75 Kommentare zu “Neue Markenkomposition für Bonn

  1. Als Bonner sehe ich eine Veränderung der Stadt-Kommunikation natürlich besonders kritsch an.
    Und ich muss sagen, dass ich mich tatsächlich nicht so recht entscheiden kann.

    Auf jeden Fall ist die neue Kommunikation schon mal besser, als die alte.

    Jedoch kann ich mich noch nicht so wirklich damit anfreunden, dass es keine Bildmarke mehr gibt. Das Headline/Wortmarken-Konzept à la “Götterfunken. Spark Divine.Etielle Divine. Bonn.” finde ich aber äuserst gelungen!

    Was mir schon in der letzten Version fehlte und auch diesmal wieder fehlt, ist der am Ende des Postes angesprochene Kussmund! Der ist Kult und gehört seit 1970 zu Bonn, wie Beethoven, das Münster und der Rosenmontagszug!

    Grüße aus Bonn,
    Oliver

  2. Find ich ok aber ich glaub das sie sich ein bisschen an be berlin Inspiriert haben. Die Sprüche sind zwar nicht so übertrieben, sie sind auch nicht user generated aber ansonsten muss ich schon fast sagen das es nen Abklatsch ist…nur Dreisprachig.

    Die Typografische Umsetzung find ich teilweise gelungen und teilweise zu laut wieso muss mich eine Stadt die ganze Zeit anschreien? Wieso werbe ich mit Persönlichkeiten die nichts mit meiner Stadt zu tuen haben oder mit Bildern die keine Aussage haben? Der Geschäftsbrief gefällt mir hingegen recht gut auch wenn mit dem Logo mal wieder ein Trend aufgefasst wird.

    -> Mittelprächtig weil es 100x besser als das alte ist :)

    PS: Kommt es nur mir so vor oder wird im Moment wieder versucht in der Werbung nur Geschichten zu erzählen? Lidl, T-Mobile,be berlin überall übertriebenes Storytelling.

  3. Ich finde es schade, die neue Darstellung Bonns wenig erfrischend und überraschend ist. Nicht nur, dass keine wirklich neue innovative Idee dahintersteckt, sondern dazu kommt noch, dass es für mich null an Statement transportiert und als Ortsfremder auch wenig über Bonn aussagt. Ausgenommen Beethoven – den ich zugegebenermaßen nur nach Lesen des Textes zwischen den Zeilen erahnen konnte. Da hat doch eine Stadt wie Bonn mehr zu bieten – historisch, politisch und gesellschaftlich, oder?!
    Davon mal abgesehen finde ich die Wahl und die Anordnung der Begriffe sehr willkürlich. Sicher gewährleistest die hohe Anpassungsfähigkeit eine dauerhafte Präsenz. Doch ist so viel Flexibilität gut und wird diese nicht sofort als Willkür empfunden?!

    Insgesamt ist es wohl ersichtlich, dass sich die Dachmarke gemausert hat – im Vergleich zur bisherigen. dennoch bin ich skeptisch, ob dies die richtige Wahl war…

  4. Wie fasst man eine Stadt kurz und knapp in einem Logo zusammen?! Nahezu unmöglich, wenn die Stadt nicht ein markantes (historisches) Gebäude mit Wiedererkennungswert beheimatet … bloß zielt das dann auch nur aufs Optische. Jede (Groß)Stadt bietet diverse Betrachtungswinkel und letztlich liegt es am Menschen selbst, ob er sich optisch, kulturell, historisch oder anderen Gesichtspunkten an eine Stadt erinnert bzw. sich mit dieser identifiziert. Die Idee hinter dem Redesign der Stadt Bonn ist sicher nicht neu. Man stelle der Marke ein zum (aktuellen) Thema passendes Schlagwort zur Seite … das kennt man auch von Sat1 (mehr Spannung >Krimis / mehr Unterhaltung > Shows u.s.w.). Somit ist das Ganze sehr leicht austauschbar und nicht sofort mit Bonn verknüpft. Da könnte auch jede andere Stadt stehen (und wer weiß, ob nicht die ein oder andere ähnlich für sich wirbt). Die 3Sprachigkeit hingegen ist ein guter Zug der Macher, “ihre” Stadt weltoffen darzustellen.

    Alles in allem ganz gut gelöst, wenn auch nicht gerade neu. Das alte Logo zu verbessern, war aber nun auch keine schwere Aufgabe, denn schlechter fällt schon schwerer ;)

  5. Nun, als Bonner bin ich erstmal froh das das alte Logo fort ist ;)

    Die neue Kampagne ist prinzipiell nicht schlecht. Wirkt gut auf den oben gezeigten Beispielen. Totale Begesiterung will sich bei mir aber denoch nicht einstellen. Ich kann einfach keine Verknüpfung zwischen dem doch recht minimialistischen Ansatz und “Bonn” als Marke finden. Wie schon weiter oben geschrieben, das ganze wirkt extrem neutral und austauschbar. Deswegen hält sich meine Euphorie in Grenzen.

    Wäre schöner gewesen wenn man eventuell versucht hätte eine Bonner Marke mit einzubauen. Haribo, Ei Ei Ei Verpoorten oder so, ne ist nur Spaß ;)

    Gruß vom Rhein, Marc

  6. Um Gottes Willen? Soll das denen ihr ernst sein?
    Ich bin zwar nicht aus bonn aber ich arbeite hier und frage mich was OB Dieckmann geritten hat so ein logo zu verabschieden? Mann muss sich nur mal vorstellen wie das auf nem Zeugnis wirkt, oder auf einer Anzeigetafel eines Gymnasiums Stadt-City-Ville-Bonn… Na herzlichen Glückwunsch!

  7. Die Kampagne wirkt sehr urban & global. Das ist einerseits positiv international – aber auch ein wenig beliebig – denn es könnte auch Memphis, Chicago oder sonst eine Weltstadt sein. Das scheint mir der Anspruch – Bonn global positionieren – ob man dabei nicht ein wenig die Bürger vergisst?

    Ach ja – der Kußmund. Man sollte als Designer so was nicht immer nur lächerlich finden …

  8. Grundsätzlich finde ich die Kampagne ziemlich gelungen: Gelungene Typo, flexible Einsatzmöglichkeiten, hohe Wiedererkennbarkeit, kein pseudomodernes Geschnickse etc.

    Was mich allerdings ein wenig stört, ist, mit was man sich da schmücken will. Bei Beethoven kriegt man den Link noch hin. Aber das zum Beispiel James Brown ein engagierter Bonner gewesen sein soll, ist meiner Aufmerksamkeit entgangen.

    Ein bisschen mehr Stadtbezogenheit täte da nicht schlecht.

  9. Hm, ich finde es ist ein Schritt nach vorne. Vielleicht ein wenig zu kosmopolitisch und hochkulturell, das mag auch arrogant wirken. Man sollte aber berücksichtigen, dass Bonn zwar eine sehr hübsche, aber auch eine inzwischen sehr unbedeutend kleine Stadt ist mit dem übermächtigen Nachbarn Köln.

    Bonn voyage

  10. Missraten und unpassend kommt einigermaßen hin, um nicht zu sagen banal und ärgerlich.
    Vielleicht kann man es so auf den Punkt bringen: banale und missratene Provinzposse.
    Aus Ludwig hätte man etwas machen können, hätte man soger sehr viel machen können. Hunderte von großartigen Möglichkeiten einer guten Kampagne stehen einem da offen. Aber nicht so. Da hat eine Stadt das Glück auf einen den großartigsten, berühmtesten und genialsten Komponisten unserer Kulturgeschichte verweisen zu können, und dann so was.
    Eine beliebige Allerweltskampagne. Unglaublich.

  11. FANTASTISCH. Die Printwerbung und das Logo sind so international, wie die von kaum einer anderen Stadt. Diese Werbung ist ihrer Zeit schon fast vorraus. Grandios trifft es wirklich. Es ist minimal, nicht aufgesetzt und einfach nur selbstverständlich.

    PS: Kann mir jemand sagen, was das für eine Typo ist?

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