49 Kommentare zu “Stadt Wels positioniert sich als Marke, und lässt die Bürger über das zukünftige Design abstimmen

  1. Manchmal habe ich das Gefühl, Designer schauen nur noch bei logolounge, was gerade hip ist oder im letzten Jahr, oder im vorletzten (sowohl die multiplizierten Flächen als auch die diagnoal geschnittenen Buchstaben sind schon haarscharf nicht mehr in) und stülpen es über ein Projekt drüber (bestimmt gibt es eine fundierte Auseinandersetzung mit dem Projekt, aber wenn sich eine Verbindung aus Ort und Branding gar nicht ergibt finde ich das ganze doch sehr beliebig).

    Darüber hinaus bleibt die Frage, ob sich mit all dem Gebrande (Länder, Bundesländer, Regionen, Gebäude, touristische Hotspots, kulturelle Events) überhaupt spezifische Markenwirkung erzielen lässt. Wenn jedes 300-Seelen-Kaff auf einmal Marke sein will, tritt irgendwann die gleiche Übersättigung ein wie im Consumer-Markt. Nichts für ungut, Wels.

  2. Die Anwendungen und die Idee von B ist viel eigenständiger, aber leider ist das we selbst nicht gerade hübsch anzusehen.

  3. das von Q2 finde ich auch nicht schlecht!

    a) ist, wie schon von vielen geschrieben, eher beliebig, und b) – ichweissesnicht, “komisch”… Aber aus Folgekostensicht (Vielfarbigkeit!) ist b) (und das von Q2) deutlich entspannter als die quasi erzwungene 4c-Variante a) (siehe Werbemittel, Notizbloecke, Kulis etc – 1-2c ist nunmal deutlich guenstiger als 4c…

    Oder denke ich da zu kundenfreundlich?

  4. Ich frage mich was hier einige Möchtegern-Typografen an dem „we“ so schlecht finden. Ich kann da keine handwerklichen Schwächen erkennen. Ich sehe nur charakteristische Besonderheiten, was für Logo nicht gerade schlecht ist. Da wird mal wieder ohne echte Begründungen die Keule ausgepackt.
    Den Entwurf der Werbeagentur Q2 finde ich noch besser, als Vorschlag B. Der Claim ist toll, die Farben lassen sofort auf Österreich schließen und das Logo den historischen Charakter der Stadt erahnen.

  5. https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=1164097266984686&id=642023302525421

    https://www.facebook.com/pApersWerbeagentur/posts/1011301238925368

    https://www.facebook.com/Q2Werbeagentur/posts/10154894816458265

    Das sind Entwürfe für die Endrunde nicht die andere zwei. Ich verstehe das Welt nicht mehr.
    Alles im Vorhinein wahrscheinlich schon entschieden gewesen, wer diesen Wettbewerb gewinnen wird ( Hausagentur der welser Stadtmarketing).
    Ich gratuliere dem Bürgermeister. Das Logo gab es um 5 Euro im Shutterstock zum kaufen.

  6. “Das Logo gab es um 5 Euro im Shutterstock zum kaufen.”

    Danke für den Beitrag.
    Eine ehemalige Königsdisziplin wird zur Massenware.

    Hab dort nix gefunden. Aber das muss nix heißen.
    Doch ähnliche gefällige Macharten gibt es, zugegeben.

    Wir können ja mal (an Achim gerichtet) einen Beitrag überlegen über diese Stock-Logos und deren explosionsartige Vermehrung wie Bonbons, Kamelle im Karneval.
    (Liegt es an der explosionsartigen Vermehrung von nicht gar so schlechten Designern? Bitte nicht hauen, aua.)

    Viele Logos (nicht alle natürlich) sind sogar ebenfalls nicht einmal richtig schlecht. Sogar gut.

    Das ist allmählich ein echtes Problem für den ehemalig eltären Einkaufs-Wert von Design, seine vorgebliche Königsdisziplin und Uniqueness – und für engagierte Designer, die bemerken, dass ihre Entwürfe, die wirklich selbst mit Hirnschweiß ausgesonnen (soll es ja noch geben, solche Idealisten), uupsi in Stocks zahlreich schon vorhanden sind. What the heck. Ich würd’ hinschmeißen.

    Für faule Designer ist das natürlich kein Problem und auch nicht für manche Firmen.

    Noch unique Logos zu formulieren, die noch nicht existieren, wird zur Herausforderung an Mehrarbeit der Recherche, die noch gar nicht recht akkountiert und gegenüber Kundschaft verargumentiert werden kann.

    Wird Höllenarbeit, Höllenritt. Und im Fall von Pech fliegt man auch noch wegen Bedenkenträgerei aus dem Auftrag ;-(

    Weil noch kein Bewusstsein dafür da ist. Es gibt anscheinend bei vieler Kundschaft noch kein Bewusstsein dafür, für die Rechercheaufgaben, die da anstehen. Wie will man da noch ein einzigartiges Logo anmelden? Wenn man keine Spendigns hat für die Rechercheaufgaben, die da ständig zu wachsen scheinen. Und von der Elite der Superdesigner im Lande wird das Problem anscheinend tot geschwiegen.

    Dabei ist Logodesign doch vorgeblich die Königsdisziplin.

  7. Ich melde mich jetzt mal offen zu Wort – als cplusm.at, die den Wettbewerb gewonnen hat:
    Wenn 10 Agenturen Ihre Vorschläge in anonymer Form abgeben müssen, eine Fachury dann die besten 2 Vorschläge evaluiert und die Bevölkerung dann auf breiter Basis abstimmt, so kann man wohl nicht von einer Pseudo-Ausschreibung sprechen, bei der der Ausgang eh schon klar ist – also sorry, den Vorwurf kann ich auch im Namen des Auftraggebers nicht gelten lassen!
    Und zu Bildmarke und Kommunikations-Umsetzungen halte ich fest, dass diese eine vollständige Eigenentwicklung der cplusm.at ist: Auf Grundlage der Marken-Positionierung mit dem Anspruch „Vielfalt ermöglichen“ und den fixierten Leistungsfeldern haben wir in der Kreation auch bewusst den Weg in die Vielfarbigkeit gewählt und die Bildmarke entwickelt, ohne uns durch irgendwelche Fremdmarken inspirieren zu lassen. Den durchklingenden Plagiatsvorwurf kann ich so auch nicht stehen lassen, weil man wohl zu jeder Bildmarke weltweit ähnliche finden wird…
    Ich lade aber gerne jeden ein, sich mit mir – Christof Schumacher von der cplusm.at in Verbindung zu setzen…

  8. Lieber Dani, ich würde nicht auf http://linza.at/?p=9783 verweisen – die Seite ist so was von unseriös, dass sie sogar gedacht haben, die offizielle Abstimmung findet hier auf designtagebuch.de statt ;-)

    Zur Diskussion über abkupfern und Ideen stehlen: ein buntes W ist halt ein buntes W – da kommt man nicht sehr viel aus – die Schriften und Farben wurden angepasst und ein neues Element hinzugefügt. Die Farben sind die aktuellen Trendfarben, die jetzt öfters zu sehen sind – ja, das war es auch schon wieder… Dass hier Inspirationen von anderen aktuellen Projekten geholt worden sind oder ob es die eigenen Ideen waren, spielt alles keine Rolle – ist alles legitim!

    Es wird immer bei Logos die Geschmacksfrage mitspielen – beide Vorschläge sind grafisch sauber ausgearbeitet, aber am besten wird ja das Phänomen ja in diesem Blog selber beschrieben: https://www.designtagebuch.de/kommunikationsdesign-in-der-lokalen-berichterstattung/

    Freu mich auf ein buntes W – und kein graues Linz :-)

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