In Sachen E-Mails und Spam

Da es in letzter Zeit immer öfter dazu kommt, dass ich Kommentare zurück aus der Spam-Liste holen muss, möchte ich an dieser Stelle einmal darauf hinweisen, dass Kommentare mit E-Mail-Adressen eines Gmail-Accounts grundsätzlich in der Warteschlange landen, was natürlich wenig nett ist. Gilt auch für Hotmail.  Ich persönlich fühle mich durch solch eine Schleife immer etwas gegängelt. Es kann aber noch blöder laufen. Wenn der Spam-Blocker Askimet der Meinung ist, es handele sich um einen Spammer landet der Kommentar sogar auf der ellenlangen Spam-Liste, wo er droht völlig unterzugehen. Daher die Bitte “vertrauenswürdige” E-Mail-Adressen zu verwenden, um zu vermeiden, dass der Kommentar hinten runter fällt, was wirklich ärgerlich wäre.

Dankeschön und frohes Schaffen.

Ganz interessant ist dazu der Artikel beim GoogleWatchBlog, in dem ersichtlich ist, dass der Spamanteil von Gmail-Adressen in wenigen Wochen von 7 % auf 27 % gestiegen ist.

14 Kommentare zu “In Sachen E-Mails und Spam

  1. Ich verstehe sowieso nicht warum es noch soviele FreeMail Nutzer gibt. Fast jeder hat eine Domain, nutzt aber die E-Mail Adressen davon nicht. Die Features sollten mittlerweile auch bei jedem Anbieter entsprechend vielseitig sein für die Accounts, oder?

  2. @stefano:
    “Fast jeder hat eine Domain”? Hier im DT oder allgemein? für letzteres kannst du das doch nicht ernsthaft behaupten..

  3. @Stefano
    Ist das dein Ernst? Fast jeder hat eine eigene Domain? Der Großteil meiner Freunde ist bei Hotmail oder GMX angemeldet. Nur wenige besitzen bzw. benutzen eine “eigene” E-Mail-Adresse.

  4. …der Spamfilter bei All-Inkl ist genial, vor allem das Greylistingverfahren. Mit nur diesem aktiviert hatte ich bisher wenige Probleme bezüglich Spammails. Kostet leider selbst beim Businesstarif 1,99EUR…aber die lohnen sich. Danach kann man getrost die Spamfilterung von OSX o.ä. ausschalten. — Einziger Nachteil: das Erhalten neuer E-Mails von neuen E-Mailadressen dauert etwas länger, was am Greylistingverfahren liegt.

    Mich wundert es aber auch das noch nicht mehr Leute eine eigene, seriöse E-Mailadresse/Domain haben.

  5. @seekfame
    Kommt schon durch aber zeitversetzt, was ja für beide Seiten suboptimal ist. Einige Kommentare landen aber auch wie gesagt in der Spam-Liste, die mittlerweile zur Hälfte mit Gmail-Adressen befüllt ist c.a 2.000 am Tag!

  6. Also ich bin ja der Ansicht, dass es die Aufgabe eines guten Spamfilters ist, die Mails auszuselektieren. Und wer entscheidet bitte, was „vertrauenswürdige“ E-Mail-Adressen sind?! Einige meiner vertrauenswürdigsten Freunde haben Mailaccounts bei Google, weil sie das Web-Interface schätzen zum Beispiel. Und wenn ich nunmal „meine“ E-Mail-Adresse bei Googlemail habe, dann werd ich ganz bestimmt nicht wo anders ’nen Account anlegen, nur um irgendwo einen Kommentar absetzen zu dürfen. Ich nehm ja auch Sendungen von GLS entgegen, ob das meiner Meinung nach der fürchterlichste Paketdienst ist, wo’s gibt auf Welt. ;-)

    Übrigens kommt *dieser* Kommentar mit einer Mail-Adresse von meiner eigenen Domain. Nur zur Sicherheit…

  7. Ja, Michael. Klar sollte das der “gute” Spam-Filter können. Macht er aber defacto nicht. Ich möchte das auch nicht missverstanden wissen: Wer oder was „vertrauenswürdig“ ist, entscheide nicht ich, sondern die lieben Spam-Filter, die teilweise überfordert sind. Mir ist es egal, wer welchen Account nutzt. Ich möchte nur vermeiden, dass Kommentare nicht ankommen, deshalb der Hinweis.

    Ich denke es ist auch etwas anderes, ob man privat E-Mails von Freunden empfängt die einen Gmail-Account haben oder ob man einen Kommentar in einem “öffentlichen Raum” z.B. einem Blog hinterlässt.

    Das Beste ist eh man hat mehrere Adressen parat. Eine z.B für Bewerbungen (eigene Domain), eine für private Zwecke, eine Firmenadresse und mindestens eine für Shopping, Gewinnspiele, etc.. Ich habe nicht nachgezählt aber ich dürfte auf 20-30 kommen. Regelmäßig im Einsatz sind sicherlich 10.

  8. @potsK & TomTom

    Ich gehe eher speziell von den Leuten aus die diesen Blog hier lesen. ich würde die größtenteils als Fachpublikum bezeichnen, die entweder angestellt sind und mit ihren Firmen E-Mails hier auftreten oder ihren eigenen Domains (Projekte, Privat) nutzen.

  9. @Stefan Picco
    Ich habe früher über einen Catch-All-E-Mail-Account für jede Website mit E-Mail-Angabezwang eine eigene E-Mail-Adresse unter einer eigenen Domain verwendet. D.h. für amazon.de dann amazon.de@meinedomain.tld, für dslr-forum.de dann dslr-forum.de@meinedomain.tld, usw. Die Adressen wurden also jeweils ausschließlich auf einer Website benutzt und sonst nirgends kommuniziert. Wenn dann später trotzdem Spam an diese E-Mail-Adressen kam, war eindeutig, wo die Adresse abgegriffen wurde. An 40% dieser Adressen kam früher oder später Spam. Hauptursache sind erfolgreiche Angriffe, bei denen der komplette Datenbestand abgegriffen wurde. Da ich von Websites wie dem DesignTagebuch ohnehin keine Mails erwarte, nutze ich hier und anderswo nur noch Wegwerf-E-Mail-Adressen wie trash-mail.com und sehe überhaupt keinen Grund, hier eine richtige E-Mail-Adresse anzugeben.

    BTW: Eine Spamfilterung auf Basis der Absenderadresse ist schlicht absurd. Ich kenne WordPress nicht weiter, aber gibt es keine intelligentere Spamfilterung dafür?

  10. @Guido

    Das habe ich früher auch so gemacht, witzig :)
    Nun ja ich sehe das so, ich warte zwar nicht unbedingt, um ein Beispiel zu nennen, E-Mails vom Design Tagebuch zu erhalten, doch es kann doch immer sein das dich jemand auch ohne böse Absicht kontaktieren möchte, ein Leser oder Kommentator. Wobei hier die E-Mail Adressen gar nicht angezeigt werden, sondern wenn nur ein Link zur angegebenen URL. Aber ich finde es schon hilfreich, jemanden zu erreichen, ansonsten braucht man die E-Mail überhaupt nicht sichtbar zu machen, oder?

  11. Um SPAM zu bekämpfen gibt es doch dieses MathPlugin oder wie das heißt (fixmbr.de setzt es ein). pro-linux.de und dort.kde.org haben da auch interessante Vorgehensweisen gehen automatisierten SPAM. Sie blenden eine Zwischenseite ein, auf der man einen zusätzlichen Button anklicken muß, um den Kommentar veröffentlichen zu können, der dot geht sogar noch weiter. Die nutzen das seit Jahren und daraus schließe ich, daß deren Methoden hinrechend erfolgreich sind.

  12. Auch wenn der Eintrag schon etwas älter ist. Kommentar-Spam bei WordPress kann man recht leicht verhindern. Da die Bots auf stark automatisierte Prozesse angewiesen sind und den Generator der Website (in diesem Fall WordPress) überprüfen und dann ihren Spam direkt an die wp-comments-post.php senden, kann man dies verhindern, indem man eine eigene wp-comments.php -Datei verwendet und die eigentliche per htaccess sperrt. Benutzt man beispielsweise das k2-Theme, das eine eigene comments.php-Datei mitbringt, ist die ohne großen Aufwand zu erledigen. Dann bleibt man spamfrei.

    Grüße, Sven