In Australien regt sich Widerstand gegen die von der Regierung geplante Nation Brand. Das Logo der nationalen Marke ist an die Öffentlichkeit gelangt und wird von der lokalen Presse verrissen. Dabei sind die zugrundeliegenden Ideen und markenstrategischen Ansätze nachvollziehbar und schlüssig.
Australia Tourimuslogo, Quelle: Tourism Australia
Australien – spontan assoziieren wir mit dem „fünften“ Kontinent Kängurus, Ayers Rock, auf Eukalyptusbäumen sitzende Koalabären, das Opernhaus in Sydney oder das Great Barrier Reef. Die Darstellung eines Kängurus ist gerade im Tourismussektor seit Jahrzehnten das Erkennungszeichen Australiens. Zuletzt wurde das offizielle Tourismuslogo Australiens vor neun Jahren überarbeitet. Das Känguru ist, wie auch der Emu, Wappentier des Landes und Bestandteil des Landeswappen Australiens. Auch Qantas, die nationale Fluggesellschaft Australiens, nutzt seit je her ein Känguru in ihrem Logo.
Was Australien bis dato fehlt,…
In Australien regt sich Widerstand gegen die von der Regierung geplante Nation Brand. Das Logo der nationalen Marke ist an die Öffentlichkeit gelangt und wird von der lokalen Presse verrissen. Dabei sind die zugrundeliegenden Ideen und markenstrategischen Ansätze nachvollziehbar und schlüssig.
Australia Tourimuslogo, Quelle: Tourism Australia
Australien – spontan assoziieren wir mit dem „fünften“ Kontinent Kängurus, Ayers Rock, auf Eukalyptusbäumen sitzende Koalabären, das Opernhaus in Sydney oder das Great Barrier Reef. Die Darstellung eines Kängurus ist gerade im Tourismussektor seit Jahrzehnten das Erkennungszeichen Australiens. Zuletzt wurde das offizielle Tourismuslogo Australiens vor neun Jahren überarbeitet. Das Känguru ist, wie auch der Emu, Wappentier des Landes und Bestandteil des Landeswappen Australiens. Auch Qantas, die nationale Fluggesellschaft Australiens, nutzt seit je her ein Känguru in ihrem Logo.
Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.
Trotz der schieren Masse an Corona-Nachrichten und -Illustrationen habe ich überhaupt nicht an ein Virus gedacht, sondern direkt an eine Pflanze. Ich finde die Farbgebung wunderschön, stimmig und wertig und mag auch die Schrift mit der kleinen Eigenart am “R” (schön, denn gäbe es mehr als eins, hätte mich das gestört). Das “AU” in der Bildmarke hätte auch aus der unteren Schrift entnommen werden können.
Aber insgesamt: Klar, ungünstige Zeit für diese Symbolik, denn die Virus-Assoziation verstehe ich natürlich und auch die Kommunikation hätte wohl besser laufen können, aber ich wäre als Australierin stolz, so repräsentiert zu werden.
Ich finde die Idee und die Argumentation dazu sehr gut. Allerdings finde ich die Umsetzung nicht ganz optimal – obwohl es mir ästhetisch zusagt. Sie ist mir etwas zu filigran und optisch schwer verständlich.
@Peter: Von “misslungen” kann keine Rede sein. Als die ersten Entwürfe gemacht wurden, wusste noch niemand, dass es einen Coronavirus gibt und wie dieser dargestellt wird.
Ganz offensichtlich ist Kommunikation und eine teilweise öffentliche Entwicklung essentiell bei einem Logo, durch das sich viele Menschen repräsentiert fühlen sollen. Ich denke, man muss die Öffentlichkeit schon früh mit Logokonzepten (den Ideen hinter einer späteren grafischen Ausführung) bekannt machen, verschiedene Schritte auf dem Weg zum finalen Design offenlegen und immer begründen, warum welche grafischen Mittel gewählt wurden. Dann wird es sicherlich noch immer Unzufriedene geben, jedoch ist besser verständlich, wie der Designprozess abläuft, wer beteiligt ist, welche Fachkenntnis diejenigen besitzen und warum die Entwicklung mehr als 150 € kostet.
Vor allem: Wenn schon längst bekannt ist, welche Idee hinter einem Logo steht, wird niemand mehr so schnell darin einen Virus, eine Pusteblume, ein Pfauenrad, einen Vulkan von oben, einen Strohschirm, versammelte Fliegenschisse, die Sonne oder eine aufgeschnittene Goldkiwi sehen. Jedes einigermaßen abstrakte Zeichen ist „anfällig“ für Missinterpretationen. Meiner Meinung nach sollte das Konzept lange vor dem finalen Logo kommuniziert werden.
Ich finde es genial, denn es ist gewissermaßen eine Anspielung auf das chemisches Element mit dem Elementsymbol Au (lateinisch aurum) und der Ordnungszahl 79: Gold.
Ich dachte zuerst an eine Pusteblume.
Finde es immer erfrischend wenn Länder wie Australien mal auf das typische Känguru verzichten.
Genauso wie ich das Ahornblatt für Canada für überstrapaziert ansehen.
Deswegen Daumen hoch schon allein für den Mut mal einen anderen Weg zu gehen.
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Erinnert sehr stark an die Darstellung des Coronavirus, oder? Schon nur deshalb misslungen.
Trotz der schieren Masse an Corona-Nachrichten und -Illustrationen habe ich überhaupt nicht an ein Virus gedacht, sondern direkt an eine Pflanze. Ich finde die Farbgebung wunderschön, stimmig und wertig und mag auch die Schrift mit der kleinen Eigenart am “R” (schön, denn gäbe es mehr als eins, hätte mich das gestört). Das “AU” in der Bildmarke hätte auch aus der unteren Schrift entnommen werden können.
Aber insgesamt: Klar, ungünstige Zeit für diese Symbolik, denn die Virus-Assoziation verstehe ich natürlich und auch die Kommunikation hätte wohl besser laufen können, aber ich wäre als Australierin stolz, so repräsentiert zu werden.
Ich finde die Idee und die Argumentation dazu sehr gut. Allerdings finde ich die Umsetzung nicht ganz optimal – obwohl es mir ästhetisch zusagt. Sie ist mir etwas zu filigran und optisch schwer verständlich.
@Peter: Von “misslungen” kann keine Rede sein. Als die ersten Entwürfe gemacht wurden, wusste noch niemand, dass es einen Coronavirus gibt und wie dieser dargestellt wird.
Wer kennt sie nicht, die Pusteblume.
Ganz offensichtlich ist Kommunikation und eine teilweise öffentliche Entwicklung essentiell bei einem Logo, durch das sich viele Menschen repräsentiert fühlen sollen. Ich denke, man muss die Öffentlichkeit schon früh mit Logokonzepten (den Ideen hinter einer späteren grafischen Ausführung) bekannt machen, verschiedene Schritte auf dem Weg zum finalen Design offenlegen und immer begründen, warum welche grafischen Mittel gewählt wurden. Dann wird es sicherlich noch immer Unzufriedene geben, jedoch ist besser verständlich, wie der Designprozess abläuft, wer beteiligt ist, welche Fachkenntnis diejenigen besitzen und warum die Entwicklung mehr als 150 € kostet.
Vor allem: Wenn schon längst bekannt ist, welche Idee hinter einem Logo steht, wird niemand mehr so schnell darin einen Virus, eine Pusteblume, ein Pfauenrad, einen Vulkan von oben, einen Strohschirm, versammelte Fliegenschisse, die Sonne oder eine aufgeschnittene Goldkiwi sehen. Jedes einigermaßen abstrakte Zeichen ist „anfällig“ für Missinterpretationen. Meiner Meinung nach sollte das Konzept lange vor dem finalen Logo kommuniziert werden.
Ich kann zumindest dem goldenen Sägeblatt leider nichts abgewinnen.
Gefällt mir gut, wobei es das AU in der Gold-Akazie m.E. gar nicht gebraucht hätte.
Übrigens: der Vogelstrauß im Wappen ist ein Emu.
Besten Dank Andre! Ist korrigiert.
Ich finde es genial, denn es ist gewissermaßen eine Anspielung auf das chemisches Element mit dem Elementsymbol Au (lateinisch aurum) und der Ordnungszahl 79: Gold.
Ich dachte zuerst an eine Pusteblume.
Finde es immer erfrischend wenn Länder wie Australien mal auf das typische Känguru verzichten.
Genauso wie ich das Ahornblatt für Canada für überstrapaziert ansehen.
Deswegen Daumen hoch schon allein für den Mut mal einen anderen Weg zu gehen.