120 Kommentare zu “Facettenreiches Burghausen

  1. Gute Entscheidung. Sigrid Resch, Geschäftsführerin Burghauser Touristik GmbH, schreibt mir eben: „dass wir nach dem einstimmigen Beschluss der gestrigen Aufsichtsratssitzung an dem neuen Logo festhalten werden und den Weg konsequent weiter gehen. Schritt für Schritt wird das Logo und das Gesamt-Kommunikations-Konzept sichtbar werden und die Burghauser Bürger können dann das „Vorher-Nachher“ gut vergleichen.“

  2. Sehr geehrte Mitkommentatoren,

    schön, daß sich hier soviele für dieses Thema interessieren. Aber mir entgeht nicht, dass sich einige „Designer“ als weltoffen, wortgewandt u. zukunftsorientiert darstellen.

    Burghausen kann man in einem Tag (u. einem längerem Abend..) als Besucher erfassen. Jene Pro- Autoren haben dies offensichtlich nicht getan….Dieses sogenannte Logo, oder Signet, u. weiterführend als Corporate Identity genannte Abschlussarbeit eines 5-monatigen Workshops dieser Agentur ist nicht tauglich für diese Stadt, mit der ich mich als eigentliche Heimatstadt identifiziere.
    Ich bin wahrnehmungsgeschult; u. in allen Bereichen der Hochkultur zuhause…Gestaltungsmäßig hat sich Burghausen schon einige Fehler geleistet, andererseits auch gute Ergebnisse hervorgebracht. Seit 1989 wurde ich ständig beleidigt durch das alte Logo, das für eine Burg, die „hausen“ heißt, geworben hatte. Mit Bedauern dachte ich immer an die unfähigen Verantwortlichen, die für diese Entscheidung verantwortlich zeichneten. Mit doppeltem Bedauern u. noch negativeren Gefühlen werde ich jetzt für die nächsten Jahrzehnte
    weiterhin sehr negativ berührt; u. ich kann dann bei meinen Besuchern aus dem In- u. Ausland zukünftig nicht umhin, diese weiter gestalterische Unzulänglichkeit auf mein Proramm zu setzen. Ich werde Ihre Agentur nicht nennen, dafür sind Sie mir zu unbedeutend u. in Zukunft auch unrelevant.
    Sigrid Resch u. der gesamte Stadtrat wird in meinen Gedanken u. Worten in diesem Zusammenhang auf Dauer sehr negativ bedacht werden.
    Es sind nicht wenige Burghauser Persönlichkeiten (natürlich nicht im Stadtrat vertreten), die Personen auch von weither nach Burghausen anziehen, einladen etc.
    Peinlich für diese schöne Stadt, Gruß, Christian Wulle

  3. @christian
    Ich bin zwar eher im Wirtshaus als in der Hochkultur zuhause, kann aber auch nicht ganz nachvollziehen, warum manche Kollegen das Burghausen-Logo so sehr in den Himmel loben.
    Die hier schon angesprochenen formalen wie inhaltlichen Mängel sind halt doch zu offensichtlich.
    Da tröstet es verständlicherweise wenig, daß es zumindest gefälliger daherkommt als das Vorgängermodell.

  4. Das neue Logo ist interessant, spannend und reizt geradezu zum Widerspruch. Während ich mich mit der Bildmarke noch durchaus anfreunden kann, bleiben mir die Farbgestaltung und die Typografie ein Rätsel. Genau hier hätte man sich bremsen sollen. Der primäre Eindruck der Logogestaltung ist nicht mehr der einer duch das Mittelalter geprägten Stadt, sondern einer Stadt, die sich vielleicht mit Edelsteinen, vielleicht auch mit Chemie oder dem Abbau von kristallinem Gesteinen befasst oder aber befasst hat.
    Diese unterbewusste Wahrnehmung oder Deutung steht meines Erachtens in krassem Widerspruch zum Charakter dieser kleinen, von einer historischen Burganlage geprägten Stadt. Ich vermute, dass dies auch von den Einwohnern so empfunden wurde.
    Hätte man sich ein wenig mit der farbpsychologischen Aussage dieser Gestaltung befasst, wäre das nicht passiert. Ich kann die Ablehnung des Entwurfs nachvollziehen. Er ist zwar formal stimmig – aber er wurde für den falschen Auftraggeber realisiert.
    Die Schriftwahl verstärkt das Ganze noch und sorgt für eine frei in der Luft hängende Gestaltung, die kaum Wurzeln im Gegenstand hat, für den sie entwickelt wurde.

  5. Die Bildmarke hat keinen Bezug zur Stadt. Auch formal hat sie große Mängel. Vor allem an den Rundungen und Ecken gehen die Linien aus dem Raster heraus, und das völlig grundlos. Das verunsichert und ärgert den Betrachter unbewußt.
    Daß die Gestalter von Melbourne abgeschaut haben ist nicht so schlimm, denn das Vorbild ist ja wirklich gut. Nur, dann muss es auch gut und konsequent gemacht werden. Die Gestaltungsformen z.B. ändern sich willkürlich und haben keinen Bezug zur Bildmarke.

    Ein gutes und konsequentes „Melbourneinspiriertes“ Beispiel ist für Krefeld gelungen:
    http://www.designmadeingermany.de/blog/corporate-design-manual-der-stadt-krefeld/

  6. Das Logo gefällt mir, den Claim finde ich unschön. Für mich klingt das zu sehr nach „Duplo – die wahrscheinlich längste Praline der Welt“. Die bildliche Umsetzung des Claims finde ich allerdings witzig. Wenn jedoch der Zwang besteht alle Bilder auf „extra lang“ zu münzen, ist es sehr bald nicht mehr lustig.

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