120 Kommentare zu “Facettenreiches Burghausen

  1. Das neue Logo ist sicher sehr attraktiv und modern. Auch die Gedanken, die zu diesem Logo führten, sind nachvollziehbar.
    Ob sich Touristen von diesem „B“ beeindrucken bzw. anziehen lassen, wage ich zu bezweifeln. Die Burg ist nun einmal das Wahrzeichen von Burghausen und der Anziehungspunkt für Besucher. Ich finde, diese wunderschöne Stadt kann man nicht einfach mit einem Buchstaben (plus Nebensatz) abspeisen. Die Burg ist ein „Muss“ in einem neuen Logo. Das Bild prägt sich ein. Ein Buchstabe – und sei er auch noch so interessant gestaltet – kann für viele Dinge stehen, aber nicht für die Stadt mit der längsten Burganlage der Welt.

  2. Rein gestalterisch sieht es ja ordentlich aus. Es wäre allerdings viel mehr drin gewesen:
    Das B (Logo) ist zu beliebig. Es ist schade, denn die Stadtansicht (bzw. Grundriss) ist grafisch hochinteresant, hat einen großen Wiedererkennungswert und ergibt, wenn man den Fluss und den See als Trennlinie nimmt ein kleines „b“.
    Mich stört, daß die Elemente auf den Anzeigen ganz anders sind als im Signet. Das Melbourne „M“, was ja sicherlich als Vorbild gedient hat, verändert sich bei verschiedenen Themen nicht nur in der Farbe, sondern auch in der Form.
    Das Melbourne Grundprinzip finde ich unbedingt gut und nachahmenswert, gerade für Gemeinden. Aber bitte eigenständig!

  3. @elli: „Die Burg ist ein “Muss” in einem neuen Logo“

    Da muss ich Dir leider wiedersprechen. Dann müsste Paris auch den Eiffelturm, Dresden den Zwinger, Pisa den schiefen Turm usw. im Logo haben. Ich finde nichts langweiliger als diese 0815 Logos die versuchen mit einer Sehenswürdigkeit zu punkten. Burghausen ist weitaus mehr als nur die Burg: die weltweit bekannte und geschätzte Jazzwoche, Industriestandort, Lage an der Salzach, Wacker Burghausen, uvm. Diese Vielfältigkeit finde ich sehr gut gelöst in dem neuen Logo.

  4. Fand das Logo gut, aber die Broschüre, ich weiß nicht, alles ist jetzt extralang, extragut? In was für ein Raster wird man da eigentlich gepresst. Die Stadt wird zu irgendeinem billigen Witz. Am besten auch noch das Lächeln extrahoch antackern.

  5. Ich frage mich, mit wievielen Accounts sich hier die Werbeagentur selbst auf die Schultern klopft und mit welchen Tricks das Voting gepusht wird? Einige Zitate hier riechen schon ziemlich nach Eigenlob.

  6. Schön das hier einige wieder nichts bessere zu tun haben, als irgendwelche Vergleiche (Melbourne, Novum) zu posten. Mal drüber nachgedacht das die beiden Gestaltungen auch nur schon längst bestehende Prinzipien adaptieren.

  7. Postrationalisiertes melbourne Lookalike.
    Und die ganze gestaltung ist immer „eins zu viel“.
    Mehr ist mehr: trifft hier leider nicht zu!

  8. Auf den ersten Blick ist das eine der schlüssigsten Zeichenherleitungen, insbesondere für Städte, die ich seit langem gesehen habe. Erst der Kristall (man lernt etwas über die Historie der Stadt), dann die Dächer (man lernt etwas über die Architektur), später die Länge der Burg …
    Und dann beginnen Fragen: Der Kristall, der typisch für Diamanten und eben nicht für Salz ist, die Dächer, die im Logo Pyramidendächer darstellen, also lauter Türme mit quadratischem Grundriss, wovon es in Burghausen kaum welche gibt. Schließlich noch die Burg, die kurzerhand in ein Kommunikationskonzept verwoben wird, also dem Logo direkt auch nicht hilft.

    Burghausen verdankt seinen Wohlstand nicht EINEM Salz, sondern DEM Salz, und das ist NaCl – und das hat ausgerechnet eine ganz typische andere Struktur, siehe auch dieser Artikel zum Logo der Leuphania (Hochschule) – wiewohl ich damit das Leuphania-Logo nicht über den Klee gelobt haben möchte.

    Im Ergebnis ein Zeichen, das zwar auf den ersten Blick vieles richtig macht, auf den zweiten aber eine falsche Geschichte erzählt. Wenn Designer aber eine Geschichte erzählen, sollte sie gut recherchiert sein, sonst kratzt das nämlich an unser aller Berufsbild.

    Schade, dass für mich nach anfänglicher Begeisterung unterm Strich – nur ein bei aller Ambition modisch-zackiges, „facettenreiches“ B bleibt (siehe Pressemitteilung). Und „Facettenreichtum beschreibt nun ausgerechnet nicht die Typik, die Burghausen vorweisen sollte.

    PS: Schade im übrigen auch, dass sich die öffentliche Diskussion, die im Ort fahrlässig angestoßen wurde, auf gänzlich subjektive, befindliche Privaturteile stützt. Das hat diese Arbeit, bei aller Kritik, nicht verdient! Beitrag 16 zeigt, was Volkes Stimme will – und davon ist diese Arbeit handwerklich und konzeptionell meilenweit entfernt.

  9. Diamanten als Symbol für Burghausen, weit hergeholt. Salz gibt es seit Jahrhunderten nicht mehr und Salz sieht auch anders aus. Kristalle der Chemie zuzuschieben ist ja technisch auch totaler Unsinn. Da könnte man alles nehmen da die Produkte jede Stoffform annehmen Flüssig, Monokristallin und vermutlich eher selten Kristalle sind.

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