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Stadtportale: Die schönste Stadt Deutschlands – Teil 2

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Stadtportale - Serie - Teil 2

Zweiter Teil der Serie „Stadtportale: Die schönste Stadt Deutschlands“. Die Webauftritte der 25 größten Städte Deutschlands werden in den Kategorien Design, Nutzerführung, Programmierung und Information gesichtet und bewertet. Weitere Informationen zu den Kriterien finden sich hier.

20. Mannheim

Mannheim.de | „Mannheim ist Leben hoch zwei“, so lautet das Motto der Stadt. Das im Jahr 2003 eingeführte Corporate Design samt „hoch zwei“-Thema prägt auch nach dem kürzlich vollzogenen Relaunch den Auftritt.

„Weg vom alten Verwaltungsportal hin zum Image- und Serviceportal“, lautet das Ziel, das sich die Verantwortlichen gesetzt haben. Der Auftritt ist tatsächlich für städtische Verhältnisse ziemlich unkonventionell.

Stadtportal Mannheim / mannheim.de

Design / 25 Punkte

Erfreulich, dass man aus den Fehlern des Vorgängers gelernt hat. Die Position des Logos wurde, auch in Bezug auf die Schutzzone, optimiert. Der Umgang mit Farbe fällt positiv auf. Wie viele andere Portale nutzt auch Mannheim.de ein Farbset zur Unterscheidung der Hauptbereiche, allerdings bewirkt der große Weißanteil, dass der Auftritt leicht und frisch und eben nicht zu bunt erscheint. Das Portal ist ein gutes Beispiel für ein gelungenes Template-Konzept bei Verwendung eines klassischen dreispaltigen Aufbaus. Dank kluger kontextbezogener Bestückung der rechten Spalte und dem Verzicht auf eine farbige Hinterlegung findet sich auf Mannheim.de so überhaupt nichts von der Schwere, die man sonst auf Stadtportalen antrifft. Gut wird das etwa auch beim Design der Formulare deutlich.

Nutzerführung / 23 Punkte

Während im Vorgänger die Nachrichten noch ausgelagert waren, was die Nutzerführung nicht gerade einfacher machte, sind nun auch die aktuellen Meldungen des Städtischen Nachrichtendienstes in den Auftritt integriert. Die Position im Auftritt lässt sich innerhalb der Hauptnavi dank Hervorhebung gut ablesen. Da der besagte Nachrichtenteil jedoch nur in der Footer-Navigation aufgehängt ist, und dort bei Auswahl nicht hervorgehoben ist, ist die Orientierung an dieser Stelle etwas schwierig. Etwas kurios, allerdings auch nachvollziehbar, erscheint zudem die Doppelhervorhebung des Veranstaltungskalenders. Analog zur Navigation auf Wuppertal.de werden bei Klick auf die dritte Ebene die nicht relevanten Begriffe der zweiten Ebene ausgeblendet, was auch gut funktioniert. Rot und Schwarz (plus Unterstrich) sind die Standard-Linkfarben, die dafür sorgen, dass der Besucher stets verlinkte und nicht verlinkteTexte gut unterscheiden kann. Die Standard-Schriftgröße ist sehr gut gewählt.

Programmierung / 19 Punkte (HTML 12, CSS 3, SEO 4)

Von Heiko Stiegert | Die Programmierung hat seit dem Relaunch vor allem in Bezug auf die Barrierearmut einen großen Schritt nach vorne gemacht. So kann man im neuen Webauftritt der Stadt u.a. die Schriftgröße einfach per Mausklick ändern, mittels Access-Keys die Bedienung ausschließlich per Tastatur durchführen und die gesamte Webpräsenz in unterschiedlichen kontrastreichen Versionen ansehen. Ein Aspekt, der nur durch eine strikte Trennung von Content und Layout möglich ist und bei allen Stadtportalen in dieser Form seinesgleichen sucht. Zudem verfügt das Portal nun erstmals über sogenannte sprechende URLs. Bei diesen kann man allein anhand der URL schon auf den Inhalt der jeweiligen Seite schließen, wodurch Benutzer die Relevanz einer solchen URL, wie im Fall von www.mannheim.de/kultur-erleben/museen-und-galerien, schneller bewerten können. Die Unterseiten haben nun, dank Verzicht auf Framesets, allesamt direkt sichtbare URLs. Nicht ganz klar ist jedoch, warum in einigen Fällen auf die Ausweisung der ersten Hierarchie verzichtet wird (siehe Europabüro). Überraschend ist außerdem, dass das HTML-Element “h1″, eines der wichtigsten Elemente der Onpage-Optimierung in Sachen SEO, nicht vorhanden ist. Auch ist die Startseite mit 1,2 MB trotz ihrer Validität (fehlerfreie Umsetzung des Quellcodes) nicht unbedingt eine der kleinsten im Feld der 25 Stadtportale. Allein 25% davon entfallen auf eine nicht komprimierte JavaScript-Datei, die durch entsprechende Komprimierung, ebenso wie das verwendete Bildmaterial, enormes Einsparpotenzial besitzt.

Information / 22 Punkte

Der Veranstaltungskalender scheint nach dem Relaunch nun besser gepflegt zu sein. Vorher gab es hier einige “Terminleichen”. Aktuelle Meldungen sind reichlich vorhanden und vermitteln ein sehr gutes Angebot. Besucher des Portals dürften mit der Themenauswahl und der Fülle zufrieden sein. Auch der Tourismus-Bereich wurde noch einmal ausgebaut und mit dem zusätzlichen Tourismus-Angebot der Stadt vernetzt. Vor dem Relaunch las man auf den Seiten des Online Bürgerservices, dass dieser mit dem „Internet Explorer V5.5 getestet“ wurde. Auch hier ist das Portal aus dem Dornröschenschlaf erwacht und strebt nun in Richtung „eGovernment hoch zwei“.

Gesamtpunktzahl 89

19. Bonn

Bonn.de | Bonn freut sich nach wie vor über den vor knapp 2 Jahren eingeführten Markenauftritt der Stadt. Der Grundaufbau des städtischen Portals zeigt sich seit 7 Jahren unverändert.

Der Inhalt wird laufend aktualisiert und auch funktionell wird der Auftritt immer wieder erweitert. Ob bei der Gestaltung, der Navigation, dem Programmiercode und dem Informationsgehalt ausschließlich Freude aufkommt, wollen wir uns nun einmal anschauen.

Stadtportal Bonn / bonn.de

Design / 18 Punkte

Der Grundaufbau der Site ist seit Ende 2003 unverändert. Lediglich die Hintergrundfarbe (vorher Blau) und der Absender wurden im Rahmen des bereits angesprochenen Markenrelaunchs angepasst. Dafür funktioniert der Auftritt und das Design eigentlich immer noch recht gut. Der Header ist natürlich etwas überladen und auch die Darstellung der Rahmen und Boxen würde man innerhalb einer neuen, zum Markenauftritt wirklich stimmigen Weblösung sicherlich anders anlegen. Aber grundsätzlich zählt Bonns Webpräsenz und auch das Design zu den besseren im Vergleich der hier besprochenen Stadtportal-Serie.

Nutzerführung / 23 Punkte

Die in fünf Farben horizontal angelegte Hauptnavigation erlaubt den Zugriff auf die zweite Ebene. So erreicht man mit nur zwei Klicks das Formulardepot oder etwa auch die Online-Services der Stadt. Die Orientierung im Auftritt fällt dank Brotkrumenpfad, Aktivzuständen und den jeweiligen Farbcodes leicht. Letztere kommen sowohl zusätzlich als Indikator innerhalb des Ergebnisses der Volltextsuche, wie auch im Print zum Einsatz. Schön diese Stringenz! Schriftgrößen sind gut gewählt und weisen Seitentitel als größte Instanz aus. Auch die unterschiedlichen Pfeilsymbole (intern/extern/download) helfen dem Nutzer beim navigieren. Insgesamt ein stimmiges Konzept.

Programmierung / 17 Punkte (HTML 11, CSS 3, SEO 3)

Von Heiko Stiegert | Das im Stadtportal der Bundesstadt Bonn verwendete JavaScript-Framework jQuery wird unkomprimiert verwendet und kann somit ebenso wie das Komprimieren des CSS-Codes und des Bildermaterials bis zu einem Drittel Einsparung bringen. Außerdem sollte im selben Arbeitsschritt versucht werden, die Anzahl der HTTP-Requests zu verringern. Alles, samt Punkte, die zu einer Optimierung des Ladeverhaltens führen. Pluspunkt dieses Stadtportals ist, dass es beispielsweise auch ausschließlich mit Tastatur steuerbar ist und somit Menschen mit körperlichen oder technischen Einschränkungen an sämtliche Inhalte des Portals gelangen können.

Information / 24 Punkte

Es ist schon beeindruckend, wieviele Anträge und Aufgaben sich direkt im Stadtportal abwickeln lassen. 46 Online-Formulare stehen für die Bürger in den Online-Services bereit. Seit eineinhalb Jahren gibt es sogar den Bürgerservice in Gebärdensprache (unter Sprachauswahl), was zeigt, dass die Bedeutung der digitalen Medien von den Verantwortlichen schon lange erkannt wurde. Auch die Zahl der aktuellen Meldungen, die sowohl zentral im Bereich „Medienportal“ gebündelt werden, als auch auf den Übersichtsseiten herausgucken ist enorm. Das ist zwar eine Dopplung, sie ist aber keinesfalls redundant. Bei einem Besuch des Auftritts wird man umfassend und tagesaktuell informiert. Auch das touristische Angebot weiß zu überzeugen. Video-Material wäre ein Sahnehäubchen.

Gesamtpunktzahl 83

18. Bielefeld

Bielefeld.de | Die Bielefeld-Verschwörung ist zum Leidwesen gebürtiger Bielefelder ein wahrer Internet-Running-Gag. Ist, wie sein Verfasser Achim Held behauptete, das Stadtportal tatsächlich Teil einer groß angelegten Verschwörung, die darauf aus ist, ein Bild einer Stadt zu erzeugen, die es gar nicht gibt?

Wir werden der Sache nicht weiter nachgehen, sondern widmen uns harten Fakten und dem, was der digitale Auftritt von Bielefeld zu bieten hat. Auch, wenn die folgende Besprechung keine Verschwörung aufzudecken vermag, die ein oder andere Ungereimtheit wird sie aufzeigen.

Stadtportal Bielefeld / bielefeld.de

Design / 13 Punkte

Grundsätzlich sprechen Rot und Blau als Primärfarben sehr wohl die Sprache des CDs der Stadt. In Printbroschüren ist die Wortmarke „Bielefeld“ offenbar in den meisten Fällen weiß auf rotem Grund gesetzt, warum also nicht auch im Web? Die Collage im Header ist nicht wirklich schlecht, die unterschiedlichen Grautöne der Gebäude und die thematische Reduktion auf Architektur sind aber auch kein Grund zur Freude. Ich nehme doch an, es gibt Menschen in Bielefeld? Sinnvoll könnte ein Header sein, der je Hauptnavigationspunkt mit einem anderen Motiv bestückt würde. Die Linksymbolik ist nicht immer selbsterklärend (Onlineanwendungen) und ist zum Teil auch verwirrend (Doppelpfeile vor nicht verlinkten Überschriften).

Nutzerführung / 12 Punkte

Dank der Farbe Rot fällt der Fokus des Betrachters zunächst auf die Meta-Navigation und erst anschließend auf die linke Hauptnavi. Im Idealfall ist es genau andersherum. Der „Schnellfinder“ ist mit Inhalt bestückt, den man dort allerdings nicht erwartet. „Projekt Demographie“ und ein „Historischer RückKlick“ (?) – eigentlich müssten hier die wichtigsten und am meisten angefragten Themen aufgeführt sein. Textlinks sind einheitlich blau bzw. innerhalb der Navi schwarz. In der linken Menüleiste wird der angeklickte Bereich jeweils an Position 1 gesetzt, was in dieser Form ziemlich ungewöhnlich ist. Die Orientierung wird dadurch nicht wirklich verbessert, denn die Reihenfolge muss neu erfasst werden. Entweder, man blendet die nicht angewählten Navigationspunkte aus (etwa wie bei Amazon, Neckermann und auch Wuppertal.de), um den Unterpunkten sowie zusätzlichen Filtern mehr Raum zu geben, oder aber der angewählte Bereich bleibt in aufgeklapptem Zustand dort, wo er auch auf den anderen Seiten verankert ist. Wenig vorteilhaft ist zudem, dass auf einigen Übersichtsseiten auf jegliche Verlinkung der Texte verzichtet wurde (siehe „Planen“). In Bielefeld geht man offenbar gerne eigene Wege, denen man aus Sicht der Usability nicht unbedingt folgen sollte.

Programmierung / 14 Punkte (HTML 8, CSS 3, SEO 3)

Von Heiko Stiegert | Das Bielefelder Stadtportal zählt mit seinen 400KB im Vergleich der hier vorgestellten Auftritte zu den „schlankeren“ Webseiten. Allerdings resultiert 1/4 davon aus der Verwendung zwei auf der Startseite positionierte animierte Werbebanner. Zudem wird bei einem Blick auf den HTML-Code auffällig oft das Div-Element zur Strukturierung der Inhalte verwendet, anstatt die Inhalte mit den ihrer Bedeutung entsprechenden HTML-Elementen auszuzeichnen, wie beispielsweise der zur Kennzeichnung von Anschriften verwendbare address-Tag. Auf den Unterseiten des Portals besitzt insbesondere das Bildmaterial Optimierungspotenzial in Bezug auf die KB-Größe.

Information / 17 Punkte

Die Startseite ist zu textlastig. Hier vermisst man Bildmaterial zu den aktuellen Meldungen. Diese finden sich wiederum ausschließlich im „Pressedienst“, mit dem Effekt, dass der restliche Auftritt nicht genügend Aktualität vermittelt. „Pressedienst“ ist hier einfach zu stark auf die Zielgruppe Journalisten ausgerichtet. Vermutlich werden die meisten Bielefelder andere Adressen ansteuern, um sich auf dem Laufenden zu halten. Die Formular-Sammlung im Bürgerservice ist umfangreich. Schön ist hier die bedürfnisorientierte Filterung der Dokumente nach Lebenslagen. Auch online lassen sich in Bielefeld viele Aufgaben erledigen. Die Aufbereitung Bielefelder Sehenswürdigkeiten, allen voran die Sparrenburg, löst keine Begeisterungsstürme aus, aber sie findet statt. Vier Webcams und ein kleiner Video-Clip sind erste Babyschritte in Sachen multimedialer Inszenierung, aber das Gesamtangebot der größten Stadt in Ostwestfalen-Lippe ist immer noch besser als bei vielen anderen Großstädten.

Gesamtpunktzahl 56

26 Kommentare

  1. Zur Nr. 17. Wuppertal:
    Wenn ich mir das Corporate Identity-Konzept für die Stadt Wuppertal von 2004 ansehe und dann den Relaunch der Stadtseite von 2009, kommen mir ehrlich gesagt die Tränen. So viel innovatives Potential verschossen. Sicher haben einige wieder das neue Logo nicht verstanden …
    Sehr, sehr schade, das aus den Ideen von Markwald & Neusitzer nicht mehr gemacht wurde.

  2. Die 1-stelligen Bewertungen bitte alle mit “0″ davor oder (so empfinde ich es als angenehmer) alle ohne. Sind ja schließlich 1-stellige Werte.

    Ansonsten bin ich mal auf die Bewertung des Berliner Auftritts gespannt. Aber ich habe die Befürchtung, dass ich darauf bis zum Schluss warten muss. ;)

  3. Och nööö, als Bochumer (und gerade als bochumer Webentwickler) ist es schon sehr unschön anzusehen, was die da so fabriziert haben.

    Nichtsdestotrotz eine schöne Serie hier im dt! Hut ab!

  4. Karlsruhe weiter abgeschlagen in der untersten Kategorie, selbst die Bochum Website schlägt die Karlsruher um längen. Schade, ich sollte mal bei dennen anklopfen und fragen wie es aussieht ob die nicht interesse hätte ;-)

  5. Wuppertal: Die Gesamtanmutung ist gelungen [...]
    Sry, aber das finde ich überhaupt nicht. Wuppertal kommt so plump daher wie der ein oder andere Partei-Ortsverein. Die Gesamtanmutung ist dann gestört, wenn die Verantwortlichen der Meinung sind viel helfe auch viel… Also viel Identität, weil großes Logo und so, mit cheesy Farbverläufen und Schlagschatten im Überfluss.

  6. Zu Nr. 17
    @R::bert
    Nur zur Info die Arbeit von Markwald & Neusitzer ist im Rahmen Ihrer Diplomarbeit entstanden und und hat mit dem CD der Stadt Wuppertal nichts zu tun. Ich muss allerdings gestehen das mich die Arbeit bei der Diplom-Präsentation sehr beeindruckt hat und mir sehr gut gefällt.

    Wenn man aber weiß welche Strukturen in Stadtverwaltung und Stadtmarketing herrschen, kann man auch zukünftig gewiss sein das sich ein derart innovativer Ansatz nicht verkaufen lassen wird. Mal abgesehen davon das die Stadt pleite ist.

    Der aktuell Auftritt scheint ja, laut Impressum, mit internen Ressourcen der Stadt realisiert worden zu sein. Ich finde dafür ist er ganz gut gelöst, aber weit entfernt von “gelungen”.

    Guss aus W

  7. @ Hanswerner (Nr. 11)
    Ja, das mit der Diplomarbeit war mir schon bekannt. Diese wurde meines Wissens ja sogar öffentlich der Bevölkerung präsentiert. Tolle Sache! Würde ich schon allein deswegen nicht als »erledigt« erklären.

    »Wenn man aber weiß welche Strukturen in Stadtverwaltung und Stadtmarketing herrschen, kann man auch zukünftig gewiss sein das sich ein derart innovativer Ansatz nicht verkaufen lassen wird. Mal abgesehen davon das die Stadt pleite ist.«

    Nicht aufgeben! In Zwickau hat sich nach vielen Jahren auch ein recht innovatives Erscheinungsbild durchgesetzt …

    Gruß aus Z
    ; )

  8. Toller Artikel: Großartige Idee, die Portale der deutschen Großstädte zu vergleichen.

    Deutschland ist ja das Land, dem man gerne nachsagt, dass Revolutionen daran gescheitert sind, dass man den Rasen nicht betreten durfte. Design, das die öffentliche Hand beauftragt, ist bei uns in der Regel leider viel vorsichtiger und piefiger als z. B. in den Niederlanden oder auch in England. Wäre schön, öfters mal mutige Ansätze zu sehen.

  9. Ich favorisiere unter den hier vorgestellten Kandidaten eindeutig Bielefeld – auch wenn ich die Stadt als solche nicht mag. Das Portal sagt demnach nicht zwingend etwas über die eigentliche Lokalität aus, zumindest, soweit es mich betrifft ;-)

  10. Ich habe mich schon oft dabei erwischt, dass ich in deinem Blog auf einen Link klicke um zu einer Webseite zu kommen, um dann festzustellen, dass die Seite sich in dem selben Tab öffnet. Irgendwie wäre es doch schöner, wenn sich die Seite eines Städteportals in einem neuen Fenster/Tab öffnet, sodass man immer zwischen Beurteilung und Website switchen kann.
    Klar, man kann auch im Kontextmenü veranlassen, dass er die Seite im neuen Tab öffnen soll, aber warum machst du das nicht als Standard-Linköffner? Fände ich irgendwie intuitiver… :-)

  11. Hi Achim,

    so sehr ich mit Dir übereinstimme in der Grundanalyse der Mannheimer Site – es heißt nicht “Mannheim hoch zwei” oder “Leben hoch zwei”, sondern “Mannheim im Quadrat” bzw. “Leben im Quadrat”. Leitet sich aus der Schachbrettformation der Innenstadt her, wie hier bei Google Maps sehr schön zu sehen.

    Ansonsten: Bin ebenfalls gespannt, wie’s weitergeht. Meine Berufsstadt Gelsenkirchen hat ja bereits ihr Fett weg, mal sehen, wie unsere gemeinsame schöne Heimatstadt Hannover abschneidet …

  12. Ich verstehe die Sortierung nicht. :(
    Steht die Zahl vor der Stadt für eine Numerierung (?). Die Plazierung kann es doch nicht sein, wenn ich die Punktzahlen sehe (und danach sortiere). Und falls Numerierung: sie verhindert leider eine alphabetische Sortierung nach Stadtnamen.

    @Mannheim: “Mannheim zum Quadrat” wäre für mich logisch wegen der Quadrate in der Innenstadt, aber “Mannheim hoch zwei” ist mathematisch korrekt. Nur ergibt der Text in meinen Augen keinen Sinn, ich wüsste nicht, was in Mannheim “hoch zwei” ist.

  13. Danke für die Serie! Sehr interessant und gute Gelegenheit, Vergleiche anzustellen. Achim, du solltest einen Link an die Bürgermeister und Stadträte aller besprochenen Städte schicken. Damit die Entscheider auch was lernen ;-)

    @Markus: die Nummerierung der Städte folgt der Größe der Städte. Die Serie betrachtet die 25 größten Städte in Deutschland, von Nr. 25 (Gelsenkirchen) aufsteigend bis Nr. 1 (Berlin).

    @ Heiko Stiegert: Bitte lies dir deine Sätze vor dem Absenden noch mal langsam durch… ;-)

  14. @ Achim

    OK, dann ist es halt wirklich “Leben hoch zwei”, das Mannheim propagiert. Du hast es eindrucksvoll belegt mit Deinem Link.

    Aber ein wenig verstört mich das dann schon: denn jetzt verstehe ich die Logik des Slogans, den ich vorher (“im Quadrat”) brillant fand (eben wegen des Quadratmusters der Innenstadt von Mannheim), nicht mehr. Und es ist unangenehm, etwas gut gefunden zu haben wegen eines Details, das man offenbar exklusiv erblickt hat – und das gar nicht im Sinne der Erfinder war.

    Sei’s drum. Ich freue mich auf Hannover. Und Berlin.

  15. [...] Im Internet bei weitem nicht die schönste Stadt Deutschlands (Design Tagebuch) – Das Design-Tagebuch testet die Webauftritte der größten Städte Deutschlands. Die "rote Laterne" hat derzeit Bochum, wo "auf den ersten Blick deutlich [wird; Anm. d. Bloggers], dass Bochum.de keine Schönheit ist". Zum Design heißt es, dass "ein 0:4 vom VFL [sic!] … schöner anzuschauen [ist], als dieser Auftritt". [...]

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