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Das Plakat gefällt mir gar nicht so schlecht. Aber die Typo wirkt, als wäre die Datei mit einer fehlenden Schriftart geöffnet worden. Auch wenn ich die Absicht verstehe, vielleicht wäre ein anderer Schnitt der Helvetica weniger unglücklich gewesen, da die Arial optisch so nahe liegt wirkt es in dieser Form ein wenig arg “wie mit Word gemacht”.
Da die Plakate der Kieler Woche
wohl formal provozieren sollen (Tradition zwecks Aufmerksamkeitssteigerung und bloooß keine altmodische Windjammer-Optik), ist es fast müßig, sich auch noch ehrpusselig über Typofehler zu unterhalten. Sie sind genau Part of the Event. Wetten? ; -)
Ach, die Kieler Woche wieder! In der Rückschau ist die Stringenz, in der die Woche ihre Plakatgestaltung verfolgt beeindruckend, allerdings muss ich mich der Kritik enthalten, da ich diese Art der Gestaltung mir so gar nicht liegt.
Ich würde mir so gut wie keines der KW Plakate ins Wohnzimmer hängen wollen – den aktuellen Terroranschlag auf (europäisches) Farbempfinden schon dreimal nicht…
“_ auch das W von Woche geht über die Trägerfläche – warum?”
Das liegt in der Natur des Buchstaben. Das W besitzt in der Regel eine größere Dickte, es nimmt also in der Breite mehr Platz in Anspruch.
Man kann sich über die Farbgebung streiten, aber eigentlich sollte schon auffallen, dass hier vermutlich bewusst mit Komplementärkontrasten gestaltet wurde und letztendlich bleibt’s erstmal im Kopf.
Ich habe schon schlechtere Plakate gesehen.
Fühlt sich für mich lieblos an.
Es will sich darauf verlassen, dass es reicht, diverse Harmonieregeln zu brechen. Mehr kann ich leider darin nicht entdecken. Rot-Magenta-Gelb-Kontraste und die o.g. Typo-“Brüche” erwecken in mir hier nicht mehr als unaufgeregte Langeweile.
Und ich frage mich, ob man sich nicht konzeptionellere Gedanken hätte machen können, als einfach “dagegen” oder “anders” sein zu wollen. 2014 wird es vielleicht genau das Gegenteil von “seiner Zeit voraus” sein.
Als Kunst würde ich es wohlmöglich anders bewerten können.
@die_aus_Hamburg
Deine Bemerkung finde ich äußerst spannend, denn ich frage mich oft, wie Menschen, die keine erlernten Gestaltungsregeln stets im Kopf haben und wirklich frei und mit ihrem innersten Empfinden so etwas bewerten, derartige Plakate sehen. Kein gelernter Gestalter kann jemals nochmal so fachlich objektiv urteilen.
sind diesmal die chinesen als gast im kiel?
Einfach super!
…aber die Typorgafie ganz schlecht.
Zu unsauber, gewollt originell.
Da hätte Konzentration auf die Illustration mehr gebracht.