Neues Corporate Design für Münchner Pinakotheken

Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, zu der unter anderem die Alte Pinakothek, die Neue Pinakothek und die Pinakothek der Moderne gehören, haben seit kurzem ein neues Erscheinungsbild. Das neue Erkennungszeichen, ein schlichtes Typogramm, stellt den Bezug sowohl zur Institution und zu den drei prägenden Museen der Sammlungen her, wie auch zum Kunstobjekt als solchem.

Entwickelt wurde eine Dachmarkensystematik, die ein gemeinsames Erscheinungsbild schafft und als Qualitätsabsender fungiert. Das neue Corporate Design kommt bei den drei Münchner Pinakotheken, die gewissermaßen die Aushängeschilder der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen darstellen, dem Museum Brandhorst und der Sammlung Schack ebenso zum Einsatz, wie bei den insgesamt 14 Filialgalerien im Freistaat Bayern.

Im Typogramm verbinden sich der Buchstabe „B“, der für die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen steht, mit dem „P“ der Pinakotheken. Dabei gleicht der untere Bereich einem Bilderrahmen, dessen Winkel eine Trennung der Buchstaben vollzieht.

„Das Bildzeichen lässt Raum für unterschiedliche Medien, Epochen und Sammlungsschwerpunkte. Es ist hochgradig flexibel, einfach zu erinnern transformiert das Renommee der Pinakotheken auf die Dachmarke und somit auf die gesamte Sammlung“, so Norbert Möller, Executive Creative Director bei der Peter Schmidt Group, die für die Entwicklung der Marke verantwortlich zeichnet.

An viele Stellen, digital wie analog, ist das neue Corporate Design bereits zu sehen. In zwei ausführlichen Statements werden die Aufgabenstellung und die unterschiedlichen Gestaltungsansätze aus der Perspektive der verantwortlichen Agentur beschrieben.

Mit dem von wenigen Tagen vollzogenen Relaunch der Website pinakothek.de ist der gesamte Bestand der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen erstmals online zugänglich. Die Online-Sammlung umfasst 25.000 Kunstwerke, von altdeutschen Meistern bis hin zu zeitgenössischen Arbeiten. Ein Großteil der Bilder und Objekte wird allerdings aufgrund fehlender Bildrechte nicht angezeigt, was schade ist. Auch die Filterfunktionalität könnte besser sein. Insofern ist der Besuch vor Ort nach wie vor die beste Option.

Noch bis Mitte Juli widmet sich beispielsweise die Pinakothek der Moderne unter dem Titel „Korea: Design + Plakat“ dem Schwerpunktthema koreanisches Design. Insbesondere die Plakate, das durfte ich im Zuge eines Besuches kürzlich entdecken, sind sehenswert.

Kommentar

Ein originäres, plakatives und ansprechendes Zeichen. Obwohl gleich auf drei Aspekte Bezug nehmend, ist die Form dennoch schlicht und einprägsam. Oftmals wirken Logos, die inhaltlich stark aufgeladen sind, kleinteilig. Nicht so in diesem Fall. Das „P-B-Bilderrahmen“-Prinzip erschließt sich auch ohne Erläuterung, so jedenfalls mein Eindruck.

Mediengalerie

28 Kommentare zu “Neues Corporate Design für Münchner Pinakotheken

  1. WOW! Das hätte wohl der Auszubildende Mediengestalter zwei Straßen weiter besser hinbekommen. Mir fehlt auch der Bezug zur Kultur. Vollkommen unverständlich. Geschweige denn von diesem Bayern-Blau.

    • 1. was ist Beme?
      2. der Umriss eines B ist nicht besonders prägnant oder einzigartig. Da hat das Logo des Artikels mehr zu bietenn
      3. Beme was shut down in 2017.

  2. Ich habe da eigentlich ein recht geübtes Auge, aber ich hab es bis zum Video (das habe ich mir direkt nach dem Teaser-Text angesehen) nicht als „B“ wahrgenommen! Auch wenn es logisch ist! Das „P“ ist mir sofort aufgefallen, der Rest fiel schwer!

    • Naja. Ich würde behaupten als halbwegs gelernter Designer (Aber auch so) erkennt man es normalerweise sofort. Aber es ist einfach zu langweilig umgesetzt! Ideenlos und unästhetisch. Und dieses an den Haaren herbeigezogene (und auch schlecht gemachte) Video – da gruselt es mich wirklich!

  3. Wenn es die bewusste Absicht des Gestalters war, ein versales P und B verschmelzen zu lassen, ist das eine der handwerklich „gruseligsten“ weil schlampigsten Arbeiten (von Typografie möchte ich hier nicht sprechen), die ich jemals gesehen habe. Eine Schande für das Haus und die kulturellen Schätze, die darin bewahrt werden.

    • „Eine Schande für das Haus! Also zumindest für mich.“
      Ist doch wieder schön zu sehen, wie die Geschmäcker auseinander gehen. Ich empfinde das Logo als sehr ansprechend und weitgehend selbsterklärend.
      Dieser Drang, die eigene Meinung („Gefällt mir nicht“) derart emporzuheben („Schande für das Haus“) ist mir ehrlich gesagt sehr suspekt…
      Aber ich bin mal gespannt auf deine Antwort zu Achims Frage. Würde mich auch mal interessieren. :-)

  4. Ich finde es auch nicht gelungen, ein deutlicher Rückschritt. Gab es eigentlich eine öffentliche Ausschreibung? Ich hab‘ nix mitbekommen!

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