Adobe Creative Cloud-Abo zum Sonderangebot

Creative Suite-Besitzer, die nach wie vor mit CS3, CS4, CS5 oder CS6 arbeiten und die mit der Umstellung auf die Creative Cloud liebäugeln, dem bietet sich derzeit eine gute Gelegenheit. Adobe hat seit gestern das Creative Cloud-Abo für 23,79 Euro im Monat im Angebot.
Etwa jeder zweite selbstständige Kreativschaffende, das hat die jüngste dt-Umfrage zur Software-Nutzung ergeben, nutzt die Creative Cloud von Adobe. Bei den angestellten Designern sind CC-Produkte beliebter, hier sind es zwei von drei Designern, bei denen CC-Software im Einsatz ist. Auch vier Jahre nach Einführung der Creative Cloud scheint es also insbesondere auf Seiten selbstständiger Gestalter Vorbehalte gegenüber dem Abo-Modell zu geben. Wer, statt mit leistungsstarken Alternativen wie Sketch oder Affinity Designer zu arbeiten, nun die Cloud-Lösungen von Adobe ausprobieren möchte, dem seien die aktuellen Angebote empfohlen.
Derzeit bietet Adobe, von den Education-Rabatten mal abgesehen, zwei Sonderangebote, die einen Blick wert sind.
- 60% Rabatt für Creative Suite-Besitzer beim Umstieg auf die Creative Cloud für 23,79 Euro im Monat
- Creative Cloud Foto-Abo (inkl. Photoshop) im Angebot für nur 9,90 Euro im Monat
In beiden Fällen beziehen sich die Angebotspreise auf Jahresabos. Sonderangebote sind noch bis zum 2. Juni 2017 gelten.






Für mich als Interface-Designer komme ich inzwischen sehr gut ohne Adobe aus und wenn, dann habe ich weiterhin CS6 am Start. Sketch deckt für mich 90% der Interfacegestaltung ab, ist schnell, sehr durchdacht und nicht so überladen. Außerdem passt Sketch super in die aktuellen UX/UI Workflows für Prototypen und Übergabe an die Entwicklung (InVision, Principle, Zeplin, etc.). Keine Ahnung wie Adobe XD ist, aber einen Grund zum Wechsel sehe ich nicht.
Das ist natürlich ärgerlich, wenn man kurz zuvor ein Abo zum regulären Preis abgeschlossen hat >:(
Aber ok – ein Forent wies schon darauf hin – wenn der monatliche Abopreis über deinem Stundensatz liegt, machts du irgendetwas falsch. Von daher ist es rechnerisch auf jeden Fall ok, auch mit der Jahresbindung (ein gut ausgelastetes Geschäftsjahr vorausgesetzt).
Zudem kann ich jetzt sämtliche Adobe-Produkte nutzen, das war früher nicht der Fall, wo ich nur die Grafikprogramme gekauft habe. Jetzt kann ich (Print/RZ) mir auch mal einen Dreamweaver ziehen, wenn ich mir eine Website basteln will oder mir (als Hobby-Trickfilmer) endlich mal After Effects etc. selbst beibringen. Das ist ein cooler Nebeneffekt des Abos.
Ganz schlimm ist aber die Schnüffelei von Adobe bei seinen Kunden. Ich kann jedem Mac-User nur empfehlen, Little Snitch zu installieren, um den Überblick zu behalten, wie oft Adobe-Programme “nach Hause telefonieren”. Es ist erschreckend:
Adobe fragt ab:
– Wann du deinen Rechner hochfährst
– wann du welches Programm startest
– wann du welches Programm beendest
Allein damit haben die schon ein aussagekräftiges Profil über dich bzw. deine Arbeitsweise.
Dazu kommt, dass sie dich natürlich in ihre Cloud locken wollen, z.B. um dort deine Palettenkonfigurationen, deine Grafikbibliotheken etc. abzulegen. Wenn ich beim Kunden in der Agentur sitze und (mit eigenem Notebook) in der Cloud eingeloggt bin, können sie anhand der IP feststellen, wer meine Kunden sind; denn meine Kunden sind natürlich selbst Adobe-User, weshalb deren IP dort bekannt ist. Also kommt zu meinem Profil noch hinzu,
– wann ich zu Hause arbeite
– wann und wie lange ich bei welchem Kunden arbeite
etc. etc.
Deshalb blocke ich mit Little Snitch jedwede Verbindung zu Adobe (“bis zum Neustart verbieten”). Sollte ich doch mal in die Creative Cloud wollen, zB. um nach Updates zu schauen, mache ich nen Neustart, gebe alles frei, und mache danach wieder nen Neustart und arbeite wieder geblockt weiter. So geht’s einigermaßen.
Als Reinzeichner bin ich stark in die Workflows meiner Kunden eingebunden, deshalb kann ich nicht so einfach auf Sketch oder Affinity ausweichen, wie ein Designer. Deshalb ein Hoch auf Little Snitch!