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Visa vereinfacht sein Markenzeichen

Visa Logo (2014)

Visa erneuert seinen Markenauftritt. Nachdem das Signet im Zuge des Redesigns 2005 seine Flaggenanmutung verlor, legt es nun auch noch seine Farbigkeit ab. Obs an der Verlängerung der Kooperation mit der FIFA liegt, dass beide Logos nunmehr kaum noch zu unterscheiden sind?

Für Antonio Lucio, Markendirektor bei Visa, reflektiert das mit einer neuen Unternehmenspositionierung verbundene Corporate Design die Ansprüche einer globalen Marke. „Everywhere You Want to Be“ lautet der neue Slogan, den Visa bereits vor 30 Jahren auf dem US-Markt verwendet hatte.

Auch dieses Redesign belegt den Trend hin zur Beliebigkeit. Eine Entwicklung, die eng verbunden mit der Globalisierung ist. Ob Yahoo!, Ebay oder Saint Laurent – wenn global agierende Marken/Unternehmen sich neu aufstellen, beziehungsweise im Rahmen der PR einen solchen Eindruck verstärken wollen, denn global waren diese ja bereits vor dem Rebranding, geht mit dem Wechsel immer öfter der Verlust an Wiedererkennbarkeit einher. Serifen werden gekappt, Farben entfernt und Logomarken derart vereinfacht, bis oftmals nur noch ein generisches Zeichen übrig bleibt.

Interessant: in diesem Video erscheint am Ende für einen Bruchteil einer Sekunde ein gelb-blauer Wischer. Gut möglich, dass der gelbe Farbton für eine gewisse Zeit noch in dieser Weise in Erscheinung tritt, bevor er ganz von der Bildfläche verschwindet. Eingeführt werden soll das neue Signet während der Olympischen Winterspiele in Sotchi.

Visa Logo

Visa Olympic Games 2014

Visa Launches „Everywhere You Want to Be“

Visa, Making a Mark

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Dieser Beitrag hat 18 Kommentare

  1. Na die Visa – SAS – Verbindung ist aber mal sehr weit hergeholt. Wird wohl echt zum Trend an den Haaren herbei gezogene Vergleiche zu ziehen um etwas schlecht da stehen zu lassen.

  2. Ein englischer Zungenbrecher-Slogan – Super. Wenn ein Markenverantwortlicher das für Richtig hält, dann hat er sicher „ganz doll viel Ahnung vom globalem Maketing“. Der Invest in den Aufbau solcher Englischbrocken wird nie einen Return bekommen. Geschätzt ist die spontane Erinnerung und Zuordnung von „Die Freiheit nehm‘ ich mir“ immer noch sehr hoch. Aber das Kapitel „nachhaltige Markenführung“ haben diese „Maketingprofis“ immer überschlagen.

  3. Nun noch weniger Wiedererkennungswert als die gute alte Flagge mit den Streifen, die auch etwas mehr Seriösität suggerierte. Aber ich denke, der Trend geht dahin, dass jeder Vorschüler eine VISA (notfalls Prepaid) haben soll, da muss die Marke selbstverständlich unkompliziert wirken.

  4. Also ich verband mit VISA immer die beiden Farben blau und gelb. Dass gelb nun ganz entfällt finde ich nicht gerade ansprechend. Dieser Farbverlauf von dunkelblau in ein dunkel-dunkelblau ist außerdem schrecklich.

    Aber wahrscheinlich wird es nun drei Varianten geben, die parallel auf unzähligen Kärtchen und Laden-Eingangstüren abgebildet werden, wie beim Vorherigen und dem Rechteckigen davor (welches mir i.Ü. immernoch am Besten gefällt), da gabs offenbar auch keine strikte Regelung, nur noch das Neue zu verwenden.

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