75 Kommentare zu “Neue Markenkomposition für Bonn

  1. Tja diese „Typo“ sehe ich jetzt plötzlich überall (RFH! ua).
    Man nehme: eine schlechte Grotesk-Schrift, natürlich nur versal, vier Zeilen Libü oder Block und textet was rein. Wird schon auffallen. (Am besten so eine art Din-Schrift gell). Klar, der nächste Bau oder Supermarkt ist nicht weit. Machen es alle, muss es ja gut sein. Altes Bonn-CD war nix. Neues ist schlimmer – möchte-gern Design.
    LondON, i AMsterdam, MADrid about you, und ja auch BErlin sind da konsequenter.

  2. Das ist das Allerletzte und sehr peinlich.

    Eine deutsche Stadt in der die deutsche Sprache nur noch am Rande vorkommt. Die totale Kapitulation vor Verblödung und Selbstaufgabe!

    Hat jemand sowas schonmal in Frankreich, England oder Amiland gesehen?

    Die lachen sich doch über uns kaputt…

  3. AUA!

    Auch ich als Bonner (sogar gebürtiger) muss jetzt mal sagen, dass es so gar nicht geht!

    Klar wirkt es modern, zeitgemäß und schön. Gestalterisch stimmen die Sachen, also handwerklich Note sehr gut. Aber inhaltlich geht es so nicht.

    Typo, Form, Satz, alles zu gradlinig. Klar ist es eine Verbesserung des Markenbildes vorher. Aber es will sich kein Bonn-Feeling einstellen. Der Kussmund ist und bleibt für mich immer das eigentliche Logosymbol. Dieser ist natürlich altbacken und überholt, aber er zeigt Bonn auch von innen. Das freundschaftliche, rheinländische, etc… genau die Emotionen die im neuen Logo ausradiert und ersetzt wurden.

    Bonn ist jetzt Business und das auch eben grafisch. So ein schwachsinn, aber passiert auch schnell wenn man eine Düsseldorfer Agentur ranlässt :)

    Sicherlich gibt es große Unternehmen hier. Sicherlich wird durch UN und das Kongresszentrum das Publikum immer internationaler. Aber braucht man deshalb auch eine extrem internationales Logo. Letztlich sehen sich doch die Bonner Bürger viel mehr damit konfrontiert als Besucher von Ausserhalb.

    Schade.
    Pity.
    Dommage.
    Bonn.

  4. Ist ne nette Idee. Nicht neu abr nett. Und witzig umgesetzt. Aber passt das nun gerade zu Bonn? Mit noch so cooler Werbung wird aus ner Pflaume kein Big Apple.

    Kurz und gut. Das ganze ist nett verpackter Betrug.

  5. Als (Exil-)Bonner kann ich meisten Kommentatoren insofern zustimmen, als daß die neue Marke ein Schritt in die richtige Richtung ist! Dies aber auch nur, weil die lächerliche Unterschrift “die Stadt.” weg ist! Welche Stadt ist schon keine Stadt?

    Alles weitere finde ich zu bezuglos. Beethoven ist doch nicht das einzige, was Bonn zu bieten hat! Da sind noch der Rhein, der in Bonn wirklich schön ist; die Altstadt, die Schlösser, die Museen, die Berge etc. – vor allem hat sich Beethoven recht früh aus der Stadt verabschiedet.

    Der Bezug zur Ode an die Freude kommt nur schwer herüber, da die Typografie diese sofort wieder zunichte macht! Und was soll dieser Punkt? War das vor zehn Jahren nicht mal in? Die Freude geht ja in Beethovens Werk weiter, warum setzt man einen Punkt? Und wenn ich diese unterkühlt sachliche Schrift anschaue, dann empfinde ich garkeine Freude! Wo bleibt da die ganze Romantik, die die Stadt mit ihrem Fluss und dem herrlichen Blick auf das Siebengebirge zu bieten hat?

    Des weiteren sind in der Gestaltung des Hauptlogos auch fachliche Mängel zu beklagen! Die beiden J brauchen unbedingt einen optischen Ausgleich! Die Schrift scheint nach links unten zu rutschen! Außerdem ist der Zeilenabstand zu gering! Wenn man schon eine vermeintlich professionelle Agentur für die Findung einer neuen Dachmarke beauftragt, dann sollte man schon darauf achten, daß diese auch das grafische Handwerk beherrscht!

    Insgesamt hätte ich mir von der Neuorientierung mehr erwartet!

  6. Wunderbarer Kommentar, Christian, vor allem in Bezug auf die Typografie. Die Punkte wie auch der “Flattersatz” schwächen das Logo in seiner Wirkung. Erinnert an ein (Orts)Schild mit Einschusslöchern. Ich mag es insgesamt allerdings dennoch.

  7. Die Punkte stören doch sehr arg… Die lenken irgendwie den Blick auf sich sie sind weinfach zu präsent. Also mir sind als aller erstes die Punkte aufgefallen. Naja und zu den Motiven naja dazu muss ich sagen das das nicht immer die Agentur entscheiden. ;) Schönes Wochenende

  8. Missraten! Also meiner Meinung nach hat das neue Logo absolut nix mit unserm Bonn zu tun, sondern ist einfach nur ein schlechter Versuch, dem Trend zu entsprechen,echt traurig!
    Daran ändert auch nichts, dass das alte Logo nicht der Renner war.
    Und vor allem: ohne den Kussmund gehts gar nicht!!! Das hat nichts mit Schrulligkeit zu tun, unser Bützje gehört einfach zu uns und zu Bonn und im Gegensatz zu dem neuen nichtssagenden Logo passt es einfach zu unserer Stadt.

  9. Viel Geld für einen schlechten Scherz, aber kein Geld, um das Alte Rathaus zu sanieren…

    Schade.
    Sad.
    Poor.
    Bonn.

    Und überhaupt: Wieso werden bei solchen Entscheidungen die Bürger nicht mit einbezogen? Als es um neue Wegweiser für die Touristen ging durfte man unsinnigerweise sein Votum abgeben. Aber bei einer solchen Entscheidung wird über den Bonner Bürger hinweg entschieden.

    Davon abgesehen hatten/haben wir ein schönes Logo: Den Kussmund.

  10. Der Kussmund hat insofern etwas mit Bonn zu tun, als daß er das Symbol der Bützcher (Küsschen) ist, die die Funkemariechen und auch andere Frauen den Männern an Karneval verteilen. Bonn hat jetzt aber in der Außenwirkung nicht den Bezug zum Karneval: dafür ist Köln einfach zu präsent. Insofern bin ich froh, daß der Kussmund weg ist!

    Bonn muß sich einfach in der Zeit nach dem Regierungswechsel auf ein anderes Image konzentrieren, wesewegen der Beethoven wieder in den Vordergrund gerückt wurde. Beethoven war auch vor etwa 150 Jahren schon ein Thema, als das Denkmal auf dem Münsterplatz unter Beisein der Englischen Königin enthüllt wurde. Allerdings darf dies nicht das einzige sein. Gerade der Rhein und die Berge (Siebengebirge, Ennert, Venusberg etc.) haben in Bonn eine starke Präsenz. Gerade deswegen eignet sich Bonn auch so gut als Kongress-Standort, als das Bonn ja gerade mit dem neuen Kongresszentrum und zwei neuen Hotels direkt am Rhein ausgebaut wird: man kann in der Kongresspause auch mal schnell an den Rhein und die weite Aussicht genießen! Warum wird dieses schöne Flair der räumlichen Empfindung ausgeblendet?

  11. Warum werden denn in der obigen Umfrage Äpfel mit Birnen verglichen?

    Be Berlin ist eine Imagekampagne, bei der Berlin sein ursprüngliches Logo durch das Hinzufügen des “Be” nur minimal verändert hat. Der neue Bonn-Schriftzug soll aber neues Stadt-Logo und Imagekampagne in einem sein. Was auf den ersten Blick zwar genial aussieht, stellt sich für mich als Kenner der Szene spätestens ab da als Kostenfrage dar. Vor allem der Wegfall aller sonstigen Bonn-Erkennungszeichen wirkt auf mich etwas befremdlich, weil beim neuerlichen Schriftzug bereits vorausgesetzt wird, dass ihn die Menschen ihn schon “fressen” werden. Hier hätte man geschickter agieren und bestehenden Markenlinien in der Kampagne erstmal integrieren sollen.

    Der neue Schriftzug muss sich m.E. entscheiden, ob er “Be Berlin” (also eine Imagekampagne) oder ein neues Stadtlogo sein will. Beides zusammen wird schwer, weil zu viele modische und replizierbare Elemente in dem gewählten Schriftzug vorhanden sind und zugleich Anknüpfungspunkte wie Bonner Wappen, regionaltypische Landmarken oder eben der berühmte Kussmund fehlen. Wenn wir das Beispiel Regensburg nehmen, sehen wir, dass man dort eine bestimmte Kommunikationslinie nicht aufgibt. Das hätte Bonn in Bezug auf sein Logo auch gut getan, denn Bonn hat viel zu bieten.

  12. Leider fehlt hier das eigentliche Schmuckstück Bonns. Der Kussmund!
    Das neue Logo ist klanglich absoluter müll und optisch macht es auch nichts her

  13. @Gerhard

    …deine Frage ist ganz einfach beantwortet: Das Stadtwappen ist aus Schillers “Ode an die Freude”, vertont im Schlusschor von Beethovens Neunter Sinfonie im neuen Logo aufgegangen…NOCH FRAGEN? ;o))

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