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Aus MAN Roland wird manroland

Bislang war die MAN Roland Druckmaschinen AG ohne eigenes Logo unterwegs. Am Rande der Drupa, der wichtigsten Messe für drucktechnische Erzeugnisse, präsentierte das an vier Standorten beheimatete Unternehmen eine neue und eigene Identität.

MAN Roland Relaunch

Die Firma tritt damit aus dem Schatten des Corporate Designs der MAN-Gruppe heraus. “We are print” ist auch weiterhin der Markenclaim aber visuell stellt sich das Unternehmen vollkommen neu auf. Petrol ist die neue Primärfarbe, die in der neu gesetzten Wortmarke als Akzent in Erscheinung tritt.

MAN Roland Logo

Den MAN-Bogen hat man abgelegt, auch der in Minuskeln gesetzte Firmenname lässt eine ehemalige Zugehörigkeit zur MAN-Gruppe nur noch erahnen. Hier ein Auszug aus der Pressemeldung zum neuen Logo: „Das neue Logo von manroland ist eine Wortmarke mit optischer Betonung des o. Das betonte o symbolisiert Globalität und leitet sich weiterhin von der Form eines Druckzylinders ab. Somit wird manroland auch optisch zu dem, was es ist: der Global Player in Sachen Druck.“

manroland Fahnen

Der Druckmaschinenhersteller setzt fortan auf eine eigene Identität, ohne jedoch alles bisher Bekannte über Bord zu werfen. Zentrales Gestaltungselement ist der, aus dem Druckprozess entnommene vielfarbige Kontrollstreifen. Verantwortlich für die neue Markenführung ist Springer & Jacoby, Hamburg (sj.com). SpiekermannPartners haben das neue Logo entworfen.

  • www.man-roland.de
  • Neustart einer starken Marke | Pressemeldung

Danke Florian und Thomas für den Hinweis.

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 66 Kommentare

  1. Also, habe heute das neue Logo 1000fach auf der drupa in live gesehen und ja…. Das Wort wird in dieser Konstelation kaum wahrgenommen, wäre nicht der “schöne” Farbstreifen, würde jede Aufmerksamkeit auf das Logo gegen -10 gehn.

  2. Ich werde versuchen, den Einsatz des von mir durchaus selten verwendeten Wortes “Murks”, zu erklären. Ich bin weiterhin davon überzeugt, das eine Marke gesprochen konsistent bleiben sollte und man Worte doch besser nach Sinn trennt. Auch wenn sich die Marke von der MAN lösen will oder muss finde ich das Wort manroland schwach, manr’o’land auch noch unklar und sperrig.

    Ein Buchstaben in der Mitte des Wortes einzufärben ist dazu technisch so anspruchslos, dass ich darin keine großartige Designleistung erkennen kann, auch wenn die Typo toll ausgefeilt und gekonnt neutral (langweilig) ist.

    Hätten Spiekermann und Co. es geschafft, trotz breitem m und schmalem l das o zentriert zu bekommen, hätte ich gesagt: Hut ab, Meister der Typografie

    Relativierend möchte ich sagen, dass man das o sehr leicht als Druckwalze erkennt, das habe ich bereits bei vielen Druckereien unterschiedlicher Größe gesehen, die Deutung als Druckwalze hat, gerade in Verbindung mit den Farbbalken, für mich einen starken Wiedererkennungseffekt. Zwei schnell gegoogelte Beispiele aus der Schweiz: https://www.kollerdruck.ch/ https://www.schoop-druck.ch/

  3. vielleicht hab ich es überlesen, wie heißt der font? ist doch sehr gelungen. die interpretationsansätze mal außenvor, es wirkt modern und stark. und der blaue akzent sticht nicht soooo hervor das es mich stören würde.

  4. Ich denke, diese Logoüberarbeitung ist ein gutes Beispiel dafür, dass man eine einmal gelernte Lese- und Ausspracherhythmik nicht ohne weiteres ändern sollte. M-A-N Roland und manroland sind zu weit voneinander entfernt. Die einzig klingende Silbe, nämlich das “Ro” geht hier praktisch verloren, weil das “O” abgekoppelt wurde. Soviel zum Phonetischen – eindeutig eine Verschlechterung.
    Zu der grafischen Lösung kann ich wenig Kritisches sagen, ich empfinde sie als ruhig und unaufgeregt, teilweise recht sensibel, speziell was die Typografie der Wortmarke betrifft. Adäquat zum Thema “Druckmaschine” sotosay.
    Die Anreicherung der Farbigkeit durch den “Kontrollstreifen” mag nahe liegend sein (nicht etwa banal), aber sie tut der Optik insgesamt gut, macht sie etwas lebendiger. Noch ist das Ganze nicht erweckt, also insgesamt fein mit Leben gefüllt, aber hierzu lässt die Gestaltung des Corporate Designs noch Raum. Und das ist in der Startphase eines umfassenden CDs doch sinnvoll, oder?
    Dass das CD funktioniert wird meiner Meinung nach an einigen der Medien deutlich, es ist klar und gut erinnerbar.

  5. Zur wahrheitsfindung: wir bei SpiekermannPartners hatten ein komplettes CD entworfen, in dem das schlichte logo die hauptrolle spielte und sich dabei selbst erklärte. Aus gründen, die wir bis heute nicht kennen, verschwanden unsere entwürfe kurz nachdem sie dem vorstand präsentiert und diesem gefallen hatten. Stattdessen übernahm Springer+Jacoby das projekt und führten den farbstreifen ein. Ich weiss noch nicht, was es sonst für grundelemente gibt, aber die von uns vorgeschlagene exklusivschrift gibt es nicht mehr, ein layoutkonzept kann ich auch nicht erkennen und die website kommt offensichtlich frisch vom programmierer.
    Wir können design nicht ohne auftraggeber machen, und dieser hier wollte lieber mit einer bekannten werbeagentur arbeiten, die offensichtlich von corporate design soviel versteht wie die kuh vom alphornblasen.

  6. ich habe mir mühe gemacht, zu überlegen, was mich an diesem logo stört. und es ist eben die abkehr von m-a-n zu manroland.
    Die neue firma MANROLAND hat nix mit M.A.N. zu tun und heisst deshalb nicht m.a.n.roland. Den namen haben sich nicht wir designer ausgedacht, sondern er war vorgabe. Natürlich hatten wir auch aufregendere logos dabei, aber am ende muss es nicht uns gefallen, sondern soll den neubeginn andeuten und eben noch ein wenig das alte zitieren.
    Es ist schon fatal, wie hier alle nörgeln ohne eine ahnung vom hintergrund zu haben. Oder denkt ihr, wir wissen nicht, wie man einen phonetischen klang typografisch umsetzt?

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