75 Kommentare zu “Neue Markenkomposition für Bonn

  1. @Christoph
    Kommt der “OCRBe” von T-26 sehr nahe, mit modifiziertem I.
    http://www.t26.com/fonts/956-OCRBe
    – oder aus dem Kopf der “Eurostyle”.

    Ich finde den neuen Auftritt übrigens Klasse, schlicht und mit einer klaren internationalen Botschaft. Die Idee und die Typo ist ebenfalls sehr gelungen – eine gute Mischung aus Stil und Moderne. Die unterschiedlichen Farbspiele beim Schriftzug “Bonn” kommen ebenfalls gut an. Selbts die Plakatmotive finde ich nicht daneben, weil ich wenn ich an Bonn denke, mir automatisch auch Konzerte und Festivals in den Sinn kommen – ist vielleicht subjektiv aber u.a. deshalb ist es für mich ein wirklich gelungenes Design.

    Viele Grüße
    Till

  2. Ich finde den neuen Auftritt sehr ansprechend und gut umgesetzt.
    Es wird einem zwar nicht der unverwechselbare Charakter der Stadt Bonn klar gemacht, aber es wirkt sympatisch, weltoffen und weckt auf jeden Fall Interesse – zumindest bei mir persönlihc.

  3. Also ich als Bonner muss sagen, irgendwie repräsentiert das Ganze meine Stadt nicht wirklich. Die Anspielung auf den Bonner Sohn Beethoven ist leider auch die einzige Anspielung auf etwas typisches aus Bonn. Das Logo finde ich jedoch sehr gelungen, da es sehr gut zu dem internationalen Flair, denn Bonn bald durch sein Kongresszentrum bekommt, passt.
    Aus der Sicht eines Designers jedoch finde ich die neue Dachmarke sehr gelungen. Es ist eine sehr moderne Typo im Logo verwendet worden (wobei man sich hier fragen muss inwiefern das Logo zeitlos ist und nicht nur eine Moderscheinung) und auch die Plakate wirken sehr frisch, modern, zukunftorientiert und international. Die Idee mit den 3 Sprachen in allen möglichen Medien finde ich genial, da es von der Gestaltung und der Idee auch ohne Darstellung des Logos auf die Stadt Bonn schließen lässt.
    Fazit: Als Bonner bin ich sehr zwiegespalten was die neue Dachmarke angeht als Gestalter jedoch sehr angetan.

  4. Sehr schön, nur ich als Franzose entdecke ein paar Rechtschreibfehler in den französischen Begriffe: Etinelle / Etincelle, Ame / Âme, etc… War der Übersetzer müde oder gab es denn gar kein??

  5. Die Idee mit der Mehrsprachigkeit hätte Berlin auch gut gestanden als Hauptstadt und Weltmetropole, die man ja sein will. Als Berlinerin hätte ich es zumindest passend gefunden einen weltoffeneren Slogan zu haben.
    Von daher gefällt mir das gut bei den Bonnern – aber wer aus aller Welt verirrt sich dahin?
    Und Rechtschreibfehler sind mehr als peinlich…

  6. Sehr schöne Idee mit der Mehrsprachlichkeit (auch wenns nichts neues ist, sondern einfach nur mal konsequent zuende gedacht wurde), nur in der Umsetzung leider an Peinlichkeit kaum zu übertreffen. Rechtschreibfehler, falsche Übersetzungen und dergleichen sind leider einfach nur dumm :\
    Nicht, dass ich jetzt die Wikipedia als unverwüstliche Informationsquelle preisen möchte, aber ein einfacher Blick in die hier zitierte Ode an die Freude [1] hätte gezeigt, dass das “Götterfunken”-Plakat mehr als nur einen Fehler enthält. Auch die englische Übersetzung ist mehr “Denglisch” als alles andere, auch das wäre innerhalb von 5 Minuten Recherche klar gewesen [2].
    Schade drum.

    [1] http://fr.wikipedia.org/wiki/Ode_%C3%A0_la_joie
    [2] http://www.raptusassociation.org/ode1785.html

  7. Sei Verzweifelt. Sei Pleite. Sei Berlin.

    Ich frage mich, seit wann Städte unbedingt Logos und Claims brauchen. Selbst Cottbus sucht jetzt eine Wort-/Bildmarke. Ich finds übertrieben…

  8. Ich find den neuen Auftritt wirklich gelungen. Gerade im Vergleich mit anderen deutschen Städten ist Bonn ein echter Hingucker.
    Die Marke wirkt nicht so “staubig” wie beispielsweise der Außenauftritt der Stadt Hannover.

    Alles in Allem, denke ich, dass Bonn der damit der Vorreiter einer neuen Stadtmarketing-Offensive werden könnte, die nicht versucht alles in einem Satz auszudrücken, was sie ausmacht.

  9. Ich schließe mich an: für eine zeitgemäße Image-Kampagne ganz gut, aber als dauerhafte Marke sehr zweifelhaft. Das vorherige Logo “Bonn. Die Stadt” war ein Fehlgriff, aber Milka ändert auch nicht sein etabliertes Auftreten, sondern der Markenschriftzug wird fortlaufend weiterentwickelt. Der Kussmund war und ist Bonn. Das Logo passte über Jahrzehnte in kein übliches Schema, dennoch hatte es einen erstaunlichen Erfolg, der bis heute offenbar immer noch anhält. Das hat sich beim letzten Bonn-Logo nicht wiederholt und das wird sich auch diesmal nicht wiederholen. Insofern ist der “Freude”-Dreiklang eher eine Modeerscheinung mit viel zu vielen peinlichen Übersetzungsfehlern und ein gelungenes Beispiel für vermasselte Markenpflege.

    Das.Wird.Nichts.Bonn. Sorry.

  10. Sehe ich das richtig, dass auf der Gürtelschnalle bei dem jungen Mädchen (Motiv ganz oben rechts) groß “FUCK” steht?
    SOLL DIE AUSSAGE DAVON SEIN, DASS MINDERJÄHRIGE IN BONN LEICHT ZU V***** SIND? Oh Mann…. *verständnisloskopfschüttel*

  11. @Seltsamfinder
    Das siehst Du richtig, nur dass das junge Mädchen die “Rock-Göre” Avril Lavigne ist. Da muss das wohl so sein – auch eine Spielart vom Imagepflege. Hübsch ist Sie zudem und die Balladen taugen auch – passt also :-)

    Zum Thema:
    Der Relaunch wurde übrigens von der Düsseldorfer Agentur Gramm vollzogen, die zudem eine Tochter der bekannten Agentur Grey ist. Angeblich haben 100 Agenturen ihre Vorschläge eingereicht, wobei der Innovativste von Gramm kam.

    http://www.horizont.net/aktuell/agenturen/pages/protected/Gramm-arbeitet-fuer-Bonn_78583.html
    http://www.bonn.de/rat_verwaltung_buergerdienste/topthemen/07457/index.html?lang=de
    http://www.grimmdesign.de/

    Mich würde mal interessieren wo solche Pitches ausgeschrieben werden, oder ob die Agenturen ausschließlich persönlich angeschrieben werden. In diesen großen Fällen hört man ja meist erst Nachträglich etwas von der Ausschreibung. Falls sowas möglich ist, fände ich es Klasse wenn sowas auch hier im Designtagebuch erwähnt wird, woher es irgendjemand auch immer mitbekommt. Was meinst Du dazu Achim?

    Zweitens, da es auch die Öffentlich betrifft, interessiert mich das verfügbare Budget für die Kampagne. Bei Berlin waren es ja wohl über eine Millionen Euro, eine genaue Quelle hab ich da aber nicht gefunden. Vielleicht kann jemand eine Info auftreiben- gerne zu beiden Relaunches. Um mal nicht nur an der Oberfläche zu kratzen …

    Viele Grüße
    Till

  12. Lieber Seltsamfinder,
    das “junge Mädchen” heißt Avril Lavigne und wohnt in Kanada, wenn sie nicht gerade unterwegs ist, um zu musizieren. Und zum Thema “Fuck”

    Ein Mann sitzt in einer psychologischen Untersuchung. Der Psychologe malt ein Dreieck und fragt: “Woran denken Sie, wenn Sie das sehen?” – “An Sex”, antwortet der Patient.
    Der Psychologe malt einen Kreis und fragt wieder:
    “Woran denken Sie, wenn Sie das sehen?” – “An Sex” antwortet der Patient.
    Der Psychologe malt ein Viereck und fragt wieder:
    “Und woran denken Sie, wenn Sie das sehen?” – “An Sex” sagt der Patient.
    Der Psychologe: “Sie denken immer nur an das eine!”
    Der Patient: “Wer malt denn hier die ganze Zeit diesen Schweinkram?”

    Ist aus dem Film: “Was ist mit Bob?” und viel mir dazu grad ein.

  13. @Seltsamfinder, Kölner, Achim

    Mir wäre die Gürtelschnalle auf den ersten Blick gar nicht aufgefallen, aber ich hätte auch nicht gewusst, wer das sein soll. Das ist ein typischer Kommunikationsfehler: wenn jemand in Garmisch vor dem Plakat steht, kann man nicht voraussetzen, dass er das auseienander halten kann. Sicher wirkt es dann auf den Betrachter mißverständlich.

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