17 Kommentare zu “Bericht aus Bonn

  1. Ich habe mich ja schon im ersten Post zu der neuen Kampagne geäußert und möchte an dieser Stelle noch einmal meine Meinung als Bonner Grafiker zu dieser Kampagne rauslassen.

    Als Imagekampagne finde ich das Ganze sehr gelungen. Die Motive sind sehr gut gewählt und aufbereitet. Gerade das Motiv “Vater mit Kind”, welches auch oben zu sehen ist wirkt im Umfeld extrem *achtung:Buzzword!* impact-stark.

    Das es sich hier aber nicht um eine reine Imagekampagne, sondern um eine ganzheitliche Dachmarkenkampagne handelt sehe ich weiterhin kritisch an.

    Das neue Logo, also der Typo Vierzeiler verliert ohne passendes Bildmotiv im Hintergrund, meiner Meinung nach, extrem an Wirkung.

    Auf den Briefbögen, die im ersten Post gezeigt wurden, mag das noch wenig problematisch sein, aber ich kann mir das Logo einfach nicht auf einem orangen Müllwagen vorstellen, oder gar einem Strafzettel!

    Wie wir ja bereits wissen wird nicht konsequent mit dem Vierzeiler “Freude” gearbeitet. Dieser wird je nach Situation variieren. (Beispiel: Beethovenfest -> ‘Götterfunke’).

    Vielleicht kann die Düsseldorfer Agentur mit dieser Lösung ja noch etwas retten, wenn es um die Platzierung auf dem Strafzettel geht.


    WUT.
    RAGE.
    FUREUR.
    BONN.

    Grüße aus der Stadt am Rhein,
    Oliver

  2. Ach ja, Kinder gehen immer…langweilig. Sieht so nach Stockphotos aus ohne echten Bezug zu Bonn bzw. den Bewohnern. Überhaupt wirkt die ganze Kampagne recht beliebig und könnte für jede beliebige Stadt mit globalen Ambitionen stehen. Wo ist da jetzt das Lokalkolorit, was andere Orte nicht haben?

    Von der Website:

    “Wir haben eine wirklich gute Marke”, betonte Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann die Grafik, “die alles ausdrückt” und in einem “intensiven Prozess entwickelt wurde”.

    Betonte die Grafik? Komisches Deutsch.
    Intensive Prozesse habe ich auch immer morgens im Bad. Das nennt sich Peristaltik und Stuhlgang, das Ergebnis ist, nun ja, so ähnlich wie das Ergebnis dieser Kampagne.

  3. Austauschbar, ja klar. Aber irgendwie dennoch gut! Mir gefällt es wirklich.

    Und den Vorschlag von Oliver, mit Ironie (Starfzettel -> Wut, Rage, Fuereur, Bonn) auf gewissen Medien zu arbeiten, gefällt mir auch.

  4. Soso, ein Fotowettbewerb …
    … oder eher ein »Wie kommen wir billig an Fotos, ohne einen Fotografen
    bezahlen zu müssen«-Wettbewerb

    Ich zitiere die Teilnahmehinweise:
    »Empfohlen wird eine ausgewogene, hochwertige Bildgestaltung,
    die sich an die Bildsprache der aktuellen Kampagnenmotive anlehnt.«

  5. Das Geld für die Kampagne ist futsch. Also das Beste draus machen. Aber unseren Kussmund abzuschaffen, das geht nun wirklich nicht! Da helfen auch nicht 1000 Erklärungen. Ich weiß nicht wer sowas entscheidet, aber er oder sie sollte seine Meinung dazu nochmal gründlichst überdenken…

    MfG

    B. Kessler

  6. Wie kann es sein, dass man die neue “Dachmarke” erstmal für teuer Geld in Bonn schalten muss, um die eigenen Bürger zu überzeugen? Die spinnen doch bei der Stadt!
    Wir brauchen diese neue “Dachmarke” nicht, denn wir haben in Bonn nichts geringeres als eine Kussmarke! Seit 37 Jahren. Für manchen hässlich, für viele ein Lebensgefühl und unersetzlich.

  7. Die Motive wirken hier in der Anwendung wirklich sehr beliebig. Man sieht keinen Unterschied, wenn es zwischen Douglas- und Handywerbung hängt, das es sich um Stadtmarketing handelt.
    Mit guten Motiven hätte die Kampagne durchaus ihren Reiz gehabt. Ich finde ja sowieso etwas komisch, das man in Bonn selbst für Bonn wirbt. Die Motive müssten doch eigentlich in anderen Städten hängen, vor allem Köln und Koblenz. Ist das überhaupt der Fall?
    Den Kussmund fand ich auch unschlagbar, man muss aber dazu sagen, dass dieser doch schon sehr lange nicht mehr in (offiziellem) Gebrauch ist, also nicht erst durch diese Kampagne abgelöst wurde.
    Die beliebteste Kampagne war aber wohl die “Ja zu Bonn”-Geschichte zur Wahl der neuen Hauptstadt nach der Wiedervereinigung. Man sieht die Aufkleber immer noch vereinzelt im Stadtbild. Ich bin auch 10 Jahre mit so einem Aufkleber auf dem Auto durch die Gegend gefahren.

  8. Also die schwarze Dame weint doch, oder?

    Sind Schwarze typisch für Bonn?

    Bei meinem letzten Besuch war das jedenfalls noch nicht so.

    *Grübel*

  9. Bonn ist schon eine schöne Stadt, die Kampagne hätte jedoch auch Dorsten zu Gesicht gestanden. Wie anderen hier fehlt mir da auch das Lokalkolorit. Was ist daran Bonn? Was ist daran nicht Frankfurt, Buxtehude, Bad Salzdetfurt?

    Dann kommt die Frage wozu braucht die Stadt so eine Kampagne und rechnen sich die (Steuer-) Ausgaben irgendwann einmal?

  10. Toll. Sinnfrei aneinandergereihte Begriffe. Charakterlose Stockfotos. Null Inhalt. Langweilige Gestaltung.

    Was soll das aussagen? Das sich die Menschen in Bonn mehr freuen als anderswo?
    Was das Wesentliche an Bonn ist und warum die Stadt so toll sein soll wie uns diese Werbung vermitteln will kommt nicht rüber. Dieses “Markenkonzept” könnte man auch für jede x-beliebige andere Stadt verwenden.

    Die Lebensfreude lässt sich in der Logogestaltung leider nicht entdecken.

    Wann begreifen diese Werbe-Heinis endlich das man ein Marken-Image einer Stadt nicht überstülpen kann wie bei einem Waschmittel. So etwas kann nur ausgehend durch gesellschaftliche und soziale Prozesse der dort lebenden Bevölkerung geschehen. Städte sind keine leblosen Produkte wie Coca Cola oder Spülmaschinentabs die man mithilfe klassischer Werbung vermarkten kann.

    Regt mich auf sowas…

  11. Kann mir jemand sagen was Bonn ausmacht? Es sagen alle das es nicht passt aber was passt denn? Bonn war mal Bundeshauptstadt. Ja und der Ludwig is ja ausgewandert. Und dann wird den Bonnern die Chance gegeben sich an ihrer Imagekampagne mitzuwirken mit Stadtbezogenen Fotos und dann Schreien auch alle. “Gute Idee kostenfrei an Bilder zu kommen.” Ich weiss nicht was ihr habt.

  12. Nun ja… Wenn man die Kampagne im richtigen Leben an der Anwendung des Logos misst, dann ist sie ziemlich misslungen. Wir hatten vor einigen Tagen den World Aids Tag. Dazu gab es in den öffentlichen Straßenbahnen Schilder im Gestänge, ähnlich den “Bitte nicht stören”-Schildern im Hotel mit der Info, man solle sich doch mal auf Aids testen lassen – “Freude. Joy. Joie. Bonn.”

  13. @B. Kessler

    Der Kußmund ist nicht abgeschafft – der war nie Logo, sondern immer nur reines Werbemotiv. Vor dem Rechteckslogo bestand das Logo gute zwanzig Jahre aus quadratisch angeordneten Kleinbuchstaben. Etwa so:

    bo
    nn

    Findet sich noch häufig auf Kabelschächten als Metallschild “bonn Tiefbauamt” und an den Wänden der Stadtbahnhaltestelle Rheinaue.

    Irgendein markantes graphisches Element hätte das neue “Logo” auf jeden Fall gebraucht. Das Ding ist ja überhaupt erst aus kurzer Entfernung zu identifizieren – für die Anwendung im öffentlichen Raum denkbar ungeeignet. Ich stelle mir z.B. gerade die diversen Gewerbeanzeiger an Einfallstraßen mit dem neuen Logo vor – das kann man auch gleich sein lassen.

  14. @ Valentin

    Der Kussmund war seit über 30 Jahren das Markenzeichen Bonns. Die neue “Dachmärkeeeh” überschneidet sich aber mit beidem : mit dem alten Stadtlogo “Bonn – die Stadt” und der Außendarstellung Bonns – und das ist klassisches Kussmund-Revier. Sorry…

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