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Umfrageergebnis: Software und Werkzeuge, die Designer nutzen

Mit welcher Software und Werkzeugen arbeiten derzeit Designer / Kreativschaffende? Diese Frage hatten in den vergangenen drei Wochen knapp 3.000 dt-Leser beantwortet. Unter Berücksichtigung der 2014 im dt durchgeführten Studie wird deutlich: die Nutzung hat sich in den vergangenen drei Jahren verändert. Leistungsfähige Programme, die in jüngerer Vergangenheit auf den Markt gekommen sind, haben viele Designer zum Umstieg bewogen. Hier das Ergebnis der Befragung.

Die Quasi-Monopolstellung von Adobe, so deutet es das Umfrageergebnis an, ist dabei sich aufzulösen. Gleichzeitig scheinen alle Bemühungen von Apple, das iPad als produktives Werkzeug im Markt zu etablieren, nach wie vor vergebene Liebesmühe zu sein. Zumindest für die befragten Kreativschaffenden stellt das iPad bei weitem kein Ersatz für einen vollwertigen Computer dar, wie es Apple etwa auch in jüngeren Aussagen und Kampagnen suggeriert.

Nicht einmal einer von fünfzehn Designern nutzt ein iPad/Tablet für Entwurfsarbeiten. Deutlich öfter zum Einsatz als iPad, Surface und Co. kommen klassische Grafiktablets, mit denen Illustrationen und Logoentwürfe erstellt werden. Allerdings ist die Nutzung derlei Zeichentablets bei Selbstständigen stark rückläufig.

Designer arbeiten nach wie vor am Mac. Wie auch schon vor drei Jahren nutzen auch weiterhin zwei von drei Designern das Betriebssystem macOS. Windows ist leicht im kommen und kann den Abstand um 2,5% auf 28,5% „Marktanteil“ steigern.

Von den insg…

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 35 Kommentare

  1. Also ich finde die Trennung von Adobe CC und die damaligen Adobe Einzelapplikationen verzerren dieses Bild stark und sind so nicht aussagekräftig. Wer die CC hat benutzt auch die damaligen Applikationen (Indesign, Illustrator usw.).

    Zu den Opensource Tools – Scribus, Inkscape kann ich leider für mich nicht produktiv nutzen. Opensource ist gut und wichtig aber damit verlässlich und produktiv arbeiten ist nicht machbar. Inkscape produziert im Austausch mit externen Ausgabegeräten komische Probleme sowie ist Scribus immer am Abstürzen gewesen ist, habe damit vor längerer Zeit arbeiten müssen.

    Zu Affinity – das ist anscheinend für viele der Hoffnungsträger gegen Adobe? Warum auch immer.
    Ich bin auch nicht glücklich über eine Monopolstellung von Adobe aber Adobe hat für mich als Kreativschaffender als Einziger zugehört und günstig tolle Applikationen gestaltet. Ja, auch ich fand das Freehand besser vom Arbeiten war oder das Fireworks ein gutes Konzept war aber die Zeiten sind vorbei, und ehrlicherweise muss man sagen das freehand von Macromedia lange Zeit einfach nicht mehr upgedatet wurde.
    So günstig wie jetzt komme ich im Moment nicht an kreative Tools und wie gesagt, sie hören den Kreativen zu.

    IM GEGENSATZ ZU APPLE, Apple vernachlässigt sträflich die Prouser. Da mach ich mir wegen der Cloud keine Sorgen niemand motzt doch über die Cloud von Apple?

    Normalerweise schreibe ich nichts in die Kommentarspalten weil mir die Zeit dafür zu schade ist. Aber wir können die Fakten nicht immer verdreht so stehen lassen.

    1. Dank Dir für Deinen Kommentar und für Deine Zeit Hans.

      Also ich finde die Trennung von Adobe CC und die damaligen Adobe Einzelapplikationen verzerren dieses Bild stark und sind so nicht aussagekräftig. Wer die CC hat benutzt auch die damaligen Applikationen (Indesign, Illustrator usw.).

      Meines Erachtens gibt es zu der vorgenommenen Trennung keine Alternative. Da die Abfrage bei diesem Punkt mittels Mehrfachauswahl (Multiple Choice) erfolgte, konnten CC-Nutzer sowohl „Adobe CC“ auswählen wie auch die Einzelprodukte z.B. „Adobe Photoshop“. Anderseits konnten Anwender, die lediglich Photoshop nutzen, etwa in der Version 6.0, lediglich „Adobe Photoshop“ auswählen. Eine Verzerrung kann ich hier nicht erkennen. Vorschläge diesbezüglich stehe ich offen gegenüber.

      Zu Affinity – das ist anscheinend für viele der Hoffnungsträger gegen Adobe? Warum auch immer.

      Einerseits, weil Serif eine Alternative zum Abo-Bezahlmodell von Adobe bietet, anderseits weil APhoto und ADesigner mittlerweile wirklich leistungsstark sind. Es lohnt sich, die Programme einmal näher anzuschauen.

  2. Dass Fireworks, das beste Programm für Webdesign, nicht mehr fortgeführt wird ist eine Schande und sehr sehr bitter. Photoshop ist und bleibt eine Software zur Bildbearbeitung und Illustrator bietet nicht die einfachen Wege wie Fireworks, da es eben wiederum voll auf Vektoren ausgelegt ist. Schade, denn Fireworks war der perfekte Mittelweg den viel zu wenige Leute kannten und ausprobiert haben.

  3. Vielen Dank für das Teilen des Ergebnisses Achim.

    Was mich etwas irritiert an der Umfrage war das separate Aufführen von Dreamweaver. Warum ein Codeeditor in einer Grafikumfrage miteinbeziehen und dann auch keine passenden Alternativen der Konkurrenz anbieten?

    Natürlich kommen Codeeditoren besonders bei Selbstständigen wohl öfters mal zum Einsatz – auch ich benutze sie regelmässig – aber in einem Designerumfeld dürften diese wohl einer eine zweitrangige Rolle spielen. Zudem: ein träger, veralteter Editor wie Dreamweaver (ja, ich weiss, sehr subjektive Meinung) wird wohl kaum noch von der Mehrheit eingesetzt.

    Auch ich hätte mir hier lieber ein paar genauere Aufschlüsslungen der ‘anderen Software’ erhofft.
    Nur ein bescheidener und konstruktiv gemeinter Input meinerseits.

    1. Dank Dir für die Rückmeldung Jay!

      Nun, Dreamweaver fällt hier sicherlich etwas heraus. Die Nutzung des Programms ist rückläufig (2014: 14,5%, 2017: 11,6%). Eine solche Aussage treffen zu können, erschien es mir wert, das Nutzungsverhalten von Dreamweaver abzufragen.

      Die Aufschlüsslung anderer Software, das nehme ich anhand der vielen Rückmeldungen mit, wird in einer zukünftigen Befragung ganz bestimmt erfolgen.

  4. Interessante Ergebnisse und auch interessante Kommentare!
    Was mich wundert ist, dass kaum zwischen Gewohnheit und tatsächlicher Usability unterschieden wird: Als ich von Corel auf Freehand umsteigen musste, habe ich geflucht, als ich von Freehand auf Illustrator umsteigen musste, habe ich geheult.
    Das lag aber nur zum Teil daran, dass die jeweils neue Software bestimmte Funktionen nicht hatte. Viel wichtiger ist der Aspekt der Gewöhnung – und nicht jede Bedienung, an die wir uns gewöhnt haben, ist sinnvoll oder effizient. Am effizientesten sind wohl immer noch Hotkeys, aber wer kann sich die schon für zehn unterschiedliche Programme merken?
    Entscheidend ist doch, ob ein Programm
    – den benötigten Funktionsumfang hat,
    – eine effiziente Bedienung bietet und
    – korrekte Ergebnisse liefert.
    Und je nach Anforderungsprofil kann da auch Inkscape besser als Illustrator abschneiden (weil es z.B. mit Größen und Knoten einfach genauer umgeht).

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