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120 Kommentare

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  1. Georg
    15
    am 19. Dezember 2011 um 15:26 Uhr
    Als Mitbesitzer der Marke Die längste Burg der Welt® und Initiator des Guinness-Buch-Eintrages habe ich meine ganz private Meinung zur “Kreativität à la Melbourne”.

    Um den Strech neben dem Signet auf den eigentlichen Text zu lenken,
    hier nochmal meinen Kommentar 15 .
    Bitte schaut mal auf http://www.DielaengsteBurgderWelt.de
    und urteilt selbst…

  2. Danke Luca, für den Hinweis. Also die Hochzahlen sind nachträglich hinzugefügt. Ich dachte schon … Es ist ja nicht verkehrt sich von einem tollen Vorbild inspirieren zu lassen. Aber, dann soll man es auch wirklich gut machen und Gestaltungsregeln beachten. (Siehe mein Beitrag oben) Hier gibt es übrigens mehr interesante Varianten des Melbourne CDs zu sehen:
    http://www.australien-blogger.de/melbournes-neues-logo/

    @ grafalex und Vroni:
    Nocheinmal … auch ich gebe so schnell nicht auf ;-)))
    Ein neuer Städteauftritt bzw. hier gehts ja um Logo und eventuell den Claim sollte eine Strahlkraft nach außen besitzen aber genauso auch nach Innen. Die Bürger sollten sich mit dem Erscheinungsbild identifizieren können.
    Zielgruppe sind Touristen und Bürger! Wie die Mehrzahl der Bürger so ticken, das sollte schon im Briefing enthalten sein. Wenn das nicht geschieht, dann sagt das einem guten Designer der gesunde Menschenverstand. Es ist ja keine Kunst herauszufinden, daß Menschen in Burghausen in der Mehrzahl sehr Traditionsbwußt und Heimatverbunden, gleichzeitig aber auch modern und Kultur- bzw. Jazzliebhaber sind ;-))) Die Reaktion der Bürger war vorrauszusehen. Die Facebookseite habe ich nur mal überflogen, sicher staut sich jetzt die Wut und es gibt einige Projektionen. Aber die Erklärung der Auftraggeber anfang der Woche das neue CD so zu belassen bezog sich auf unsere Seite, das designtagebuch. Ob die Umfrage hier repräsentativ ist, das sei mal dahingestellt. Ich kann mir das Ergebnis nur so erklären, daß die Leute spontan aufgrund der Gegenüberstellung mit dem alten Logo, der schönen Bilder in der Broschüre gewählt haben. Aber auf den zweiten Blick gemerkt haben, daß was nicht stimmt. Das kam ja auch in einigen Beiträgen heraus und mir selber ging es nicht anders.
    p.s. ich finde die Ausdrücke “Lieschen Müller” und “Hans Wurst” völlig deplaziert und diskriminierend und bitte um eine sachliche Diskusion.
    .

  3. Das Erscheinungsbild einer Stadt repräsentiert ja zuallersteinmal die Organisation Stadtverwaltung. Also muss (sollte) eben jene sich mit dem Erscheinungsbild identifizieren können. Nicht die Bürger und nicht die Touristen. Beide Zielgruppen möchte man vielleicht ansprechen, aber hier ist keine Identifikation zwingend notwendig.

    Sicher kann man ein Erscheinungsbild diskutieren, sollte es wirklich beim Großteil der eigenen Bürger auf Missfallen stoßen, aber das würde sicher eindeutigere Umfragemaßnahmen erfordern.

    Ich entscheide doch als Bürger auch nicht, wie die Architektur vom neuen Kindergarten auszusehen hat, bei Gestaltungsfragen fühlt sich auf einmal jeder zu großer Mitentscheidung berufen.

    Vielleicht will ich mich auch gar nicht immer mit dem Erscheinungsbild der Stadt identifizieren, man denke an alle möglichen Arten von Bußen / Entscheiden / Bescheiden, wenn „die“ (Verwaltung) plötzlich etwas von mir (Bürger) will oder umgekehrt (Anträge).

    Natürlich sind viele Verwaltungen im Prozess, ihre Verwaltungssicht auf Bürgersicht umzustellen und das wirkt sich auch auf die Kommunikation aus – das heißt aber eben genau nicht, dass die Erscheinung der Stadt in einem demokratischen Prozess gefunden wird. Sie sollte einer von der Stadt gefundenen Kommunikationsstrategie entsprechen und wird daher von der Stadt (oder eben einer Agentur) entwickelt.

    p.s. die vielen Melbourne Logovarianten sind übrigens (zumindest nach meinen letzten Informationen) so nie umgesetzt worden. Es wird immer wieder gerne als Beispiel für eine gelungene Vielfalt hingestellt. Eingesetzt wird jedoch nur die normale grünliche Version, sowie die Schwarz/Weiß- und Strichvariante. Derzeit werden nur vereinzelt Varianten für zur Stadt gehörige Organisationen verwendet. Siehe „Other City of Melbourne Websites“ unter http://www.melbourne.vic.gov.au

  4. Das neue Logo ist struktur- und einfallslos, die Ähnlichkeit mit Melbourne ist beschämend, farblich völlig unauffällig und daher nicht einprägsam, höchstens im negativen Sinn

  5. Meine Güte, die haben aber schmerzbefreit bei Melbourne kopiert.
    Ich finde es ja generell nicht verwerflich, wenn man sich inspirieren lässt, aber ich finds doch etwas ZU inspiriert – trotz aller Überlegungen, dass ja doch auch Eigenständigkeit drin steckt. Abgesehen davon gefällts.

  6. Gute Entscheidung. Sigrid Resch, Geschäftsführerin Burghauser Touristik GmbH, schreibt mir eben: „dass wir nach dem einstimmigen Beschluss der gestrigen Aufsichtsratssitzung an dem neuen Logo festhalten werden und den Weg konsequent weiter gehen. Schritt für Schritt wird das Logo und das Gesamt-Kommunikations-Konzept sichtbar werden und die Burghauser Bürger können dann das „Vorher-Nachher“ gut vergleichen.“

  7. Sehr geehrte Mitkommentatoren,

    schön, daß sich hier soviele für dieses Thema interessieren. Aber mir entgeht nicht, dass sich einige “Designer” als weltoffen, wortgewandt u. zukunftsorientiert darstellen.

    Burghausen kann man in einem Tag (u. einem längerem Abend..) als Besucher erfassen. Jene Pro- Autoren haben dies offensichtlich nicht getan….Dieses sogenannte Logo, oder Signet, u. weiterführend als Corporate Identity genannte Abschlussarbeit eines 5-monatigen Workshops dieser Agentur ist nicht tauglich für diese Stadt, mit der ich mich als eigentliche Heimatstadt identifiziere.
    Ich bin wahrnehmungsgeschult; u. in allen Bereichen der Hochkultur zuhause…Gestaltungsmäßig hat sich Burghausen schon einige Fehler geleistet, andererseits auch gute Ergebnisse hervorgebracht. Seit 1989 wurde ich ständig beleidigt durch das alte Logo, das für eine Burg, die “hausen” heißt, geworben hatte. Mit Bedauern dachte ich immer an die unfähigen Verantwortlichen, die für diese Entscheidung verantwortlich zeichneten. Mit doppeltem Bedauern u. noch negativeren Gefühlen werde ich jetzt für die nächsten Jahrzehnte
    weiterhin sehr negativ berührt; u. ich kann dann bei meinen Besuchern aus dem In- u. Ausland zukünftig nicht umhin, diese weiter gestalterische Unzulänglichkeit auf mein Proramm zu setzen. Ich werde Ihre Agentur nicht nennen, dafür sind Sie mir zu unbedeutend u. in Zukunft auch unrelevant.
    Sigrid Resch u. der gesamte Stadtrat wird in meinen Gedanken u. Worten in diesem Zusammenhang auf Dauer sehr negativ bedacht werden.
    Es sind nicht wenige Burghauser Persönlichkeiten (natürlich nicht im Stadtrat vertreten), die Personen auch von weither nach Burghausen anziehen, einladen etc.
    Peinlich für diese schöne Stadt, Gruß, Christian Wulle

  8. @christian
    Ich bin zwar eher im Wirtshaus als in der Hochkultur zuhause, kann aber auch nicht ganz nachvollziehen, warum manche Kollegen das Burghausen-Logo so sehr in den Himmel loben.
    Die hier schon angesprochenen formalen wie inhaltlichen Mängel sind halt doch zu offensichtlich.
    Da tröstet es verständlicherweise wenig, daß es zumindest gefälliger daherkommt als das Vorgängermodell.

  9. Das neue Logo ist interessant, spannend und reizt geradezu zum Widerspruch. Während ich mich mit der Bildmarke noch durchaus anfreunden kann, bleiben mir die Farbgestaltung und die Typografie ein Rätsel. Genau hier hätte man sich bremsen sollen. Der primäre Eindruck der Logogestaltung ist nicht mehr der einer duch das Mittelalter geprägten Stadt, sondern einer Stadt, die sich vielleicht mit Edelsteinen, vielleicht auch mit Chemie oder dem Abbau von kristallinem Gesteinen befasst oder aber befasst hat.
    Diese unterbewusste Wahrnehmung oder Deutung steht meines Erachtens in krassem Widerspruch zum Charakter dieser kleinen, von einer historischen Burganlage geprägten Stadt. Ich vermute, dass dies auch von den Einwohnern so empfunden wurde.
    Hätte man sich ein wenig mit der farbpsychologischen Aussage dieser Gestaltung befasst, wäre das nicht passiert. Ich kann die Ablehnung des Entwurfs nachvollziehen. Er ist zwar formal stimmig – aber er wurde für den falschen Auftraggeber realisiert.
    Die Schriftwahl verstärkt das Ganze noch und sorgt für eine frei in der Luft hängende Gestaltung, die kaum Wurzeln im Gegenstand hat, für den sie entwickelt wurde.

  10. Die Bildmarke hat keinen Bezug zur Stadt. Auch formal hat sie große Mängel. Vor allem an den Rundungen und Ecken gehen die Linien aus dem Raster heraus, und das völlig grundlos. Das verunsichert und ärgert den Betrachter unbewußt.
    Daß die Gestalter von Melbourne abgeschaut haben ist nicht so schlimm, denn das Vorbild ist ja wirklich gut. Nur, dann muss es auch gut und konsequent gemacht werden. Die Gestaltungsformen z.B. ändern sich willkürlich und haben keinen Bezug zur Bildmarke.

    Ein gutes und konsequentes “Melbourneinspiriertes” Beispiel ist für Krefeld gelungen:
    http://www.designmadeingermany.de/blog/corporate-design-manual-der-stadt-krefeld/

  11. Das Logo gefällt mir, den Claim finde ich unschön. Für mich klingt das zu sehr nach “Duplo – die wahrscheinlich längste Praline der Welt”. Die bildliche Umsetzung des Claims finde ich allerdings witzig. Wenn jedoch der Zwang besteht alle Bilder auf “extra lang” zu münzen, ist es sehr bald nicht mehr lustig.

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