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Umfrage: Gendersensible Sprache in Fachmedien (Kontext Design)

gendergerecht Schriftzeichen

gendergerecht Schriftzeichen

In den letzten Jahren sind immer mehr Verlage und Medienhäuser dazu übergegangen, Texte und Bücher in gendergerechter bzw. gendersensibler Sprache zu veröffentlichen, auch solche, in denen die Themen Design, Gestaltung, Branding und Marketing beleuchtet werden. Meist überlassen die Verlage die Entscheidung, wie oder ob gegendert wird, ihren Autoren und Autorinnen. Als Autor und Blogger, der regelmäßig Fachbücher liest und rezensiert, habe ich mich gefragt, wie es eigentlich anderen Designinteressierten bezüglich der vielen unterschiedlichen Schreibweisen damit ergeht. Ob es eine Präferenz hinsichtlich einer bestimmten Schreibweise gibt. Deshalb habe ich eine Umfrage erstellt, in der explizit dies abgefragt wird.

Wer im Kommunikationsdesign tätig ist, sollte gelernt haben bzw. lernen, sensibel mit Sprache umzugehen, der visuellen wie auch der geschriebenen und gesprochenen. Denn schließlich wird über Farben, Bilder, Formen und Worte die Wahrnehmung der Menschen in eine vom Absender/Unternehmen gewünschten Richtung gelenkt. Das Thema Gender Design wird auch heute noch an vielen Hochschulen vernachlässigt, so mein Eindruck. Auch deshalb ist Sensibilisierung wichtig.

Wenn Sprache verstanden werden soll, müssen Anwendungskontext und Zielgruppen/Adressaten mitbedacht werden. Didaktische, für Kinder verfasste Texte unterscheiden sich von juristischen Texten ebenso in erheblichem Maße wie sich wissenschaftliche Abhandlungen von Nachrichten oder von städtischen Bekanntmachungen unterscheiden. Hinsichtlich gendersensibler Sprache gibt es bislang keine eindeutige Schreibvariante, auch weil der Rat für deutsche Rechtschreibung sich diesbezüglich noch nicht festgelegt hat (siehe PDF). Auch deshalb ist mittlerweile ein zum Teil kreativer Wildwuchs an Varianten antstanden, was der Verständigung jedoch nur bedingt zuträglich ist. Derzeit bleibt abzuwarten, ob sich eine oder gar mehrere der Varianten durchsetzen wird bzw. werden.

Mich würde interessieren, ob es innerhalb der Kreativszene eine Präferenz hinsichtlich einer Schreibvariante in Fachmedien gibt, und zwar wenn konkret der Kontext Design, Gestaltung, Branding und Marketing thematisiert wird. Innerhalb der Umfrage wird also nicht abgefragt, ob die jeweiligen Schreibvarianten generell präferiert werden, sondern welche Schreibweise(n) Leserinnen und Leser eines Fachbuchs über Design am liebsten angewandt sehen möchte(n). Das auf diese Weise entstandene Meinungsbild kann sowohl Verlagen und Medienhäusern wie auch freien Autoren und Autorinnen als zusätzliche Orientierung dienen, um entsprechende Texte zu verfassen. Soweit zum Hintergrund.

Die Umfrage

  • Die Beantwortung der vier Fragen dauert nur wenige Minuten.
  • Mehrere Schreibvarianten zu befürworten, ist explizit erlaubt.
  • Es werden keine persönlichen Daten erfasst.
  • Alle Antworten und Kommentare sind am Ende der Umfrage für jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer einsehbar.

Eine hilfreiche und objektiv formulierte Zusammenfassung hinsichtlich einiger der in der Umfrage abgefragten Schreibweisen findet sich auf dem sogenannten Schreibportal der Uni Leipzig unter Gender. Eine generelle Einführung in das Thema findet sich zudem auf Wikipedia unter Geschlechtergerechte Sprache.

Update 26.09.2020, 14:59 Uhr: Die Umfrage ist nun geschlossen.

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