Seit Anfang Dezember hat die ARD ein neues Logo. Was den ARD-Intendanten im Rahmen der Ende November einberaumten Pressekonferenz lediglich eine Randnotiz wert gewesen ist, wird umfangreiche Änderungen am Erscheinungsbild der ARD nach sich ziehen. Im dt wird erklärt, welche Auswirkungen die Änderung hat und weshalb die Intendanten sich mit ihrer Verkündung noch ein paar Monate hätten Zeit nehmen sollen.
Wenn man sich anschaut, welchen Aufwand Unternehmen und Institutionen heutzutage betreiben, um ihre neues Logo/Erscheinungsbild der Öffentlichkeit zu präsentieren, siehe Volkswagen, Paris 2024 oder Lufthansa, dann ist die im Rahmen der Pressekonferenz zur Intendantenkonferenz in München nur beiläufig erwähnte Ankündigung zur Einführung eines neuen ARD-Logos ein komplettes Kontrastprogramm. Die Erklärung, die ARD-Pressesprecher Markus Huber in diesem Zusammenhang verliest (Link zum Video wurde entfernt), ist gerade einmal 45 Sekunden lang. Hier ein Auszug:
„Das Ziel war, eine stimmige Balance aus der Bildmarke, der Eins, und der Wortmarke ARD herzustellen. Also eine eindeutige Marke zu schaffen, die die gesamte Angebotspalette des ARD-V…
Seit Anfang Dezember hat die ARD ein neues Logo. Was den ARD-Intendanten im Rahmen der Ende November einberaumten Pressekonferenz lediglich eine Randnotiz wert gewesen ist, wird umfangreiche Änderungen am Erscheinungsbild der ARD nach sich ziehen. Im dt wird erklärt, welche Auswirkungen die Änderung hat und weshalb die Intendanten sich mit ihrer Verkündung noch ein paar Monate hätten Zeit nehmen sollen.
Wenn man sich anschaut, welchen Aufwand Unternehmen und Institutionen heutzutage betreiben, um ihre neues Logo/Erscheinungsbild der Öffentlichkeit zu präsentieren, siehe Volkswagen, Paris 2024 oder Lufthansa, dann ist die im Rahmen der Pressekonferenz zur Intendantenkonferenz in München nur beiläufig erwähnte Ankündigung zur Einführung eines neuen ARD-Logos ein komplettes Kontrastprogramm. Die Erklärung, die ARD-Pressesprecher Markus Huber in diesem Zusammenhang verliest (Link zum Video wurde entfernt), ist gerade einmal 45 Sekunden lang. Hier ein Auszug:
„Das Ziel war, eine stimmige Balance aus der Bildmarke, der Eins, und der Wortmarke ARD herzustellen. Also eine eindeutige Marke zu schaffen, die die gesamte Angebotspalette des ARD-V…
Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.
Auf den ersten Blick finde ich das Redesign sehr gelungen, auch das Aufbrechen des Kreises finde ich im Zusammenspiel mit der größeren und markanteren 1 schlüssig. Das Ganze ist kompakt, wiedererkennbar und wird auch in kleinen Darstellungen gut funktionieren, siehe beispielsweise auf der Website rechts oben. Also … mir gefällt’s, bin gespannt auf die Anwendungen, besonders bei auch Sendungs-Logos.
Die Website hätte allerdings auch eine Überarbeitung verdient, der Swoosh im Hintergrund passt mE nicht mehr zu dem sachlich, schlichten Logo. Außerdem hääte das neue Logo links oben mehr Ruam verdient, das wirkt aktuell noch nicht sauber proportioniert insgesamt. Kommt ja vielleicht noch.
Mir gefällts ganz gut, die alte Schrift wirkte sehr altbacken, aber strahlte mehr Seriösität aus, während hingegen die neue etwas jugendlicher wirkt. Gut gefällt mir außerdem, dass die 1 jetzt mehr in den Mittelpunkt gerückt wird (ist ja auch deren Markenzeichen.)
Der aufgebrochene Kreis kommt im Zusammenspiel mit dem ZDF Logo wie eine Spiegelung daher. Etwas versteckt zu sehen auf dem Foto der ARD Presse-Website.
Vielleicht hätte es statt Evolution doch eher eine Revolution gebraucht, um dem Öffentlich Rechtlichen Fernsehen einen neuen Anstrich zu geben. Ich bin gespannt, wie sich die Änderung der Dachmarke auf die Submarken auswirken wird.
Ein Sparkurs trotz Gebührenerhöhung? Meiner Meinung nach wäre eine grundlegende Reform und Konsolidierung der öffentlichen Sender von Nöten. Es gibt viel zu viele Anstalten. Alle Marken bis auf ARD über Board werfen und auf “ARD 1”, “ARD 2 (ZDF)”, “ARD Nachrichten” (Phoenix) und “ARD für Kinder” wechseln. Alle restlichen Sender einsparen. Ähnliches wäre auch bei den Radiosendern angebracht. Deutschlandweite Programme, weniger lokale Aussteuerung. Und schon sinkt die GEZ auf 5€ pro Monat.
Die BBC machts richtig: es gibt nur sie (als Öffentlich-Rechtlicher) und betreibt mehrere Sender.
Exakt. Die BBC hatte ich auch im Hinterkopf. Ich bin auch der Meinung, dass weniger Sender zu besseren Inhalten führen, da das Kapitel sind so stark gesplittet wird und dadurch mehr Geld für größere Produktionen bereitstünde.
Das ist nicht ganz richtig: Es gibt in Großbritannien noch Channel 4, das sich ebenfalls im öffentlich-rechtlichen Eigentum befindet, allerdings werbefinanziert ist.
Ebenfalls sollte man auch beachten, dass die „Licence Fee“ der BBC jährlich 154,50 GBP beträgt, umgerechnet also bei etwa 15,23 €/Monat liegt.
Der Rollout ist noch nicht zu Ende und ebenso wirkt das Logo auf mich nicht zu Ende gedacht. Vor allem frage ich mich, wie die Mitgliedssender nun umgehen https://www.ard.de/home/die-ard/organisation/mitglieder-der-ard/Mitglieder_der_ARD/323262/index.html – verlieren die den Kreis, oder bekommen die alle die aufgeschnittene Variante? Das würde wohl kaum funktioneren, denn während es sich bisher wie eine kleine 1-Trademark dazu stellt, hakt das künftig wohl eher. Ich sehe da keine so homogene, gelungene Option wie bisher. Ein durchaus brisantes Thema … ;-)

Und die Begründung der kleinen Darstellungsform ist doch auch etwas überholt. Logos müssen seit jeher in klein und groß funktionieren – das Mobile Endgeräte eine super-spezielle, gesonderte Ausnahme spielen würden, ist in Zeiten von 4K, 5K und Retina wohl mehr als lächerlich. Vor allem funktioniert das bisherige Logo viel besser und wirkt harmonischer auf mich, wenn man es im Überblick der Mediengalerie in klein neben dem neuen sieht. Dieses neue hat da eine fette 1 und das ARD nimmt sich arg zurück, wird sogar eher von Kreis erschlagen.
Der Verzicht auf die Serife? Ein Trauerspiel! Ich finde das nun nicht mehr jugendlicher als zuvor, die Serifen waren ja keine altbackene. Für mich hatte der Schriftzug bisher auch einen Ausdruck von Anspruch und Qualität, die zweifelsfrei gut gemachte neuen Zeichen sind hingegen ein wenig glatter und beliebiger – lassen sich eben leichter von allen schlucken. Es ist schade, dass sich offensichtlich die Angst vor Serifen weiterhin hält.
Mir gefällt es auch ausserordentlich gut. Perfekte Strichstärken, ausgewogene Proportionen, ein harmonisches Zusammenspiel aller Elemente. Nicht zu viel, nicht zu wenig Weissraum. Die Symbolkraft des Kreises aufzubrechen ist sehr mutig, doch lässt sich so eine komplette Einheit mit der Typo bilden. Die Wort-Bild-Marke verschmilzt so zu einer Einheit.
Beliebiger und weniger besonders. Und wieso muss eine Online Anpassung immer eine Groteskschrift sein? Eine hochgestellte 1 ist ein besonderes Signal unter allen europäischen Sendeanstalten. Auch ARD in der Antiqua ist etwas besonderes. Also alles in Allem ist es jetzt beliebig, ohne besonderen Mut, designmäßig aber gut gemacht. Sieht so aus wie für die Privaten.
Ah, deshalb “brauchen” die ÖR also wieder mehr Geld. ;)
Ist dieses “das Zeichen muss in klein funktionieren” wegen der digitalen Welt heute überhaupt noch relevant? Heute hat jeder superhochauflösende Displays und Fernseher, die Zeiten von 32x32px Logos sind lange vorbei. Und da funktionieren dann halt auch kleinteiligere Logos.