eGovernment ohne Design ist gescheitert. FĂŒnf Beispiele, die Lust auf beides machen

eGovernment war in Deutschland vor einigen Jahren ein „Buzzword“, das in keiner Pressemeldung fehlen durfte. Aus den ehrgeizigen, meist vollmundig angekĂŒndigten Zielen hiesiger Kommunen ist wenig bis nichts geworden. Dies bestĂ€tigt nun auch die Studie eGovernment MONITOR 2014, die letzte Woche erschienen ist. Einen Aspekt klammert die Studie weitestgehend aus: Nutzerfreundlichkeit kommt nicht von ungefĂ€hr, sondern hat viel mit Design zu tun.

Kaiserslauterns neues Stadtportal soll ModernitÀt ausstrahlen, signalisiert aber das genaue Gegenteil

„Kaiserslautern ist eine Stadt mit technisch moderner Infrastruktur. Auch die Stadtverwaltung zeigt sich deshalb von ihrer modernen und serviceorientierten Seite.“ so die zugehörige Pressmeldung zum vor wenigen Tagen erfolgten Relaunch des Stadtportals. Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft in diesem Fall eine große Kluft.

Heidenheim Webauftritt

Heidenheim goes Modern UI

Die Stadt Heidenheim hat vor wenigen Tagen ihr neues Stadtportal live gestellt. Angesichts des Interfaces fĂŒhlt man sich als Besucher spontan an Microsoft erinnert, die vor einigen Monaten all ihre Applikationen auf „Modern UI“ umgestellt haben. Ganz wie Microsoft versprechen sich die Projektverantwortlichen in Heidenheim offenbar von dem neuen Design, Desktop-Nutzer und Mobilanwender gleichermaßen ideal abzuholen. Und ebenso wie Microsoft scheitert auch Heidenheim daran.

Hamburgs neues Stadtportal

Das offizielle Stadtportal der Freien und Hansestadt Hamburg wurde relauncht. Seit gut einer Woche kann es nun mit Responsive Design aufwarten. Damit ist es das erste Portal einer deutschen Großstadt, das mit Hilfe einer reaktionsfĂ€higen OberflĂ€che zugleich Desktop-PCs wie auch alle mobilen EndgerĂ€te gleichermaßen umfangreich bedient.

Stuttgart.de 2012

Stuttgart erneuert Stadtportal

Im MĂ€rz 2009 wurde Stuttgart.de zuletzt relauncht (dt berichtete: Alles anders auf Stuttgart.de). Drei Jahre spĂ€ter wurde das Stadtportal erneut grĂ¶ĂŸeren Umstellungsmaßnahmen unterzogen. Eine solche „Lust zur VerĂ€nderung“ findet man im Umfeld von Stadtportalen Ă€ußert selten. Hier wird sonst in deutlich grĂ¶ĂŸeren Relaunch-Zeitintervallen gerechnet. Was bringt der neue Auftritt, was macht er besser als sein VorgĂ€nger? Ich habe ihn mir einmal etwas genauer angeschaut.

Essen Relaunch

Essen mit neuem Stadtportal

Die Stadt Essen hat letzte Woche ihren neuen Webauftritt scharf geschaltet. Ein Relaunch war lange ĂŒberfĂ€llig. Im Vergleich der Portale der 25 grĂ¶ĂŸten StĂ€dte in Deutschland belegt Essen.de Platz 20. Und so dĂŒrfen sich die BĂŒrger der neuntgrĂ¶ĂŸten Stadt Deutschlands zunĂ€chst einmal ĂŒber einen Onlineauftritt freuen, den wir uns heute einmal etwas genauer anschauen wollen.

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