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ffn untersagt gemeinnützigem Verein die Verwendung seines Logos

ffn Freifeld Logo

ffn Freifeld Logo

Der private Hörfunksender radio ffn (Niedersachsen) ließ durch einen Anwalt dem Freifeld e.V., einem gemeinnützigen Verein zur Förderung von Kunst und Kultur, eine Unterlassungserklärung zukommen. Nach Ansicht des Senders bestünde eine Verwechslungsgefahr, seien die Ähnlichkeiten zwischen dem Senderlogo (Abb. rechts) und dem Festival-Logo (Abb. links) zu groß.

Der Streitwert wurde von ffn auf 50.000 Euro festgelegt. Angesichts dieser Summe sah man sich im Verein gezwungen, die Unterlassungserklärung zu unterschreiben, die Freifeld e.V. ein Tag vor Beginn des Festivals zugestellt worden ist.

Im Vergleich zu den Logodubletten aus der Reihe „Logo von Geburt an getrennt“ halten sich in diesem Fall die Ähnlichkeiten in Grenzen. Nicht nur die unterschiedliche Farbgebung sorgt für Differenzierung, auch aufgrund des Aufbaus ist eine Verwechslung eigentlich ausgeschlossen. Im Festival-Logo gehen Wortmarke und der offene Rahmen eine Verbindung ein, im ffn-Logo sind diese beiden Elemente klar von einander getrennt, zudem ist der Rahmen geschlossen.

Im Aufbau sind die Unterschiede signifikant, gleiches lässt sich auch über die reine formal-ästhetische Qualität sagen. Während sich das Festival-Logo durch seine Einfachheit auszeichnet und dadurch modern wirkt, ist das ffn-Logo eher überladen und wirkt vergleichsweise bieder. Im Grunde genommen ist die einzige Gemeinsamkeit der Einsatz der beiden Minuskeln „ff“.

Weiterführende Links:

Update 05. Mai 2014
Mit der Vorstellung eines neuen Logos ist die Geschichte nun zu Ende gegangen.

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 71 Kommentare

  1. Achim, bezugnehmend auf Deine Antwort #60 auf meine #59:

    Da stimme ich zu, der Radiosender hätte ersteinmal anders ankommen können, das ist in der Tat bedauerlich. Da sind wir auf einer Wellenlänge.

    Und ich fand den Ton von Andere Ansicht in #17, also das Ende und wohl auf den Anfag, schon etwas störend. Vor allem jetzt im Nachhinein kann ich Dich da besser verstehen. Mein “Ansprungspunkt” war mehr die Anonymität weil ich ja selbst ein Anonymer bin

    Beste Grüße

  2. Im übrigen Achim finde ich daß was Du in Deiner Antwort #60 schreibst, im letzten Absatz, das kommt so in Deinem Startpost nicht rüber, gerade den Teil finde ich aber sehr wichtig weil das wirklich stimmt, fände ich sogar so wichtig es in das Startpost mit aufzunehmen weil damit wird es unmißverständlich. Also nicht nur Markenschutz sondern die Art des Vorgehens. Sorry wenn das jetzt nicht super ausformuliert ist aber Du verstehst was ich meine.

  3. Zum Off Topic “Diskussionsstil” in diesem Thread:

    Der Betreiber dieser Seite design tagebuch, Achim Schaffrinna, den ich für sein Online-Produkt schätze, das ich auch gern und oft goutiere, drängt mich leider in die Ecke als jemanden, der mehr polemisieren würde denn argumentieren. Das wundert mich doch sehr, denn wenn man meine Posts liest, arbeite ich mich in großem Umfang konkret am Logo-Vergleich ab. Die Polemik, die mir von ihm vorgeworfen wurde (“… der pöse pöse Dudelfunk”), bezog sich ausschließlich auf die parteiischen Wuttiraden gegen den ffn-Sender meiner Vorkommentatoren, die mit ihrem unsachlichen und argumentationsfreien Stil seltsamerweise nach wie vor komplett ungeschoren davon kommen.

    Jedoch wird sich auf mich gestürzt, weil ich mich als erster Kommentator (Post # 17) nicht in den unisono klingenden Parteilichkeitstenor eingereiht habe und – zugegebenerweise provokant polemisierend – die Vorkommentatoren ob ihres “jammernden Beschwerdestils” angegangen bin, unter anderem auch den Betreiber der Seite. Dass das nicht folgenlos bleiben würde, war abzusehen. Ich habe mich sogar in Post #38 selbstkritisch zu meinem durchaus kantigen Stil geäußert, so viel Selbstreflexion habe ich bei den anderen emotional überschäumenden Threadteilnehmern bislang nicht wahrgenommen.

    Anschließend widmete ich mich mit unzähligen und detailreichen Argumenten in mehreren Posts dem Hauptthema (Posts #29, 41, 50 + 57). Dennoch wird unablässig versucht, mich zu diskreditieren, indem nach wie vor behauptet wird, ich brächte keine Argumente hervor, sondern würde nur polemisieren. Werden meine Sachargumente überhaupt gelesen?

    Ich hege den Verdacht, dass die von mir vorgetragene “andere Ansicht”, wonach sich die beiden Logos – zumindest auf den ersten Blick – zu sehr ähneln, schlichtweg Verärgerung hervor gerufen hat. Denn die hier vorgebrachten angeblich deutlicheren Unterschiede (die ich für detailverliebt halte), die eine Logo-Verwechslung scheinbar unmöglich machen, kaschieren m.E. die eigentliche, latent emotionale ablehnende Haltung gegen den Radio-Sender, hauptsächlich wegen seiner Vorgehensweise gegen das Freifeld-Logo, auch, weil das inhaltliche Angebot des Senders abgelehnt wird.

    Mein klarer Hinweis auf genau diese versteckten Absichten (Goethes Torquato Tasso: “Man spürt die Absicht und ist verstimmt”) haben mich zur Zielscheibe gemacht, aber wer gibt seine wahren Absichten schon freimütig zu …

    Im Übrigen – auch wenn ich mich wiederhole – ist Herrn Schaffrinna meine Identität bekannt, so sie ihm ohnehin irgend weiter hülfe.

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