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Logo des G7-Gipfels 2023 in Japan

G7 Gipfel 2023 Japan Logo, Quelle: Außenministerium Japan
G7 Gipfel 2023 Japan Logo, Quelle: Außenministerium Japan

Am kommenden Wochenende kommen die Staats- und Regierungschefs der bedeutendsten Industriestaaten der  Welt im japanischen Hiroshima zum Gipfeltreffen „G7“ zusammen. Das zu diesem Anlass entworfene Logo zitiert eine bedeutende Kunstform der japanischen Kultur. Sichtbar wird dies jedoch erst auf den zweiten Blick.

Nachdem das Gipfeltreffen im vergangenen Jahr in Deutschland (Bayern, Schloss Elmau) statt fand, übernimmt in diesem Jahr Japan die Rolle des Gastgebers. Vom 19. bis 21 Mai 2023 kommen die Staatschefs von Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, des Vereinigten Königreichs und der Vereinigten Staaten zu ihren jährlichen Konsultationen zusammen. Sie tun dies unter einem Zeichen, mit dem Einheit und Verbundenheit vermittelt werden sollen und das Bezug nimmt zur japanischen Faltkunst Origami.

Im vergangen Herbst wurde im Aufrag der japanischen Regierung ein landesweiter Logowettbewerb initiiert, um auf diesem Wege ein Logo für die G7-Veranstaltung zu finden. 854 Entwürfe seien insgesamt eingereicht worden, wie japanische Medien berichten. Letzendlich entschied sich die von der Regierung eingesetzte und vom Creative Director Kashiwa Sato geleitete Kommission/Jury für den Entwurf des Designers Keiichi Kusano (67) aus Nagasaki (Stadt).

G7 Gipfel 2023 Japan Logo Shortlist Einreichungen, Quelle: iza.ne.jp
G7 Gipfel 2023 Japan Logo Einreichungen (Shortlist), Quelle: iza.ne.jp

Das von Kusano entworfene Logo zeigt sieben verschiedenfarbige Blätter Papier, die von einer Büroklammer in Form des Buchstabens „G“ zusammengehalten werden. Die Farben repräsentieren einerseits die Eigenschaften und Traditionen der jeweiligen Länder, gleichsam sollen sie symbolhaft für globale Themen und Herausforderungen stehen, wie der Schöpfer des Logos erklärt.

Auch in einem begleitenden Video in Stop-Motion-Animation wird Bezug auf die Origami-Kunst (jap. „gefaltetes Papier“) genommen.

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Dieser Beitrag hat 8 Kommentare

  1. Puh. Mit der Erklärung kann ich den Bezug zum Origami verstehen, aber irgendwie wollen die zwei Elemente “Stapel” und “Schriftzug” nicht zusammenpassen.
    Die farbigen Rechtecke erwecken bei mir “Bürobedarfsladen”-Vibes; der Goldene Schriftzug will irgendwie ästhetisch nicht ganz dazu passen.
    Insgesamt wirken die Elemente sehr zusammengewürfelt. Als ob man Ursprünglich nur das “G7” geplant hatte, und dann von den Verantwortlichen immer mehr Elemente hinzugefügt wurden. “Das Jahr muss noch drauf!” “Und die Stadt!” “Mehr Japan, wir brauchen eine Sonne!” “Ah, und der Begriff Summit, sonst weiß man nicht, worum es geht!”

    Mir persönlich hätten viele der anderen Logos (z.B. F,G,I,K,M) deutlich besser gefallen. Aber, wie heißt es so schön: Das ist Geschmackssache.

    In diesem Kontext könnte / sollte man wohl auch berücksichtigen, dass die asiatische / japanische Ästhetikvorstellung eine andere ist. Man vergleiche nur japanische Websites mit “westlichen” Angeboten.

  2. Kunde hat sich mal wieder zielsicher für das schlechteste Design entschieden. Das muss man auch erstmal hinkriegen. :) Liebe “I”

    1. Herr Adams gewinnt den Hauptpreis in der Kategorie “Negativ auffallen mit dem sinnlosesten Kommentar”. Glückwunsch an dieser Stelle. :)

  3. Ich hab die Vorschläge jetzt einige Minuten auf mich wirken lassen und muss sagen, dass das Gewählte die Sachlichkeit des Treffens am besten Transportiert.

    Die anderen Einreichungen sind entweder zu verspielt, zu heterogen, zu schlecht “lesbar” oder richtig gut gemacht aber aus der Zeit befallen.

  4. Finde ich dem Anlass entsprechend gut. Evtl. wäre eine G7-Dachmarke sinnvoll. Damit in all diesen Logos zukünftig ein verbindendes Element ist. Das wäre doch ein gutes Zeichen, wenn sich diese 7 Nationen auf ein Logo einigen könnten. Aber wichtiger ist sicherlich die inhaltliche Auseinandersetzung. Aber aus meiner kleinen Blase heraus wäre das ein kleiner Wunsch.

  5. Ich finde seltsamerweise alle Vorschläge ziemlich “unjapanisch”, im Vergleich zu Entwürfen zu Olympia und anderen Events der letzten Jahre. Japanisches Design glänzt ansonsten wohl durch starke Reduktion und klaren Kontrasten. Ich kann mir denken, daß hier versucht wurde, “westlicher” zu wirken? Anders kann ich mir das kaum erklären.

    1. Genau das dachte ich auch. Japan ist eigentlich für sehr gutes Design bekannt.
      Mir gefällt keines der Vorschläge richtig gut. Die sehen so aus als hätte ne Kleinstadt in Deutschland ein Logo Wettbewerb ausgerufen bei dem alle mitmachen durften.

  6. ach guck, Google wollte auch mitmachen (B).
    Auf den ersten Blick hätte mir von der Reduktion Variante (I) gefallen, aber die Friedenstaube – so dringend notwendig deren Botschaft ist – wirkt mit ihrer horizontalen Ausrichtung leicht undynamisch und damit unpassend. Und Origami erkenne ich da gar nicht drin…

    Die gewonnen Variante… Naja. Ich lese erstens G17 und das G wirkt zusammen mit den Origami-Blättern wie eine Büroklammer.

    Man wollte wohl zuviel auf einmal. Ohne die Vorgabe des Bezugs zu Origami wären wohl bessere Entwürfe zustande gekommen…

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