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Aus Black & Decker wird Black+Decker

Black + Decker Logo
Black + Decker Logo

Black & Decker, 1910 in Baltimore, USA von S. Duncan Black und Alonzo G. Decker gegründet, erhält einen neuen Markenauftritt. Mit Hilfe der neuen visuellen Identität sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt, um sowohl das Erbe einer über 100-jährigen Markengeschichte zu bewahren und gleichermaßen eine Marke widerzuspiegeln, der man in der heutigen Zeit vertraut.

„Seit vielen Jahren versorgt Black+Decker zuverlässig Verbraucher mit innovativen, erschwinglichen und hochwertigen Produkten. In Folge dessen ist die Marke tief verwurzelt in die häusliche Umgebung. Die Marke Black+Decker geht über die reinen Produkteigenschaften und -neuerungen hinaus.“, so Frank DeSantis, Director of Brand Marketing bei Black+Decker. Die Marke stehe vielmehr auch für Ehrlichkeit, Intuitivität, Engagement und durchdachte Produkte.

Die Sechskantschraube, bislang als Bildmarke im Logo enthalten, hat ausgedient. Seit geraumer Zeit schon werden unter der Marke Black+Decker, vor allem in den USA, neben Werkzeugen unter anderem auch Reinigungssysteme, Bodenstaubsauger, Heiz- und Kühlgeräte und auch Küchengeräte vertrieben. Das neue Logo, mit dessen Einführung im Laufe des Jahres begonnen wird, muss also gleichermaßen, und stärker als in der Vergangenheit, Küchenmixer wie Bohrmaschinen, Rasenmäher wie Waffeleisen repräsentieren.

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 31 Kommentare

  1. Nein einfach NEIN,
    mit diesem Redesign kann ich mich persönlich überhaupt nicht anfreunden, wie PIT bereits schrieb wirkt das neue Design total generisch und hat keinen Charakter mehr. Der vorher vorhandene Ausdruck von Stärke auf kleinstem Raum wurde wunderbar durch die sehr eng spationierten Lettern der Wortmarke kommuniziert. Das Kaufmanns-und, als optischer Störer, hat die massiven Lettern aufgebrochen ohne den Gesamtzusammenhang des Logos kaputt zu machen. Eher wie ein Wink aus der Menschenwelt in diese technische Marke kam es mir vor. Das Kaufmanns-und als Brücke zwischen Mensch und Technik. Die Bildmarke hatte immer noch Bezug zum Produkt als …abstrahierte Frontansicht eines Bits …der Fassung für andere Werkzeugaufsätze (Schnellspanner) …Getriebestange.

    Was jetzt bleibt ist eine Font die sich nicht einmal dazu eignet den Blockcharakter, der wohl erreicht werden wollte, umzusetzen. Wie das “K” einfach aus dem Raster ausbricht tut schon weh. Dann musste das “+” so weit unterschnitten werden, dass es eher wie ein Fehler aussieht statt Teil des Logos zu sein. Der Rahmen um die Wortmarke sagt mir jetzt was? Der Designer brauchte wohl noch irgendetwas um nicht nur eine Wortmarke zu gestalten, weil die aus den o.g. Gründen wohl nicht so ganz funktioniert. Also was macht der Amateur: Einen Rahmen drumherum. Den ganzen machen wir noch mit abgerundeten Ecken – das kennen die Menschen ja aus dem Internet.
    Wenn ich ein Werkzeug kaufe dann brauche ich eine Marke die mir klar macht: Hier steckt Qualität drin, damit kannst du sicher und gut arbeiten, dieses Werkzeug bringt dich mit deinem Projekt voran weil es die Kraft und Ausdauer dafür hat! Diese abgerundeten Ecken sagen mit eher, dass das Werkzeug nicht mal vernünftig stehen bleibt. Das es weich ist und vorsichtig zu behandeln ist. Kein ruppiges knallen auf die Werkbank… das zerkratzt ja. Eventuell habe ich auch nur ein Problem damit das die Produkte immer mehr zu einem Kinderspielzeug werden. Jedenfalls ihr Look & Feel. Diese Werkzeuge sehen aus als wollten Sie nach Gebrauch fein säuberlich abgewischt werden und danach in den Setzkasten gestellt werden. Irgendwie am Verwendungszweck vorbei.
    Gegebenenfalls richtet sich das neue Design auch eher an die weibliche Zielgruppe um diesen Markt weiter zu erschließen, denn nach einem männlichen Werkzeughersteller sieht das nun ganz und gar nicht mehr aus.

  2. Dass man mit dem bisherigen Logo schlecht Kühlschränke oder Staubsauger verkaufen kann, leuchtet mir ein. Da stellt sich aber die Frage wieviel Sinn es macht das wirklich unter einer Marke zu vereinen. So nichtssagend wie das neue Logo ist, kann man tatsächlich alles verkaufen. Werkzeuge würde ich damit nicht mehr kaufen wollen. Das alte Logo hat den Handwerker ihn mir derart gut angesprochen, das sah nach Kraft, nach Entschlossenheit, nach Arbeit aus, jetzt haben die Geräte in meiner Sicht einen Lifestyle-Touch, fehlt noch dass es sie bald in pink gibt.

  3. Ein Relaunch war (über-)fällig, allerdings finde ich das Neue im Vergleich zum Alten sehr kraftlos. Dafür, dass es kräftige Maschinen für harte Kerle sind, könnte es etwas mehr Power vertragen. Ein bischen hat’s was von so einem »Hipsterdesign-Template«. Jetzt schaun wir mal wie die Kunden reagieren oder ob in einem halben Jahr die Rollerückwärts kommt.

  4. Hallo zusammen,

    Es gibt Dinge die sollten nicht passieren. So auch das Redesign dieses Logos. Mich erinnert die im Vergleich zum alten Logo gesetzte schmale Typo eher an einen Sportartikelhersteller. Ein Unternehmen das männliche und solide wirken möchte sollte mit einer dicken, stabilen Schrift unterstrichen werden.

    Fazit, das alte Logo ist maskulin und stabil… Das neue nicht.

    Lg Daniel

  5. will das unternehmen denn “männlich” wirken? oder ist das eher dein Wille? und ist dein Männlichkeitsbegriff an der stelle zeitgemäß oder gar zukunftsweisend? ob noch dazu Frauen b+d einkaufen? würde ich mal in deine Strategie-Überlegung mit aufnehmen.

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