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Facebook erfüllt unsere Erwartungen, oder etwa nicht?

Facebook neues Design

Nach einer mehr-wöchigen Übergangsphase stellt Facebook im Laufe des Tages nun alle Profilseiten und Fanpages auf ein neues Design um. Innerhalb eines Rundgangs werden die Neuerungen erklärt, so auch die neue Position der Hauptnavigation. Statt vertrauter horizontal angeordneter Reiternavigation, befindet sich nun unterhalb des Profilbildes eine mit Icons versehene Linkliste. Da das Profilbild maximal 540 Pixel hoch sein kann, rückt die Hauptnavigation damit auf vielen Seiten aus dem zentralen Blickfeld.

Facebook erklärt, die neue Position entspräche der Erwartungshaltung der Nutzer. Angesichts der vielen tausend Websites – allen voran den Nachrichtenportalen –, die in den vergangenen Jahren ihre Navigation aus dem linken Bereich hoch in den Header gezogen haben, darf man diese Aussage seitens Facebook durchaus einmal in Frage stellen. Und das machen wir dann auch einmal:

Wo sollte sich die Hauptnavigation auf Profilseiten und Fanpages befinden?

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Wie gefällt Dir generell das neue Interface?

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Dieser Beitrag hat 22 Kommentare

  1. Viel wichtiger als die Position ist ja die Gestaltung. Die frühere Anordnung war klarer als »Hauptnavigation« zu erkennen. Die einzelnen Punkte erschienen größer und »wichtiger«.
    Aber das alte System hat auch nur bei wenigen Menüpunkten funktioniert. Facebook wollte da sicher einfach aufräumen und ein System haben, dass bei 20 Menüpunkten noch genauso funktioniert wie bei 5.

  2. Zunächst mal etwas grundsätzliches, entdeckt gestern beim ZAPP Medienmagazin (NDR Fernsehen):

    Facebook: Undurchsichtiger Umgang mit Daten (von Jasmin Klofta)

    Na, heute schon gepostet? Erstaunlich, wie viele Menschen ständig das Bedürfnis haben, banalste Erlebnisse, intimste Vorlieben oder peinlichste Fotos durch das Internet an die Gott und die Welt zu schicken. Nicht bei Facebook zu sein, gilt langsam schon als Makel. Und seit man sich auf dieser Internetseite verabredet, um arabische Regime zu stürzen, gilt Facebook sogar als eine Art Garant für Meinungsfreiheit. Wenn es allerdings um das eigene Unternehmen geht, dann hat man Opposition nicht so gerne. Kritiker werden massiv bekämpft. Und während Facebook vom unglaublichen Mitteilungsbedürfnis seiner Nutzer lebt, zeigt sich das Unternehmen selbst äußerst verschlossen.

    Link zum Filmbeitrag

  3. Facebooks Erklärung für die Änderung erscheint mir zwar etwas sonderbar, aber ich finde den Schritt logisch. Last.fm hat mal was ähnliches gemacht. Obwohl die Reiter-Navigation oben natürlich prominenter war, war sie mit sechs Buttons auch sofort vol. Und ich glaube die wenigsten haben geschaut, ob es »dahinter« noch mehr Reiter gibt. Diese waren ja unglücklicherweise nur über ein Aufklappmenü erreichbar. Mit der neuen Navigation können nun auch zehn oder mehr Buttons einen gleichberechtigten Platz finden, auch wenn dieser unter dem Avatarbild etwas unglücklich außerhalb des Sichtbereiches liegt.

    Allesinallem finde ich die Lösung also praktischer, aber sicherlich immer noch verbesserungswürdig.

  4. Ich verstehe sowieso nicht, warum alle die Navigation immer im Kopfbereich ansiedeln. In der Regel ist die horizontale Auflösung doch viel größer als die vertikale. Dann kann ich die Pixel für die Navigation doch lieber in die linke Seite packen!?

    Gut, bei Facebook würde es nicht viel bringen, da die Seite nicht dynamisch in der Breite wächst und sich durch die Änderung kein Gewinn in der vertikale ergeben hat…
    Ich finde die Änderung aber trotzdem gut, von der Auswahl der position, aber die Anzeige sollte man dominanter gestalten, sodass es besser als Hauptnavigation der Seite erkennbar ist.

  5. Sich längere Inhalte durch vertikales Scrollen zu erschließen, ist allseits akzeptiert, horizontal scrollen nicht. Braucht man ein flexibles und nahezu beliebig erweiterbares Menü, so ist das nur schwer horizontal realisierbar. Insofern ist die Änderung für mich grundsätzlich nachvollziehbar.

    Insgesamt finde ich das Navigationskonzept von Facebook aber grauenhaft. Ein Beispiel ist der Menüpunkt “Freunde”. Bin ich auf der Startseite, so verbirgt sich hinter dem Menüpunkt “Freunde” eine E-Mail-Account-basierende Suchfunktion nach weiteren Freunden. Unter Profil gibt es an der gleichen Stelle, den gleichen Menüpunkt “Freunde” mit exakt dem gleichen Icon. Klickt man das dort an, so hat der Menüpunkt aber eine ganz andere Funktion: die Auflistung der bestehenden Freunde. Wenn man auswendig lernen muss, in welchem Kontext ein und derselbe Button welche Funktion hat, dann ist das das Gegenteil von intuitiver Navigation.

  6. @Benny: Ja eben. Ne vertikale Menüleiste nimmt dem Content im Prinzip mehr Platz in der Breite weg als ne horizontale, weil der Content ja selten das Menü umfliesst und darunter auf einmal breiter wird. Die klaut also generell mehr Platz als sie eigentlich braucht, da alles darunter auch selten durch andere Inhalte aufgefüllt wird. Und da müsste dann auch zwangsweise mehr gescrollt werden. Eine horizontale Leiste ist daher viel platzsparender, stört auch nicht so sehr und ist eher im Blickfeld.

    Dafür muss ne horizontale Leiste auch aufgeräumter sein und gerade bei Facebook mit seinen 467416278 Funktionen wirds da schwer.

  7. Über einzelne Veränderungen bei Facebook kann man streiten. Im Sinne einer Facebook-weiten Angleichung finde ich den Schritt ziemlich clever. Auch auf der Startseite gewinnt die Navigation links weiter an Bedeutung, und die vielen Punkte dort könnte man nur schwer in eine horizontale Leiste bekommen (und selbst wenn, wird das irgendwann schwer zu erfassen). Gewöhnt man sich also einmal an diese Anordnung, ergibt das plattformübergreifend Sinn.

    Insgesamt merkt man, wie ich finde, immer deutlicher, dass Facebook Google viele herausragende Entwickler abwirbt. Zwar hat man noch gelegentlich mit Stabilitäts- und im Moment v.a. mit Spam-Problemen zu kämpfen, aber insgesamt, besonders in Usability-Fragen, entwickelt sich diese Plattform in sehr erfreulich.

    Dienstag habe ich das neue Mail-System von Facebook verpasst bekommen, mit dem echte E-Mails (ja, username@facebook.com), Facebook-Messages und Chathistory zu einem Stream je Kommunikationspartner zusammengefasst werden. Gewöhnungsbedürftig, aber unterm Strich sehr gelungen, wie ich finde. Es bleibt spannend.

    Im Gegenzug merkt man jüngst meines Erachtens auch, dass Google langsam uninnovativer wird: Die neue Google-Docs-Übersicht zum Beispiel mag mir nicht recht gefallen, sie ist einfach nicht so intuitiv und praktisch wie ältere Google-Produkte, etwa Gmail oder Chrome. Da mir Google als Unternehmen weit sympathischer ist als Facebook, finde ich diese Entwicklung schon etwas schade. Aber so ist eben der Lauf der Dinge.

  8. @david, hast du schon mal orkut ausprobiert? Würde mich interessieren wie das so ist im Vergleich zu Facebook.

    @Patrick, meistens nimmt die vertikale ebend keinen Platz weg, da eh schon etwas da war (wie z.B. bei Facebook das Bild). Ggf. könnte zum Beispiel die vertikale Navigation auch mitscrollen, sodass man zum navigieren nicht immer hochscrollen muss. Ich würde jedenfalls gerne mal wieder eine gute Webseite mit vertikaler Navigation sehen.

    Interessant wären auch mal neue Navigationskonzepte. Mich würde zum Beispiel interessieren ob es möglich ist, eine gute Seite zu entwickeln die auf einem Navigationskonzept ähnlich Android/iOS oder Windows/MacOS ist. Sprich quasi ein Desktop mit Icons oder ähnlich einem Explorer / Finder.

  9. Ich finde die neue Anordnung logisch. Auf der blauen Leiste oben kann man durch Facebook hindurch navigieren, auf der linken Seitenleiste durch die Seite hindurch. Der Inhalt ist in der Mitte und rechts sind Vorschläge. Jetzt fehlt nur noch, dass das neue Design auch auf Kommentar- und Bilderseiten übernommen wird.

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