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Marburg erhält ein neues Stadtlogo

Stadt Marburg Logo / Bildmarke, Quelle: Stadtverwaltung Marburg
Stadt Marburg Logo / Bildmarke, Quelle: Stadtverwaltung Marburg

Die Stadtverwaltung von Marburg hat mit der Umstellung auf ein neues Stadtlogo begonnen. Das mit Fokus auf digitale Kommunikation entwickelte Logo löst ein zuletzt 2008 eingeführtes, mittlerweile von der Stadtverwaltung als kleinteilig und problematisch angesehenes Logo ab.

Vor gut drei Jahren hat bereits die Tourismusmarke Marburg ein Redesign vollzogen. Nun zieht die Verwaltung der im Bundesland Hessen gelegenen Stadt nach und modernisiert ihr visuelles Erscheinungsbild, um so, wie die Stadtverwaltung im Rahmen ein Pressemeldung erklärt, den Anforderungen an einen zeitgemäßen, prägnanten, analog wie online verwendbaren und dabei barrierearmen Auftritt gerecht zu werden.

„Als die Universitätsstadt Marburg vor 15 Jahren erstmals ein städtisches Logo und Corporate Design eingeführt hat, lag der Fokus noch auf bedrucktem Papier“, so Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. „Seither hat sich die Welt fundamental verändert mit dem Siegeszug der Digitalisierung.“

Marburg Stadtlogo – vorher und nachher, Bildquelle: Stadtverwaltung Marburg, Bildmontage: dt
Marburg Stadtlogo – vorher und nachher, Bildquelle: Stadtverwaltung Marburg, Bildmontage: dt

Wie bereits das bisherige Logo nimmt auch das neue Stadtlogo Bezug zum heraldischen Stadtwappen und zur Geschichte der Stadt. Während das alte Logo ein vielteiliges, in sich gebundenes statisches Gesamtkonstrukt darstellt, besteht das neue, weiterhin rot-schwarz gehaltene Logo aus einer klassischen, schlichten und daher variabel einsetzbaren Wortbildmarke.

Aus dem bisherigen Stadt-Logo wurden Form (Schild) und Farbe (Rot) des Marburger Wappens in die neue Bild-Marke überführt. Darüber hinaus nimmt das Signet die beiden stadtbildprägenden Merkmale Marburgs auf: das Landgrafenschloss (hier die markanten Torbögen des Verbindungsbaus) und die Lahn, an der Marburg liegt.

Insgesamt habe die Stadt für den gesamten Prozess der Entwicklung von neuem Logo und Corporate Design 35.115 Euro aufgewandt. Ein ausführliches Anwendungshandbuch werde derzeit fertiggestellt. Die Einführung solle schrittweise und ressourcenschonend erfolgen, vorhandene Geschäftsausstattung würden nach Möglichkeit zunächst aufgebraucht.

Für das Redesign zeichnet die Agentur Werkraum 56 (Marburg) verantwortlich.

Kommentar

Selbstredend eine nachvollziehbare Maßnahme. Das neue Logo ist aufgrund seiner Machart als klassische Wortbildmarke deutlich flexibler in der Handhabe und auch, aufgrund der deutlich klareren Gestaltung, zugänglicher.

Meine allererste Assoziation war, um dies einmal als Randnotiz einzuwerfen, dass das Logo im Zusammenhang mit der Identität eines Unternehmens steht (das Logo der Würth AG ist im Aufbau und im formal-ästhetischen Ausdruck nicht unähnlich). Bei mehrmaliger Betrachtung verflüchtigt sich diese Assoziation allerdings. Auf dem zweiten Blick meine ich – wo wir gerade beim Thema Emoji sind – in der Bildmarke eine Katze mit Vollbart zu erkennen. Womöglich haben andere dt-Leser andere/weitere Assoziationen. Was für ein Zeichen, welches Identität transportiert, nie falsch sein kann, dass es unterschiedlich gelesen und interpretiert werden kann (anders verhält es sich bei einem Piktogramm, das möglichst wenig Interpretationsspielraum bieten sollte).

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Dieser Beitrag hat 19 Kommentare

  1. Meine erste Assoziation war eine Schüssel mit Rillen oder die untere Hälfte eines Bienenstocks. Das M in Form der Torbögen finde ich hingegen sehr gut kombiniert.

  2. Ich kenne die Stadt Marburg nur vom Namen und somit auch keine Sehenswürdigkeiten oder sonst typisches für die Stadt.
    Ich hab in der Bildmarke sofort eine, Brücke, den Fluss und das M gesehen. Von dem her sollte das für einheimische und Menschen aus der Umgebung sehr eindeutig sein.
    Ich finde es eine gelungen Bildmarke und auch das Logo als ganzes sehr Ok.
    Für meine Geschmak ist die spantionierung von MARBURG nicht stimmig und unausgewogen. Zu Beginn ist es mehr als am Ende, sieht aus als wäre hier nicht Hand angelegt worden.

    1. Danke für den Kommentar. Sehe ich genauso. Die Bildmarke ist in Ordnung und eindeutig.
      Die Spationierung der Wortmarke ist verbesserungswürdig.

  3. So macht man das. Ein schnell erfassbares Zeichen, das – einmal gelernt – mit dem großen Zeh in den Sand gemalt werden kann. Nach meinem Empfinden absolut rund und gelungen.

  4. Gehe ich recht in der Annahme, dass das sehr erhöhte Zeichen zum Text, die Burg auf dem Berg widerspiegeln soll!? Erst fand ich es gewöhnungsbedürftig, dann aber clever… ;-)

  5. Hat mir auf Anhieb gefallen. Modern, einprägsam, “einfach”. Ich erkenne neben dem M, den Torbögen und dem Wappen auch die Spiegelung im Wasser. Auch die Wortmarke ist sehr ansprechend. Selten, dass ich mir denke: “Ja, das kann man so lassen.” – Schöne Arbeit!

  6. Ich tue mich auf der einen Seite, schwer mit den abgerundeten Linien. Auf der anderen Seite gefällt es mir überaus gut. Ich würde die unterschiedlichen Abrundung im M und in den Linien noch mal überdenken.

    1. Was meinst Du mit unterschiedlicher Abrundung? Die Abrundungen des M an der unteren äußeren Ecken entspricht wahrscheinlich der Abrundung der Linien darunter. Meinst Du, das M sollte an allen Ecken diese Abrundung bekommen?

      Ich finde die Balance zwischen spitzen und abgerundeten Ecken gut gelöst.

      1. Ja, mich stören die runden Ecken unten am M. Ich wäre auf wenn dann alle Ecke 4-6px Radius gegangen oder eben alle 90 Grad. Die linen dann entsprechend auch nur 4-6px oder eben feinere Balken. Dann wirkt es auch nochmal hochwertiger. Baue die Tage es vielleicht mal nach & poste es hier. :)

  7. … in der Bildmarke eine Katze mit Vollbart zu erkennen. […]

    Nicht doch. Gestreifter Vollbart …, wassndas ;-)
    Katzen haben keine getigerten Vollbärte.

    Da sind bei der Katz schon Striche, aber die gehen horizontal nach außen. Nennt sich Schnurrn :-) (Schnurrhaare)

    Die Striche deuten das Wasser des Flusses an.

    1. Wenn es Schnurrhaare wären, die ich unterschwellig herauszulesen meine, hätte ich Schnurrhaare geschrieben.
      Emojis sind Logik-befreit. Katzen haben – eigentlich – auch keine Herzen als Augen.

      Ich hätte im Beitragskommentar wohl ein Zwinker-Smiley setzen sollen/müssen. Das hole ich nun nach.

      ;-)

        1. Eigentlich ein Paradebeispiel, wie hilfreich Emojis sind in einer Diskussion sein können, die auch mal in unernste Gebiete streift . 🤓

          Ein Gruß an den Nachbar-Thread, in dem es ein Emoji-Buch zu gewinnen gibt.

  8. Das Symbol finde ich richtig gut gelungen. Ein schöner kreativer Prozess, wenn man aus einem Stadt Wahrzeichen was Sinnvolles raus arbeiten kann.

    Ich tue mich allerdings mit den Abständen zwischen den Schriften und dem Symbol schwer. Das Symbol driftet mir zu weit weg. Ich erkenne den Wunsch nach Luftigkeit und anders sein wollen. Aber es schießt meiner Meinung nach ein Ticken über das Ziel hinaus. Auch den Abstand des Claims würde ich ein Hauch reduzieren.
    Ich könnte wetten, dass es genau dazu Dutzende von Layouts gab. :)

  9. Gefällt mir sehr gut. Stadt, Bögen, Wasser, Geschichte usw. Das alles sehr reduziert, clean und funktional auf den Punkt gebracht. Besonders pfiffig gemacht finde ich, wie ganz unterschwellig zwei Pferdeköpfe an den Seiten vom M zu sehen, bzw. zu erahnen sind. Wenn denn so beabsichtigt :)
    Allen eine gute Woche

  10. Als »echter« Marburger tue ich mich mit dem neuen Logo wirklich schwer. Es ist auf jeden Fall gefälliger als das alte. Allerdings finde ich die häufigen Objekte als Logo schwierig. Das Schloss gehört zu Marburg, ist aber auch oben auf dem Berg. Die Assoziation passt also. Aber die Unausgewogenheit ist wohl eher dem Termindruck geschuldet. Ich finde es eher dilettantisch. Auch die Schriftwahl an sich finde ich etwas lieblos.

    Witzig fand ich die Assoziation mit der Eule. Es hat in der Stadt auch schon den Spitznamen »Die Eule« ;-) Ich persönlich sehe eher eine Sprudelmarke “Margaretenquell” (Phantasiename).

    Aber ich habe ja schon beim Vorgänger-Logo ein wenig vom Prozess mitbekommen, war wohl nicht so einfach …

    Die jetzige Agentur kenne ich auch. Sie ist bekannt für Video- und Audioproduktionen.

  11. Als gebürtiger Marburger habe ich ebenfalls den Eindruck, dass das neue Erscheinungsbild viel besser zur Stadt passt, als dieses doch technisch wirkende alte Logo. Mich überzeugt vor allen Dingen die gewählte Schriftart, die der Lebendigkeit einer Universitätsstadt entspricht und wirklich modern wirkt.
    Was mir allerdings aufgefallen ist: Das Logo hat eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem Stadtlogo Heidelbergs. Das halte ich für etwas ungeschickt. https://www.heidelberg.de/hd,Lde/HD.html

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