16 Kommentare zu “Kevelaer erhält neues visuelles Erscheinungsbild

  1. Zitat von der Stadtverwaltung:
    „Verbindet man nämlich auf einer Landkarte die Ortsteile von Kevelaer, wird daraus ein ganz besonderes “K” und – es war schon immer da!“

    Ich hatte anfangs befürchtet, dass die Herleitung (wie so oft) nachträglich hineininterpretiert wurde. Das ist hier aber nichts so. Also: Daumen hoch!

    Zum Entwurf: Er macht in meinen Augen alles richtig und gibt der Stadt ein modernes, frisches Auftreten. Selbst der kleine Schriftzug „Wallfahrtsstadt“ integriert sich gut und erinnert an die Geschichte des Ortes, ohne zu sehr in den Vordergrund zu treten. Auch kann ich mir vorstellen, dass das farbige Bürgerlogo großen Anklang finden wird.

  2. Hipp und unpraktisch. Begegnet mir sehr häufig. Gerade im kommunalen Umfeld müssen Logos in sehr unterschiedlichen Umgebungen auch im Zusammenspiel mit anderen Logos funktionieren. Stehen Bildmarke und Schriftzug in so einem starken größenmäßigen Kontrast und muss das Logo auf eine bestimmte Größe abgebildet werden, erkennt man auf vielen Drucksachen oder Websites dann nur noch ein “K” mit einem Fliegenschiss daneben. Auf den Agenturpräsentationen steht natürlich das Logo solo und muss nicht mit anderen Logos konkurrieren. Der praktische Alltag ist aber ein anderer. Nach ein, zwei Jahren gibt es dann neue, angepasste Logovarianten.

    • So wie ich es verstehe, ist das K mit dem inkludierten Schriftzug “nur” das Fan-Logo. Daher nicht so relevant für den offiziellen Alltag der Kommune. Das offizielle, ist das mit extra Schriftzug daneben. Wobei man hier sagen kann, dass es bestimmt noch Größen-Varianten geben wird/soll, denn “Wallfahrtsstadt” kann man in kleiner Anwendung kaum lesen.

    • Ein gängiges Problem ist leider allzuoft, dass die Präsentationen immer auf schicken “Agenturvorlagen” stehen – selten auf den “Arbeitsvorlagen” der Verwaltungen. Alleine die rechtlichen Bestimmungen für Kopfbögen bei Kreisverwaltungen sind nicht ohne und leider nicht immer “schön”… alleine die ellenlagnen Amtsbezeichnungen plus die Abteilungen – haben beide auch immer eine “Orga-Nummer” und das alles muss “korrekt” (und am besten auch so wie immer) auf den Kopfbögen wiedergegeben werden.
      Da gibt es so viel zu beachten, das reicht inhaltlich für ein neues kabaretistisches Bühnenprogramm!

  3. Zusammen mit den Smartiefarben gut für eine Surfbrett- oder Modemarke geeignet, ja.
    Für eine Stadt, die den doch recht biederen Begriff “Wallfahrtstadt” unbedingt mit dazu setzen muss, schaut das sehr gezwungen und ein bisschen wie aufgesetzte Karneval-Modernität aus.

    Schon auf dem Briefbogen ist von der Wallfahrtstadt wohl nur noch mit der Lupe etwas zu erkennen und am Logo auf der Scheibe wird sich die Zielgruppe des “Wallfahrtstadt”-Slogans wohl auch die Lesebrille stauchen. :-)

  4. Ich mag den Ansatz! Losgelöst vom Ergebnis auf jeden Fall eine Herleitung, die Hand und Fuß hat.

    Mit der Beurteilung der Umsetzung warte ich aber, bis es mehr zu sehen gibt. Die Implementierung auf der Website mit dem – auch auf einem 4K Monitor de facto nicht mehr lesbaren – “WALLFAHRTSORT” lässt mich noch zweifeln.

  5. Finde es eigendlich ganz gut. Die reale Herleitung der K-Form, die frischen Farben und die junge Formsprache gefallen mir. Aber beim Schriftzug “Wallfahrtsstadt” sind wir uns alle einig. Ungünstig und unlesbar in den meisten Anwendungen. Stelle mal die Vermutung an, dass es “alte Hasen” bei den Entscheidern gab, die unbedingt das Wort mit drin haben wollten. Dann wurde es mehr schlecht als recht ergänzt, damit es nicht so auffällt und sich nach ein/zwei Jahren eh jeder freut, wenns dann ganz wegfällt.

  6. Erinnert mich stark an das Logo von Krakau, Polen aus dem Jahr 2017, welches auch hier schon im Blog vorgestellt wurde.

  7. Muss Hizli Recht geben.
    Warum schämen sich so viele Städte ihres Wappens?
    Was ist an Rose und Lilie so schlecht, dass man es durch dieses kindische K ersetzen muss?

    Würde mir mehr Stolz auf die traditionellen Symbole und Nüchtern- und Erwachsenheit in der Außendarstellung der Städte wünschen.

  8. mir gefaellt’s, der “Wallfahrtsort” musste wohl mit rein, grafisch haette man da sicher gut drauf verzichten koennen.

    Ich finde aber die Unterscheidung zwischen Stadt- und Fanlogo zu schwach – wenn ich das richtig sehe, ist lediglich der Schriftzug im K das unterscheidende Detail, wenn sich da ein Einwohner denkt “das wird nicht lesbar, ich lasse es weg” isser schon beim offiziellen Logo?

    Ansonsten: Schick, einfarbig (in verschiedenen Farben moeglich, aber nur eine Druck-/Folienfarbe noetig, nur 1x Vorkosten, guenstiger!), aber nicht so ein “Regenbogen-Schatten” von vor 20 Jahren!

  9. Auch wenn die Herleitung diesmal “Hand und Fuß” hat, musste ich mich als Außenstehender doch intensiver damit beschäftigen, um es zu verstehen. Aber gut, am wichtigsten ist, dass die Einwohner es verstehen und sich damit identifizieren können.

    Das Logo selbst ist durchaus gelungen und wirkt frisch und sympathisch. Meine Bedenken sind nur, dass es vielleicht zu “modern” ist. Eine Stadt soll immer auch Seriosität und Beständigkeit ausstrahlen. Allgemein finde ich in letzter Zeit den Trend der Stadt-Logos etwas schade, dass Wappen außen vor zu lassen – eine Stadt/Gemeinde ist eben kein Unternehmen.

  10. Ich finde die Herleitung schon sehr zusammeninterpretiert. Wenn man verschiedene Orte auf der Karte verbindet und dann ein K in gewissem Winkel entsteht, man dann jedoch das K aus Gründen der Optik nach links kippt, würde man, der Herleitung folgend, ja auch andere Orte auf der Karte damit markieren – und damit die falschen.
    Insofern bleibt für mich nur die Aussage “in der Gegend gibt es Orte, die man mit einem K-ähnlichen Linienzug miteinander verbinden kann”. Das ist als Grundlage für ein Branding aber arg dürr. Alle Brandings, die nicht mit Markenkernwerten sondern mit sehr dünnen Moodboardherleitungen agieren, sind dazu verdammt, dauerhaft kritisierbar zu sein.

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