Skip to content

McDonald’s führt weltweit neues Verpackungsdesign ein

McDonald’s führt in diesem Jahr ein neues Verpackungsdesign ein. Bis Ende 2016 werde die Umstellung in über 36.000 Restaurants weltweit erfolgen. Ein minimalistisches Design soll helfen, die seit einigen Jahren stagnierenden Umsätze und sinkenden Gewinne wieder zu steigern. Appetit anregend wirkt der neue, Typographie-lastige Look allerdings nicht.

Vor gut einem Jahr hat der Brite Steve Easterbrook, ehemals Markenchef bei McDonald’s, Don Thompson als CEO abgelöst. Vor dem Hintergrund rückläufiger Umsätze verordnet Easterbrook dem Unternehmen seitdem eine Schlankheitskur. Die Konzernstruktur solle gestrafft, Abläufe vereinfacht und der Markenauftritt modernisiert werden. Ziel ist es, so Easterbrook in einer Video-Botschaft, McDonald’s als „modern progressive burger company“ neu auszurichten.

Vereinfacht wurde auch das Verpackungsdesign, das, entgegen bisherigen Entwicklungsstufen, ohne jegliche illustrativen Elemente auskommt. Stattdessen kommen auf Tüten, Bechern und Burger-Verpackungen das sogenannte „Golden Arches“-Logo sowie Schriftzüge zum Einsatz, die auf eine entsprechende Größe hochgezogen etwa zwei Drittel der Fläche einnehmen. Eingeführt…

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 37 Kommentare

  1. Ich habe das Gefühl, dass das der ganze Transformationsprozess nach hinten los geht.
    Das sieht nicht schlecht aus, aber lecker finde ich das auch nicht. Exemplarisch finde ich ein wenig das neue grün. Soll halt bio sein und ist sicher mittel bis langfristig angelegt aber ich finde dass das grün, im Gegensatz zum rot, sowohl in ländlichen Gebieten neben Bäumen, als auch in der Stadt durch das “schmutzige” grün in den grauen Häuserzügen untergeht.

    Mir kommen die Aktivitäten nicht mehr Überlegt vor – Wobei man dies abschließend erst in ein par Jahren beurteilen kann.

  2. Die 1970er waren, was CD bzw. v. a. dessen Unverwechselbarkeit angeht wirklich ein herausragendes Jahrzehnt. Wie man an dieser Timeline wunderbar sehen kann im direkten Vergleich – und auch wie sich die Branche der Schriftschöpfer und Designer gerade selbst abschafft. Wo man auch hinschaut wird Unverwechselbarkeit zerstört und und aus Bildmarken werden banale Schriftzüge. Das Einzige, was im nächsten Schritt noch wegreduziert werden könnte, wären die Golden Arches. Mich würde gar nicht wundern, dass solch ein Pitch in wenigen Jahren angenommen wird, wenn das so weitergeht.

    Mann, Mann, Mann liebe Designerkollegen.

  3. Zugegeben habe ich nicht alle Kommentare gelesen – vielleicht wurde die Frage ja schon gestellt. Dann sorry hierfür.
    Was ich mich als erstes gefragt habe war: “Gibt es jetzt in Deutschland wieder Styroporbecher?” Weil das auf dem Bild sind kaum Pappbecher. Zumindest wäre mir neu, dass man eine soche Form hin bekommen kann.
    Die zweite Frage war: “Wie werden denn jetzt die Burger verpackt?” Auf dem Bild sehe ich eine Art … Box auf der “BigMac” steht. Aber die Form der Box hat nichts mit der Form eines BigMac zu tun. Oder ist das eine Tüte und es gibt demnächst Burger in Tüten?
    Wenn das einer weiß – Das würde mich ehrlich interessieren. Aber dafür jetzt extra dahin zu fahren… so brennend interessiert es mich dann doch nicht.

  4. @ HORST K

    “Ein noch so tolles Design kann nicht darüber hinwegtäuschen, welch verbrecherisches Verhalten hinter dem Großkonzern McDonald’s und seiner Franchisenehmer steckt. Ausbeutung und Behandlung der Mitarbeiter wie Dreck ist dort an der Tagesordnung, ich spreche aus Erfahrung.”

    Ja, es is(s)t so!

    Als Relaunch des Relaunches würde ich braune Schrift auf braunem Packpapier vorschlagen…

  5. Jup.. das erklärt warum ab dem 1.2.2016 restlos alles 50ct teurer geworden ist.
    Effektiv also nur um das unnötige, potthässliche neue Design zu finanzieren. Good job.

Schreibe einen Kommentar

Die Netiquette ist zu beachten. Vor dem Hintergrund einer transparenten, sachlich-fairen Debatte wird die Nutzung eines Klarnamens empfohlen.

Folgende HTML-Elemente können verwendet werden: <b> <i> <img src="bildurl"> <a> <blockquote>

An den Anfang scrollen