stadtgrenzen hinaus strahlende. Das was einen eben packt und ein klein wenig durch schüttelt, weil so etwas tolles eben nicht zu erwarten war. Cutting edge Konzept und design eben… Das fehlt. Es macht nicht: bumms. Ich bin jetzt ein wenig fies : altes Logo auf neuer kampagne hätte
        mittelfristig dieselbe Wirkung.

  1. Das Logo ist sicher ein großer Schritt für die Stadt, aber an einer Sache Ecke ich an: Im Video wird der Punkt der “freien Marke” – analog zu “I LOVE NY” – hervorgehoben. Doch beide sind nicht wirklich frei. “I LOVE NY” wird seit über zehn Jahren vom Staat New York vermarktet. Doch offenbar hat man nichtmal das in Bochum zu Ende gedacht.

    Auf der Website von Bochum Tourismus wird zunächst dafür geworben das Logo auf dem eigenen Briefpapier oder im Social Media Profil zu verwenden. Später wird der kommerzielle Gebrauch dann ausgeschlossen. Firmen oder Selbstständige können also nicht sicher sein, ob sie irgendwann abgemahnt werden, wenn sie das Werk nutzen. Hinsichtlich der Social Media Profile wird das Logo – auch im privaten Gebrauch – sogar Dritten für die kommerzielle Verwendung zu Verfügung gestellt (vgl. entsprechende AGB von Facebook & Co). Da bewegt man sich dann also auch auf dünnes Eis.

    Ein wirklich freies Logo müsste unter Public Domain oder zumindest einer Creative Commons-Lizenz. Das Werk ist steuerfinanziert und die kompletten Rechte liegen bei der Kommune – möglich wäre es.

  2. Toll! Mir scheint, Bochum hat seine neue Identität gefunden. Ein rundum gelungenes Konzept, das – so kommt es für mich zumindest rüber – von allen Beteiligten am Entwicklungsprozess in aller Konsequenz getragen wird. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese neu visualisierte Stadtidentität auch von den Menschen, die in Bochum leben, gerne angenommen wird, weil sie deren Lebensgefühl abbildet. Ich glaube, ich muss mir Bochum bei Gelegenheit mal genauer anschauen. :)

  3. nix gegen die arbeit – dass man nicht die alte ruhrpott-zechen-romantik in den vordergrund stellt, ist höchst lobenswert –, aber wie entwerfen eigentlich 8 agenturen ein erscheinungsbild? und wie überlebt die branche, wenn man dazu übergeht, den etatkuchen in nicht nennenswerte krümel zerfallen zu lassen?

  4. Ein Lob an die Kreation für dir Idee, Passagen aus dem Bochum-Lied von Herbert Grönemeyer für die Headlines zu verwenden. Diese sind bei vielen schon im Kopf verankert und schaffen so wieder eine Verbindung. Diese Zeilen sind für mich grundehrlich und Bochum! Die grafische Umsetzung könnte sich jedoch noch ein Stückchen mehr mit Bochum indentifizieren. Modern und künstlerisch schließt Herkunft und Geschichte nicht aus.

  5. ich finde es eine sehr gelungene Arbeit, vor allem wenn man bedenkt, wie viele Leute daran beteiligt waren. Bekanntlich verderben ja eher zu viele Köche den Brei. Schön finde ich auch den Zusammenschluss der Agenturen, was ja den Zusammenhalt und das »Zupacken«, folglich auch eine Ruhrgebietsmentalität, treffend unterstreicht. Und als Bochumerin kann ich nur sagen: absolut gelungenes Einfangen der Identität dieser Stadt. Das freut mich sehr. Bochum hat das auf jeden Fall verdient. :-)

    An die Leute, die nun ausschließlich auf dem Buch herumreiten oder der Meinung sind, es habe weniger mit Bochum zu tun als mit einer Bibliothek: es ist doch völlig klar, dass auch die Stadt ihre Vorgaben macht, ein Bezug zum alten Logo meistens unabdingbar ist. (Das ist aber auch nur eine Annahme.) Schaut man sich das Wappen an, ist hier ein Bezug erkennbar und dieser wurde sehr modern und frisch interpretiert. Ich würde es an dieser Stelle sehr wichtig finden, wenn man die Marke im Gesamten betrachtet, mit Farben, Bildwelt etc. und nicht einzig und allein am Logo rummäkelt.

    Nun bleibt nur zu hoffen, dass der Internetauftritt der Stadt gleichzieht. Die Tourismusseite http://www.bochum-tourismus.de/index.php ist zumindest schon angeglichen.

    @ christoph: ich glaube, in dem Film ist ziemlich gut beschrieben, wie 9 Agenturen das durchgezogen haben. Wenn man bedenkt, wie so manch andere Stadt ihr Logo finanziert hat, ist das meiner Meinung nach ein Fortschritt, den man würdigen sollte. Grundsätzlich arbeiten doch gerade in der Designbranche viele gegeneinander, die Pitchkultur bestärkt dies doch nur?

  6. Ich finde es auch sehr gelungen. Vor allem gefällt mir, dass man Bezug genommen hat auf das Stadtwappen. Viele Städte entwickeln ihren Markenauftritt ja komplett losgelöst vom eigentlichen Wiedererkennungszeichen einer Stadt – und das ist ja nun mal das Wappen.

  7. … auch wenn ich (leider) Bochum noch nicht kenne, spiegelt dieses gelungene Logo die Menschen, die Kultur und den Lebensraum auf ideale Weise wider. Mit so WENIG so VIEL ausgedrückt! – da kann sich die Stadt Leipzig mal ein Beispiel nehmen ;–)

  8. Ich kann mir nicht helfen, aber als Außenstehender würde ich das Logo sofort mit einer Bibliothek in Verbindung bringen. Kombiniert mit einem Download-Symbol … also eine Online-Bibliothek?

  9. Das mit dem freien Logo ist ja eine gute Idee, aber Johannes hat es schon gesagt, ganz so frei ist es dann doch nicht. Siehe http://www.bochum-tourismus.de/de/bochum_marketing/marke_bochum_downloads.php

    “Eine gestalterische Richtlinie und kleine Hilfe zur korrekten Verwendung des Logos finden Sie in dem Download-Ordner. Eine kommerzielle Nutzung dieses Logos ist nicht gestattet, z. B. der Verkauf von Artikeln mit dem BO-Logo. Diese Nutzung obliegt ausschliesslich dem Markeninhaber.”

    In der gestalterischen Richtlinie heißt es dann aber widersprüchlich:
    “ist von Dritten beliebig einsetzbar”

    Die auf Fotos verbreiteten Anwendungen auf Tasse, Tasche, T-Shirt und Luftballon sind Dritten offenbar nicht gestattet (bzw. der Verkauf der Artikel).

    • Die auf Fotos verbreiteten Anwendungen auf Tasse, Tasche, T-Shirt und Luftballon sind Dritten offenbar nicht gestattet (bzw. der Verkauf der Artikel).

      Das ist auch gut so, denn Sinn und Zweck eines solchen Bürgerlogos ist es, Identifikation mit der Stadt zu stiften. So können Werbetreibende, Vereine, Institutionen und auch Unternehmen ihre Zugehörigkeit verdeutlichen. Es ist richtig und wichtig, dass das Zeichen geschützt ist, um derlei kommerzielle Nutzung durch Dritte zu unterbinden. Die zugegebenermaßen etwas widersprüchlichen Nutzungsrichtlinien sollten in der Tat noch verfeinert werden.

  10. Ich sehe einen abwärts gerichteten Pfeil, der auf den absoluten Tiefpunkt, symbolisiert durch eine horizontale Linie, zeigt. Passend.

    • Diese “Designer-Standard-Phrase” vom negativem Element kann ich garnicht unterschreiben. Man nimmt viel eher ein aufgeschlagenes Buch wahr, welches vor einem schwebt.
      Der abwärts gerichtete Pfeil fällt mir irgendwie erst auf, wenn ich es bewusst beachtet.

      …wie beim Electrolux-Logo und dem Tanga ;-)

  11. Das Markenzeichen hat durch seine strenge schon einen bürokratischen Zug bekommen. Es ist handwerklich sehr sauber, nur geht es in den gezeigten plakatmotiven durch die fehlende Lautheit eher unter. Ästhetisch ist es schon, macht mir die Stadt trotzdem nicht besonders schmackhaft, es ist auch ein wenig langweilig. Es fügt sich ein, setzt aber auch keine neuen Maßstäbe. Meckern kann man kaum, ein jauchzen entlockt es aber wohl auch niemandem.

  12. Eine rundum gelungene Sache! Wirklich tolle Arbeit! Da können sich viele Städte und Gemeinden ein stück abschneiden…

    Entscheidend ist auch der erste Eindruck für Außenstehende. Und da macht der Markenauftritt einen authentischen und positiven Eindruck für mich. Wer mit einer Stadt ein gewisses Lebensgefühl verbindet oder erwartet ist mit dem Markenauftritt sicherlich gut bedient.

  13. Das ist endlich mal eine wirklich gelungene Arbeit für eine deutsche Stadt. Seinerzeit war mir schon ein CD für eine niederländische Stadt, ich meine, es war Eindhoven aufgefallen. Auch dort hatten mehrere Büros gemeinsam am CD gearbeitet – und dort ist ebenfalls ein bemerkenswertes Ergebnis erzielt worden.
    Das Schöne an diesem Ansatz ist, dass er sowohl formal, wie auch inhaltlich sehr viele Ergänzungen und Spielarten der Kommunikation zulässt, weil er offen gehalten ist.
    Genau das ist Städten wie Düsseldorf oder Münster nicht gelungen, weil sie sich farblich und formal sehr festgelegt haben – und es hier nicht gelang ein klares, nachhaltiges Ganzes zu entwickeln.

    Für Bochum freut es mich besonders. Weil die Stadt ein neues, positives Image gut vertragen kann – und weil dieses CD m. E. sehr dazu geeignet ist, die relevanten Inhalte zu transportieren.

    Verfallt nicht in Klischees, liebe Kollegen, sucht nach Fotografen, nicht nach Retuscheuren – und nach Textern, die wissen, wie Bochum geht. Die aktuell abgebildeten Beispiel überzeugen noch nicht, da geht noch was.

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