Die immer gleichen Logos der IAAF

Ob die WM-Logos des Weltleichtathletikverbandes IAAF mit dafür verantwortlich sind, dass immer weniger Menschen die Veranstaltungen im Stadion sehen wollen? Die WM in Moskau war diesbezüglich ziemlich eindrücklich. Leere Ränge, wohin das Auge schaute. Die alljährlich präsentierten WM-Logos – gestern war es wieder einmal so weit – sind das beste Beispiel für zu eng gefasste Gestaltungsvorgaben.
In ihrem immer gleichen Stil sind sie in etwa so abwechslungsreich wie ein Hundertmeterlauf, an dem Usain Bolt teilnimmt. Es ist jedes Mal vorhersehbar, was dabei herauskommt. Nur etwa die Hälfte eines vorgegebenen Signet-Korpus’ steht zur Verfügung, um den jeweiligen Veranstaltungsort visuell in Szene zu setzen. Das Ergebnis: Doha (Katar) schaut aus, wie Sopot (Polen) und Sopot wie Beijing. Das IOC beispielsweis ist diesbezüglich weniger rigide (siehe Schlagwort Olympia). Selbst die FIFA-Markenlogos, die ebenfalls über solch einen Grundkorpus verfügen, sind, zumindest im Vergleich zu den Logos der IAAF, unterscheidbarer.
Die IAAF müsste das Gestaltungskonzept grundlegend erneuern. Ziel sollte es dabei sein, eine stärkere Eigenständigkeit der jeweiligen Veranstaltungen zu erreichen. Die Zugehörigkeit zur IAAF-Familie gehörte natürlich weiterhin, aber doch eindeutig nachrangig kommuniziert. In der aktuellen Form entzieht eine zu vordergründig dargestellte Dachmarke IAAF jedem Veranstaltungsort jegliche Daseinsberechtigung.






[…] eng gefasste Gestaltungsvorgaben wurden erst kürzlich im dt thematisiert (siehe IAAF-Logos). Nun scheint ein anderer Sportverband sein seit vielen Jahren angewandtes Gestaltungskonzept, bei […]
[…] wird sich womöglich in den kommenden Jahren auch etwas im Bereich Event-Branding tun, sodass die immer gleichen Logos der IAAF der Vergangenheit […]