120 Kommentare zu “Facettenreiches Burghausen

  1. Das Logo ist grausam und passt einfach nicht zur Stadt.
    Die Broschüre ist gestalterisch gut, nur dass man die Länge der Burg auf andere Bereiche in fast schon lächerlicher weise transferriert gefällt mir gar nicht.

  2. Das Logo erinnert mich daran, wie ich mein erstes Geodreieck bekommen habe… Man hätte für eine Stadt die nicht gerade 08/15 ist schon mehr Kreativität für das Logo erwartet. Dieses Logo spiegelt auf keinster Weise die Stadt – man hat dadurch keinen bezug zu ihr- daher verstehe ich auch nicht ganz wie man zu diesem Design kommen konnte – rote Dächer hat jedes Dorf…

  3. Also für mich sieht das alles sehr »Melbourne City« inspiriert aus. Nur nicht konsequent angewendet: Was bei dem Logo noch sehr offen und zeitgemäß daherkommt, steht in starkem Kontrast zu den angewendeten Medien. Plakate, Broschüre etc. sehen doch arg bieder aus. Ganz zu schweigen von einer durchgängigen Typografie. Warum bekommen Logo und Headline unterschiedliche Schriften zugewiesen? Und warum werden aus den kristallinen Formen plötzlich Pfeile?!

    Eindeutig Daumen runter!


  4. @Mike Schmitzer
    Nix für Ungut, aber das Lou Bega-Cover ist nun wirklich keine designerische Meisterleistung!

    Im Gegenteil, DAS ist genau das Problem an der Sache. Ich gehe davon aus, dass 90% der Kritiker Personen sind, die “grafisch nicht völlig unbeleckt” sind, aber eine Arial Narrow nicht von einer Univers Condensed unterscheiden können. Aber mal schön eine solide Arbeit bashen. Gratuliere!

  5. @Jörg: Zumindest scheint es den Massengeschmack getroffen zu haben, soweit man ein Cover als verkaufsfördernd für ein Produkt ansehen kann. Im Übrigen will ich mich hier nicht als Designer verstanden wissen, ist lange her. Ich bin Journalist. Und es geht auch nicht um mich. Dass ein Verriss meiner früheren Arbeiten auf mein Posting folgt, war schon klar. Apropos Font: ich würde sagen, die verwendete Burghausen-Logo-Schrift ist die Terra Semi Slab Medium … ;-)

  6. Hab mir mal die Debatte auf facebook angeschaut – uiui: Der “kleine Mann”, der einfache Bürger wird nicht gefragt und die elitären Designer und die Stadtoberen entscheiden einfach über sie hinweg! Und was da wieder für Massen an Geld zum Fenster rausgeschmissen werden! Versammeln sich bald die Wutbürger um die Auslieferung der neuen Imagebroschüren zu verhindern? Mir schwant ein “B21” für die Designerwelt – nur ist der Bahnhof diesmal ein Logo ;-) Da wird wohl ein Workshop und eine Mediation fällig – vielleicht kann man ja mit einem Kompromissvorschlag das Logo retten?

    Naja, Spaß beiseite. Anscheinend klafft ja hier die überwiegende Meinung der Fachwelt und die überwiegenden Meinung der Otto-Normal-Verbraucher stark auseinander. Wie soll man als Designer damit umgehen? Mit den Entscheidern (Bürgermeister etc.) wurde ja alles zur Zufriedenheit abgestimmt. Zurecht wurde ja oft genug schon darauf verwiesen, dass Design (oder war es nur die Kunst?) nicht demokratisierbar ist. Aber ignorieren kann man Volkes Stimme ja auch nicht einfach? Oder doch, weil knapp 400 Facebooknutzer nicht Burghausen sind und die Kritiker immer erstmal die Debatte dominieren? Weiß da jetzt auch nicht so direkt eine Antwort drauf. Vielleicht jemand anderes?

    @Achim: Das Thema (im allgemeinen, nicht nur im Bezug auf Burghausen) würde mich echt mal interessieren – vllt. wäre ja sowas einen eigenen Artikel wert?

  7. Der Beitrag von Krisi gefällt mir, Aber des Logo, kannst ins Wasserclosett werfen, musst nur aufpassen das es nicht übergeht, vor Brechreitz. Ich Liebe mein Burghausen.

  8. Ich [ ja… einer der hier titulierten “Kleinbürger” aus der Peripherie ]
    finde das Logo in erster Linie gut, allerdings nicht für die Stadt Burghausen. Ich denke Design Fachleute aus ganz Deutschland haben nicht zu entscheiden, ob die Bürger das Logo gut finden, oder nicht. Deswegen ist es meiner Meinung nach geradezu unverschämt, dass die Verantwortlichen diesen Weg gewählt haben, um Argumente gegen die eigenen Bürger zu finden.
    Natürlich werden immer Kommentare folgen, dass wir Kleinbürger keine Ahnung haben, aber ich denke auch das haben Design Fachleute nicht zu Entscheiden.
    Zur Erklärung eine kleine Metapher: Würden die Herren und Damen Designer auch Kleidungsstücke aus der Modekollektion von Karl Lagerfeld tragen? Er ist zweifelsfrei ein Profi auf seinem Gebiet und modern sind die Klamotten auch, aber für einen normalen Menschen sind Sie nichts. Es darf ausgefallen und modern sein, aber anziehen will sich jeder selber ohne das ganz Deutschland darüber abstimmt. Deswegen sollten auch nur Burghauser – in welcher Form auch immer – über das Logo und auch das ganze Konzept entscheiden.

    Zur eigentlichen Thematik :
    Die Sache mit den Salzkristallen ist meiner Meinung nach an den Haaren herbeigezogen. Das hat man sich zu 99,9% erst nach der Kopie des Melbourne Logos ausgedacht ,um das Mosaik sinnvoll zu begründen. Deswegen hat das Logo, bis auf den Anfangsbuchstaben, nichts mit Burghausen zu tun. Außerdem ist die Sache mit der Länge klar überreizt und peinlich. Die Farben sind zwar schön und die Idee mit den unterschiedlich farbigen Logos sind nicht schlecht, aber für eine historische Kleinstadt ist das einfach nichts.

  9. Also ich bin ebenfalls aus der Gegend und muss sagen, dass diese Logo überhaupts nicht die Stadt widerspiegelt. Dieses Logo spiegelt eine Stadt wider, die rein gar nichts zu bieten hat. Burghausen ist aber keine Stadt wie Starnberg (nichts gegen diese Bürger aber geschichtlich ist diese Stadt einfach eine 0).
    Burghausen hat eine mittelalterliche Geschichte durch die längste Burg der Welt.
    Außerdem finden zahlreiche Jazzevents jährlich statt, wo auch “Stars” den Weg nach Burghausen finden. Und nicht zu vergessen ist Burghausen durch große Firmen wie Wacker und OMV auch recht wohlhabend.
    Aber nichts wird auf dem Logo gezeigt.
    Es ist nur ein für mich jedenfalls unpassendes Remake des Melbourne Logos und was eigenes hätten die Bürger und die Region doch verdient oder sind die “allwissenden” Designer nicht dieser Ansicht?
    Ich mein, wer zahlt für eine Kopie sehr viel Geld? (und mehr ist es einfach nicht, denn so schwer kann es nicht sein, aus einem M ein B zu machen)

    und zu dem Logo zur CD von Lou Bega: Ihr müsst doch solche Sachen im Kontext sehen. Wenn dies das Logo einer Hiphop CD wäre, dann wäre es fehl am Platz, aber für die Single von Lou Bega ist es perfekt harmonisch und passend. Und sie spricht einen gleich an. Wer natürlich den Song nicht gut findet, der wird auch nicht das Logo mögen usw.

    Aber alles in allem steht doch die designtechnische Fertigkeit der Künstler außer Frage, aber es muss einfach zu dem gewählten Thema passen. Und das Burghauser Logo passt eben nicht zu der Stadt Burghausen sondern würde als S wie oben erwähnt gut zu einer Stadt wie Starnberg passen. Lg

  10. @Mike Schmitzer

    Ich antworte Ihnen zwischen den Zeilen.
    > ihre Unterstellungen, ich als Redakteur hätte irgendwelche Stimmen auf
    > facebook zusammengetrommelt, ist schlichtweg unwahr. Wie sollte das gehen?
    Ich unterstelle nicht, sondern schreibe, dass Sie eine Befragung durchgeführt haben. „Zusammentrommeln“ als Synonym für „zusammengetragen“ bezieht sich auf die Art und Weise wie die Befragung erfolgt. Weder die von Ihnen gewählte Fragestellung: „Soll die Stadt Burghausen ein neues Logo in Auftrag geben, das sympathisch wirkt und die Burg als Wahrzeichen miteinbezieht?“, noch die Antwortmöglichkeiten: „JA – das neue Logo finde ich hässlich“, „Nein – das neue Logo ist doch klasse“ „Ist mir völlig egal“ kann mal als neutral bezeichnen. Mit der Rhetorik lenken Sie – offenbar unbewusst – die Antworten in eine ganz bestimmte Richtung. Für diese Art von Umfrage ist „Zusammentrommeln“ eine, wie ich finde, treffende Bezeichnung.

    > Wir haben lediglich auf unserer Burghausen-facebook-Seite “I mog Burghausen” die
    > Frage gestellt, wie das Logo gefällt. Niemand in unserer Redaktion hätte mit
    > einer derartig heftigen Reaktion zu Ungunsten des Logo gerechnet! Glauben Sie
    > es, oder glauben Sie es nicht.
    Mit den von Ihnen zwischenzeitlich eingestellten Verweise auf andere, vom Duktus ähnlichen Stadtlogos wie z.B. das der Stadt Lichtenfels, in dem eine Häuser-Silhouette zu sehen ist, beeinflussen Sie zusätzlich das Umfrageergebnis. Verwunderlich ist nur, dass Sie vorgeben, das Ergebnis würde Sie verwundern. Sie gießen wortwörtlich „Öl ins Feuer“ und wundern sich, wenn die Hütte brennt.

    > Im Gegensatz dazu behaupte ich, dass Sie es
    > sind, der sich hier in diesem angeblich neutralen Forum zu sehr aus dem
    > Fenster lehnt für die (befreundete???) Matern-Agentur, wie man aus all ihren
    > Kommentierungen ablesen kann.
    Es gab und gibt zum Büro Matern, abgesehen von der Anfrage der Pressemappe, keinerlei Kontakt. Das schreibe ich nicht etwa, weil ich mich in der Situation sehe, mich erklären zu müssen, sondern um Ihnen zu verdeutlichen, dass Sie im Deuten meiner Kommentare gänzlich am Ziel vorbeigeschossen haben.

    > Sollten Sie als Seitenbetreiber nicht neutraler sein?
    Warum sollte ich neutral sein? Und überhaupt… warum „sollte“ ich? Ich bemühe mich stets um eine größtmögliche Objektivität, zur Neutralität sehe ich mich allerdings nicht verpflichtet. Im Gegenteil. Stellung zu beziehen halte ich für ganz wesentlich.

    > Soweit ich das überblicken kann, ist dieses Voting das einzige dieser
    > Art auf Ihrer Seite?
    Sicher nicht. Wenn Sie dem dem Stichwort Umfrage folgen, werden Sie fündig.

    > Wollten Sie dazuhelfen, ein Gegengewicht zu der
    > facebook-Umfrage zu erstellen.
    Ja, das war mir, offen gesagt, ein echtes Bedürfnis. Schon allein, um Ihre Berichterstattung, für die mir kein anderes Wort einfällt als „tendenziös“, nicht so alleine im Netzraum herumstehen zu lassen.

    > Die Tourismus-Chefin jedenfalls zieht dieses
    > Register. Für mich haben weder die Kommentare hier, noch das Voting eine
    > Aussagekraft, denn theoretisch könnten sich die Befürworter (und/oder Macher)
    > des Logos hier mehrfach unter falschem Namen anmelden und lobhudeln.
    Ausschließen lässt sich das nicht. Eine Manipulation halte ich allerdings für höchst unwahrscheinlich.

    > Und im
    > Gegensatz zu einer facebook-Umfrage, bei welcher nur einmal namentlich gevotet
    > werden kann, besteht hier ganz leicht die Möglichkeit der Manipulation – mit
    > wenigen PC-Kenntnissen.
    Ich könnte jetzt darauf hinweisen, dass sich selbstverständlich auch Facebook-Accounts fälschen lassen, was in diesem Fall wenig von Belang wäre, weil ich keinen Zweifel habe, dass die auf „I mog Burghausen“ abgegebenen Stimmen allesamt echt sind.
    Ich denke, Ihre Verschwörungstheorie macht es jetzt nicht wirklich besser, weder die Diskussion, noch Ihren Kommentar.

    > Ich bin übrigens grafisch nicht völlig unbeleckt und
    > hatte jahrlang eine sehr erfolgreiche Musikdesign-Agentur. Unter anderem
    > zeichnete unsere Firma verantwortlich für das Cover des Welthits “Mambo No. 5
    > von Lou Bega” und das Artwork vieler weiterer erfolgreicher Schallplatten, CDs
    > und Blu-Ray-Discs.
    Der Song war wohl ein großer Hit.

    > Also stellen Sie bitte nicht die Burghauser als Dorfdeppen
    > hin, die kein gutes Design zu schätzen wissen.
    Bei der einleitenden Formulierung im Artikel beziehe ich mich auf die der Facebook-Umfrage anhängigen gut 180 Kommentare. „Dorfdeppen“ kommt darin nicht vor, weder sichtbar noch zwischen den Zeilen.

    > Es ist doch ganz einfach: Ein
    > gutes Logo muss bei den Bürgern das Gefühl der Identifikation wecken. Und das
    > schafft dieses Logo nicht.
    Da würde ich Ihnen unter Vorbehalt sogar zustimmen. Ich würde lediglich „auch“ ergänzen, denn eine Ausschließlichkeit solch einer Bedingung gibt es nicht.

    > Und eine historische Stadt wie Burghausen wäre gut
    > beraten, in ihrem Logo den Eindruck zu vermitteln, dass es sich aus
    > touristischer Sicht lohnt, die Stadt zu besuchen. Und meinetwegen gerne durch
    > eine stilisierte Abbildung der Burg.
    Das was Sie „beraten“ nennen klingt in meinen Ohren eher wie eine Drohung. Es ist doch so: Die Stadt hat sich von Experten beraten lassen und das Ergebnis dieser Tage vorgestellt. Diese Art der Beratung perse zu übergehen, ist ebenso falsch, wie die Annahme, Stadtlogos müssten stets die Sehenswürdigkeiten einer Stadt darstellen.

    > Wenn sich hier Designer für ihre Arbeit
    > gegenseitig auf die Schultern klopfen, dem “kleinen Manne” das Logo aber
    > missfällt, dann hat der Grafiker seinen Job nicht richtig gemacht.
    Diese Korrelation ist mir zu eindimensional. Die in diesem Fall entstandene Kluft rührt vor allem daher, da offenkundig „der Grafiker“ seinen Job anders gemacht hat, als sich dies der „kleine Manne auf Facebook“ vielleicht gewünscht hätte.

    > Wenn ein
    > Logo 20 Minuten erklärt werden muss, dann hat es seinen Zweck verfehlt. Punkt.
    20 Minuten sind dafür nicht erforderlich. Das geht in einem Satz. Die Bildmarke „B“ setzt sich aus zahlreichen Dreiecken zusammen, die die Facetten der Stadt zum Ausdruck bringen. Auch wenn die Herleitung nicht immer schlüssig ist – siehe Anmerkungen in Bezug auf kristaline Strukturen – die Gestaltung ist gefällig.
    Ich würde stattdessen formulieren: Wenn ein Stadtlogo ausschließlich eine einzelne Sehenswürdigkeit darstellt, hat es seine Bestimmung, die mehr als nur einen einzigen Zweck kennt, verfehlt.

    > Im Übrigen gefällt mir die Imagebroschüre mit dem XXL-Thema sehr gut.
    Da wären wir schon einmal Zwei.

    > Ok, ich
    > finde die schmalen Überschriften typografisch nicht passend zu dem Rest, aber
    > damit könnte ich leben. Sagen Sie mir aber bitte, wo sich dieses XXL-Thema im
    > Logo widerspiegelt?
    Auch hier wird dem Logo eine zu große Last aufgeschultert. Es ist nicht erforderlich, denn geschweige möglich, dass ein Logo Bezug zu Allem und Jedem nimmt. Um sich in den Köpfen der Menschen festsetzen zu können, muss ein Logo das Gegenteil leisten, es muss konkret werden.

    > Das sind doch zwei völlig eigenständige Konzepte die
    > nichts miteinander zu tun haben!
    Logogestaltung und Fotografie sind auch zwei eigenständige Disziplinen. Auch die Anforderungen und Aufgaben unterscheiden sich.

    > Im Übrigen – gern geschehen, dass Ihre Seite
    > durch unsere Diskussion mal ordentlich Zugriffe bekommt.
    Über Wochenblatt.de kamen laut Statistik in den vergangenen Tagen 25 Besucher. Über die Facebook-Fanpage „I mog Burghausen“ dürften es ein wohl paar mehr sein, was sich nicht sagen lässt, da die Facebook-Daten aggregiert sind. Wie dem auch sei, einen sichtbaren Zuwachs konnte ich nicht feststellen.

    Die Sache ist doch die: während ich mich eindeutig als Fürsprecher der Gestaltung zu erkennen gebe, versuchen Sie ihre Abneigung in Bezug auf das neue Logo, die bereits zum Zeitpunkt Ihrer Facebook-Befragung zu Tage tritt, zu bestreiten, was angesichts von Titeln wie “Hass-Logo” und der Verbreitung falscher Tatsachen (“99%”) schwerlich gelingen wird. Ihre 200 Kommentare auf Facebook sind weder Volkes Meinung, noch sind sie repräsentativ. Im Gegensatz zu Ihnen versuche ich nicht, die hier im dt abgegebenen Stimmen als solche zu verkaufen und diesen mehr Aufmerksamkeit zu schenken als sie es verdienen. Nicht die Anzahl der Stimmen und Kommentare sind entscheidend, sondern die Argumente.

  11. Nur noch das:

    Wenn der Bürger meint, das Logo müsse alles darstellen, was Burghausen ausmacht: Wacker Chemie + lange Burg + Jazz … und alles gleich wichtig … UND sympathisch sein! nun gut.

    Dann kommt so eine Schüler-Collage raus wie:
    Burg von oben, die verschwommen in ein grinsendes Jazzsaxophon übergeht mit einem aufgehendem strahlenden Chemieschlot im Horizont.

    Das kann man nicht wollen, das ist unglaublicher Müll, Salat. Aber anscheinend muss jeder Wutbürger für sich einzeln diese Erfahrung nach stundenlangen fruchtlosen Nächten an Windoof und Word gemacht haben, sonst gibt er keine Ruhe.

    Das ist dem Wut-Bürger aber nicht klar, dass das nicht funktionieren wird. Er bockt, er will Copy-Schnucki, ein paar Facebooker wollen ihre Facebook-Para-Demokratie, der Initiator will Klicks für sein Wochenblatt … denn sie alle haben noch nie ein Logo machen müssen mit derlei kruden, zu vielen und widersprüchlichen Anforderungen. Aber munter daherreden, dass Designer arrogant sind.

    Dann haben wir das, was das Cottbus-Debakel ausgemacht hat: Pizza! Vom Volk! Volkspizza. Die Künstler der Jazz-Szene werdens mit Humor nehmen, hoffe ich, so etwa: “Holy Shit!”

    Das Cottbus-Debakel gibts auf Fontblog.de und auf dem Designtagebuch.de zum Nachlesen.

  12. Es geht nicht darum alles in das Logo zu packen … Es geht darum, dass zumindest mal eine Sache im Logo vorkommt, die etwas mit Burghausen zu tun hat. Über die Salzkristalle/Diamanten brauchen wir nicht zu reden, denke ich. Das ist lächerlich und sicher nicht unter den ersten 50 Sachen die einem zu Burghausen einfallen. Facettenreich ist letzten Endes auch jede Stadt bis auf Pommertsweiler ( Bsp. tut nichts zur Sache).
    Außerdem war bis zu dieser Diskussion hier nie Wut im Spiel. Die entstand einfach dadurch, dass beide Fronten so verhärtet argumentieren.
    Dazu kommt, dass es nicht ganz verständlich ist, warum eine anonyme Umfrage irgendeiner Website die letzte und gültige Entscheidungsinstanz ist und nicht die Meinung der Bürger. (Und sei diese noch so falsch aus Sicht der Profis)

    Und was Mike angeht : Ein wenig Öl muss er ins Feuer gießen … Er ist Journalist. Und er macht das sehr gut. Das muss man ihm lassen ^^
    ( Was nicht heißt, dass durch dieses Öl nicht einige, wenn nicht sogar alle wichtigen Revolutionen der Weltgeschichte ausgelöst wurden, die es uns ermöglichen jetzt vor einem Computer zu sitzen..) Nichts für ungut Mike … mach weiter so!

  13. @Michael (23)

    Burghausen ist weitaus mehr als nur die Burg: die weltweit bekannte und geschätzte Jazzwoche, Industriestandort, Lage an der Salzach, Wacker Burghausen, uvm

    Ist ja alles schön und gut, aber nehmen wir eine Stadt in der Umgebung von Burghausen: Salzburg

    Salzburg ist weitaus mehr als nur die Festung: die weltweit bekannten und geschätzten Salzburger Festspiele, Wirtschaftsstandort, Lage an der Salzach, Red Bull Salzburg, uvm

    Diese Stadt hat auch ihr Wahrzeichen im Logo, aber Burghausen ist ja viel mehr als nur die Burg.

  14. @ BHG C.N.

    Zufällig bin ich gebürtige Salzburgerin. Salzburg legt seit je her sein einziges Hauptaugenmerk auf Festspiele, Mozart, Burg, Altstadt, Historie, Museen … daher ist die Abbildung von Burg und Altstadt mehr als gerecht. Wenn es nach der Bekanntheit ginge, müsste ganz oben voran Mozarts Konterfei runterlächeln. Macht es aber bewusst nicht. Auch wenn manche gern Burghausen mit Salzburg vergleichen wollen, die einzige Gemeinsamkeit besteht in einer Burg …
    Diese in einer Silhouette wiederspiegeln zu lassen ist nun wirklich kein Highlight mehr.

  15. Zum dem neuen Logo von Burghausen.

    Ich würde als außen Ständiger nicht verstehen wenn ich dieses B lese. Wie ich das mit Burghausen verbinden soll da kann ich mir nichts darunter Vorstellen so wie im Wochenblatt geschrieben das man im B Salzkristalle zu sehen sind die an Burghausen Salzhandel und Industrie erinnern sollen. Könnte ich mir nicht vorstellen das man so schnell auf die Idee kommt das das damit gemeint ist.

    Und wählt eine andere Farbe aus dieses helle Orange kommt nicht so toll.

    Meine Meinung nochmal hinsetzen und nochmal bearbeiten.

  16. >Heidi :” Diese Silhouette wiederspielgen zu lassen ist nun wirklich kein Highlight mehr”

    Und genau das ist meiner Meinung nach die Aufgabe eines guten Designers. Einen Weg finden so etwas einfaches, modern und innovativ in das Logo einzubinden und nicht selbiges dreist von Melbourne abzukupfern. Das zu leugnen erinnert mich eher ein wenig an Karl Theodor zu Guttenberg. Ob das Designtechnisch zu vertreten ist, sich ein anderes Motiv so stark als Vorbild zu nehmen, kann ich nicht beantworten, aber wer dafür (wahrscheinlich relativ viel) Geld bekommt kann das nicht bringen.
    Die Broschüre ist ja wirklich ganz schön, wenn auch etwas übertrieben wurde mit der Länge. Es geht alleine um das Logo.

  17. @ chris: Ob hier von Melbourne abgekupfert kann ich nicht sagen, auch du oder die vielen Kommentatoren nicht. Da würde wohl nur die Agentur selbst Klarheit schaffen können. Allerdings ist eine Burg im Logo, wie schon erwähnt, auch nichts neues und schon tausendfach wie auch immer kopiert worden. Man kann nur draus lernen: Der Mut einen Schritt weiter zu gehen, ist für eine eine Kleinstadt wie Burghausen eigentlich unüblich und deshalb löblich fortschrittlich. “0815” kann jeder. Aber dazu ließe sich in alle Ewigkeit diskutieren. Das überlasse ich anderen.

  18. @Chris

    Deine Auffassung von den Aufgaben eines Journalisten (Beitrag 72) sind reichlich Besorgnis erregend. Öl ins Feuer zu gießen gehört doch wohl nicht ernsthaft dazu, außer natürlich das Blatt hat gar nicht erst den Anspruch auf eine faire Berichterstattung und ist eher darauf ausgerichtet, Stimmung zu machen oder eine solche für die eigene Auflage zu nützen. Jedenfalls macht der von Dir verteidigte Schreiber auf mich eher den Eindruck eines Trommlers als eines beobachtenden und abwägenden Journalisten. Was er als “Volkes Meinung” tituliert, ist zunächst und in erster Linie seine eigene.

    Da Du im Sozialkunde-Unterricht aufgepasst hast, weißt Du, dass wir in einer repräsentativen Demokratie leben. Aufgrund einer durchaus tendenziös gestalteten Facebook-Umfrage (Deines Erachtens ja die Meinung “der Bürger”) zu erwarten, dass demokratisch legitimierte Entscheidungen von den gewählten Volksvertretern nun wieder zurückgenommen und womöglich einer Basisdiskussion zugeführt werden, ist etwas übereifrig und würde wohl nie zu einem wirklich befriedigenden Ergebnis führen. Meines Erachtens schmoren die Kritiker auf Facebook etwas zu sehr im eigenen Saft; wenn ich mich so umhöre, habe ich jedenfalls nicht den Eindruck, dass der Burghauser an und für sich gar nicht anders kann, als das neue Logo zu hassen.

    Und überhaupt: Jahrelang hat sich niemand über das alte und v. a. altbackene Burghauser Bieder-Logo aufgeregt. Jetzt haben wir eins, das zumindest Professionalität ausstrahlt, in ein in sich stimmiges Konzept eingebunden ist und dem Image eines über weite Strecken des Jahres verschlafenen Provinz-Puppenstübchens (hübsch eingerichtet, stimmungsvoll beleuchtet, aber irgendwie nix los) entgegensteuert. Heimatgefühl entsteht ja nicht nur aus der Bewahrung der Vergangenheit. Zumindest nicht für mich. Und ob das neue Logo auf Dauer einen Wiedererkennungs- oder Identifikationseffekt haben wird, das wird sich erst mittelfristig zeigen. Auch Frank M. Robinson hat vor 125 Jahren wohl nicht gewusst, dass sein Coca-Cola-Schriftzug heute eines der bekanntesten Logos der Welt ist. Man muss dem Neuen auch einfach mal eine Chance geben.

    Frohes Fest!

  19. Ich poste mal das Bild aus der Burghauser Gruppe. Das obige Bild geht nicht konkret genug auf die Übereinstimmungen ein. (Die Hochzahlen verbinden die gleichen Designs)
    Muss jeder selber entscheiden, ob da gekupfert wurde…

    Und natürlich würde man bei einer Änderung am Logo auch etwas an dem ganzen Konzept ändern müssen, aber ich denke das ist erstens allen klar und zweitens geht es ja nicht darum, etwas komplett anderes zu nehmen. Ich finde sowohl die Farben und eventuell auch die feinen, extra ausgearbeiteten und genialen “Salzstrukturen” könnten bleiben, wenn man noch etwas Bezug zur Stadt herstellen könnte.

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