pimp my Roller

Roller Logo

Die Möbelkette Roller hat ihr Logo ein wenig modifiziert. Wer angesichts der letzten Logoredesigns (C&A, GoogleChrome, etc.) glaubte, einen Trend in Richtung weniger „Glory & Glossy” beim Logodesign ausmachen zu können, dürfte ob des gezeigten Wechsels ins Zweifeln geraten. Glanz und Sternchen gehen noch immer, zumindest in der Möbelbranche.

Roller Logos

Der Logowechsel fällt in die Kategorie: „pimp my logo“. Hier ein neuer Lack, da ein paar Sternchen, tiefer gelegt und bei der Typo wurden ganz breite Schluppen aufgezogen. Die „Dax black “als Schrift für den Claim „Clever einrichten!” ist schon reichlich abgefahren. Kein Klischee, das mit diesem Logo nicht bedient würde. Kunden werden das Tuning kaum bemerken. Designer hingegen dürften mit den Augen rollen.

48 Kommentare zu “pimp my Roller

  1. Ach du meine Güte.
    Scheint wohl irgendein Praktikant mit Photoshop rumgespielt zu haben.
    Dieser Glanzeffekt macht mich langsam rasend. Solche Logos gehören in die Tonne getreten.

  2. phu… schwere Kost am Sonntag Morgen/Mittag!

    Abgesehen davon, dass das Glossy hier überhaupt nicht geht, wie erklärt sich denn dieses “willkürliche” Glossy bspw. im L und E und das R wieder ganz anders?

    Ich muss irgendwie an einen Putzmittelhersteller denken. WC-Reiniger? Meister Proper lässt grüßen!

  3. “Scheint wohl irgendein Praktikant mit Photoshop rumgespielt zu haben.”

    Wie war das nochmal mit solchen Sprüchen? Naja, wers braucht.

    Zum neuen Logo:
    Sieht jetzt etwas aus, als würden bei ROLLER vor allem (billige) Plastikmöbel verkauft. Und Plastik ist ja bekanntlich nicht grad der gesündeste und umweltfreundlichste Stoff. mal davon abgesehen, das Plastikmöbel schäbig aussehen.

    Ausserdem schiebt sich ROLLER mit diesem Logo in die Reihe von MediaMarkt und Saturn ein, die auch mit solchen Plastiklogos werben. Auch ein zweifelhafter neuer Ruf!

  4. Ich hab gerade zwar auch einen kleinen Schrecken bekommen, als ich das Re-Design sah, aber Roller bleibt halt eine Art Möbel-Discounter…. von daher passt das alte wie auch das neue Logo doch eigentlich ganz gut.

  5. Ich kann mich da nur meinen Vorredner anschließen,
    allerdings finde ich die “clevere” Font für den Claim auch wirklich beachtenswert.
    Würde dazu mal gern die Begründung lesen warum genau diese. Für mich wirkt es wie ein verzweifelter Versuch etwas Moderne ins das Logo einfließen zu lassen.

    Leider erinnert mich die Font in dieser Kombination, mit den Glanzeffekten, blau, rot, und den harten Versalien (ROLLER), eher an eine Agentur für Clowns…

  6. Sieht mir eher nach einem nachgemachten Tutorial für Photoshop aus. Zwar glänz das Logo ist aber bei weitem keine Glanzleistung. Letztendlich wirkt es etwas jugendlicher mehr aber auch nicht.

  7. Wie so oft: wenn Effekte eingesetzt werden ohne die Grundlagen der Gestaltung oder auch nur der Optik (Logik von Spiegelungen etc.) zu kennen, kommt nur Sch*** bei raus.
    Aber mal ehrlich: wer bei Roller einkauft, bei dem ist eh kein besonders ausgeprägter Geschmack zuzutrauen. Auch für wenig Geld gibt es mehr Stil als bei diesen Ramschhändlern.

  8. Puhhhhh … Wie sieht das Logo wohl auf einer schwarzen Fläche aus? Insbesondere diese “Sternchen”, frage ich mich gerade. Werden diese dann am Rand abgeschnitten? Zu den restlichen “Effekten”, will ich mich erst gar nicht äußern … das könnte sehr derb ausfallen … .

  9. Scheint es nur mir so, oder wird durch den “Glossy-Effekt” aus dem E ein £? Ob da eine Idee hinter steckt? So etwas sollte jedem selbst auffallen, der das Logo gestaltet, wie geschult auch immer sein Blick sein mag.

  10. Ich vermute, dass keiner der DT-Leser bei Roller einkauft. Ich vermute weiterhin, dass es bei der Zielgruppe mehrheitlich gut ankommt. Insofern muss das hier nicht gefallen, kann aber aus Marketingsicht durchaus ein richtiger Schritt sein.

  11. Absolut passend. Wem es noch nicht aufgefallen ist… es gibt eine ganze Reihe von “Billigheimer”-Ketten in der Einrichtungs- und Haushaltsbranche, bei denen es ähnlich aussieht. Zielgruppengerecht, passend zum Angebot. Gelungeses CD.

  12. @Guido: Also ich hab letztens bei Roller noch nen Spiegelschrank gekauft. Und ja der ist auch super und nicht minderwertig oder was auch immer hier von Roller behauptet wird. ;)

    Nur dann nen Anfall beim Zusammenbauen bekommen, auf der Anleitung stand “Montagezeit ca. 3Std.” Dabei ist das nurn Kasten mit drei Türen. O_o Und dank Akkuschrauber hab ich nur 2,5 Std. gebraucht. Graaah.
    Bei Ikea wär das nicht passiert aber da gabs keine die mir gefielen. ;)

    Zum Logo:
    Denke dass Roller da auch eher so Saturn/MM-mäßig agieren will, also laut und überladen. Allerdings erkenne ich kein System bei den Spiegelungen, mal so mal so, Sonne von links, von rechts… :D

  13. Hmmm… was soll man dazu sagen? ;-)

    Ich denke schon das die Überarbeitung des Logos die angestrebte Zielgruppe ansprechen wird, wenn es auch aus gestalterischer Sicht absolut grausam ist.

    Wenn man sich allerdings die anderen Möbel-Discounter anschaut, ist das Bild so ziemlich das Gleiche… (Prospekt SB Möbel Boss uaaaaaah…)

  14. Ist das Redesign wirklich aktuell? Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich es bestimmt schon vor einigen Monaten in dieser Glossyversion gesehen habe … Das nur am Rande, wegen Aktualität und so.

  15. Das Logo ist passend. Warum?

    Schauen wir uns die Zielgruppe an, und sie wird Roller lieben: sie ist der deutsche Durchschnitt und der ist gerade dabei, von der Schrankwand in Eiche Rustikal der (Groß-)Elterngeneration zu emanzipieren. Die Couch mit dem Velourbezug muss auch irgendwann ersetzt werden, weil der Schaumstoff durchgesessen ist. Aber bitte nicht zu teuer, und bitte so, dass es gefällt. Und vor allem nicht Etepetete. Das, was gefällt, bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Röhrendem Hirschen und Paintbrushbild mit Glitzeroptik. Das bringt den Touch Luxus. So wie auf Pro7 in taff oder beim RTL bei Birgit Schrowange. Ich habe mal einen Aufpasser in der Neuen Nationalgalerie in Berlin gefragt, welches Bild er aus einem Saal mit deutschem Expressionismus auswählen würde, um es ins Wohnzimmer zu hängen. Seine Antwort war: Alles nix für ihn, da kann man ja nicht so viel drauf erkennen. Er würde sich lieber ein Bild eines Ozeandampfers über die Couch hängen. Ehrlich gesagt: Dazu passt dann auch kein Sofa von Minotti. Es sind eben nur bei einer “designorientierten” Minderheit die Entwürfe von Eileen Gray oder Marcel Breuer, die Anklang finden (was auch immer “designorientiert” in diesem Kontext bedeutet – eine elitäre Einstellung oder persönlicher Geschmack?).

    Typische Einkäufer bei Roller: Ronny und Gabi aus Leipzig, Uschi von der Schwäbischen Alb, Carmen aus Köln-Deutz, und vielleicht noch Cindy aus Marzahn und eben nicht Nuri vom Prenzelberg, Elisabeth aus Bogenhausen oder Stephan aus der Südstadt. Also… passt doch. Die Zielgruppe von Roller kann mit Vitra, USM, etc. sowieso nichts anfangen, und das ist auch gar nicht schlimm. Und deswegen – lange Rede kurzer Sinn – wird diesem Personenkreis das neue Logo mit Glanzeffekten und Sternechen mit Sicherheit gefallen. In sofern: Gute Arbeit!

  16. Auch wenn Stephan hier mit Ressentiments argumentiert, kann ich mich ihm nur anschließen: In meinem Stuium musste ich mich ein Semester lang mit diesen vermeintlichen (sic!) Billig-Marken rumplagen und durfte erfahren, dass es teilweise um Längen schwieriger ist, eine zielgruppenaffine Billig-Marke zu designen, als eine edle.

    Im Falle von Roller ist dieser Glow-3D-Shiny-Glossy-Whatever-Effekt nur logisch und für seine Verhältnisse sogar ziemlich gut umgesetzt. Jedoch finde ich es ein bisschen unglücklich, dass man dann die Typo nicht gleich mit überarbeitet hat, die passt nämlich absolut nicht zum Prinzip. Ein bisschen runder und geschmeidiger wäre gut gewesen. Gerade an den beiden Rs sieht man, dass Effekt und Typo sich überhaupt nicht vertragen.

    Vielleicht hätte man die Dax lieber für die Wortmarke nehmen sollen, und eine straighte Groteske für den Claim?!? Der Claim in der Dax sieht so jedenfalls aus wie ein Fremdkörper.

    Über die Sterne kann man streiten. Aber wenn schon, denn schon, sag ich da mal und gebe fünf Euro ins Phrasenschwein. Stören tun sie auf jeden Fall nicht.

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