Design Tagebuch

Interview mit Anders-Sundt Jensen, Leiter Markenkommunikation Mercedes-Benz Cars

Die Kreation des neuen Markenauftritts wurde mit der eigenen Designabteilung in Zusammenarbeit mit Jung von Matt Brand Identity entwickelt. Wie stellte sich die Zusammenarbeit dar, wie war die Aufgabenverteilung?
Jensen: Wenn man es mit einer Marke wie Mercedes-Benz zu tun hat, hat man ein Erbe, eine Geschichte, die es zu berücksichtigen gilt. Natürlich dürfen wir das, was in der Vergangenheit war, nicht komplett über Bord werfen. Diese Thematik haben wir sehr intensiv mit unserem Partner, in diesem Fall Jung von Matt, diskutiert und ganz bewusst auch dort den Auftrag zur CD-Anpassung platziert, weil wir eben auch Hand in Hand mit dem kreativen Teil von JvM gehen wollten. Eben auch um sicher zu stellen, dass die Darstellung in der Kommunikation eine schlüssige Einheit bildet. Nicht verwunderlich ist, dass wir in unserem Designbereich Kompetenz in Sachen Stern-Design haben. Unsere Designer haben sehr intensiv daran gearbeitet, dem Stern die richtige Prägung zu geben. Für uns ist es auch entscheidend, dass das neue Markenzeichen dem Stern sehr sehr nah kommt, so wie er sich auf den Autos zeigt.

Woher kam der Impuls für eine chromfarbene, dreidimensionale Lösung?
Jensen: Er kommt aus unserem Bereich aber auch aus anderen Teilen des Unternehmens. Das war nichts, was im stillen Kämmerlein entwickelt wurde. Die Entscheidungsträger haben diesen Schritt bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt beschlossen.

Wie groß war der Einfluss von Daimler-Chef Dieter Zetsche?
Jensen: Natürlich ist es auch eine primäre Aufgabe des Vorstandsvorsitzenden, sich um das Juwel des Unternehmens zu kümmern und das Maßgebliche, was unser Unternehmen nun einmal hat, ist die Marke.

Sie erwähnten im Daimler Blog in Bezug auf den Führungsanspruch der Marke Mercedes-Benz die „Mir san mir“-Haltung der Bayern, denen man zuweilen eine arrogante Art zusagt. Dieter Zetsche wiederum versicherte in einem FAZ-Interview, dass Ihr Unternehmen das Gegenteil von Arroganz darstellen möchte. Was bedeutet Führungsanspruch?
Jensen: Ob nun der Ausdruck „Mir san mir“ als arrogant gilt, wage ich persönlich zu bezweifeln. Jede Marke tut gut daran, eine eigene Identität zu haben. Für uns bei Mercedes geht es darum, was sind wir. Es geht nicht darum, was macht uns vielleicht ähnlich. Was ist der Unterschied zwischen Mercedes-Benz und anderen Marken und was ist ein Alleinstellungsmerkmal. In jeder zweiten Markenpositionierung liest man „Innovation und Tradition“. Das ist für mich eine unternehmerische Resultante. „Wir sind wir“ ist ja nichts anderes, als Ausdruck eines Team-Gedankens. Es gab keine Marke, die die automobile Welt so stark beeinflusst und die Branche so stark geprägt hat, wie Mercedes-Benz, wir tun’s nach wie vor und wir werden das zukünftig auch weiterhin tun. Bayern München startet auch nicht in die Saison mit der Aussage: Hauptsache wir sind dabei. Dies war auch niemals das Credo von Mercedes-Benz. Somit sehe ich auch überhaupt keinen Widerspruch zwischen Dr. Zetsches und meiner Aussage. Wir sind wir, und diese klare Haltung kommt auch in dem Gespräch mit Herrn Zetsche zum Ausdruck.

Ein Leser hat im Design Tagebuch kommentiert: „Der jetzige Schritt zurück zeigt die Einstellung des Managements und lässt jeden Mut und Entdeckergeist vermissen.“ Was antworten Sie ihm?
Jensen: Ich sehe das nicht so. Unser Markenauftritt ist genau das, wofür Mercedes-Benz steht und das ist Zukunft. Ich lasse Einzelmeinungen nicht gelten. Ich kann ihnen versichern: Die Reaktionen, die ich in Deutschland und übrigens auch aus anderen Märkten aus der Branche erhalte, da hagelt es mit Gratulationsschreiben. Wenn jemand meint, es sei nicht so cool, dann ist das völlig in Ordnung.

Mit dem Start der neuen Kampagne haben Sie im DaimlerBlog offenbar ihren ersten Eintrag geschrieben. Bringen Sie Sich zukünftig in Blogs, per Twitter oder auf Facebook stärker ein?
Jensen: Wahrscheinlich nicht. Ich bin kein Freund davon aber in diesem Zusammenhang war es wichtig, hinsichtlich der Markenpositionierung ein Statement zu machen. Ich bin kein Freund davon, dass man unter einem Pseudonym bloggt. Man benötigt außerdem die Zeit dafür und das ist der Grund weshalb ich es ausgesprochen selten tue.

Wie informieren Sie Sich? Welche Medien nutzen Sie?
Jensen: Alle. Das hängt stark davon ab, wo ich bin. Ich lese gerne Zeitung, das sage ich ganz offen. Ich glaube nach wie vor nicht daran, dass Print gestorben ist.

Zum Abschluss noch Ihr Tipp: Wer wird Fußballweltmeister?
Jensen: Ich glaube in der Tat, dass Deutschland jetzt an der Reihe ist. Ich bin nicht euphorisch nach dem tollen 4:0 Sieg gegen Australien. Serbien wird am Freitag eher der Gradmesser sein. Wenn man die Vorrunde übersteht ist alles möglich. Deutschland ist eine Turniermannschaft. Aber es ist auch klar, dass es sehr starke Teams da draußen gibt. Argentinien und Spanien werden sicherlich ein Wörtchen mitreden. Aber ganz ehrlich, ich glaube an Deutschland.

Die Fragen stellte Achim Schaffrinna.

Weitere Antworten von Anders-Sundt Jensen finden sich unter anderem im Blog von Eva Kaczor: „LASS ES LAUFEN“ Anders Sundt Jensen, Markenchef Mercedes-Benz Cars über Social Media

abgelegt in Design, erstellt von Achim Schaffrinna am 16.06.2010 | 08:39
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45 Kommentare zu 'Interview mit Anders-Sundt Jensen, Leiter Markenkommunikation Mercedes-Benz Cars'

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  1. am 16. Juni 2010 um 08:45 Uhr

    [...] Emblem, wie es mittlerweile nahezu alle Autobauer haben, soll dies besser können. Ein Interview mit Anders-Sundt Jensen, Leiter Brand Communications von Mercedes-Benz, der im Daimler-Blog seine Vorliebe zur [...]

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  2. pascal degung
    am 16. Juni 2010 um 09:14 Uhr

    Hallo Herr Schaffrinna, das dt bekommt wie nach Ihrer letzten Ankündigung schon vermutet, ganz neue Qualitäten. Unglaublich wie gut ein Interview auch hier im Blog funktioniert, MB durch Herrn Jensen Frage und Antwort steht und das Thema unterstützt. MB ist wirklich mehr wie interessant zu beobachten, auch wenn ich den »Schritt in die Zukunft« mit dem neuen Markenauftritt nach wie vor nicht erkennen kann … Ein Interview mit Jung von Matt könnte die schwere Arbeit am »… Mercedes-Benz zu tun hat, hat man ein Erbe, eine Geschichte, die es zu berücksichtigen gilt …« weiter beflügeln …

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  3. am 16. Juni 2010 um 10:02 Uhr

    Na dann ist ja alles klar. Betriebswirtschaftler treffen Marketingentscheidungen und ruhen sich dann auf Lobschreiben von “unabhängigen” Dritten aus.
    Dass erinnert mich irgendwie ganz stark an die Reaktionen der LVB-Verantwortlichen, nach dem, der Branche zufolge, misslungenen Web-Redesign.
    Es hätte nur noch der Satz gefehlt: “Ich bin ja eh der Meinung, dass Werbung keinen direkten Einfluss auf Verkaufszahlen hat.”
    Schade drum, aber jetzt ist der Auftritt von Mercedes halt nur einen unter vielen Auftritten von Automarken. Und mit Wegfall des Soundlogos noch verwechselbarer.

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  4. Daniel Knauer
    am 16. Juni 2010 um 10:04 Uhr

    “Jede Marke tut gut daran, eine eigene Identität zu haben.”

    Ist ihm bewusst, dass diese Identität mit dem “Redesign” abgeschafft wurde?

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  5. Niel
    am 16. Juni 2010 um 10:16 Uhr

    Vor allem aber, wie kann ein gemalter Stern Premiumanspruch symbolisieren? Versteh ich nicht. Oder ist Opel premium?

    Diese Marke ist für mich tot.

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  6. syncx
    am 16. Juni 2010 um 10:22 Uhr

    [...] Während früher eine dreidimensionale Darstellung teilweise problematisch war, ist das heutzutage mit den neuen Medien und Geräten wie dem iPhone, iPad nicht mehr so. [...]

    warscheinlich haben sie deshalb jahre lang damit gewartet.
    wie kann man sich seine markenidentität von technischer reproduzierfähigkeit diktieren lassen?

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  7. Lelia
    am 16. Juni 2010 um 10:36 Uhr

    Ist halt die Frage wo man als Unternehmen seine Käuferschicht/Zielgruppe sieht…

    Während die “alte Identität” im Logo die Werte klassisch, elegant, zeitlos und Design verkörperte, so verkörpert das neue Design eher die Werte sportlich, technisch und “prollig”. Quasi Muckiproll statt Anwaltstochter…

    … das ist jedenfalls meine subjektive Wahrnehmung….

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  8. Michael Jackson
    am 16. Juni 2010 um 11:29 Uhr

    Interessantes Interview! Das nenne ich mal ausgezeichnete PR-Arbeit.

    btw: mir sind zwei kleinere Fehler aufgefallen:
    • “… Sie erwäh(n)ten im Daimler Blog…”
    • “… arrogant gilt, w(v)age ich persönlich…”

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  9. Jürgen
    am 16. Juni 2010 um 11:49 Uhr

    Ich empfinde die “Rechtfertigung” des Redesigns auch als eher dünn. Allerdings halt ich die Rückkehr zum dreidimensionalen Stern grundsätzlich für in Ordnung. Während der zweidimensionale, cleane Stern dem Designer gefällt und sich auch von der Konkurrenz abhebt widerspricht er durch seine reduzierte Form dem Markenkern Mercedes Benz. Die bauen eben keine “reduzierten” Autos, wenn irgendwo dreidimensionaler Barock in Chrom gut aufgehoben ist dann bei MB.

    Die Konkurrenz, die heutzutage ja auch fast ausschließlich auf Chromeffekte setzt, sollte bei Designüberlegungen im Hause MB keine Rolle spielen, schließlich verstehen Sie sich als Erfinder des Automobils, weltweiter Marktführer in Premiumanspruch und Innovation.

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  10. am 16. Juni 2010 um 11:52 Uhr

    »Einzelmeinungen lasse ich nicht gelten« ist strategisch vertretbar, aber nicht so geschickt platziert in einem Blog, das von Einzelmeinungen lebt. Der flächige Stern war ein mutiger Schritt, der Mercedes bei den unter 40-jährigen etwas interessanter wirken ließ. Der Relief-Stern zielt wieder deutlicher auf die 60+, die sich Status gönnen möchten. Wenn ich so frei analysieren darf, steckt dahinter ein eher kurzfristiges Interesse am Umsatz, zu Ungunsten der langjährigen Markenbindung der zukünftigen Käuferschichten. In den nächsten Jahren wird geerbt, was das Zeug hält und Mercedes stellt sich so weiterhin als Dornkaat-Alt-Herrenmarke neben BMW und Audi. Ich weiß nicht, ob das so clever ist.

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  11. am 16. Juni 2010 um 11:58 Uhr

    Danke „Michael“! Ist korrigiert.

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  12. Janni
    am 16. Juni 2010 um 12:03 Uhr

    Die Antworten von Herrn Jensen waren dann doch überwiegend ausweichend nach dem Motto: “Bei uns gehen hier sekündlich Glückwunschschreiben ein, also kann das alles ja nicht falsch sein.” Aber was soll er schon groß antworten? Er kann sich ja schlecht hinstellen und zugeben, dass die Kernzielgruppe von MB aus älteren, konservativen bis spießigen Menschen besteht, die mit einem mutigen Markenauftritt, wie er vor dem Relaunch aussah, eher wenig anfangen können. Denn nach ihrer eigenen Einschätzung halten diese sich ja für “Premium”, wie das Produkt, das sie kaufen.

    Natürlich steht die Marke jetzt designtechnisch wieder auf einer Stufe mit Opel und Co. – aber das ist hier wohl tatsächlich eher sekundär, da hat Jensen recht: “Der Wiedererkennungswert ist entscheidend, egal ob zwei- oder dreidimensional.”

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  13. Janni
    am 16. Juni 2010 um 12:16 Uhr

    Und Apropos Mercedes-Stern: Auch die aktuelle Kampagne von Mercedes-Benz als Hauptsponsor der Deutschen Fußballnationalmannschaft mit der doppeldeutigen Aktion: “Der vierte Stern für Deutschland” zeigt, dass man sich wieder stärker als “Die Marke mit dem Stern” positionieren will, auch wenn man hier den Weltmeister-Stern des Nationaltrikots groß und den Markenstern nur klein im Absender zeigt.

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  14. Nils
    am 16. Juni 2010 um 13:12 Uhr

    ich fand das “alte” design von mercedes sehr viel besser. gerade weil sich auch jüngere menschen durch den modernen auftritt durchaus vorstellen konnten mal einen mercedes zu fahren ( sag ich jetzt mal so ;-) ) und ist das nicht sehr viel wichtiger als es den konservativen recht zu machen? zumal die konservativen eh immer wieder mb kaufen würden. wer wechselt schon seine hausmarke?

    das interview ist wenig aussagekräftig. das übliche :-)

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  15. am 16. Juni 2010 um 15:01 Uhr

    Super, das solche Interviews hier zu finden sind.
    Große Klasse Achim!

    zum Thema:
    Ich fühle mich richtig betroffen, was das Zurück in der Gestaltung angeht – es ärgert mich sogar richtig. Als das neue Design eingeführt wurde, habe ich ziemlich geschwärmt und unzählige Male das CD Kunden gegenüber angepriesen. Was für ein Schritt nach vorn. Was für eine Aussage. Weltweit. Damit zu arbeiten hat richtig Spaß gemacht.

    Die klare Differenzierung zu den anderen Marken ist nun wieder hin. Honda und Opel lassen grüßen. Interresant wäre zu wissen, was JvM dazu gesagt (besser gedacht) haben.
    Die Begründungen sind total flach und das übliche Kommunikationsblabla – keine Branche kann sich die Dinga so schön reden, wie die unsere. Ich finde keine einzige Argumentation für den Wechsel – nur Aussagen, die so oder so für MB stehen und dem alten CDesign nicht im Weg stehen sollten.

    Luxusprodukt, Premium, Nur das Beste, … mutlos und inkonsequent gehört für mich nun dazu. MB hat das was es in den letzten Jahren bei mir gewonnen hat verloren. Auch wenn es keine Rolle für die Herren spielt, mein geplanter MB wird definitiv was anderes. Mag albern sein, aber mich nervt das unheimlich und müsste immer dran denken, wenn ich den Stern aufm Lenkrad sehe. Aber ich bin als 35jähriger Designer und als Einzelstimme auch nicht mehr Zielgruppe^^

    Stars only shines from above.

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  16. Stefan
    am 16. Juni 2010 um 15:08 Uhr

    Toll, dass es jetzt auch Interviews auf dt gibt! Die Seite wird von Woche zu Woche interessanter!

    Apropos: Interessante Fragen, leider etwas uninspirierte Antworten. Die Argumentationskette von Anders-Sundt Jensen ist in sich nicht wirklich schlüssig.

    “… Während früher eine dreidimensionale Darstellung teilweise problematisch war, ist das heutzutage mit den neuen Medien und Geräten wie dem iPhone, iPad nicht mehr so. Für uns war es wichtig, dass Mercedes den richtigen Auftritt hat. Der neue Stern, die Wortmarke und der Claim bilden einfach ein einheitliches, ein harmonisches und sehr sehr deutliches Gebilde.”

    Das liest sich erst mal nett. Wenn man aber auf die Startseite von Mercedes geht, finde ich trotzdem nur noch ein trauriges Häufchen Pixel vor, das mal ein Logo darstellen sollte (Monitor 1920x1200px). Unscharfes Emblem, angefressener Text. Die (auf dünnem Eis platzierte) visuelle Prägnanz geht dadurch leider verloren. Darüber hinaus findet sich am Fuß der Seite “http://www.der-vierte-Stern-fuer-Deutschland.de/” noch eine Logovariante, die so bestimmt nicht gewünscht ist…

    Die Botschaft, die MB den Zielgruppen mit dem Erscheinungsbild mitteilen möchte, wird nicht deutlich. Das nüchtern-sachliche Understatement des alten 2D-Sterns wurde achtlos liegen gelassen, um auf den Chromzug aufzuspringen. Effekte als Selbstzweck, um zu zeigen “wir können es auch”? … Oder gar Audi 2.0? … Schade, wirklich schade.

    Aber die Zeit dürfte “den Menschen” mit ihrer “Einzelmeinung” recht geben. Dieser Markenauftritt wird eine sehr begrenzte Lebenszeit haben und beim nächsten Mal wird man sich auf die visuellen Stärken besinnen. Dafür braucht es nämlich keinen Chrom, weder aus Designer- noch aus Käufersicht.

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  17. TeryWhenett
    am 16. Juni 2010 um 15:27 Uhr

    Danke für dieses tolle Interview!

    Ich persönlich konnte mit dem einfachen weißen Stern nichts anfangen und bin froh über die Chromvariante. Wenn es auch 08/15 sein mag – das alte Logo erinnerte mich mehr an einen Papierscherenschnitt aus dem Kindergarten und hatte keinen Premiumcharakter.

    Die Designer hier sehen das sicher ganz anders, wie ja auch offen und zahlreich kundgetan wird; aber vielleicht sind Designer nicht die Kernzielgruppe der Automarke MB. Design ist zwar schön und gut, aber letztlich muss es gerade bei einer Marke den Kunden ansprechen und der springt halt eher auf einfache Botschaften wie “Chrom = edel” an.

    Darüberhinaus erkennt man MB an seinem Stern, ob der jetzt platt und weiß oder 3D und leuchtend sich darstellt.

    Grüße

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  18. Kai
    am 16. Juni 2010 um 17:33 Uhr

    Ich kann Jürgens Einschätzung teilen: das reduzierte und geteilte Logo war modern, aber fand sich das auch bei den Produkten wieder? So passt es doch eigentlich wieder zusammen.

    Ironie: Da Apple inzwischen ja zum gemeinen, ja nahezu austauschbaren Massenprodukt wird, wäre es doch an der Zeit, die Marke wieder hochwertiger zu positionieren. Laut Mercedes würde dies am besten über einen dreidimensionalen chromfarbenen Apfel gelingen.

    Gruß

    Kai

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  19. John
    am 16. Juni 2010 um 18:14 Uhr

    So konservativ wie das Redesign scheint auch Herr Jensen drauf zu sein – man braucht nur die letzten beiden Absätze zu lesen …

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  20. am 16. Juni 2010 um 18:22 Uhr

    Wer kauft sich denn heutzutage einen neuen “Daimler”? Bestimmt keine 20 – 30 jährigen. Mercedes Benz macht für seine Zielgruppe alles richtig. Der gute alte Stern hat denen genauso, wie die Qualität der letzten Modelle einfach gefehlt. Es ist eine reine zielgruppenorientierte (55+) und damit einfache wirtschaftliche Entscheidung. Die neuen Modelle sehen ja auch ziemlich, naja altbacken aus im Vetgleich zu Audi (BMW nehm ich raus weil die grad nur noch schreckliche Autos gestalten). Wenn so die Absatzzahlen der Stuttgarter wieder nach oben gehen, machen sie doch alles richtig. Vielleicht dachten die Kunden ja wirklich, dass ein Auto mit nem 2D Stern billiger ist oder gar ein Mercedes-Light?

    Ausserdem kann dann Audi endlich vom 3D Logo weg und die Ringe zweidimensional anbieten. Die haben auch die richtige Zielgruppe dafür… Und wo ichs grad erwähne, verrückt wie man selbst bei sogenannten Weltkonzernen einfach Webseitendesign und Farben klaut.

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  21. am 16. Juni 2010 um 18:22 Uhr

    Nochmal etwas zum Thema Identität:

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  22. am 16. Juni 2010 um 21:57 Uhr

    WOW! Daniel Knauers zeigt sehr beeindruckend, wie schön sich das neue Corporate Design von Mercedes in das Einheits-Design sämtlicher Automarken einreiht – oder darin untergeht – ganz wie man es sieht!

    Danke Daniel!

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  23. Vroni
    am 16. Juni 2010 um 22:44 Uhr

    Trotz oder eigentlich wegen des Interviews: Ich verstehe hier leider immer weniger, was “premiumfähig” (Aussage des Leiters Markenkommunikation Mercedes) und “premium” eigentlich bedeuten sollen. Kriege langsam Gehirnerweichung deswegen.

    Will man damit sagen: “richtig teuer” oder: “richtig gut” oder : “nur für die Besseren” oder was?
    Premium ist als Wort doch sowas von sinnentleert, abgenutzt heutzutage, sogar der Billig-Camembert will premium sein und kriegt sein schimmerndes Krönchen. Was ist das heute noch wert? Ist doch nur Folienheißprägung, Oberfläche, Werbegedöns, steckt nix dahinter. Weiß jedes Kind.

    Wenn zu mir ein Auftraggeber kommt und ein “Premium”-Logo will, kriegt er jedenfalls garantiert keines mit Lichtlein, Glanzlack oder Schnörkeln, sondern versuche das Gegenteil: edelste Schlichtheit. So gut ich kann.

    Es könnte daran liegen, dass man im Zentrum von Mercedes glaubt, betuchte Mercedeskäufer hätten eine andere Vorstellung von “überragend” als Designer. Einfach eine prätentiösere.

    Bösartige Definition nach Wiktionary: [1] selbstgefällige, eingebildete, hochmütige, hochnäsige Ausdrucksweise in Schrift und/oder Sprache von Personen, die durch Fremdwort-überladene, gestelzte Wortwahl ohne entsprechendes Hintergrundwissen den Eindruck eines Experten vermitteln wollen.
    [2] anspruchsvoll, stolz

    Da liegt doch der Has’ im Pfeffer, oder?

    Das Dumme ist, dass alle anderen Autohersteller sich genauso prätentiös geben mit ihren Chromdingern, ähm Logos. Alle geiern sie nach den als betucht und premiumbesessen vermuteten Autokunden. Wo ist da Unterscheidung, echtes Edles.

    Auf deutsch: “Es ist ein Elend, unsere Autokundschaft hat einfach keinen guten Geschmack sondern will dumme Glitzersteine und hält die für echtes Premium. Talmi. Blendwerk, mit dem früher Eingeborene oder Indianer betrogen wurden und wir Autohersteller müssen dem halt nachkommen.” Tata.

    Keine Führung, keine Vision.

    Weils “der Kunde” so will? Kann nicht sein.
    Keiner kauft einen Mercedes mehr oder weniger, nur weil ihm der Grauschimmer rechts auf der einen Linie des Logos fehlt. Ich halte das für Quark. In Wirklichkeit für eine Retro-Entscheidung, die zwar “zurück zu den Werten” will (welche Werte denn muss man noch fragen), aber nur Glanzmakeup auflegt.

    Offtopic und persönlichst, pauschalst:
    Als Ästhet kann man eigentlich kein modernes Auto mehr fahren.
    Das treibt einen echten edlen Wilden zu Oldtimern oder wegen der Energie aufs Fahrrad. Autologos und die dran hängenden Autos sind heutzutage ALLE hässlich, punktum.

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  24. Niel
    am 16. Juni 2010 um 22:58 Uhr

    !!!BINGO!!!

    Schön ist die Idee von Perfektion. Perfektion ist gleich Vollkommenheit. Vollkommenheit ist fast langweilig (Tschihold). Und langweilig ist EInfachheit.

    Premium ist also dann, wenn man einfach nichts mehr braucht. Scheerenschnitt ist die pure Form und mehr braucht man nicht.

    2D ist die Idee von 3D. (Platonische Ästhetik) Wofür braucht etwas anderes als die IDEE selbst?

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  25. am 16. Juni 2010 um 23:58 Uhr

    Die totale Vereinfachung ist vor allem durch das Bauhaus bei uns stark vertreten.
    Vielleicht wird es irgendwann neue Vorstellungen geben,
    aber das neue Logo ist ein alter Hut.

    Danke für das Interview & Knauers Übersicht.

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  26. Jürgen
    am 17. Juni 2010 um 01:40 Uhr

    Um nochmal auf die Identität zurück zu kommen: Ich pers. finde das Mercedes Benz als Marke im Automobilsegment eine Art Alleinstellung geniesst, aufgrund der Tradition, der, trotz der Schwächen der letzten Jahre insgesamt konstanten Leistung (Qualität der Produkte) und vor allem des weltweiten Images.
    Mercedes Benz sollte daher m.M.n. in seiner Kommunikation nicht mit anderen Automarken konkurrieren. Der Stern war schon vor Jahrzehnten dreidimensional – Hat MB nun reagiert weil alle anderen dahergelaufenen Autoschrauber plötzlich auch dem Chrom-Fetisch huldigen? MB sollte solche Moden schlicht ignorieren und so seine konservative Ader ausleben – die Kunden findens sicher gut und der Marke stünde das auch besser zu Gesicht als kurzlebige, fast hektische Ausbrüche von Designerfantasien.
    Je länger ich drüber nachdenke desto mehr halte ich das 2D Logo für einen echten Fehltritt (nicht aus gestalterischer Sicht, das war sicher top, nur kommunikativ will es nicht auf die Marke MB passen.), die schnelle Rückkehr vollkommen richtig.

    Und an alle die hier von der Reinheit der “Idee” oder purer reduzierter “Form” reden: Seid ihr schon mal in einem Mercedes gesessen? Pure Form ist das Gegenteil dieses Produkts, pure Form gibts vielleicht in einem Dacia, wenn sie konsequent wären dann vllt. noch in einem VW, aber ganz sicher nicht in einem Benz. Diese Autos waren nie und werden niemals reduziert, klar oder was auch immer daherkommen. Hier gehts um Luxus, Überfluss und immer eine Prise mehr als nötig – da passt diese Designphilosophie einfach nicht dazu.

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  27. Lukas
    am 17. Juni 2010 um 01:53 Uhr

    Den Ausdruck “Sicherheitszelle” halte ich für extrem ungünstig, weckt Assoziationen an Zwangsjacke und Irrenhaus.

    Früher bezeichnete man das als “Sicherheitsfahrgastzelle”. Ist für die Zielgruppe (55+) wohl zu lang??

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  28. am 17. Juni 2010 um 07:59 Uhr

    Kommt mir ein bisschen arrogant daher, der gute Herr Jensen. “Ich lasse Einzelmeinungen nicht gelten.” – muss er auch nicht, damit beschäftigen kann aber manchmal ganz hilfreich sein. Den auch Carl Benz und Emil Jellinek waren Menschen, dessen Einzelmeinung man nicht gelten lassen wollte – und das Erbe ihrer Hartnäckigkeit liegt heute in Händen von Personen, die den Weg des geringsten Widerstandes als den Königsweg erachten. Schade, auf eingetrampelten Pfaden lernt man selten man etwas neues und bahnbrechendes.

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  29. lars
    am 17. Juni 2010 um 08:39 Uhr

    ganz schön viel mercedes hier in letzter zeit…

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  30. Vroni
    am 17. Juni 2010 um 11:24 Uhr

    @ Jürgen.

    Sehe ich nicht so.
    Diese Mercedes-Karossen sind – zumindest von außen – genauso reduziert in der Linienform wie andere Marken.
    http://www.mercedes-benz.de/content/germany/mpc/mpc_germany_website/de/home_mpc/passengercars/home/new_cars/models/s-class/w221.flash.html

    Und Luxus-Zusatz innen wie technisch ausgefeilte Funktionen, weiche Ledersitze, besondere Ausstattung sind jetzt nicht so, dass sie recht barock wirken.

    Das große Mistverständnis:
    Das barocke Chromgeschimmere an Autologos steht heutzutage für eher gerade nicht für “Luxus”, sondern inzwischen für “normal”. Wie die Logoübersicht ja sehr schön zeigt (danke auch dafür an Daniel Knauer).

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  31. moni
    am 17. Juni 2010 um 11:26 Uhr

    Es “hagelt” “Gratulationsschreiben”. Ein Oxymoron?

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  32. Jürgen
    am 17. Juni 2010 um 13:30 Uhr

    @Vroni: Das ist ein Thema über das sich sicher trefflich streiten lässt, da ales auf der subjektiven Wahrnehmung beruht und wir keinen allgemeingültigen Maßstab für “Reduktion” haben. Aber siehs mal so: achte auf die Lichtverläufe der Karosse, wo finden sich prägnante Linien/brechungen/Überschneidungen die keinen funktionalem Zweck unterliegen? Wie komplex ist das “Lichtbild” auf dem Lack. Vergleiche da mal eine E-Klasse mit einem Audi A6, oder einen Bangle -BMW mit der aktuellen, wieder glatter gebügelten BMW Optik – Als Extrem-Beispiel sei auch wieder Volkswagen herangezogen – hier wird auf Teufel komm raus reduziert, keine Schnörkel, keine Spielereien – lediglich die Proportion und der ein oder andere Scheinwerfer darf hier stilgebend wirken. Mercedes hatte sicher schon mal zurückhaltendere Karossen, in den letzten Jahren ist das Exterieur-Design aber stark in Richtung Weihnachtsdekoration gewandert. Alleine die Frontschürzen der aktuellen Mercedes Modelle sind ja wohl eher SansSoucie als ein Dessauer Meisterhaus.

    Die Innenausstattungen sind ja in sich recht variabel, trotzdem meine ich da nicht nur die Optik dieser sondern die Tatsache das es hier ums Top Segment geht – hier wird mehr oder weniger alles eingebaut was technisch möglich ist – Mit einem Reduktionsgedanken ist man hier an der völlig falschen Adresse, weswegen ein reduzierter 2D Stern die Marke in meinen Augen schlechter repräsentiert als ein optisch etwas üppiger dargstellter.

    Ich stimme dir aber völlig zu wenn du sagst das ein Chrom-Logo heutzutage “normal” ist. Trotzdem denke ich das Mercedes Benz (Und eigentlich nur Mercedes benz) sich nicht um sowas kümmern sollte – sollen doch alle anderen versuchen so “premium” (Spitzen-Wort!) zu sein wie es MB tatsächlich ist – letztlich überzeugen können da nur die üblichen Konkurrenten im Segment.

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  33. Vroni
    am 17. Juni 2010 um 19:33 Uhr

    @ Jürgen

    “…. achte auf die Lichtverläufe der Karosse, wo finden sich prägnante Linien/brechungen/Überschneidungen die keinen funktionalem Zweck unterliegen?”

    Wer differenziert, geschult hingucken kann, sieht das. Klar.
    Bezweifle jedoch, dass “Normalo-Reichies” diese dezente “Neue Prächtigkeit” (lichtbrechende rundliche Minibeulen über dem Radstand oder “Schützen”) , vor allem bei der S-Klasse, so explizit wahrnehmen und benennen können. Wenn, dann eher unbewusst. Und ist nicht nur mercedes-like, habe ich an anderen Automarken auch schon gesehen.

    Naja, ob premium ein Spitzenwort ist, weiß ich nicht :-)
    Ist a bisi ausgelutscht. Alles wird heut als premium vertickt, was nicht den Baum rechtzeitig raufkommt :-)))

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  34. chris
    am 18. Juni 2010 um 09:12 Uhr

    wieso glauben so viele Marketingfachleute aus dem Kaufmännischen, Premium erziele man durch 3D, Verläufe, Glows etc.? Das ist ja nicht nur bei MB so.

    Der neue Auftritt ist “Opel” und bei weitem weniger Premium als vorher. Das sind inhaltsleere Floskeln, die firmen- und personalpolitisches Rumgegurke überspielen sollen …

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  35. fred durst
    am 18. Juni 2010 um 10:23 Uhr

    Jean-Remy ist grade mit dem neuen 5er BMW vorgefahren, also so stark kann das Mercedes-Branding nich gewesen sein.

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  36. am 18. Juni 2010 um 17:18 Uhr

    die arbeit von claus koch war etwas, was man ohne einschränkungen als intelligent und absolut richtig bezeichnen kann. das zeichen gewann an stärke, weil eben seine zeichenhaftigkeit sprechen gelernt hat. die einreihung in andere marken (danke herr knauer) nun ist bedauerlich und – entschuldigen sie meine verallgemeinerung – eine betriebswirtschaftliche entscheidung bzw eine entscheidung von nicht-ästheten. dadurch wird die entscheidung über ein zeichen zur werblichen. ein fataler zug. es liegt eben nicht in der gunst des intelligenten gestalters, das eine marke wie vw bisher nicht verunstaltet worden ist. das ist – so mag man den worten des herrn jensen entnehmen – wohl reiner zufall, bis das dort auch geschieht.

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  37. Bastian
    am 18. Juni 2010 um 23:35 Uhr

    Dass ein Leiter Markenkommunikation wörtlich sagt, er sei «kein Freund» von neuen Medien wie Blogs oder Twitter, erstaunt doch etwas, nicht?

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  38. amo
    am 19. Juni 2010 um 10:34 Uhr

    witzig, dass der herr den bayern-vergleich bemüht. die münchner werden ja von audi gesponsort. bezeichnend finde ich das.

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  39. bloggi
    am 19. Juni 2010 um 23:25 Uhr

    Ein Kommunikationsleiter kann doch nicht ernsthaft so blind herumirren?

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  40. u.t
    am 20. Juni 2010 um 12:21 Uhr

    eine mitläufervariante, nichts anderes. ein stilisierter trend das eig. konkret nicht gebraucht wird (?) problem seh ich darin, das die mercedes form, durch die effekte optisch so schlank gemacht werden das diese form optisch bricht. das sieht man an der aneinanderreihung der autologos eig. sehr gut.

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  41. am 21. Juni 2010 um 00:10 Uhr

    Schönes Interview, Achim – das dt erhält wirklich ganz neue Qualitäten.

    Den Inhalt des Interviews finde ich allerdings mäßig. Natürlich muss man sich seitens Mercedes auf die Seite des Re-Designs stellen, aber bei jeder Äußerung von “Qualität”, “Premium” “Einzigartig” und anderen Schlagwörtern, die im Zusammenhang mit dem NEUEN CD aufgeführt werden, passt ironischer Weise doch viel besser der vorherige reduzierte Auftritt.
    Für mich bleibt es unverständlich.

    Daniel Knauer 21 sagt es toll ganz ohne Worte.

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  42. am 21. Juni 2010 um 02:26 Uhr

    [...] Interview mit Anders-Sundt Jensen, Leiter Markenkommunikation … [...]

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  43. Jürgen
    am 21. Juni 2010 um 11:27 Uhr

    Ich lese immer “Mitläufer”, dem “Trend erlegen”, etc. Als MB den zweidimensionalen Stern eingeführt hat hatten schon längst alle anderen ihre Chromlogos. Gerade diese Einführung kommt mir schon ehr wie eine Flucht nach vorne vor. Hauptsache man hebt sich von der Masse ab, wenn die Masse zufällig die eigene Nische besetzt dann muss man halt woanders hin, egal ob es nun passt oder nicht. Ich persönlich empfinde das als unsouverän.

    Nochmal, ich fand das Redesign mit dem weißen Stern toll, nur passt es in meinen Augen eben nicht so gut zur Marke MB. Die Rückkehr ist zwar eine öffentliche Bankrotterklärung des Marketings aber im Sinne der Marke richtig. Ein Unternehmen mit dem Image von MB muss es in meinen Augen aushalten wenn jeder Japaner und jede poplige Automarke ihren Stil kopiert  – warum sollen die sich von anderen ihr CD diktieren lassen? Die setzen doch in 5 Jahren wieder auf 2D und Regenbogenfarben, Mercedes sollte Konstanz beweisen und gerade im Design nur sehr vorsichtig agieren. Die verhältnismäßig mutige Abkehr vom Metallstern war ein Schritt zu weit.

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  44. chenz
    am 22. Juni 2010 um 12:06 Uhr

    eieiei. ein wirklich toller kniff damals von claus koch. jetzt wieder demontiert von enstiernigen langeweilern aus der automobilindustrie, die sich marketingchef schimpfen und premium mit high glossy kitsch verwechseln. genau das passiert gerade wieder mit dem mercedes signet.

    von dem strahlenden stern, zum chrom-ascher. oder von 100 auf 0 zurück!

    schade, dass mercedes wieder so konservativ ist wie ende des letzten jahrhunderts!
    chance verpasst sich eindeutig abzugrenzen und auch wieder jüngere käuferschichten anzusprechen. irgendwann werden die alten einfach sterben und keiner wächst mehr nach!

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  45. am 11. November 2010 um 10:08 Uhr

    [...] Mercedes Benz Cars, nicht die Notwendigkeit, Identitätsstiftung durch Abgrenzung zu betreiben. Im Interview mit Achim Schaffrinn vom Designerblog betont er: „Jede Marke tut gut daran, eine eigene Identität zu haben. Für uns bei Mercedes geht [...]

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