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Duschdas erhält zum 50. Markenjubiläum neues Design

Duschdas Logo
Duschdas Logo, Quelle: Unilever

Die zum Unilever Konzern gehörende Duschgelmarke Duschdas erhält zum 50. Markenjubiläum ein neues Design. Das Marken-Update umfasst neben einem aufgefrischten Look samt neuem Markenlogo auch die Umstellung auf eine sogenannte Eco-Flasche.

Seit 1973 gibt es die Duschgelmarke Duschdas (Eigenschreibweise „duschdas“) auf dem deutschen Markt. Der Markteintritt erfolgte seinerzeit unter dem Kampagnenmotto „die erste Seife an der Kordel“ („First soap on a rope“). Im Laufe der Jahre wurde das Sortiment auf weitere Pflegeprodukte wie Flüssigseifen, Deo-Sprays und Roll-on erweitert.

Nun wurde anlässlich des 50. Geburtstags der Marke das Packaging Design umfassend überarbeitet. Neben den Etiketten und dem Logo wurde auch die Flasche der Duschgels neu gestaltet. Laut Hersteller besteht die neue Flasche zu 100 % aus recyceltem Plastik (rPET)*. Die Formel und Zusammensetzung der Duschgels sei verbessert worden, zudem wurde die Range um neue Düfte und Varianten erweitert. Die Produkte seien frei von Mikroplastik und zu 99% biologisch abbaubar.

Duschdas Magnolie (500ml/450ml) – vorher und nachher
Duschdas Magnolie (500ml/450ml) – vorher und nachher, Bildquelle: Unilever, Bildmontage: dt

2021 wurde die Form der Flaschen auf ein Kopfsteher-Format umgestellt. An diesem Format hält Unilever auch fest. Allerdings wurde die Form der Flasche stark verändert. Die Flasche ist nun unten und auch oben abgeflacht.

Das Logo wurde innerhalb der Markenhistorie bereits mehrfach überarbeitet, zuletzt vor rund 5 Jahren. Das neugestaltete Logo besteht nun aus einer reinen Wortmarke. Die neue „duschdas“-Wortmarke ist weiterhin zweizeilig, nun aber wieder, wie schon das Ursprungslogo, auf einer horizontalen Grundlinie ausgerichtet. Die Reduktion des Logos sei Ausdruck einer „Besinnung aufs Wesentliche“, wie die für das neue Verpackungsdesign verantwortliche Agentur Alvons (Hamburg) dem dt auf Anfrage mitteilt. Eine Herausforderung beim Design war es, so die Agentur, insbesondere die von Konsumenten stark nachgefragten Produktvarianen (Magnolie, Sport, For Men) wiedererkennbar zu gestalten und den Spagat zwischen 50-jähriger Tradition und moderner Formensprache zu schaffen.

Darüber hinaus nutzt der Hersteller das Rebranding für die Umstellung auf neue Flaschengrößen. Statt 500ml sind nun 450ml in einer Flasche, und statt 250ml nunmehr 225ml. Neu hinzu kommt eine Flasche mit 675ml Packungsinhalt.

Kommentar

Wie die Verbraucherzentrale Hamburg berichtet, hat Unilever die Umstellung auf neue Flaschengrößen zum Anlass genommen eine sogenannte versteckte Preiserhöhung durchzuführen. Aufgrund der Reduzierung der Füllmenge um 25 Milliliter liegt die Preiserhöhung bei unverändertem Preis von 1,45 Euro bei 11,1 %, siehe Mogelpackungsliste. Von der Verbraucherzentrale auf die Preiserhöhung angesprochen antwortete Unilever: „In den vergangenen Monaten sind die Rohstoffpreise für unsere Verpackungen und Inhaltsstoffe sowie für Produktion und Transport drastisch gestiegen. Zudem ist recyceltes Plastik – in der Qualität, die wir in der neuen duschdas-Flasche einsetzen – teurer als neu produziertes Plastik. (…)“

Wie ist die Meinung der dt-Leser in dieser Hinsicht? Ist eine solche versteckte Preiserhöhung, bei der die neue Flasche aus recyceltem Plastik besteht, in Ordnung und akzeptabel? Für Bioprodukte, Fairtrade-gehandelte Waren und für nachhaltig produzierte Produkte sind viele Konsumenten bereit entsprechende Preisaufschläge zu zahlen.

Die Form der Flaschen wie auch die Gestaltung der Etiketten sind etwas klarer. Schlicht und formreduziert ist auch die neue Aufmachung nicht, das ist klar. Die Marke ist im Niedrigpreis-Segment angesiedelt und zielt darauf ab, eine möglichst breitgefächerte Zielgruppe anzusprechen. Und diese Ausrichtung findet auch im Design ihren Ausdruck. Es gibt nun weniger offensichtliche Stilbrüche, auch da im Typographischen fortan auf scriptuale Fonts verzichtet wird. Die auf Instagram veröffentlichten Visuals sind optisch ansprechend. Mir persönlich gefällt auch die neue sachlich-praktische Flaschenform mit abgeflachter Kappe. Was sagt die dt-Leserschaft zum neuen Design?

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Dieser Beitrag hat 24 Kommentare

  1. Die versteckten Preierhöhungen sind ärgerlich, denn natürlich wird man als regelmäßiger Käufer eines Produktes darauf hereinfallen und den höheren Preis zahlen, ohne es wirklich bemerkt zu haben – solange man keinen Produktwechsel will oder in Betracht zieht. Gleichzeitig muss ich sagen, dass es bei der Vielzahl an Produkten und Packungsgrößen im Supermarktregal zum Basiswissen jedes Verbrauchers dazugehören sollte, genauer hinzusehen und entsprechende Vergleiche anzustellen. Es ist seit Jahren Pflicht, Preise pro Mengeneinheit auszuzeichnen, insofern kann man – vielleicht nicht immer auf den ersten Blick, aber beim genaueren Hinsehen sehr leicht – erkennen, wie erheblich die Preisunterschiede zumeist sind. Ich zumindest stelle solche Preisvergleiche vielleicht nicht immer, aber regelmäßig an, egal ob es um Duschgel oder Rotkohl geht. Insofern habe ich nicht das Gefühl, hier über den Tisch gezogen zu werden.
    Ansonsten, die Gestaltung? Sicher einen Tick aufgeräumter als vorher, aber ehrlich gesagt ist das doch alles ziemlich austauschbar und letztlich nichtssagend. Das mit den Kopfsteherflaschen verstehe ich auch überhaupt nicht, denn für mich sieht es so aus, als wenn manche Flaschen grundsätzlich Kopfsteher sind, andere nicht. Aber die können in der neuen Form zumindest zum Ende der Nutzung andersrum gedreht werden. Das ist allerdings ein echtes Plus. Denn nichts ist nerviger – und das gilt gleichermaßen für Shampoo, Deoroller oder Lotion – als eine Flasche, die ich möglichst restlos nutzen möchte und zu diesem Zweck nicht auf den Kopf stellen kann. Früher ging das eigentlich mit jedem Produkt, irgendwann kamen dann diese ganzen abgerundeten Deckel, bei denen ich mich schon immer gefragt habe, ob auch dahinter das Kalkül steckt, dass die Verbraucher ihr Flaschen nicht mehr restentleeren und entsprechend früher Nachschub kaufen.

      1. Warum? Nun ein Argument ist sicherlich, dass die Wortmarke durch die Verbindung an Eigenständigkeit gewinnt. Ohne Verbindung ist dies ein gewöhnlicher, zweizeiliger Schriftzug – mit Verbindung jedoch eine einzigartige Wortmarke. Von rein formal-ästhetischen Gesichtspunkten abgesehen, ist dieser Aspekt also, objektiv betrachtet, ganz klar positiv zu bewerten. Eigenständigkeit und Einzigartigkeit lassen sich gewiss auch auf anderem Wege und mit anderen Gestaltungsmitteln erreichen.

        1. Ich stimme auch deiner Argumentation zu. Dennoch ist es “eine Ligatur” aus der Hölle … Vielleicht wird das Produkt auch nur in der Schweiz und Deutschland angeboten, was ein versteckter Hinweis sein könnte ;-) Die Verbindung zwischen c und d wirkt auf mich etwas zu fett und plump. Ich hätte mir auch die Schrägstellung wie gewohnt weiterhin gut vorstellen können und hatte da ja auch ohne Ligatur funktioniert. Die swashy und gerade Enden am s sind auch dabei fragwürdig (wenn auch eigenständiger) und ich finde das s kippt dadurch etwas.

  2. Für die genannten Argumente ist eine Preiserhöhung mMn völlig in Ordnung. Dann soll man das aber gefälligst offen kommunizieren und nicht versteckt den Verbraucher entmündigen. Denn um genau darum geht es Unilever. Wer die geringere Menge und die damit versteckte Preiserhöhung nicht mitbekommt, der wird weiterhin nach dem Produkt greifen und somit seiner Entscheidungsmöglichkeit aufgrund einer neuen Sachlage beraubt.

  3. Das Logo finde ich ganz schlimm, eine chd- oder dch-Verbindung mach so wenig Sinn, das ist unfassbar. Wenn man es schon neu macht, warum nicht nach links ausrichten und die beiden d sinnvoll verbinden. Passt dann ja auch, wenn die beiden s untereinander stehen. Oder irgendetwas anderes, nur nicht das.

  4. Also ja… “irgendwie beide Zeilen verbinden” war wohl die Grundvorgabe. Wie schon erwähnt, ist die Verbindung unten am c absolut fürchterlich. Vermutlich sah es auch beim 1. Entwurf so schlecht aus, dass man dann noch die Verbindung zum h hingepfuscht hat. Das Ergebnis: dus dch as. Vielleicht hätte man “dus” und “das” auch noch schwunghaft verbinden können, aber ob das das Gesamtbild gerettet hätte..?

  5. Mir gefällt’s nicht – und ich habe nicht einmal eine Begründung dafür. Trotzdem werde ich es weiterhin kaufen. DuschDas gab’s bei uns schon immer. Ziemlich bescheuert, aber ich weiß gar nicht, wann meine Mutter mal was anderes gekauft hatte, ich glaube nie. Ich bin ja wenig Fanboi, aber DuschDas muss.

  6. Preiserhöhungen sind nun mal Bestandteil in so ziemlich allen Bereichen des täglichen Lebens. Find ich auch nicht weiter schlimm. Jedoch find ich es kriminell, wenn man es versteckt. Vor allem im Zusammenhang mit einer Änderung am Verpackungsdesign und noch am Markenauftritt. Jetzt hat man erst recht das Gefühl, dass sich Unilever diesen Luxus schön vom dummen Kunden bezahlen lässt.
    Kann man eine Preiserhöhung nicht hoffen kommunizieren (wie sie es auf Nachfrage ja dann auch erklärt haben)?
    Es ist ja leider gang und gebe: zu erst kleinere Verpackungen zum gleichen Preis, dann eine Preiserhöhung, dann wieder größere Verpackungen werbewirksam mit “20% gratis” und zu guter letzt die größeren Verpackungen zum nochmals erhöhten Preis.

    Zum Design: ich mags garnicht glauben, dass ich das sehen. Die Verschmelzung vom ‘ch’ mit dem ‘d’ darunter ist ja in meinem Auge nicht zu ertragen. Typografie ansonsten gut auch die Befreiung vom restlichen Grafik-Schnickschnack ist schon ok, tatsächlich auch besser lesbar ohne Outline und Schlagschatten. Aber die Verbindung vom ‘c’ zum ‘d’ fühlt sich so falsch an – hier hätte ich doch noch eher die Verbindung zum ‘u’ oder ‘h’ gesucht – oder besser noch ganz drauf verzichtet?!

  7. Mein Auge springt hier immer auf dusph das über. Ich verstehe wohl auch den Sinn der Verbindung, aber hätte es keine Wege gegeben da die Eigenständigkeit der Buchstaben besser zu wahren?

  8. Die Änderung der Flaschenform ist für mich das Negativste an der Sache. Die Form war seit sehr langer Zeit gleich, Duschdas sah schon immer so aus. Jetzt ist die Form komplett austauschbar und nicht mehr unverwechselbar. Finde ich schade. Das neue “Print-Design” finde ich hingegen deutlich besser.

    Zum Thema versteckte Preiserhöhung: Ja, kann man alles nachvollziehen. Auch die Tatsache, dass man den Preis nicht einfach erhöht, sondern die Füllmenge verändert. Immerhin wird es offiziell kommuniziert, wenngleich das die breite Masse der Kunden natürlich nicht mitbekommt.

    Ein Tipp für alle Nicht-Schwaben unter euch: Sobald sich der Inhalt dem Ende zuneigt, einfach den Verschluss abschrauben und mit etwas Wasser auffüllen, schütteln und schon hat man für 2-3 weitere Duschvorgänge Material. Das gleicht die 25 ml weniger aus ;-)

  9. Haben die jetzt generell eine Kopfsteher-Flasche oder nicht? Auf den Fotos gibt es beides, mal auf dem Kopf, mal nicht. Verstehe ich nicht, warum man das nicht einheitlich macht?

    1. Alle Flaschen können nun, anders als bisher, auch auf dem Kopf stehen. So gesehen sind es Kopfsteher-Flaschen. Bei den 225ml-Flaschen ist der Deckel unten, wie auch bisher schon. Und bei den beiden anderen Flaschengrößen ist der Deckel oben, wie auch bisher schon.

  10. Die Bildmotive sind nun „moderner“, aber meiner Meinung nach auf Kosten von Sinnhaftigkeit. Bei der Magnolie ist beispielsweise von weitem durch die Überlagerungen mit den Wasserspritzern keine Blüte mehr zu erkennen. Beim Sportmotiv ist noch am ehesten eine Wendung zum Besseren da, weil das Motiv auch vorher schon nichtssagend war.
    Generell würde ich aber alle Bildmotive jetzt als deutlich „sinnloser“ erachten. Das Aufladen mit Emotion (so stelle ich mir jedenfalls die Argumentation in der Präsentation vor) führt nur dazu, dass ein klar definiertes Motiv einem collagierten Bildschwall weicht, der – aus dem typischen Käufer-Abstand gesehen – in einem Wischiwaschi untergeht. Ein modernes Packungsdesign hätte hier von Reduzierung profitiert (beispielsweise duch reine Ausschnittvergrößerung – wie es ja teilweise gemacht wurde – bei den gegenständlichen Motiven, ohne zusätzliche Bildelemente).

    1. Danke ʞarl,
      das zeigt auch den Ursprung der jetzt unsäglichen cd-Verbindung.
      Die kommt vom 1973er Logo und wurde jetzt zitiert und unglaublich schlecht gemacht, zumal ja auch das h integriert wurde.

  11. Ich fand eigentlich alle bisherigen duschdas-Verpackungen von der Form her immer extrem wiedererkennbar, vor allem die mit dem hochklappbaren Henkel. Auf eine markante Form scheint man mit diesem Redesign nun gar keinen Wert mehr zu legen. Schade. Das Kopfstehen ist sicher praktisch, vom Umriss her aber eine Duschgelflasche wie jede andere (das Artikelbild von Fa in den Related Articles unterstreicht die Ähnlichkeit eindrücklich). Interessant auch, dass die Marke weiterhin konsequent auf flüssiges Duschgel in der Plastikflasche setzt und den Trend der Duschstücke und -seifen komplett zu ignorieren scheint. Hier ließe sich mit geschickten, nutzenstiftender Formgebung sicher auch wieder ordentlich punkten.

  12. Als ich kürzlich den Beitrag las, dachte ich: Dass die Packung jetzt kleiner ist, merkt doch bestimmt jeder Depp. Am anderen Morgen stand ich im Bad und da fiel mir auf, dass ich schon eine dieser neuen Dusch-das-Flaschen gekauft hatte, ohne mir beim Kauf offenbar Gedanken über die Füllmenge gemacht zu haben. Ich hatte es also nicht bemerkt, dass 25 Milliliter fehlten. Mir Depp war es also nicht aufgefallen. Die anderen Deppen merken es aber bestimmt. Bestimmt merkt es jeder Depp – außer mir.

  13. die Flasche sieht imho jetzt eher aus wie eine Eigenmarke von Müller o.ä. Deutlich generischer und verwechselbarer.

    Bzgl. der Preiserhöhung: Warum nicht sowas mal transparent kommunizieren? Nach dem Motto “Hey – wir nehmen ab jetzt recyceltes Plastik. Das kostet 10ct mehr. Seid ihr dabei?” Das kann man doch super über insta und co. spielen und wäre ehrlich und sympathisch.

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