15 Kommentare zu “Reebok kehrt zum klassischen „Vector“-Logo zurück

  1. Das bisher „neue“ Logo war sicherlich ein guter Entwurf, aber eben nicht mehr die Marke Reebok die man kannte. Ich nehme an, dass schlichtweg die Stammkunden ausblieben, weil die Marke ihre Wiedererkennung einfach gestrichen hatte. Die ist nun auf alle Fälle wieder gegeben – der Look ist, wenn auch etwas überarbeitet, (fast) wieder der alte. Nicht dass mir der Schriftzug sonderlich gut gefällt, noch dieses Bildelement (mich irgendwie an eine Autobahn erinnert), aber man erkennt die Marke nun wieder. Das 2014er Logo bisher hätte ebenso gut eine schicke Hausmarke eines Retailers sein können.

    Reebok ist nun optisch zu alter „Stärke“ zurückgekehrt und emanzipiert sich vielleicht auch ein wenig in der Markenwelt von adidas. Darin sehe ich eine Stärke und denke, dass man erfolgreicher wird, was bisher scheinbar nicht gut genug gelungen ist: https://www.welt.de/wirtschaft/article190279575/Adidas-Verkaufszahlen-von-Superstar-und-Stan-Smith-brechen-ein.html Ich kann mir gut vorstellen, dass die Sympathie-Werte von früher der Marker sicherlich gut tun und ihr wieder ein Gesicht geben.

    Wobei das mit der Sympathie ja so eine Sache ist bei Großkonzernen, vor allem wenn sie, nach erfolgreicher Förderung und Auszeichnung einen Standort in Europa für mehr Profit in Billiglohnländer verlagern: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/adidas-speedfactory-1.4676111 Ist nicht unbedingt eine neue Taktik, aber in Zeiten von Nachhaltigekeitsgedanken, StartUp-Boom und Crowdfunding durchaus eine Strategie die schnell daneben gehen kann …

  2. Vielen Dank für den weiteren interessanten Beitrag. Ich wundere mich über den Begriff „Vector-Logo“ in der Pressemitteilung. Weil ja viele Logos „Vektoren“ sind. Das Delta-Logo war ja auch ein Vektor-Logo.

    • Das „Vector“-Logo zeigt, wie Olli richtigerweise bemerkt, eine Laufbahn, wie es sie in Stadien gibt. Hierzu muss man wissen, dass Reebok von 1977 bis Ende der Achtziger den Uni Jack, die Nationalflagge Großbritanniens, als Bildelement im Logo nutzte. Das „Vector“-Logo ist eine Weiterentwicklung, bei der der Union Jack mit einer Laufbahn kombiniert wurde, daher die seltsam anmutende Kreuzung im Zeichen.

    • Für mich wirkte das bisher immer so, als wenn einer schnell auf den Zug aufspringen musste und aus Puma und Nike ein uneheliches Kind gemacht hat. ^^

  3. Viele Logos finden in die einmalige Form zurück. Die Massentauglichkeit wird für die Marken zu beliebig. Einmaligkeit, Einprägsamkeit, Charakteristik, Komplexität, Ausgeglichenheit, Unverwechselbarkeit, Eigenständigkeit, Besonderheit, Wiedererkennungsmoment und Anwendungstauglichkeit kann man nicht mit einer billigen Groteskschrift und einem Farbklecks ausdrücken, wie es soviele versuchen.
    Liebe Designer gebt Euch mehr Mühe und laßt die Käufer der Produkte ruhig an Eurer Arbeit erkennen, dass die Hersteller sich auch bei den Produkten Mühe gegeben haben.

    • Äh, ernshaft jetzt!?! „… gebt Euch mehr Mühe …“ find ich jetzt schon unverschämt – wenn’s ironisch gemeint war, kam es einfach nicht rüber (evtl. mal kursiv schreiben!?!). Letztlich entcheidet kaum ein Designer allein, wie eine Marke auszusehen hat. Und leider sind es häufig Brandmanager & Co, die starke Konzepte und Ideen mixen und zerstückeln, soll heißen, es ist sehr selten der „pure“ Entwurf eines Designers, der am Ende umgesetzt wird. Ich hatte z.B. eine Zeit lang einen großen Schweizer Konzern mit Vogelnest im Logo als Kunden – jeglicher Junior wusste dort alles „besser“ und ein vernünftiges Arbeiten als Designer war schier nicht möglich, wenn denn das Projekt nach Runde 30 überhaupt noch umgesetzt wurde, war kaum etwas wie ursprünglich gedacht.
      Aber es scheint mir fast so, als könntest du dich genau in dieser Reihe eingliedern denn wer über „billigen Groteskschrift und einem Farbklecks“ vorschnell ein Design abtut, kann wohl kaum eine fundierte Ausbildung, noch von einem respektvollen Umgang mit der Arbeit eines Designers Ahnung haben. Und das ist des Pudels Kern – beim Design weiß jeder wie es am Besten geht und leider haben dann doch die wenigsten (Laien) wirklich eine Ahnung wie es geht oder was für Leistungen im Verborgenen stecken und was alles berücksichtigt wird/werden muss.
      Einzig deineAnsicht, dass viele Logos zu ihrer alten Form zurückfinden, teile ich bis zu einem gewissen Grad. Ich bin z. B. auch gespannt, ob Douglas irgendwann den gleichen Weg geht, denn ich frage mich bis heute, ob man sich beim Logowechsel wirklich einen Gefallen getan hat.

  4. Beißt sich das Logo nicht mit den Streifen auf den Schuhen des Wettbewerbers Asics? Von daher halte ich es für einen Fehler, zu diesem Logo zurückzukehren.

  5. Vielleicht nicht ganz uninteressant: Die Schrift des alten Logos ist die Motter Tektura, die auch für eines der älteren Apple Logos zum Einsatz kam.

    Entwickler der Schrift war Othmar Motter, ein Vorarlberger (AT) Gebrauchsgrafiker, der zahlreiche Schriften und Logos entworfen hat.

    Obwohl es verständlich ist, dass eine Schrift auch irgendwie Geschmackssache ist, muss man das jeweilige Design auch im Kontext seiner Zeit betrachten.

    • Danke für den Hinweis! :-D
      Es sieht ja bei Apple sehr amüsant aus:

      Mir war auch gar nicht bewusst, wie krass sich Reebok zwischendurch verändert hatte:

      Quelle: .fontsinuse.com

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