52 Kommentare zu “Hermes Versand – Frischer Wind im Logo

  1. diese Arbeit ist wieder so typisch – vor allem für eine unkompetente Full-Service-Agentur. In den letzten Jahren haben sich die Marketingleiter bei Hermes so kurzfristig die Klinke in die Hand gegeben, denn in diesem Laden wird wenig strategisch gedacht (in den Jahren von 99-05 wurden 10.000 Paketshops eröffnet – seither nur noch 3.000 – davon ein paar in Österreich). Von einer leichten Veränderung kann keine Rede sein – und hier fehlt die Zwischenlösung in der Darstellung. Denn zwischen diesen beiden Lösungen lag noch eine andere. Handwerklich ist das neue „Logo“ stümperhaft, trifft aber den mittelständischen Geist dieses Unternehmens: von Marketing wenig Ahnung. Von bisherigen Markenwerten, Plakativität und Botschaft keine Ahnung. Schon seit längerem beobachte ich, wie Hermes zur BILD-Zeitung der Logistikbranche wird. Ob sich „Logistik Gruppe“ in andere Sprachen übersetzen setzt ist doch total irrelevant. Es ist Bestandteil des Logos und muß daher nicht übersetzt werden. Wichtig ist doch, dass der Kunde „seinen“ Hermes wieder erkennt. Nun wird auf neue Märkte gesetzt und der alte vernachlässigt – die Zukunft ist woanders (im Ostblock weiß man dass Logo sicher zu schätzen – und das Ergebnis einer Marktforschung hängt auch immer von den Fragen und der ausgesuchten Zielgruppe ab – nicht nur Endkunden > auch B2B). Es wäre nicht das erste Unternehmen, dass sich gegen die Wand fährt. Vielleicht sollte man darüber hinaus noch wissen, dass Herr Schneider, GF von Hermes seinerzeit von DHL zu Hermes kam. Er kam, änderte die Schrift in Frutiger (für die, die es nicht wissen: Frutiger ist die Hausschrift von Post und DHL). Jetzt will er international werden. Und killt die Marke. Aber man muss ihm eines zu Gute halten: der Wettbewerb im Premium-Logistik-Segment ist hart umkämpft. Er sucht nun sein Plätzchen im Billig-Segment (waren eh schon immer billiger und langsamer als die Post, DHL, UPS etc. oder andere Versender). Er macht Hermes zum Discounter. Allerdings zu einem Discounter, welcher am POS (nämlich am PaketShop) nicht mehr erkannt wird. Hermes hat nämlich das Rot gekillt. Wer von uns kann an einer Reinigung oder am Zeitschriftenladen neben dem Lotto-Schild dann ein Bübchen-Blau-Hermes Schild sofort erkennen? Er hat noch etwas geschafft: Wenn er und sein Marketingleiter in 1-2 Jahren wieder weg sind, ist Platz für neue Leute und Arbeit für neue Kreative. Also: dran bleiben.

  2. Hm, das neue Logo sagt mir nicht richtig zu. Zum einen gefiel mir die dunkelblaue Typo von der Farbigkeit her besser, zum anderen hätte man aus den alten “Schwingen” mehr raussholen können als das dreiteilige Klingenset, dass jetzt verwendet wird. Ich denke, eine ‘interessante’ Weiterentwicklung des alten Logos wäre besser gewesen.

  3. Ich wusste gar nicht, dass das alte Logo ein Flügel sein soll..
    Das Neue gefällt mir besser, schlecht sind nur die serifen, die in zwei verschiedene Richtungen gehen und der Claim.

  4. Die Akzeptanz des neuen Logos scheint noch nicht einmal innerhalb des Unternehmens durchgesetzt worden zu sein. Bis dato hat Hermes es nicht geschafft, wenigstens die Handvoll PDFs auf der Internetseite mit dem neuen Logo zu versehen (Stichtag war der 1.10.08). Außerdem will man sich mit der Umstellung auf das neue Logo bis in alle Strukturebenen bis 2010 Zeit lassen. Meiner Ansicht nach tut man sich mit dieser Strategie keinen Gefallen.

    Auf die handwerklichen Fehler des Logos wurde ja bereits deutlich eingegangen. Manche Dinge sollte man einfach selbst machen, anstatt sie einem Azubi zu überlassen.

  5. Das Logo sieht modern, fast futuristisch aus, erinnert mich jedoch eher an eine Firma, die Rasierklingen herstellt. Insgesamt blieb beim Logo eine gewisse Grundstruktur erhalten. Von Weitem gesehen denkt man beim Ansehen des Logos grade noch an Hermes.
    Serifen in zwei Richtungen symbolisieren für mich eher eine drehende Bewegung (der weiß nicht wo er hin will) als die Erinnerung an Mythologie. Um diese darzustellen hätte man (ähnlich wie der Götterbote Hermes an den Fersen kleine Flügel hatte) nur unterhalb der Buchstaben Serifen gebraucht.
    Besonders zwischen dem “e” und dem “s” scheint die Spationierung nicht zu stimmen. Aber wie so oft im leben ist vieles Ansichts- und Geschmacksache.
    Der Claim “Weil’s gut ankommt” scheint fast wie ein Eingeständnis, dass die Fracht in der Vergangenheit nicht gut ankam. Wirkt auch etwas zu vorsichtig, als wenn man sich der eigenen Schwächen bewusst wäre.

  6. Ihre Überschrift zeugt von einer richtigen Einschätzung:Hermes Versand.Frischer Wind im Logo. Aber eben nur im Logo.Faire Mitarbeiterkonditionen und ein professionnelles Marketing würde vielleicht Hermes zum Marktführer machen.

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