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400 statt 500 Gramm – Packaging-Redesign für Joghurtalternativen von Alpro

Alpro Joghurtalternative Verpackung – vorher und nachher, Bildquelle: Alpro, Bildmontage: dt
Alpro Joghurtalternative Verpackung – vorher und nachher, Bildquelle: Alpro, Bildmontage: dt

Die Lebensmittelmarke Alpro, seit 2016 Teil des Danone-Konzerns, hat ein Packaging-Redesign vollzogen. Im Zuge der jüngsten Anpassung haben die Verpackungen des Joghurtalternativen-Sortiments ein neues Format und ein neues Design erhalten.

Alpro, 1980 gegründet, ist eigenen Angaben zufolge der größte Hersteller von pflanzlichen Milchalternativen in Europa. Zum Sortiment zählen unter anderem Soja-, Mandel-, Reis- und Hafermilch, Joghurt, Desserts, Sahne, Eis und Brotaufstriche. 2019 wurde der Markenauftritt von Alpro umfassend erneuert (dt berichtete). Nun haben die Verpackungen der Joghurtalternativen ein Makeover erfahren.

Becherformat schrumpft – Frucht wächst. Während die Füllmenge um 20 Prozent verringert wurde, zeigt sich die Früchteabbildung um ein vielfaches vergrößert. Während auf der Vorderseite der bisherigen Verpackung mehrere kleine Früchte zu sehen sind, ist auf dem neuen kleineren Becher nun lediglich eine einzelne Heidelbeere, Erdbeere, etc. abgebildet, diese jedoch im Großformat.

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 30 Kommentare

  1. Alpros Package-Design finde ich immer sehr ansprechend. Machen aus meiner Sicht einen echt guten Job. Die Bildsprache stimmt, die Typographie und Komposition spricht mich jedenfalls sehr an – wobei ich hinsichtlich der Typo mal froh bin, nicht die “Lunchbox”-Font sehen zu müssen, die fast bei jedem veganen Produkt in Verwendung ist.

    Ich fand die 500g Becher eigentlich perfekt für eine Portion. Selten habe ich sie nicht geschafft. Nun für 400g den gleichen Preis bezahlen zu müssen, ist aus Kundensicht absolut ärgerlich. Aber das ist ja mittlerweile keine Seltenheit mehr – die Konzerne bekommen einfach den Hals nicht voll.

    Wie auch immer, den Joghurt kaufe ich eh grundsätzlich im Sonderangebot. Sehr selten habe ich den vollen Preis bezahlt und das wird offensichtlich so bleiben.

  2. Eben zufällig entdeckt. Ich weiß ja nicht, wie sie es bei Oryza machen, tatsächlich gibt es noch entgegengesetzte Anpassungen: mehr Inhalt, gleicher Preis. Mittlerweile selten geworden.

    ORYZA Natur ReisORYZA Natur Reis, Quelle: reiskontor.de

  3. Wo ist denn diese Preiserhöhung “versteckt”?

    Der Preis steht im Supermarkt am Regal. Und die Packungsgröße steht auf der Packung.

    Ein wenig Mitdenken kann man vermutlich selbst heutzutage noch von den Menschen erwarten, oder?

    Dass “Foodwatch” das als “Mogelpackung” bezeichnet, würde bei mir schon in Richtung “Rufschädigung” interpretiert werden. Diesen Laden kann doch eh keiner ernst nehmen mit deren Dauerempörung.

    1. Bard (Google) liefert hierzu folgende gut verständliche Antwort.

      „Als versteckte Preiserhöhung bezeichnet man eine Preiserhöhung, die nicht offen und transparent kommuniziert wird.

      • Verringerung der Produktgröße oder Menge: Wenn ein Produkt von 100 Gramm auf 80 Gramm reduziert wird, aber der Preis gleich bleibt oder sogar erhöht wird, handelt es sich um eine versteckte Preiserhöhung.
      • Änderung der Verpackung oder Darstellung: Wenn ein Produkt in einer neuen Verpackung mit einem neuen Design angeboten wird, die nicht sofort die geringere Menge oder den höheren Preis verrät, handelt es sich ebenfalls um eine versteckte Preiserhöhung.
      • Änderung der Preiselastizität: Wenn ein Produkt, das besonders beliebt ist, teurer wird, ist es für Verbraucher eher akzeptiert als eine Preiserhöhung für ein weniger beliebtes Produkt.

      Versteckte Preiserhöhungen sind für Verbraucher oft ärgerlich, da sie den Eindruck erwecken, dass sie betrogen werden. Sie können auch dazu führen, dass Verbraucher mehr bezahlen, als sie müssten.

      In Deutschland sind versteckte Preiserhöhungen nicht grundsätzlich verboten. Allerdings gibt es einige gesetzliche Regelungen, die den Verbraucherschutz schützen sollen. So müssen Unternehmen Preiserhöhungen für Energieprodukte mindestens sechs Wochen im Voraus ankündigen. Bei anderen Produkten gibt es keine gesetzliche Verpflichtung zur Ankündigung.

      Verbraucher können sich gegen versteckte Preiserhöhungen wehren, indem sie aufmerksam sind und die Preise von Produkten vergleichen. Wenn sie eine versteckte Preiserhöhung vermuten, können sie sich an die Verbraucherzentrale oder andere Verbraucherschutzorganisationen wenden.“

      In diesem Fall treffen Punkt eins und zwei zu.

  4. Onken wird sich bedonken!! :-P

    Dieses Thema Mogelpackung finde ich hier überstrapaziert. Die Becher sind bis oben voll, Menge und Preis sind ausgezeichnet, den Rest muss der gesunde Menschenverstand regeln.

    Da sollten eher die Pralinenhersteller mal die plastikumantelte Schokohose runterlassen – riesige Packung für 80g Inhalt. Ja, ich weiß, das muss gut geschützt werden…. gähn… oder Chips…

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