120 Kommentare zu “Facettenreiches Burghausen

  1. Nur noch das:

    Wenn der Bürger meint, das Logo müsse alles darstellen, was Burghausen ausmacht: Wacker Chemie + lange Burg + Jazz … und alles gleich wichtig … UND sympathisch sein! nun gut.

    Dann kommt so eine Schüler-Collage raus wie:
    Burg von oben, die verschwommen in ein grinsendes Jazzsaxophon übergeht mit einem aufgehendem strahlenden Chemieschlot im Horizont.

    Das kann man nicht wollen, das ist unglaublicher Müll, Salat. Aber anscheinend muss jeder Wutbürger für sich einzeln diese Erfahrung nach stundenlangen fruchtlosen Nächten an Windoof und Word gemacht haben, sonst gibt er keine Ruhe.

    Das ist dem Wut-Bürger aber nicht klar, dass das nicht funktionieren wird. Er bockt, er will Copy-Schnucki, ein paar Facebooker wollen ihre Facebook-Para-Demokratie, der Initiator will Klicks für sein Wochenblatt … denn sie alle haben noch nie ein Logo machen müssen mit derlei kruden, zu vielen und widersprüchlichen Anforderungen. Aber munter daherreden, dass Designer arrogant sind.

    Dann haben wir das, was das Cottbus-Debakel ausgemacht hat: Pizza! Vom Volk! Volkspizza. Die Künstler der Jazz-Szene werdens mit Humor nehmen, hoffe ich, so etwa: „Holy Shit!“

    Das Cottbus-Debakel gibts auf Fontblog.de und auf dem Designtagebuch.de zum Nachlesen.

  2. Es geht nicht darum alles in das Logo zu packen … Es geht darum, dass zumindest mal eine Sache im Logo vorkommt, die etwas mit Burghausen zu tun hat. Über die Salzkristalle/Diamanten brauchen wir nicht zu reden, denke ich. Das ist lächerlich und sicher nicht unter den ersten 50 Sachen die einem zu Burghausen einfallen. Facettenreich ist letzten Endes auch jede Stadt bis auf Pommertsweiler ( Bsp. tut nichts zur Sache).
    Außerdem war bis zu dieser Diskussion hier nie Wut im Spiel. Die entstand einfach dadurch, dass beide Fronten so verhärtet argumentieren.
    Dazu kommt, dass es nicht ganz verständlich ist, warum eine anonyme Umfrage irgendeiner Website die letzte und gültige Entscheidungsinstanz ist und nicht die Meinung der Bürger. (Und sei diese noch so falsch aus Sicht der Profis)

    Und was Mike angeht : Ein wenig Öl muss er ins Feuer gießen … Er ist Journalist. Und er macht das sehr gut. Das muss man ihm lassen ^^
    ( Was nicht heißt, dass durch dieses Öl nicht einige, wenn nicht sogar alle wichtigen Revolutionen der Weltgeschichte ausgelöst wurden, die es uns ermöglichen jetzt vor einem Computer zu sitzen..) Nichts für ungut Mike … mach weiter so!

  3. @Michael (23)

    Burghausen ist weitaus mehr als nur die Burg: die weltweit bekannte und geschätzte Jazzwoche, Industriestandort, Lage an der Salzach, Wacker Burghausen, uvm

    Ist ja alles schön und gut, aber nehmen wir eine Stadt in der Umgebung von Burghausen: Salzburg

    Salzburg ist weitaus mehr als nur die Festung: die weltweit bekannten und geschätzten Salzburger Festspiele, Wirtschaftsstandort, Lage an der Salzach, Red Bull Salzburg, uvm

    Diese Stadt hat auch ihr Wahrzeichen im Logo, aber Burghausen ist ja viel mehr als nur die Burg.

  4. @ BHG C.N.

    Zufällig bin ich gebürtige Salzburgerin. Salzburg legt seit je her sein einziges Hauptaugenmerk auf Festspiele, Mozart, Burg, Altstadt, Historie, Museen … daher ist die Abbildung von Burg und Altstadt mehr als gerecht. Wenn es nach der Bekanntheit ginge, müsste ganz oben voran Mozarts Konterfei runterlächeln. Macht es aber bewusst nicht. Auch wenn manche gern Burghausen mit Salzburg vergleichen wollen, die einzige Gemeinsamkeit besteht in einer Burg …
    Diese in einer Silhouette wiederspiegeln zu lassen ist nun wirklich kein Highlight mehr.

  5. Zum dem neuen Logo von Burghausen.

    Ich würde als außen Ständiger nicht verstehen wenn ich dieses B lese. Wie ich das mit Burghausen verbinden soll da kann ich mir nichts darunter Vorstellen so wie im Wochenblatt geschrieben das man im B Salzkristalle zu sehen sind die an Burghausen Salzhandel und Industrie erinnern sollen. Könnte ich mir nicht vorstellen das man so schnell auf die Idee kommt das das damit gemeint ist.

    Und wählt eine andere Farbe aus dieses helle Orange kommt nicht so toll.

    Meine Meinung nochmal hinsetzen und nochmal bearbeiten.

  6. >Heidi :“ Diese Silhouette wiederspielgen zu lassen ist nun wirklich kein Highlight mehr“

    Und genau das ist meiner Meinung nach die Aufgabe eines guten Designers. Einen Weg finden so etwas einfaches, modern und innovativ in das Logo einzubinden und nicht selbiges dreist von Melbourne abzukupfern. Das zu leugnen erinnert mich eher ein wenig an Karl Theodor zu Guttenberg. Ob das Designtechnisch zu vertreten ist, sich ein anderes Motiv so stark als Vorbild zu nehmen, kann ich nicht beantworten, aber wer dafür (wahrscheinlich relativ viel) Geld bekommt kann das nicht bringen.
    Die Broschüre ist ja wirklich ganz schön, wenn auch etwas übertrieben wurde mit der Länge. Es geht alleine um das Logo.

  7. @ chris: Ob hier von Melbourne abgekupfert kann ich nicht sagen, auch du oder die vielen Kommentatoren nicht. Da würde wohl nur die Agentur selbst Klarheit schaffen können. Allerdings ist eine Burg im Logo, wie schon erwähnt, auch nichts neues und schon tausendfach wie auch immer kopiert worden. Man kann nur draus lernen: Der Mut einen Schritt weiter zu gehen, ist für eine eine Kleinstadt wie Burghausen eigentlich unüblich und deshalb löblich fortschrittlich. „0815“ kann jeder. Aber dazu ließe sich in alle Ewigkeit diskutieren. Das überlasse ich anderen.

  8. @Chris

    Deine Auffassung von den Aufgaben eines Journalisten (Beitrag 72) sind reichlich Besorgnis erregend. Öl ins Feuer zu gießen gehört doch wohl nicht ernsthaft dazu, außer natürlich das Blatt hat gar nicht erst den Anspruch auf eine faire Berichterstattung und ist eher darauf ausgerichtet, Stimmung zu machen oder eine solche für die eigene Auflage zu nützen. Jedenfalls macht der von Dir verteidigte Schreiber auf mich eher den Eindruck eines Trommlers als eines beobachtenden und abwägenden Journalisten. Was er als „Volkes Meinung“ tituliert, ist zunächst und in erster Linie seine eigene.

    Da Du im Sozialkunde-Unterricht aufgepasst hast, weißt Du, dass wir in einer repräsentativen Demokratie leben. Aufgrund einer durchaus tendenziös gestalteten Facebook-Umfrage (Deines Erachtens ja die Meinung „der Bürger“) zu erwarten, dass demokratisch legitimierte Entscheidungen von den gewählten Volksvertretern nun wieder zurückgenommen und womöglich einer Basisdiskussion zugeführt werden, ist etwas übereifrig und würde wohl nie zu einem wirklich befriedigenden Ergebnis führen. Meines Erachtens schmoren die Kritiker auf Facebook etwas zu sehr im eigenen Saft; wenn ich mich so umhöre, habe ich jedenfalls nicht den Eindruck, dass der Burghauser an und für sich gar nicht anders kann, als das neue Logo zu hassen.

    Und überhaupt: Jahrelang hat sich niemand über das alte und v. a. altbackene Burghauser Bieder-Logo aufgeregt. Jetzt haben wir eins, das zumindest Professionalität ausstrahlt, in ein in sich stimmiges Konzept eingebunden ist und dem Image eines über weite Strecken des Jahres verschlafenen Provinz-Puppenstübchens (hübsch eingerichtet, stimmungsvoll beleuchtet, aber irgendwie nix los) entgegensteuert. Heimatgefühl entsteht ja nicht nur aus der Bewahrung der Vergangenheit. Zumindest nicht für mich. Und ob das neue Logo auf Dauer einen Wiedererkennungs- oder Identifikationseffekt haben wird, das wird sich erst mittelfristig zeigen. Auch Frank M. Robinson hat vor 125 Jahren wohl nicht gewusst, dass sein Coca-Cola-Schriftzug heute eines der bekanntesten Logos der Welt ist. Man muss dem Neuen auch einfach mal eine Chance geben.

    Frohes Fest!

  9. Ich poste mal das Bild aus der Burghauser Gruppe. Das obige Bild geht nicht konkret genug auf die Übereinstimmungen ein. (Die Hochzahlen verbinden die gleichen Designs)
    Muss jeder selber entscheiden, ob da gekupfert wurde…

    Und natürlich würde man bei einer Änderung am Logo auch etwas an dem ganzen Konzept ändern müssen, aber ich denke das ist erstens allen klar und zweitens geht es ja nicht darum, etwas komplett anderes zu nehmen. Ich finde sowohl die Farben und eventuell auch die feinen, extra ausgearbeiteten und genialen „Salzstrukturen“ könnten bleiben, wenn man noch etwas Bezug zur Stadt herstellen könnte.

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