Amnesty International trennt sich von Monogramm

Amnesty International Logo

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat sich von dem in Helvetica gesetzten Monogramm getrennt. Statt der Kleinbuchstaben im Schriftzug enthält das neue Logo nun Großbuchstaben sowie die mit Stacheldraht umwickelte Kerze als Bildmarke, das nun wieder stärker als Erkennungsmerkmal ausgebaut werden soll.

Die „Amnesty Candle“ sowie die Farbe Gelb spielen eine zentrale Rolle bei der ersten weltweit durchgeführten Markenkampagne der Menschenrechtsorganisation, die Markus N. Beeko von Berlin aus steuert.

Danke Johannes für den Hinweis.

58 Kommentare zu “Amnesty International trennt sich von Monogramm

  1. Unglaublich, was hier zum Teil wieder geschrieben wird.

    @Mandy, Markus, cka, Oliver etc.:
    Die Kerze mit Stacheldraht ist seit langem ein weltweit bekanntes Symbol für Amnesty International. Sie ist nicht neu (also keine spontane Idee eines Schüler Praktikanten, oder Gabi, die ganz toll zeichnen kann), und ist eng mit der Geschichte von Amnesty International verknüpft. Man darf dieses Zeichen gar nicht verändern.

    Das „alte“ deutsche Logo ist weltweit nicht bekannt, und nicht prägnant.
    (AI = Adobe Illustrator, AI= Artificial Intelligence, etc…)

    Eine NGO mit „International“ im Namen sollte auch weltweit einheitlich auftreten.
    Also erst Mal Hausaufgaben machen, und wenn man schon „Mandy“ heisst, vielleicht auch mal den Fuß außerhalb Deutschlands setzen.

    So, das musste raus.

  2. Geht gar nicht. Das ist kein Redesign, das ist Powerpoint-Pfusch. Wärme, Menschlichkeit, wegen einer Kerze mit Stacheldraht? Ich glaub es brennt. Weniger Plakativ, keine Bildmarke, weniger Wiedererkennbarkeit, das hat aber jemand grandios an die Wand gefahren. Chapeau dem der es verkauft hat. Schade, Schade.

  3. Ich bin nur zufällig hier vorbeigekommen und designmäßig nicht vorbelastet. Vielleicht gerade deswegen mein Kommentar als Laie:
    Ich finde es immer wieder schade, wenn ein eingeführtes und bekanntes Logo (oder auch eine eingeführte und bekannte Marke) durch ein vollig neues Logo ersetzt wird. Mir geht dadurch der Bezug verloren und ich frage mich dann immer erst mal: Huch was ist denn das? Was machen die denn? Wofür steht das denn? Gut, so schlimm ist es in diesem Fall nicht. Aber das alte Logo war einprägsam und bekannt. Wieviel in Werbung investiertes Geld und wieviel Aufwand ist zunächst notwendig, um ein neues Logo im Bewußtsein der breiten Masse zu verankern?
    Ich persönlich finde ein Logo, dass sich organisch und kontinuierlich weiterentwickelt ohne dabei den Wiedererkennungswert zu verlieren sehr viel angenehmer und eingängiger.

  4. Kerze mit Stacheldraht – uuuuh!
    Das ist wie „Blümchen-Yoga“ und? ja ich weis auch nicht…
    Warum nicht selbstbewusst beim „ai“ bleiben?
    Das Alte ist nicht richtig gut, aber tausendmal besser als das „Neue“

  5. Wie bereits in einigen anderen Kommentaren erwähnt: Die Kerze ist keine neue Bildmarke, sondern die ursprungliche, die bereits kurz nach Gründung der Organisation eingeführt wurde (Design von Diana Redhouse, 1963).

    Nur die deutsche und die österreichische Amnesty-Sektion haben die Kerze lange Zeit nicht verwendet. Daher kommt deutschsprachigen Lesern die Kerze mit Stacheldraht auch (noch) nicht bekannt vor.

    Um zu verstehen, warum sich Amnesty dazu entschlossen hat, ein einheitliches internationales Corporate Design einzuführen, hilft ein Blick auf diese Grafik, die eine Vielzahl verschiedener Amnesty-Logos vor 2008 zeigt:

    http://www.btitze.net/images/Amnesty_Logos_before_2008.jpg

    Die Grafik stammt aus einer Präsentation, die ich zu dem Thema gehalten habe.

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