Tchibo, das in Hamburg 1949 gegründete Konsumgüter- und Einzelhandelsunternehmen, ist derzeit dabei das visuelle Erscheinungsbild auf ein neues Design umzustellen. Ein Prozess, der schon seit einigen Monaten im Gange ist und zu dem sich das Unternehmen bislang bedeckt hält.
Das Markenzeichen von Tchibo, eine Kaffeebohne, aus der Dampf empor steigt, wurde im Zuge des Redesigns modifiziert. Der gold-glänzende Look, mit dem sich Tchibo seit nunmehr 15 Jahren präsentiert, weicht wieder einer vereinfachten Formensprache. Eine Entwicklung, wie sie derzeit unzählige Marken und Unternehmen beschreiten. Auch die Wortmarke sowie die Hausfarbe wurden angepasst.
Die Lettern des scriptualen Schriftzugs wurden verschlankt. Die dadurch vergrößerten Buchstabenzwischenräume lassen den Schriftzug leichter, filigraner erscheinen. Die Hausfarbe Blau bleibt zwar weiterhin erhalten, wurde jedoch aufgehellt. Teil des neuen Gestaltungskonzepts ist zudem, die von der Wortmarke losgelöste Verwendung der Bohnen-Bildmarke als alleiniger Absender (siehe Tchibo Beste Bohne).






Eine sehr kluge Weiterentwicklung. Kräftig genug, um sich gegen die vielen trendigen Kleinröstereien zu positionieren und sanft genug, um die angestammte Klientel nicht zu verwirren.
Ist es wirklich beige oder eventuell (auf den Packungen) ein Pantone-Gold, während die Bildschirmdarstellung den Pantone-Ton als Basis hat, aber auf Verläufe verzichtet?
Generell eine gute Modernisierung, es wirkt insgesamt edler und tatsächlich weniger altbacken – ohne an Tradition zu verlieren.
Mich stört allerdings der Schriftzug etwas, auch wenn ich nicht genau festmachen kann wodran es liegt. Vielleicht täuscht es, aber irgendwo hakt es: Vielleicht stört mich der unausgewogene Weißraum durch das “Bohnen-O”, irgendetwas ist auf jeden Fall unausgewogen.
Ich glaube auch, dass es ein Goldton sein soll. Leider ist es immer etwas schwierig Gold als Farbe dazustellen, da sie ja eigentlich vom Glanz lebt. Da der Trend weg von glänzenden Oberflächen mit Verläufen geht, ist es oftmals ein Ton wie Pantone-Gold der übrig bleibt. Das wirkt dann wie beige, sandfarben oder Biosocken. Etwas dunkler und Cyan würde da helfen. (vgl. hierzu das Logo der Olympic Heritage Collection https://heythere.ca/wp-content/uploads/2016/01/heritage_logo.png ) VG
Kleiner Schnitzer im Teasertext, Achim :-)
zudem ≠ zu dem
(Ich hoffe, ich habe jetzt wenigstens nicht gefalschklugscheißt. Das wäre peinlich.)
Zum eigentlichen Thema:
In meinen Augen ein wirklich gelungenes Redesign (mit den von dir erwähnten Abzügen in der PR-Note), das BLONDE ROAST erinnert mich in der Aufmachung ein wenig an die “Feine Welt”-Produktlinie von Rewe.
Die Beste Bohne finde ich hingegen schon wieder einen Ticken totreduziert, da mochte ich die vorige Verpackung tatsächlich mehr.
Danke für den Hinweis und auch danke für Deinen Kommentar. Der Tippfehler wurde korrigiert.
Vom ersten heiß-geschlürften Schluck “T” bis rechts zum kalten Kaffee-“o” wird die Wortmarke immer dünner und enger. Warum? Wieder ein Beispiel, wo dem Reinzeichner die Pappe zu früh vom Brett genommen wurde.
Weg vom Farbverlauf, besser lesbare Typo – soweit so gut. Aber im Gegensatz zum alten Logo finde ich das neue völlig lasch und kraftlos. Das dunklere Blau passte auch deutlich besser zu den Verpackungen, die alle selbst in sehr kräftigen Farben gestaltet sind.
Beige finde ich auch wenig passend. Tchibo richtet sich gar nicht mal gezielt an ältere Menschen, dafür gibt es Gala und Eduscho. Vor allem Blonde Roast und Black ’n White sollen ein junges Publikum ansprechen.
Ich hätte die Bildmarke ganz entfernt und den Dampf aus dem Tchibo-o aufsteigen lassen.
Es wäre sozusagen eine Wortmarke mit etwas Schnickschnack, die auch noch ein Gleichgewicht zum T bekommen hätte. Wenn das Logo simplifiziert dargestellt werden soll, würde das o mit Dampf – wie es z.B. auf den Packs gemacht wurde – reichen.
Finde ich richtig gut!
Dann hätte man aber die Bohne mit Dampf als alleinstehendes Symbol abgewertet und das Logo selbst wäre auch nicht mehr so auffällig.
Erst die Tage fiel mir abends eine Postwurfsendung von Tchibo im Briefkasten auf. Irgendwie sah das Logo da plötzlich anders aus – und siehe da, es ist ja wirklich anders. Leider fiel es mir aus negativen Gründen auf, ich hatte das Gefühl, dass die Schrift nicht ganz ausgereift erscheint. Auch bei längerem Betrachten, ist der Schriftzug irgendwie nicht ganz ausgewogen. Er erzeugt bei mir das Bedürfnis, dass man da nochmals an den Kurven und Tangenten etwas drehen müsste …
Ansonsten sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung, das Design bisher war zu üppig und nicht mehr zeitgemäß. Andere Traditionshäuser haben einen solchen Schritt ja schon vor längerem vollzogen – etwa die Marke Hornig: https://www.jhornig.com Ein sehr gelungenes Beispiel und ein Weg, der auch für Tchibo gut passen könnte …
Auch wenn die Idee von NetzBlogR sicher eine Option währe, ist die alleinstehende Bildmarke, ohne jegliche Wortmarke auf den Verpackungen ein mutiger Schritt. Die »Tchibohne« sollte mittlerweile fast jeder kennen.
Dem überkünstelten 3D-Effekt, der mehr schwammig als edel wirkt, trauere ich hier auch nicht nach. Die minimalistischen Verpackungen gefallen mir auch besser. Zwar ohne den großen Wow-Effekt, aber doch ganz gut gelöst.
Edit (ein Satz noch): Bin an dieser Stelle auch froh, dass die Wortmarke leicht abgespeckt trotzdem erhalten blieb und nicht dem Standardfont-Wahn verfallen ist.