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Typofrage zum Wochenendenstart

Von dt-Leser Markus kommt die folgende Frage, die ich gerne in die Runde geben möchte: „Wie heißen eigentlich diese kleinen Lücken, die zur Verbesserung der Lesbarkeit in manchen Schriften an die Innenseiten spitzer Winkel gesetzt werden? Wie beim Z im neuen GEZ-Logo“. Wer weiß es?

abgelegt in Typographie, erstellt von Achim Schaffrinna am 12.02.2010 | 13:57
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19 Kommentare zu 'Typofrage zum Wochenendenstart'

  1. paul
    am 12. Februar 2010 um 14:10 Uhr

    Mein Tipp: Aussparung.

  2. Ralf Herrmann
    am 12. Februar 2010 um 14:11 Uhr

    Ink Trap
    http://www.typografie.info/typowiki/index.php?title=Ink_Trap

  3. dominik
    am 12. Februar 2010 um 14:21 Uhr

    Ich kenne das unter dem Begriff Ink-Traps! Diese sind dazu da um im Druck “Flecken”, die bei spitzen Winkeln durch zusammenlaufende Farben entstehen können, vorzubeugen!

    edit: oh da stand es ja schon! Sogar mit Link :)

  4. cj
    am 12. Februar 2010 um 14:35 Uhr

    Paradebeispiel für diesen Effekt und den Umgang damit ist wohl die Bell Centennial.
    Ein schöner (und gut illustrierter) Artikel dazu findet sich hier:

    http://www.nicksherman.com/articles/bellCentennial.html

  5. Need_you
    am 12. Februar 2010 um 15:06 Uhr

    Naja, ob es schön ist, ist Geschmackssache. Jedenfalls scheint der eigentliche Grund für die Verwendung der ‘Ink Trap’ – Technik heutzutage in den Hintergrund zu treten, und es nun häufig einfach nur als Stilmittel benutzt wird. Was evtl. wohl auch daran liegen mag, dass die Drucktechnik mittlerweile so weit fortgeschritten ist, dass ein zusammenlaufen der Tinte, und die dadurch entstehenden unerwünschten Flecken, mittlerweile der Vergangenheit angehören.

  6. Rainer
    am 12. Februar 2010 um 15:35 Uhr

    »Tintenfalle« dürfte die eingedeutschte Version vom englischen »Inktrap« sein. An manchen Hochschulen lehrt man offenbar auch den Begriff »Lichtkeil«.

    Und das Gesuchte ist keine Punze.

  7. sonny
    am 12. Februar 2010 um 15:50 Uhr

    namen wusste ich nicht, inktrap kannte ich bereits von der uni:

    die bell- schrift finde ich schrecklich. beim ersten mal schnell drübergucken gehts noch, aber wenn man sich das mal genauer ansieht… weniger ist eben oft mehr.

  8. am 12. Februar 2010 um 16:03 Uhr

    Ich habe auf Wunsch von dt-Leser Richard zwei seiner Kommentare gelöscht. Auch den sich darauf beziehenden Kommentar von Mike habe ich rausgenommen.

    Danke an alle für die Infos und Links zur Frage.
    Schönes (Karnevals)Wochenende

  9. cj
    am 12. Februar 2010 um 16:07 Uhr

    @rainer:
    die bezeichnung steht zweifellos im zusammenhang mit der eingesetzten technologie (offset/phototypesetting).

    @sonny
    die bell wurde auch nicht als schönheit konzipiert, sondern als lastentier für kleinste schriftgrade.
    wie bereits angemerkt wurde, sind derart brutale ink-traps heute nur (streitbare) gestaltungselemente und keine notwendigkeit.

  10. am 12. Februar 2010 um 16:16 Uhr

    “Einkehlung” ist ein Begriff, der mir aus dem Studium noch geläufig ist – nicht zu verwechseln mit der “Kehlung” an Serifen.

    *********************
    dt-Anmerkung
    Ich war mal so frei, und habe den Begriff Kehlung verlinkt
    *********************

  11. wurlitzer
    am 12. Februar 2010 um 17:06 Uhr

    Wozu eigentlich diese Frage? Sie wurde ja bereits vor über einer Woche bei den Kommentaren zum GEZ-Logo beantwortet…

    lolwut
    40
    am 03. Februar 2010 um 21:09 Uhr

    Mal zurück zum Logo an sich.
    Hier wurde ja schon das gewöhnungsbedürftige Z erwähnt. Diese kleinen Einschnitte (Inktraps) sind für kleine Schriftarten gedacht, damit ein harmonischer Grauwert entsteht. Aber bei einem Logo, das für gewöhnlich nicht in 8 Punkt gesetzt wird, gehört sowas nicht hin. Achtet auf sowas heute keiner mehr? Würde nie so ein Logo abliefern.

  12. SlickOne
    am 12. Februar 2010 um 18:00 Uhr

    Schön, dass hier mal die Ink-Traps angesprochen werden. Wenn man weiss, warum es diese gibt, sollte doch jedem klar sein, dass Typos, die starke Ink-Traps haben, nicht mehr in großer Punktgröße verwendet werden sollten. Ist denn den Leuten nicht klar, dass die Typos so niemals aussehen sollten? Sie sollten so aussehen, wie das Ergebnis, wenn sie eben zulaufen.
    Aus diesem Grund meide ich Ink-Trap-starke Schriften schon seit Jahren.

  13. paul
    am 12. Februar 2010 um 19:06 Uhr

    Gut, also wie heißen die Ink-Traps jetzt auf Deutsch? Auskehlung? Lichtkeil? (Haha, Tintenfalle?)

  14. Need_you
    am 12. Februar 2010 um 21:47 Uhr

    Wenn du es unbedingt übersetzen willst, dann ist ‘Tintenfalle’ schon richtig.
    Aber übersetzt du denn jedes Wort?! Was sagst du denn dann z.B. anstatt Browser?

  15. Niel
    am 12. Februar 2010 um 22:08 Uhr

    Einschnitte werden heute noch in erster Linie verwendet, um den visuellen Endruck von Lettern zu verbessern. Denn bei manchen Schriften würden Innenwinkel ohne Einschnitte zu dunkel wirken.

  16. paul
    am 12. Februar 2010 um 23:19 Uhr

    @Need_you: Naja, das Wort ist ja keine Erfindung des 21. Jahrhunderts – das Problem ist ja altbekannt, ergo wird es doch wohl auch einen deutschen Begriff dafür geben.

  17. paul
    am 12. Februar 2010 um 23:19 Uhr

    Übrigens sage ich Netzseitenbetrachter. :)

  18. Ole
    am 15. Februar 2010 um 01:30 Uhr

    … bei Wortmarken sollte man solche «Einschnitte» (dann versteht es jeder) selbstverständlich herausnehmen.

    Ich sehe jedoch die Berechtigung für Einschnitte bei bestimmten Zeichen (meist bei: AMNVWXYvwxy) man findet sie allerdings nicht selten auch bei anderen Kleinbuchstaben wie bpdq und/oder hnmu, hier werden sie i.d.R. nicht so deutlich eingesetzt und dienen dazu den Übergang von der Rundung zur Geraden zu verbessern.

    Das optische «Zulaufen» wird hierdurch vermindert, gerade bei schmalen Schriften. Selbst im Displayeinsatz, bei hinterleuchteten Schildern beispielsweise, ist dies sinnvoll. Bei Lesegrössen im Printbereich gibt es, um ein Beispiel zu nenne, im Tiefdruck durchaus die Notwendigkeit für Einschnitte, wie bei der eingesetzten FF Info.

  19. snenk
    am 15. Februar 2010 um 11:19 Uhr

    aus meiner Sicht ist das zumindest ein klarer Fall für die Anatomie der Buchstaben.



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