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Neues Logo für Federazione Italiana Pallacanestro

FIP Logo
FIP Logo, Quelle: FIP

Der nationale Basketballverband Italiens (Federazione Italiana Pallacanestro, FIP), 1921 gegründet, hat sich im Vorfeld der diesjährigen FIBA EuroBasket 2022 ein neues Logo zugelegt.

Erstmals seit 16 Jahren passt der nationale Basketballverband Italiens sein visuelles Erscheinungsbild an. Es sei an der Zeit den visuellen Auftritt eines der größten Verbände Italiens den heutigen Erfordernisse entsprechend zu modernisieren, um so insbesondere ein jüngeres Publikum anzusprechen, wie es im Rahmen der Vorstellung heißt. Mit dem neuen kompakten Logo in Schildform sehe der Verband, der aktuell im FIBA-World-Ranking Platz 10 belegt, die unterschiedlichen Bedürfnisse auf Seiten der sportbegeisterten Zielgruppen abgedeckt, und gleichzeitig die Identität und die Tradition der über hundertjährigen Institution gewahrt.

Auszug der Pressemeldung

„Kommunikation war schon immer der Dreh- und Angelpunkt jeder Aktivität“, erklärt FIP-Präsident Giovanni Petrucci. „Heute ändert Federbasket seine visuelle Identität, nicht um sich von der Vergangenheit zu lösen, sondern um sie zu erweitern und in die Zukunft zu überführen. In der heutigen Welt ist es wichtig nicht stehen zu bleiben und sich fortwährend weiterzuentwickeln. Nur so wird der Verband die vielfältigen Herausforderungen meistern.“

FIP Logo – vorher und nachher
FIP Logo – vorher und nachher, Bildquelle: FIP, Bildmontage: dt

Das Logo wurde von Grund auf neu gestaltet. Die Wortmarke besteht nunmehr aus dem Kürzel „FIP“, die Bildmarke wurde in Schildform angelegt. Im Kopfbereich der Bildmarke ist die italienische Trikolore dargestellt. Die Linienstruktur des zu beiden Seiten geöffneten Schildes greift die für einen Basketball typische gerippte Panelenform auf, siehe Veranschaulichung. Wort- und Bildmarke sind nunmehr untereinander angeordnete.

Die Neugestaltung werde es ermöglichen, insbesondere auch die digitale Präsenz der FIP zu verbessern, so der Verband. Der Relaunch der Website (fip.it) ist für den Juli 2022 geplant. Für die Kreation zeichnet die Mailänder Agentur BestBefore2065 verantwortlich.

Kommentar

In der Vergangenheit wurde mehrfach im dt von mir kritisiert, wie einfallslos Sportverbände, -vereine und Ligen oftmals in Bezug auf ihre Logos sind. Wenn schräg gestellte Schriftzüge mit einer quasi 1-zu-1-Darstellung des Spielgerätes kombiniert werden, wie bei der DEL, der GFL oder dem DBB, dann wirkt das ziemlich saft- und kraftlos. Bei Sportvereinen verhindert obendrein die im Vertrag verankerte verpflichtende Integration des Sponsorenlogos vielfach, dass eine echte Idee und damit ein originäres Signet entstehen kann (siehe Ratiopharm Ulm, medi bayreuth, s.Oliver Würzburg u.a.). In 17 von 18 Logos der aktuell in der deutschen Basketball-Bundesliga spielenden Teams ist eine Darstellung eines Basketballs enthalten. Zum Vergleich: in der Fußball-Bundesliga sind es lediglich zwei Vereine, die in ihrem Logo eine Abbildung eines Fußballs verwenden (Union Berlin und RB Leipzig).

Es besteht in diesem Kontext keine Notwendigkeit das Offensichtliche, die Zugehörigkeit zu einer Sportart, auf der visuellen Ebene erklären zu müssen. Fans, Zuschauer, Mitarbeiter, Investoren und Partner wissen, in welcher Sportart ihr Club aktiv ist. Ziel müsste daher vielmehr sein, die Marke so auszurichten, inhaltlich, sprachlich und visuell, dass sie unterscheidbar von anderen wird, Stichwort Differenzierung, Besonderheit/USP, Mehrwert, StoryTelling.

Erfreulicherweise hat sich in den letzten Jahren diesbezüglich viel bewegt. Clubs wie Juventus Turin, Verbände wie Volleyball Ireland und France Judo, die australischen A-Leagues oder auch die isländische(n) Fußball-Nationalmannschaft(en) betreiben großen Aufwand, um als Marke eigenständig, prägnant und wiedererkennbar zu sein. Wenn eine Marke, wie auch nun bei FIP der Fall, tatsächlich von Grund auf neu gedacht wird, entstehen fast zwangsläufig visuell ansprechende Ergebnisse, zumindest steigt die Chance für kreative, klischeebefreite Lösungen. Es ist dies schon ein neuer Qualitätsstandard, den der Verband mit seinem neuen Logo setzt. Deshalb gehört meiner Ansicht nach auch das vor fünf Jahren von der FIP vorgestellte überarbeitete Logo der italienischen Nationalmannschaft noch einmal hinterfragt.

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Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

    1. durch das lang laufende F, welches hier so breit gezogen wird wie das P, was durch seine Rundung aber kompakter wirkt, bekommst du bei drei Zeichen das i zumindest genau in die Mitte, ohne mit den Zeichenabständen spielen zu müssen.

      Ein nicht zentriertes i würde die Optik meiner Meinung nach mehr zerstören als das lange F, gerade bei einem so spiegelgleichen Logo.

      Gruß,
      Gerrit

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