METRO Group – Neues Firmenlogo

METRO Group

Die METRO Group befindet sich in einer Phase der Umstrukturierung und ändert unter anderem auch das Firmenlogo. Wer sich für „Cash & Carry, Shape 2012, Business Unit Europa/MENA“ und den „Turnaround“ interessiert, der ließt die knochentrockene Pressemeldung. Leider Gottes bietet das Redesign des Konzernlogos auch nicht mehr Saft.

Die Klasse, die das rot-graue Logo ausstrahlte ist mit der neuen Wortmarke verloren gegangen. Die Farben der Großmärkte (Cash & Carry) aufnehmend, möchte man sich „kundennäher“ präsentieren. Dabei hinterlässt die neue, in Versalien gesetzte Wortmarke im Vergleich zum Vorgänger (Schriftart „Humanist“) in seinem „Tech-Look“ allerdings einen eher sperrigen Eindruck.

„METRO“ in gelb angelegt, steht zudem aufgrund seines hellen Farbtons im Vergleich zum dunkelblau gesetzten „Group“ auf einer anderen visuellen Wahrnehmungsebene. Gut ist diese Unausgewogenheit zu  sehen, wenn man die Farben „herauszieht“ und eine rein graue Darstellung anlegt. Die Definition der Farbwerte sowie das Kontrastverhältnis sind im Vorgänger deutlich besser gelöst.

Verantwortlich für das Redesign ist die Kölner Agentur Grintsch. Die Website befindet sich derzeit noch im alten Design.

Danke Christian und Kiri für den Tipp.

38 Kommentare zu “METRO Group – Neues Firmenlogo

  1. An makromania:

    Die Schrift im alten Logo ist die Gill Sans, die aber von Bitstream unter dem Namen Humanist 521 angeboten wird. Dabei ist der Zusatz 521 ganz wichtig, denn Humanist 777 beispielsweise ist meines Wissens die Frutiger.

  2. Eigentlich war es sinnvoll den Metro-Konzern optisch von den Metro C&C Märkten abgegrenzt zu haben. Die Überarbeitung war nicht nur unnötig, sondern ist darüber hinaus noch misslungen.

    Würde mich interessieren, wieviel Geld die Agentur für so eine Leistung bekommt. Und was umgerechnet auf Powerpoint dann eine Präsentationsfolie kostet :-)

  3. @ppp: Ergibt aber nur solange Sinn. solange auch noch andere Sparten im Konzern sind. Werden MediaSaturn und Galeria Kaufhof langfristig verkauft und bleiben Metro und real,- (als kleines Anhängsel der gestärkten Metro-Sparte) übrig, wirkt die Anpassung des Logos an das der Kernmarke nur konsequent.

  4. Wie Torsten schon sagte, ist dieses Redesign nur konsequent. Die Metro konzentriert sich auf der Kerngeschäft. Ich fand es bisher immer eher befremdlich, dass die Metro Group ein vollkommen anderes Logo als die C&C-Märkte hat. Gleiches ist ja auch bei Rewe passiert. Markenrelaunch der Supermärkte und parallel wurde das auch für die Group adaptiert. Das macht die Wiedererkennbarkeit besser.

    So ist immerhin ausgeschlossen, dass es sich um ein ganz anderes Unternehmen handeln könnte.

    Premium ist dieses Redesign freilich nicht. Aber muss es ja auch nicht. Gibt ja auch keinerlei Premium-Vertriebsmarken im Portfolio.

    Die Typo ist gewohnt holzig, aber auch sehr markant. Der rote Punkt erschließt sich erst im Umfeld. Bin auf die ersten Folder gespannt.

  5. @Torsten
    Bis jetzt gehören aber Media-Saturn, real und Kaufhof noch zu Metro. Und zumindest für M-S hat man einen Verkauf oder Börsengang erstmal ausgeschlossen.
    Kein Konzern passt sein Logo schon mal auf ungelegte Eier an, von Imagemaßnahmen mal abgesehen.

    @DerSiedler
    Kaufhof und Media-Saturn würde ich schon als „Premium“ bezeichnen, wenn man das heute so nennen mag. Wettbewerber wie z.B. Karstadt bzw. ProMarkt oder Expert sind nicht premiumiger als die entsprechenden Angebote aus dem Metro-Konzern.

  6. @Picco: Die Metro C&C-Märkte haben hier auch das gleiche Logo. Aber der Mutterkonzern die Metro Group hatte bislang das rot-graue Logo.

    @ppp: Naja Premium ist wahrscheinlich eine Definitionsfrage.

  7. Der Metro-Großmarkt den ich kenne, hat seit etwa 30 Jahren genau diese massive Typo des angeblichen „nachher-Logos“ in drei Meter großen gelben Leuchtlettern auf dem Dach stehen. Das „vorher-Logo“ ist mir auch unbekannt. Ich kann Picco nur recht geben, so kenn ich die Märkte auch, allerdings spreche ich nicht von Österreich sondern von Hessen. Vielleicht möchte sich die Gruppe mit einem „Back to the roots“ aus einem selbst verbockten Logo-Wirrwarr befreien? Immerhin: Die sind noch immer „zum Handeln geschaffen“ und nicht „Made for Trade“ oder so…Respekt.

  8. ich persönlich kann die wahrscheinlich aus konzernstrategischen und ökonomischen gründen gefällte entscheidung, sich hier an das cash&carry Logo anzunähern, aus sicht eines corporate designers nicht gutheißen. die unterschwellig visuelle erscheinung vermittelt hier, wie schon von vielen kollegen erwähnt, eher einen wenig wertigen bis ramischigen gesamteindruck. keine gute umsetzung als visuelle aussage zur identität des konzerns metro group. handwerklich lässt die wortmarke zudem zu wünschen übrig (ausgleich usw.). man hätte eine design agentur mit dieser überarbeitung beauftragen müssen, oder einen strategen zu diesem thema beratend hinzuziehen. das ergebnis ist ein rückschritt und wird der metro group nicht gerecht.

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