Das neue Logo der Grünen
Wie könnte es auch anders sein. Die Kritik am neuen Logo der Grünen, von einigen Medien bereits “Wessi-Logo” genannt, findet auf der politischen Ebene statt. Gestalterische Kritik liest und hört man dagegen überhaupt nicht.
Worum geht’s?
Die Partei Bündnis 90/Die Grünen stellt heute in Berlin ihr neues Parteilogo vor. Dieses wurde im Vorfeld schon stark, vor allem von ostdeutschen Mitgliedern der Partei, kritisiert. Sie sehen sich aufgrund der unterschiedlichen Schriftgröße weniger stark repräsentiert. Natürlich vermuten diese, das wäre der Beginn einer schleichenden Verabschiedung des ostdeutschen Parteiflügels aus dem Parteilogo. Hmmm, die Tatsache, dass „Bündnis 90“ jahrelang größer, als „Die Grünen“ im Logo geschrieben und zudem noch als erstes genannt wurde, haben die westdeutschen Parteifreunde hingegen toleriert. Aber ich will mich nicht einmischen. Oder vielleicht doch.
KFC mit neuem Gesicht

Kentucky Fried Chicken (KFC) hat einen neues Logo und einen neuen amerikanischen Webauftritt. Das Konterfei des Firmengründers Colonel Sanders wurde modernisiert und in eine zeitgemäße Formsprache überführt. Zum fünften Mal in der über 50-jährigen Geschichte ändert sich das Logo. Haare und Bärtchen wirken nun pfiffiger.
Aus Easymobile wird Callmobile
Grund für die Umbenennung der Telefonmarke ist, dass dem dahinter stehenden Unternehmen Talkline die Rechte an der Marke easymobile, die man leihweise erworben hatte, entzogen wurden. “Aus Raider wird Twix, sonst ändert sich nix“, wie es in der Presseerklärung heißt. Tatsächlich findet aus gestalterischer Sicht ein Wechsel lediglich an einer Position statt. Der komplette Internetauftritt bleibt in identischer Form bestehen. Lediglich das Logo wurde ausgetauscht. Statt der typischen “easy-Typo” kommt nun eine elegantere und leicht technisch anmutende Schrift ähnlich der Expressa zum Einsatz. Das war es aber auch schon an Änderungen. Selbst die Position des Claims, der weiterhin “clever telefonieren” lautet, ist gleich geblieben.
Die besten Logos | Eine persönliche Sammlung

Ich habe mir einmal die Zeit genommen und meine ganz persönliche Liste mit “besten” Logos bzw. Markenzeichen zusammengestellt. Alle ausgewählten Zeichen und Logos haben eines gemeinsam, sie brennen sich ein. Ihre auf das Wesentliche reduzierte Darstellung – man bemerke, dass keines der Logos Verläufe, Schatten oder modischen Schnickschnack wie etwa Glanzeffekte enthält –, erzeugt ein hohes Maß an Prägnanz. Mal wird diese Prägnanz über eine reine Wortmarke erreicht (Canton), mal mit Hilfe der Bildmarke (Shell) und mal ist es die Kombination aus beiden, die im Zentrum eines starken Brandings steht (UBS).
Logos losgelöst vom restlichen Corporate Design zu betrachten und zu bewerten, ist schwierig, aber natürlich ist es legitim, denn auch Logos treten in vielen Fällen als Solitär in Erscheinung, denken wir zum Beispiel an die Bandenwerbung in Stadien oder an die Abbildung des Logos auf einem Produkt, einem Fahrzeug, einem Notebook oder einem Fernseher. Wenn dem Corporate Design die Chance verwehrt bleibt, sich zu entfalten, liegt es allein am Logo, Aufmerksamkeit zu erzielen. Auf Sponsorenwänden trennt sich die Spreu vom Weizen. Zu kleinteilige, verschachtelte und komplexe Konstrukte gehen hier unter. In Erinnerung bleiben hingegen Logos, die einfach konstruiert sind. Dass diese „in-die-Netzhaut-Einbrenner“ simpel sind, ist das Ergebnis umfangreicher konzeptioneller, handwerklicher und kreativer Arbeit. » weiterlesen
NFL Europa – Neuer Name neues Logo
Der deutsche Managing Director der NFL Europa Uwe Bergheim sagt: „mit dem neuen Logo beginnt eine neue Ära“ und „der Schritt von NFL Europe zu NFL Europa macht deutlich, wie wichtig Deutschland für die NFL ist.“ **grübel** Darf man mal fragen wodurch dies signalisiert wird? Durch das “a” in Europa Oder durch die vielen schönen Sterne im Wappen des NFL-Logos, die für die nordamerikanischen Bundesstaaten stehen? » weiterlesen
Logo im Fokus – Fujifilm
72 Jahre gibt es die Firma Fujifilm schon. Erst zum vierten Mal hat das bekannte Markenzeichen eine Modifizierung erfahren. Das neue Logo ist nun eine reine Wortmarke, die auch in Bezug auf Farbigkeit äußerst sparsam auftritt. Vor allem die Verlagerung der Schwerpunkte des Wirtschaftsbereiche soll durch das neue Logo zum Ausdruck gebracht werden. Die kleine rote Ecke im “I” soll laut Pressetext die “Verpflichtung für neue Technologien” visualisieren (???). Mit ein bisschen Phantasie lässt sich in der roten Fläche auch der linke Fuß eines Berges erkennen. Eine Reminiszenz an das Logo aus dem Gründungsjahr, in dem der Berg Fuji dargestellt ist? Wie auch immer… Die Farbe Grün bleibt auch weiterhin in allen Medien als Primärfarbe im Einsatz.
Visa gleich Visa?
Ich finde es relativ verwirrend, was sich in Sachen Visa-Logo seit der Einführung des neuen Signets Ende 2005 getan hat. Anders als Mastercard hatte Visa ja nicht nur das Firmenzeichen sondern auch das Visa Markenzeichen auf den Kreditkarten selbst geändert. Nun gibt es ein buntes Nebeneinander der beiden Logos, da man den Anschein hat die Banken haben die freie Wahl, welches Signet auf ihrer Karte zum Einsatz kommt. Ein Horrorszenario für jeden Corporate-Designer.
Ich muss sagen, anders als in Martin Hömmerichs Beitrag zu lesen, vermisse ich im neuen Logo die horizontalen Flächen, die an eine Flagge erinnern. Eben genau diese Flagge stellt für mich in einfacher aber wundervoller Weise die Internationalität dieser Marke dar. Das neue Zeichen wirkt zwar moderner aber vermittelt weniger die Themen Ländern, Reisen und weltweit. Es könnte auch ein national tätiger Autoverleiher oder eine Kosmetik-Marke wie Nivea dahinter stehen.
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