45 Kommentare zu “Lacoste – mit 80 Zeichen in die X-Beliebigkeit

  1. Das ist dich mal eine schönes Beispiel des „will ich jetzt auch haben“ in einer Sparte wo das Spiel mit einem variablen Logo nun gar nicht funktionieren will.
    Virtuelle Marken habene s hier leichter: diese erlebt man am Bildschirm, hat in kurzer Zeit eine vielzahl an (selbst & bewusst herbeigeführten) Kontakten die eine große Spielwiese für variable Markenzeichen bieten – Da man in den meisten Fällen bewusst mit der Marke kommuniziert wird der Absender nur selten in Frage gestellt werden – dieser hat die Freiheit sich hier darzustelllen wie es ihm beliebt.

    Bei einer Textil/Modemarke ist das doch allerdings ein Schuss in den Ofen! Die Produkte werden von den Käufern hinaus in die Welt getragen wo sie auf andere, potentielle Konsumenten treffen, die mangels Kontext, keinerlei Chance haben, die Marke zu erkennen.
    Die Variabilität des Markenzeichens führt sich mit der physischen Ausformung von Stick auf Stoff absurdum.
    Freilich, die Variabilität wurde z.B. von Burton Snowboards in den 90gern schon einmal durchexerziert, allerdings mein ich mich zu erinnern, dass die Essenz des Zeichens dort stärker und konstanter war (ähnlich wie bei Marken ala Melbourne). Wenn das zugrundeliegende Zeichen stark genug ist, kann es variiert werden, ohne dabei an Wiedererkennungswert einzubüssen, wird allerdings die Form in ihre Gänze aufgelöst, wie hier bei Lacoste, wird das Zeichen als beliebig entwertet und somit sinnlos.

    Da hat man sich von dem rollkragenbewehrten Designergeist wohl einen echten Imagegewinn versprochen – ich zweifle aber am Erfolg dieser Aktion, da die Popularität der Marke Lacoste solcherlei Wagnisse einfach nicht hergibt…

  2. das erste mal, dass ich mit lacoste kaufen würde! und wohl auch das letzte mal!

    endlich bissel frischer wind nich so steif,
    ich finds mutig und überhaupt nicht schädigend solang es bei einer »sonderaktion« bleibt. und genau in diesem rahmen finde ich eine markendiskussion im sinne von: andere potentielle kunden haben keine chance die marke zu erkennen, völlig »falsch«.

    und zum thema imagegewinn – man darf ja def nicht vergessen, wieviel aufmerksamkeit die genau durch diese aktion bekommen. die schaffen es sogar, dass menschen die sich sonst nciht für lacoste interessieren, sich damit zu beschäftigen. und wer die editionen nicht will, bleibt bei dem was er sonst gekauft hat.

  3. Ich versuche dies mal, trotz mangelnder Anhaltspunkte, als ironische Anspielung auf die in der Beliebigkeit versumpfte Logoschickeria zu verstehen. Und schiebe es der Unwissenheit um Designtechniken einiger Marketingbestuhler und dem verzweifeltem Glauben, dass (mittel)große Namen schon von allein gute Inhalte liefern in die Schuhe.
    Oder in einem Satz: Ist doch schon ok so, oder?
    PS: Ist doch ok, oder?

  4. Kann mich über unsere Branche nur noch kaputtlachen.

    Mit was will sie denn überhaupt noch ernstgenommen werden.

    Ich bewundere nur Eines: Wie dieser Saville es geschafft, das zu verkaufen.
    Das ist die wahre Kunst.

    (Sorry, dass ich nicht konstruktiver bin. Aber bei dieser Steilvorlage …)

  5. Kann mich über unsere Branche nur noch kaputtlachen.
    Mit was will sie denn überhaupt noch ernstgenommen werden.

    Mit „kaputtlachen“ darüber sehr sicher nicht. Gute eigene Arbeit kann da helfen.

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