Solarworld RWE Anzeige

R WEG…

Solarworld RWE Anzeige

Nicht schön, dafür schön gebrüllt. In dem aktuellen Kampagnenmotiv ließ Solarworld das RWE-Logo durch die Bonner Werbeagentur Kreativ Konzept zerschneiden, Provokation dabei gerne in Kauf nehmend. Nicht voRWEg gehen ist angesagt, sondern WEG GEHEN… von der Kernenergie. Wenn RWE erst einmal mit Anwälten LOSGEHT, ist ganz schnell in Bonn das ein oder andere OHRWEG.

via horizont.net

25 Kommentare zu “R WEG…

  1. Dem aufmerksamen Spiegel-Onlne-Leser ist bestimmt die Geschichte über die Frau, die das Atomkraft-Nein-Danke Logo entworfen hat, aufgefallen. (Hab den Namen leider nicht parat.)

    Weltweit wird dieses benutzt, in Original-Form. Diese Frau hat noch nie einen Cent dafür gesehen. Was diese Frau aber hat, ist eine Stiftung (oder von mir aus Rechtsabteiling) die sich NUR darum kümmert, die kommerzielle Nutzung dieses Logo`s zu unterbinden. Und das tun sie erfolgreich…

    Wenn also dieses „Strom ohne Atom“-Sönnchen nicht in Absprache mit dieser Stiftung/Dame/Rechtsabteilung entstanden ist, ist das Plagiat schon extrem frech… und ja auch bewußt gekupfert.

    Viel Spaß RWE/Kreativ Konzept

    Georg

  2. In unserem Bioladen lag mal ein Prospekt für Ökostrom mit dem Titel „fingeRWEg“ mit RWE Schiftzug. Scheint auch keinen gestört zu haben. ;)

  3. Der Name „Solarworld“ ist mir in den letzten Tagen mehrmals mit ausgesprochen hanebüchener und unstimmiger Werbung aufgefallen. Im Fernsehen werben sie mit einem äußerst seltsamen Spot, in Machart und Ausführung eine seltsame Mischung aus „Spendenaufruf für Japan“ und „Teleshopping“-Machart. Und nun der billigste Angriff auf einen letztendlich doch nur einen beliebigen einzelnen Stromanbieter in der Art einer Schülerzeitung. (Was mich dabei fasziniert, ist die Tatsache, dass jegliche Art von eigener Stromerzeugung und speziell Solarstrom letztendlich immer noch mit dem Stromnetz eines Anbieters zusammenarbeiten muss — Solarstrom nennt das aber taktisch nicht ungeschickt „öffentliches“ Stromnetz).

    Wie auch immer, das Marketing dieser Firma stößt mir unangenehm auf. Solarstrom soll eine elegante, saubere Alternative sein, aber sämtliches Marketing dieser Firma ist konzeptionell und in der Ausführung auf dem ziemlich niedrigen Niveau eines Spätnacht-Homeshopping-Spots.

  4. @Georg Rabensteiner:

    Die gute Frau heißt Anne Lund, stammt aus Dänemark und hat das Logo im Jahre 1975 als damals 22jährige Studentin gezeichnet. Und besagte Stiftung ist die „Organisationen til Oplysning om Atomkraft (OOA)“ aus Kopenhagen.

  5. Jedes Mal wenn mir das Plakat unterwegs begegnet lese ich mit dem ersten flüchtigen Blick „VoRWEg gehen“ und denke das ist eine RWE Werbung. Erst beim zweiten Blick erkennt man (finde ich) das es für SolarWorld wirbt. Doch wie viele werden wohl genau hin schauen?
    Wenn ich es nicht besser wüsste würde ich denken das SolarWorld ein Projekt von RWE ist das sich mit Solarenergie beschäft und kein Rivale von RWE.

  6. Robin, GENAU DAS hab ich als erstes auch gedacht. „Oh man, was für Penner. Atomstrom anbieten und jetzt einen auf Öko machen. Na klar …“ Erst als ich das Plakat ein zweites Mal gesehen hab, hab ich es „verstanden“.

  7. Das eine Ohr. Oder das andere Ohr. Oder aber das Einohr.

    Ansonsten ist der billige Blau-Gelb-Kontrast wirklich zum Weglaufen!

  8. dass es hässlich ist – naja gut. nicht jeder ist gestalter und kennt sich mit typografie, farben und größenverhältnissen aus. diese anzeige ist aber wie oben beschrieben extrem missverständlich und deswegen doppelt schlecht. schade, denn die sache an sich begrüße ich durchaus.

  9. Bei dem Motiv weiß ich nicht, wo ich hingucken soll. Völlig überladen mit Informationen. Das Carport mit Auto hat eine andere Perspektive als das Haus, und das Auto erscheint mir doch daneben auch sehr … geräumig :)
    Aber die Idee mit dem Sparschwein-Solarpanel find ich cool. Vielleicht hätte man sich mehr darauf konzentrieren können. Geht völlig unter.

    Insgesamt ist das Motiv viel zu sehr konzipiert und man erkennt deutlich die typische Krankheit der klein- und mittelständischen Unternehmen: die Handschrift der Geschäftsführung. Unbedingt noch den Atomkraft-Button drauf, das Wort „Eigenstrom“ schön groß und den Carport dazu, weil die ja auch Solarpanel für Carports verkaufen. Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. CLEVER!!!

    Bei der Titelschrift würde mich interessieren, ob das „G“ wirklich so verkrüppelt daherkommt oder was da sonst passiert ist.

    Ich muss ja gestehen, dass ich Werbung mag, wo man den Konkurrenten direkt anspricht. Das hat früher immer für Spannung gesorgt, wenn SEGA versucht hat, Nintendo in die Tonne zu kloppen oder Ronald McDonald lieber bei BurgerKing sein Fettpolster anfuttert. Leider stecken die Anwälte wahrscheinlich schon in den Startlöchern.

  10. Im Handelsblatt war ja zu lesen:
    „… sagte Asbeck, der sich selbst stundenlang neben seinen Grafiker setzte, um das Plakat mitzugestalten.“ (Herr Asbeck ist der Konzernchef)
    – da wundert man sich doch ein bisschen weniger über die Ausführung. Dennoch bleibt die Frage, warum die zuständige ausführende Werbeagentur nicht stärker gegensteuern konnte…

  11. Ich kann als Betrachter folgendes berichten: bin heute mit der Bahn schon zweimal dran vorbeigefahren – und zweimal war ich fest davon überzeugt: das ist die neue Werbung von RWE. Mich wundert es also jetzt, das sie es nicht ist :)

    Zum Plakat an sich: für mich kommt null der Sinn „Weggehen von der Kernkraft!“ rüber. Ich sehe da nur ein zugeschmissenes Plakat und viel Verwirrung rund um Strom.

  12. Werte Schöngeister, manchmal ist Inhalt eben wichtiger als Schein und Design… Das ist schwer für Euch RWE- und Markenversteher ohne Selbstkritik, aber Japan und der Gau ist auch nicht schön. Und RWE macht weiter, als wär nix. Da kann man schon mal den Holzhammer nehmen… Und die Diskussion zeigt: Das Ding tut es, und zwar gut. Das Plakat wird gesehen und verstanden. Was noch? Bisserl mehr Typo, etwas mehr modernes Einheitsgegrafike… Sorry, für mich nicht spielentscheidend. Auch wenn’s schöner geht, das Thema ist nicht schön sondern wichtig für die Zukunft.

  13. @Dieter123: Inhalt ist wichtiger als Schein und Design. Da gebe ich dir sogar Recht. Dabei gibt es aber nur ein Problem: Wenn man meint der Inhalt ist wichtiger als Schein und Design, sollte man eine Kampagne eben auch so gestalten. Wenn man aber anfängt zig Objekte einzubringen, die dann nicht einmal wirklich zusammen passen, dann gibt es einen Konflikt.

    Wie von einigen hier schon angemerkt, haben sie es beim ersten Blick gar für RWE-Werbung gehalten. Defacto: Ziel verfehlt. Man wirbt nicht für die eigene Marke, sondern für den Konkurrenten, den man „provozieren“ wollte. Das hat zwar auch geklappt (RWE geht ja nun gegen vor), aber inwieweit das was gebracht hat…

    Und technisch ist dieses Plakat einfach unterste Schublade, da es einfach nur zusammengewürfelt wirkt. Da oben ’ne Verunglimpfung eines anderen Markenlogos, hier ein toller Button, da drei Objekte, die perspektivisch nicht einmal passen…

    Ein wunderbares Beispiel, wie man es nicht machen sollte.

  14. @Dieter123: Sobald es Kritik über geschaltete Werbung, ob Werbesports oder Plakate, von verschiedenen Kampagnen dieser Werbeagentur geht ist Dieter123, OnkelDieter und sonstige „Dieter“-Variationen oft dabei und redet alles gut. Super Idee, super Kampagne! Nur doof das man dann immer den selben Nicknamen benutzt. Evtl. auch mal OnkelKlaus oder so benutzen. Kann helfen!

    – sorry, kein sinnvoller Beitrag zum Thema aber es ist lächerlich.

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