Neues Logo für GEZ

GEZ Logo

Die Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten startet eine Image-Offensive, die bereits für viel Diskussionsstoff sorgt, sowohl im hauseigenen Forum, als auch in den Medien. Weniger über das veränderte Design wird diskutiert – das kann nun an dieser Stelle geschehen – sondern es dreht sich mediumübergreifend wieder einmal um die Frage: Gebührenverschwendung oder Grundlage für Qualitätsfernsehen?

Die Optik und die gesamte Kommunikation scheinen auf einer Art Kuschelkurs mit dem Gebührenzahler und vor allem dem GEZ-Verweigerer zu gehen. Das Erscheinungsbild kommt weniger hart, weniger kantig daher. Das Logo wurde in einer abgerundeten Type neu gesetzt. Auch der Grünton ist etwas wärmer, freundlicher. Das neue Logo wirkt somit sympathisch, jünger und frischer.

GEZ Logo

Während bislang Drohgebärden und das Appellieren an das schlechte Gewissen im Mittelpunkt der Ansprache standen, setzt man offenbar nun auf den Dialog. Die frisch aufgesetzten GEZ-Blogs, in denen zahlreiche Mitarbeiter von und über ihren Arbeitsalltag schreiben, sind Ausdruck einer neuen Strategie, die offenbar vor allem junge Menschen in den Mittelpunkt der Bemühungen stellt.

Mit der bisherigen, kompromisslos kantigen Wortmarke müsste die Charmeoffensive einen schweren Klotz mitschleppen. So folgt auf die Outline-Variante eine abgerundete, weichere Schrift. „Überzeugen statt drohen“ lautet offenbar nun die Devise. Auf die sanfte Tour möchte man bei jungen Fernseh- und Radionutzern punkten. Apropos: Der Punkt hinter der Wortmarke fällt eine wichtige Aufgabe zu; er signalisiert Durchsetzungswille. Ohne wenn und aber sind auch weiterhin Gebühren fällig. Punkt und aus!

Vielen Dank an die zahlreichen E-Mails zur Umstellung!

62 Kommentare zu “Neues Logo für GEZ

  1. Ich schließe mich den meisten hier an: Ein oberflächliches “whitewashing” – oder hier “greenwashing” – wird die GEZ mangels Glaubwürdigkeit und aufgrund zweifelhafter Methoden nicht sympathischer machen. Dass die ganze Organisation eine Neugestaltung benötigt, will ich hier auch gar nicht zum Thema machen.

    Die marketingtechnische Neuausrichtung (“Natürlich teile ich gerne, auch mal das letzte Bier mit ‘nem Kumpel…”) löst bei mir einen Würgereiz aus ob des Übermaßes an Schleimerei und Verstellung. Bitte um Verzeihung, liebe GEZ, aber für mich fühlt sich das ganz klassisch nach dem berühmten Wolf im Schafspelz an – oder besser gesagt, dem Wolf im Schleimpilz. Ich muss zugeben, dass die frühere Kommunikation trotz vorhandener Härte a) immer noch ehrlicher war und b) manchmal auch einen Schuss Selbstironie beinhaltete.

    Ich finde es hier ganz interessant, und jetzt muss ich einfach mal Äpfel mit Birnen… diese Neuorientierung mit der von McDonald’s zu vergleichen, wobei diese beiden sicher nur symptomatisch für eine ganze Bewegung stehen. Jedoch sind genau diese beiden Organisationen in der Hinsicht interessant, weil hier versucht wird, durch ein grünes/gesünderes/weicheres Auftreten mehr Sympathien zu erlangen. Beide Organisationen gehen dabei von einer recht ungünstigen Ausgangsposition aus, das geprägte Image ist eher konträr zu dem, was erreicht werden soll. Ich habe jedoch den Eindruck, als könnte McDonald’s am Ende eine tatsächliche Transformation erreichen und würde den Schönheitskorrekturen auch Taten folgen lassen. Bei der GEZ krankt es an Grundsätzlichem.

  2. Bei der GEZ ist es unerheblich, ob sie gar kein Logo hat oder das schönste der Welt. Es bleibt ein Hardcore-Verein mit teils zweifelhaften Methoden.

  3. Die Farbe geht mal gar nicht.. Super schlechtes Logo.. passt einfach Null und und was soll nun der Punkt????

    Komischer Verein :D

  4. Welche Agentur hat eigentlich das Logo und den Webauftritt entworfen und wird die FF-Info für die GEZ nun so eine Art Corporatefont wie FF-GEZ oder sowas?

  5. Man sollte meinen die Damen und Herren hätten genug Geld für ein anständiges Design, aber ich würde nun nichtmal sagen “das hat sicher ein Azubi gemacht”, denn das wäre eine glatte Beleidigung für den Jobanfänger…

    Ganz mieses Programm liebe GEZ. Genau wie Eure Mafiosigeldeintreibemethoden.

  6. Beim Podcast von Radio Fritz auf Blue Moon gab es auch eine kurzen Anriss zum Thema GEZ, Ja oder Nein. Ich meine das war zum Thema Medien mit Stefan Niggemeier – Podcast Medien – Bezahlinhalte (unter Vorbehalt ;-)

    // GEZ Ja/Nein?
    Es werden trotz allem eine Menge sehenswerter, teurer und rechercheintensiver Formate von den Öffentlich-Rechtlichen Sendern produziert, z.B. Weltspiegel, WDR Wissen, Quarks & Co, Radio Fritz oder auch 1 Live um nur einige aufzuzählen. Das Schlimme ist aber, dass sich kaum eines dieser Formate für den Sender rechnet. D.h. würde man dem Grundsatz folgen, dass sich das “gute Programm” von alleine durchsetzt läge man wahrscheinlich falsch, da teure Formate voraussichtlich eingestellt würden. Dann wäre eher das Niveau von Galileo auf Pro7 angesagt – eben günstig und schnell produzierte Formate die rein der Unterhaltung dienen und Quote bringen müssen.

    Sendungen wie das Musikantenstadl o.ä. rechnen sich z.B. durchaus, was mir zu denken gibt. Auch Bauer sucht Frau auf RTL hatte bspw. die besten Quoten überhaupt (s. Kress). Die einzige Reaktion wäre eben kein Fernsehen mehr zu schauen, womit der sog. Informationsauftrag nicht mehr erfüllt werden kann. Insofern kann man sagen, dass die Menschen die das Musikantenstadl schauen Formate finanzieren die ich mag und ich dafür deren Formate finanziere – ein gegenseitiger Austausch eben – wenn man sich dem System anschließen mag.

    Die Entscheidung für oder gegen GEZ ist deshalb schwierig. Ich denke eine Kampagne bei der en Detail gezeigt wird wie die Gelder verwendet werden könnte den größten Erfolg bringen. Ich vermute mal, das riesige Summen in sinnlosen Aktionen verpuffen, es handelt sich eben um einen großen Apparat mit vielen Entscheidungsträgern.

    Viele Grüße
    Till

  7. Wozu braucht eine Behörde überhaupt ein Marketing? Auf welchem Markt tritt die GEZ denn auf? Ich habe keinerlei Wahl, ob und wem ich meine Gebühren hinlege – und ob ich diese Gelder gerne abdrücke, hat dem Laden, der das Geld einzieht und verwaltet, einfach Wurscht zu sein – (Punkt)

  8. Weiter oben hat jemand geschrieben:
    “Ich selbst bin ein Beführworter der Fernseh- und Rundfunkgebühren. Ich finde ein unabhängiges, durch die Bürger finanziertes Fernsehen enorm wichtig.”

    Es wäre schön wenn dem so wäre. ARD und ZDF sind nichts anderes als Staatsfernsehen. Das sieht man schön an der Berichterstattung zu politisch brisanten Themen.
    Die ARD zensiert ganz gerne mal:ARD-Zensur
    Propaganda Islam
    Berichterstattung Wahlkampf
    Und schließlich die Absetzung von ZDF-Chefredakteur Brender durch Roland Kochs CDU.

    Die sogenannten “Öffentlich-Rechtlichen” sind in keinster Weise unabhängig, sondern sind von politischen Interessen getrieben.
    Jemand hier hatte sich gefragt warum die GEZ denn überhaupt ein Marketing braucht. Sie braucht ein besseres Image, damit dieses System weiter aufrecht erhalten werden kann. Die GEZ will vertrauenswürdiger wirken. ARD und ZDF haben bereits ein unabhängiges, vertrauenswürdiges Image. Sie präsentieren sich sehr seriös, immer in neutralem Blau und die Sprecher tragen die Nachrichten sehr sachlich vor. Die Bezeichnung “öffentlich-rechtlich” suggeriert zudem eine hohe Glaubwürdigkeit. Auf diese Weise gelingt es ihnen immer wieder uns zu belügen, ohne das wir es bemerken. Eine wahre Meisterleistung der Kommunikation/Propaganda.
    Das wäre eigentlich ein eigenes Thema für einen Blog-Artikel Wert. Was meint ihr?

    Grüße, Diskuswerfer

  9. ob nun Charmoffensive oder Holzhammermethode,
    hohles dunkelgrün im Schriftzug oder massiv ökogrün: von mir bekommt die Schweinebande nie wieder auch nur einen Cent!!!

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