Anlässlich des 50-jährigen Bestehens erhält Robinson Club einen aufgefrischten Markenauftritt. Auch der seit Gründung des Unternehmens als Bildmarke verwendete Papagei erfährt in diesem Zuge ein Redesign.
Die zum Tui-Konzern gehörende Hotelmarke Robinson Club, nach eigenen Angaben in Deutschland Marktführer für Premium-Cluburlaub, unterhält 26 Clubs in 15 Ländern. In den vergangenen Jahren habe das Unternehmen beim Neu- und Umbau von Clubanlagen in Asien, den Alpen, am Mittelmeer und im Atlantik den Fokus auf moderne Gestaltung gesetzt. Das Konzept sei auf die sich verändernden Kundenbedürfnisse hin angepasst und optimiert worden. Zudem übernehme die Marke im Bereich Nachhaltigkeit noch mehr Verantwortung. Die Umstellung auf den erneuerten Markenauftritt rundeten die Innovationsmaßnahmen nun ab, so das Unternehmen.
Der Markenrelaunch umfasst unter anderem alle analogen Touchpoints sowie die Entwicklung eines digitalen Designsystems und die Überarbeitung der Website. Neben einer Neugestaltung des Logos, einer neuen Farbgebung sowie einer eigenen Hausschrift, gehört auch eine umfangreiche Icon-Bibliothek zum neuen Auftritt. Mit Hilfe des daraus entstandenen Leitsystems, orientieren sich die Urlauber künftig an alle…
Anlässlich des 50-jährigen Bestehens erhält Robinson Club einen aufgefrischten Markenauftritt. Auch der seit Gründung des Unternehmens als Bildmarke verwendete Papagei erfährt in diesem Zuge ein Redesign.
Die zum Tui-Konzern gehörende Hotelmarke Robinson Club, nach eigenen Angaben in Deutschland Marktführer für Premium-Cluburlaub, unterhält 26 Clubs in 15 Ländern. In den vergangenen Jahren habe das Unternehmen beim Neu- und Umbau von Clubanlagen in Asien, den Alpen, am Mittelmeer und im Atlantik den Fokus auf moderne Gestaltung gesetzt. Das Konzept sei auf die sich verändernden Kundenbedürfnisse hin angepasst und optimiert worden. Zudem übernehme die Marke im Bereich Nachhaltigkeit noch mehr Verantwortung. Die Umstellung auf den erneuerten Markenauftritt rundeten die Innovationsmaßnahmen nun ab, so das Unternehmen.
Der Markenrelaunch umfasst unter anderem alle analogen Touchpoints sowie die Entwicklung eines digitalen Designsystems und die Überarbeitung der Website. Neben einer Neugestaltung des Logos, einer neuen Farbgebung sowie einer eigenen Hausschrift, gehört auch eine umfangreiche Icon-Bibliothek zum neuen Auftritt. Mit Hilfe des daraus entstandenen Leitsystems, orientieren sich die Urlauber künftig an alle…
Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.
Bei der Betrachtung des Logos in der aktuellen Neugestaltung sowie in der Historie stellt sich mir die Frage, ob eine andere Lösung nicht die bessere gewesen wäre. Vielleicht hätte man den Schnabel (sieht bisher aus wie eine Kaffeebohne) im Stil der Neugestaltung ändern können, um den Papagei erkennbarer zu machen, ohne zu plump zu werden. Desweiteren hätte man das Auge vereinfachen können Zwecks besserer Darstellbarkeit. Das Ergebnis wäre sicher eine bessere Erkennbarkeit gewesen, ohne das Logo komplett neu zu erstellen.
Optional hätte sicherlich auch der Schenkel den N einen Papageienkopf anreißen können. Ein interessanter Schritt gegen den Trend wäre vielleicht auch der Gang zurück zu einem bunteren Papagei gewesen.
Alles in allem unspektakulär und keine Katastrophe, aber weniger besonders.
Hier wurden ja schon einige Rotkehlchen erkannt, ich sehe da einen Pinguin. Wenn ich mich stark bemühe kann ich den Papagei als solches erkennen, aber ohne nachzudenken sehe ich da immer nur den Pinguin.
Papagei? Rotkehlchen? Pinguin???
Ich sehe da im alten Logo ein groessenverhaeltnis-unterschiedlich verungluecktes YingYang, und im neuen Logo die wiederauferstandene Antje vom NDR – also ein Walross… Das blau passt aber auch gut zum Ersten :)
Stimmt, jetzt wo du es sagst, sehe ich Antje auch – ein Logo mit so vielen Möglichkeiten :))
Danke für die wohl überlegte Kritik an dem neuen Logo! Ich empfinde die Neugestaltung des Papageis ebenfalls als herben Verlust. Zugegeben, das Federvieh war bisher nicht unbedingt auf den ersten Blick als solches zu erkennen, ähnlich wie ein Papagei, der sich oben im Dickicht des Dschungels versteckt. Aber hatte man ihn einmal entdeckt, die kognitive Leistung vollbracht, prägte er sich dauerhaft ein. Das neue Logo empfinde ich dagegen als ein bisschen seicht.
Um ein bekanntes Zitat mal anzubringen:
Steve Jobs
Das Ende des raffinierten Negative-Space-Papageienkopfs ist schade.
Wie mehrfach hier angemerkt: Er war aber mangelhaft designt, Auge zu klein und misleading wg. R-oder Trademark-Eindruck. Der Kopf mit dem Schnabel kann in Folge dann alles Mögliche sein, wenn man das Auge nicht als Auge erkennt …etc. Es arbeitete nicht. Alles richtig.
Der neue Kopf ist zwar brav, bieder, aber erkennbar.
Er “arbeitet” immerhin was eine millisekundenschnelle Erkennbarkeit betrifft, dass es ein Papagei sein soll.
Ich frage mich nur, ob die Forderung “rasche Erkennbarkeit”, die ein Logo gemeinhin erfüllen soll, sich wirklich zwingend auf das schnelle Erkennen des gemeinten Inhalts einer Bildmarke zu beziehen hat. Oder nicht besser auf das schnelle Erkennen und Wiedererkennen der jeweiligen, eigentümlichen, speziellen Form.
Doch letzteres, oder nicht?
Denn auch eine abstrakte Bildmarke kann sehr typisch sein und aufgrund ihrer hochspeziellen Eigenart millisekundenschnell von anderen Marken unterscheidbar sein.
Es wäre von da aus gesehen zu wünschen gewesen, dass man besser an der Idee der Raffinesse des alten Logos entlang die Negative-Space-Illustration weiterentwickelt.
Das ist Designersicht.
Wie sieht das die Klientel, die mit dem Robinson Urlaub macht.
https://www.robinson.com/de/de/das-robinson-gefuehl/zeit-fuer-gefuehle/zahlen-daten-fakten/
Die ROBINSON Urlauber gehören zu einer gehobenen Einkommens-Schicht mit gehobenem Bildungsniveau. und sind mittleren Alters. Sie sind womöglich stolz auf den exklusiven Brainteaser, den Papageienkopf erkennen zu können, wie es nicht jeder kann. Distinktion.
Von daher hätte ich, wenn ich der Firmenboss gewesen wäre, dazu geneigt, die Bildmarke weiterhin sophisticated (anspruchsvoll) zu halten. Mich für den Negative Space und gegen den neuen, zwar gut erkennbaren, aber doch recht biederen Papageienkopf entschieden. Aber den Negative Space in seinem Design verbessert.
Was wir hier nicht wissen können:
Vielleicht aber will sich Robinson in Zukunft breiter aufstellen und die gefühlte und tatsächliche Exklusivität aufgeben. Dann gäbe der neue Papageienschädel etwas mehr Sinn. Den hätte ich allerdings dann trotzdem noch einmal überarbeitet. Denn mir, der schon immer mal Characters und vor allem Comic-Köpfe, Mimiken erfunden und ins Schulheft gezeichnet hat, guckt er etwas zu dämlich – schaut mal genau auf seine Mimik ;-)
Nein, das ist keine Bewerbung an Robinson. Es gibt so viel bessere Comic-Köpfe-Zeichner als mich ; -) Mir ist nur das debile Grinsen des Papageiers aufgefallen, weil ich seit Schulzeiten bei so etwas immer genau hinschaue.
Wie vielen meinen Vorpostern, sah ich in dem alten Logo, als es seinerzeit vorgestellt wurde, auch keinen Papagei. Nicht mal auf dem dritten Blick. Bei dem vierten kam dann der Aha-Effekt. Völlig verfehltes Bildzeichen. Der Ideenansatz war/ist gut gewesen, aber denkbar schlecht ausgeführt.
Aber Achim hat Recht, das Spiel mit dem Negativraum ist das Spannende, geheimnisvolle an der alten Identity gewesen. Nun ist das Bildzeichen konkreter geworden, zwar gut handwerklich ausgeführt, wirkt aber auch irgendwie aalglatter, austauschbarer und nicht charakterstark genug. Da wäre noch viel Luft nach oben gewesen.
Die alte Schriftmarke empfinde ich jetzt nicht wirklich edler durch die Verwendung einer seifenbetonten Schrift im Gegensatz zu der customized Cera. Dadurch, dass sie damals gewichtig gewählt worden ist, verlieh sie der Marke irgendwie auch die Schwere von billigen Schaumweinen, wo die Schrift auf einem Etikett auch gut gewirkt hätte. Sie hat gute Dienste geleistet, aber gottseidank ist sie jetzt weg.
Eine serifenbetonte Cera hätte mich hier allerdings mal durchaus interessiert. Aber auch ohne wirkt die Robinson Cera passend und wertig für mich.
Der gezeigte Rollout sieht bis auf den billig wirkenden unterirdischen digitalen Auftritt auch gut aus.
Das Thema Urlaub und Reisen ist doch immer mit Emotionen behaftet – schöne Erinnerungen an den letzten oder Vorfreude auf den nächsten Urlaub. Für mich transportieren weder das neue noch das alte Logo jegliche Emotion. Das neue Logo und auch die Anwendungsbeispiele finde ich sehr glatt und nüchtern. Das Alte lebt einfach nur von dem visuellen Gag mit dem negativen Raum. Hat man den einmal durchschaut und den vielfach gepriesenen Aha-Effekt gehabt, bleibt nicht mehr viel. Für mich drückt rein gefühlsmäßig, Reproduzierbarkeit und Detailgrad der Illustration mal außen vor gelassen, das Logo 1985 bis 1994 am meisten Fernweh, Abenteuer- und Karibik-Feeling aus.
Ja, das alte Logo war besser, wenn man es genau studiert hat und den Papageien erkannt.
Ich habe ihn nicht erkannt, kaum jemand scheint ihn erkannt zu haben.
Man muss in einem Logo auch nichts erkennen, aber dann brauch ich auch gar keinen Papagei.
Der neue Papagei ist einfach nur ein Papagei, aber ein erkennbarer. Ich halte das designtheoretisch für einen Rückschritt, designpraktisch für einen Fortschritt. Und bedauere trotzdem die charakterlose Schrift.
Vor allem aber stelle ich mir eine Frage: Ist denn dort Urlaubenden klar, dass es für Massentourismus kaum einen zynischeren Namen geben kann? Ich empfinde dieses Unternehmen schon allein deshalb als unsympathisch.