65 Kommentare zu “Das kommt dabei raus, wenn Gisele Bündchen ein Logo auswählen darf

  1. Ohne die Alternativen zu kennen, kann man der Jury schlecht einen Vorwurf machen. Das Konzept finde ich überzeugend, weil es schlüssig Wettkampf und etwas Verbindendes vereint. Der “Brazil”-Schriftzug funktioniert, mit der Ausarbeitung der Finger kann ich mich jedoch auch nicht anfreunden.

  2. Ich finde es lustig und fröhlich. (Fan-? Spieler-?)Hände für den Fußball sind schon etwas um die Ecke gedacht, aber Füße rund um die Pokalform wäre ja auch albern.

    Allgemein finde ich die naiv-fröhliche Idee besser also so manche High-Tech-Hochglanzlösung (DFL etc.). Klare, strenge Linien und High-Tech-Dynamik kann ich persönlich weder mit dem Multi-Kulti-Fest Fußball-WM noch mit dem Traditionssport Fussball verbinden.

    Ich denke, hier lässt man sich durch den medialen Einfluss der Fernsehsender (3D-Trailer), des Internets und der Creative Suite (Farbverläufe, Glossy, Schlagschatten) zu sehr beeinflussen. Einfacher ist oft besser, das obige Logo kann man prima sticken, sprühen und sich auf die Wange klatschen.

    So ein Logo braucht eine WM.

  3. @ Stephan (Nr. 17):
    Nur nebenbei… hat auch nichts mit dem Design zu tun… Der derzeitige Pokal wird nie in den Besitz eines Verbandes übergehen (so wie der Jules-Rimet-Pokal 1970 an Brasilien). Diese Regel hat die FIFA aufgehoben.

    @ Bastian (Nr. 1):
    Du hast vollkommen recht. Die FIFA bleibt bei ihren sehr strikten Vorgaben was das Logo-Design betrifft. Das heißt dass der Rahmen exakt so aussehen wird wie beim Logo 2010 mit dem dunkel- und hellblauen Streifen und dem runden Pokallogo oben rechts.

  4. Und warum sollten auch Designer in der Jury sitzen? Die Zielgruppe sind nicht die Designer auf Welt.
    Bei dieser Logik bleibt mir die Luft weg. Da haben wir Gestalter es wohl verschlafen, unseren Daseinszweck zu erklären.
    Also braucht man nur “Designer”, wenn es um Designer als Zielgruppe geht?

  5. „Und warum sollten auch Designer in der Jury sitzen? Die Zielgruppe sind nicht die Designer auf Welt.“
    Setzen, sechs. Einer der beklopptesten Kommentare ever! Heiderneih!

  6. Das Logo ist schön organisch, hat Leichtigkeit und ist warmherzig. Wenn man an die Musik denkt, an den Klang un Rhythmus der Sprache, Kicken am Strand: Es passt super zu Brasilien.

  7. Mir gefällts auch – herrlich schlicht, naiv und erfrischend anders. Es reicht nun echt mit den Effektüberladenenen 3D Logos der letzten Jahre… Außerdem passt das ganze perfekt zur brasilianischen Mentaliät.

    Btw. – ob das Logo den Designern gefällt ist egal – der Masse muss es gefallen ;) Und das tut es bestimmt! Persönlicher Geschmack ist nunmal verschieden…

  8. ChrL: „Und warum sollten auch Designer in der Jury sitzen? Die Zielgruppe sind nicht die Designer auf Welt.“
    darauf Jörg: Setzen, sechs. Einer der beklopptesten Kommentare ever! Heiderneih!

    Lieber Jörg, geht’s denn bitte noch arroganter? Also ich finde die Anmerkung von ChrL genau richtig! Das Logo muss den ca. 6,9 Milliarden Menschen auf dem Planeten gefallen (etwas übertrieben), da ist mir die Meinung von ein paar neunmalklugen Designern schnuppe. Ich denke, dieses Negativbeispiel gab’s ja schon.

  9. ohne Worte – auf solche Kommentare (siehe eins über mir)… da bin ich nur enttäuscht wie wenig die Arbeit der Designer geschätzt wird… klar ist LONDON 2012 auch in den Augen vieler Brancheninterner nicht gerade das gelbe vom Ei (ist ja auch pink :-D), aber das auf Alles und Jeden beziehen? Nein Danke, dunkelrote Karte!
    Klar sind nicht die Designer die Zielgruppe, jedoch wissen die, wofür sie ja auch Jahre studieren etc., wie ein Logo die Leute am Besten erreicht und anspricht. Na Gisele Bündchen und Co., was haben die? Auf jeden Fall nicht die Einschätzung und das Fachwissen eines Designers.

    Jedem kannst du’s und wirst du’s auch nicht recht machen, jedoch sollte man versuchen es so Vielen wie möglich recht zu machen. Das ist hier nicht der Fall.

    Eh basta..

    @Peter: Na die Umfrage schon gestartet? Bis 2014 ist ja noch Zeit, für die ca. 6,9 Milliarden…

    Und was haben wir von diesem Logo? Ganze Generationen die nun meinen, es gäbe in Brasilien nur noch dicke Finger?! ;-)

  10. Gut, damit ich hier nicht missverstanden werde: Ich hatte nicht vor, die Arbeit aller Designer abzuwerten (wie man wahrscheinlich gemerkt hat bin ich keiner, ich bin Techniker). Im Bereich Produktdesign gibt es durchaus einiges, was mich anspricht (auch z.B. diese Schweißmaske. Aber vor allem beim Logo-Design habe ich einfach schon zu viel schlechtes gesehen.

    @Alex: Ein abgeschlossenes Studium als Maßstab für einen guten Designer zu nehmen, finde ich dann doch recht gewagt. Gut, nach dem Studium beherrscht man die Theorie, aber daß man damit automatisch gutes Design abliefert, naja…

    P.S.: Zum Thema Finger… Wer sich noch an die Fussball WM 1974 erinnern kann, damals gab es die Maskottchen Tip und Tap, da waren die Hände jetzt auch nicht gerade perfekt.

  11. Lieber Peter (52), dieser Ausspruch über die Zielgruppe zeigt genau das Problem und Missverständnis das durch Designer-Kleiderbügel, Designer-Regenschirme und ähnlichen Ramsch entsteht: Design ist weder Selbstzweck noch elitäres Gehabe sondern die Aufgabe, Dingen und Medien eine gute Funktionalität und ein ansprechend gestaltetes Äußeres zu geben.

    Jeder, der diese Disziplin gelernt hat kann mit seinem Sachverstand Diskussionen weg bringen von reinen „Ach, das gefällt mir aber net“ – „Mir aber schon“ -Dialogen. Aus diesem Grund ist es immer ratsam, bei Fragen zur Gestaltung einen Gestalter zu konsultieren. Bei Fragen zum Hausbau fragst du sicherlich auch einen „neunmalklugen“ Architekten, bevor du das Haus fertig gebaut hast, oder??

    #28 hat diese Aufgabe wie es scheint nicht verstanden und provoziert mit seinem Kommentar bewusst.
    Meine Reaktion hat mit Arroganz nix zu tun sondern mit genervt reagieren auf eine unfair polemische Äußerung – geh mal zu einem Ingenieur und sag zu dem: „Warum sollten denn Ingenieure das Auto konstruieren? Die Zielgruppe sind nicht die Ingenieure auf Welt.“

    Ich habe im Übrigen dieses Logo mit keinem Wort kritisiert!

  12. Hallo Jörg, Deinem Posting #56 kann ich bedingungslos zustimmen, siehe dazu auch mein Posting #54 mit dem Beispiel der Schweißmaske. Ich nehme damit meinen Vorwurf “arrogant” zurück, offensichtlich habe ich übersehen, wer denn nun was kritisiert hat.

    Den Weg zu einem Ingenieur kann ich mir aber sparen, bin selbst einer :-) Und Deine Anmerkung trifft doch den Nagel auf den Kopf: Man braucht Ingenieure, um ein Auto zu konstruieren, aber die Zielgruppe sind eben nicht (nur) die Ingenieure, und das muss beim Entwurf berücksichtigt werden. Nicht umsonst wird bei der Automobilentwicklung vor der Markteinführung meistens auch eine Präsentation mit anschliessender Beurteilung vor einer repräsentativen Auswahl der Zielgruppe (!) durchgeführt. Und glaub mir, die Ergebnisse werden durchaus ernst genommen.

    Ich bin einfach der Meinung, daß Produktdesign (darunter fällt für mich auch im weitesten Sinne Dein Beispiel des Architekten) etwas komplett anderes ist, als ein Logo zu entwerfen. Bei einem Logo muss “nur” ohne Erläuterung (!) klar erkennbar sein, wofür es steht (in diesem Fall also z.B. für eine Fußball WM) und ansonsten muss es eben ansprechend aussehen, mehr nicht. Vor diesem Hintergrund kann ich z.B. Post #3 und #14 zustimmen, Post #25 ruft bei mir eher Unverständnis hervor, diese Kriterien legen werden die wenigsten an das Logo anlegen.

    Aber nun gut, über Geschmack lässt sich eben vortrefflich streiten. In diesem Sinne viele Grüsse

  13. Das Logo ist aus meiner Sicht handwerklich etwas schwach umgesetzt. Die Farben sind nicht richtig durchdacht. Hauptsache irgendwie brasilianisch. Dadurch wirkt die gelbe Hand wie nicht existent. Auch kommt es mir so vor als ob da jemand – ohne sich Mühe zu geben – eine Copic-Schmiererei schnell mal durch den Tracer hat laufen lassen und sich die Nacharbeit sparen wolltet.
    Nun gut. Allerdings finde ich die Grundidee nicht schlecht.

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