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Iarnród Éireann / Irish Rail erhält neues Logo

Iarnród Éireann, die staatliche Eisenbahngesellschaft der Republik Irland, führt seit Anfang des Jahres ein neues Logo ein. Sukzessive werden derzeit die unterschiedlichen Medien auf das neue Design umgestellt – „ein Soft-Roll-Out“, wie es ihr Firmensprecher bezeichnet.

Bislang nutzte das Unternehmen zwei unterschiedliche Logos – eines in der Endkundenansprache (irishrail.ie) und eines als Corporate-Zeichen, das sowohl auf den Zügen wie auch in der Unternehmensliteratur zum Einsatz kam.

Irish Rail – Logo vorher und nachher
Irish Rail – Logo vorher und nachher

Laut irischer Presse hat das Unternehmen derzeit mit finanziellen Verlusten zu kämpfen, für die auch sinkende Beförderungszahlen verantwortlich sind. Vor diesem Hintergrund tut sich die Öffentlichkeit erfahrungsgemäß immer schwer, wenn es darum geht, die Ausgaben für ein Corporate Design einzuordnen. In Foren und auf Nachrichtenportalen werden die in diesem Zusammenhang stehenden Kosten (ein unterer 5-stelliger Betrag) dementsprechend abfällig kommentiert.

Aus Sicht der Gestaltung erscheint eine Negativkritik allerdings unbegründet. Logo und Bildmarke sind deutlich prägnanter und einprägsamer als die bisherigen Zeichen und Schriftzüge. Das neue Logo basiert auf der irischen Nationalflagge, deren farbige Flächen zu Dreiecken „gefaltet“ wurden. Zwischen den Dreiecken verläuft als verbindendes Element eine graue Diagonale, die aufgrund der Schattierung aus dem Logo – und hier wurde die Idee der Falttechnik fortgeführt – einen zweifach gefalteten Streifen entstehen hat lassen. Ein nicht nur formschönes, sondern vor allem passendes und intelligentes Zeichen für ein Unternehmen, das Menschen verbindet.

Verantwortlich für das Redesign zeichnet Image Now.

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 24 Kommentare

  1. Ich sehe viele gute Gründe dafür. Alleine schon eine Leuchtwerbung oder LED an einer Fassade, kann ein paar tausend Euro Unterschied machen. Erfahrung macht klug.

  2. Gefällt auf den ersten blick, allerdings bin ich auf die konkrete anwendung gespannt.
    Die “N”-assoziation ist etwas ungünstig und könnte für verwechslungen sorgen, schließlich gibt es noch die NIR = North Irish Railway ….

    Ein designkonzept besteht nicht nur aus einem logo, sondern dazu gehört die ganze farbgebung der züge, innenräume, bahnhöfe, drucksachen und so weiter – die natürlich nicht von jetzt auf gleich angepasst werden kann.

    Ein logo, das an einem ende grün und am anderen orange ist, hebt sich auf schwarzem oder weißem hintergrund gut ab, auf blauem noch einigermaßen. Nun sind aber viele schienenfahrzeuge der IE entweder schwarz/orange (loks und wagen) oder großteils grün (triebzüge und neuere wagen). Es besteht also die notwendigkeit, das logo auf einen orangen oder grünen hintergrund zu kleben, gegenüber dem das eine oder andere ende kaum kontrast zeigt. Wird es da stets in einen weißen kasten gesetzt oder für solche fälle eine andersfarbige variante geschaffen?

  3. … und hier haben wir die praktische umsetzung auf dem rollmaterial: keine farbverläufe mehr, einfach weiß auf einem wenig attraktiven grauen lokkasten mit der dort vorgeschriebenen gelben kontrastfläche:

  4. […] Die beiden Pfeile der Bildmarke, die das staatliche Unternehmen seit seiner Gründung im Jahre 1969 im Firmenlogo nutzt, wurden behutsam überarbeitet. Die Pfeile verkörpern, so die offizielle Pressemeldung, die Menschen, die in Verbindung zueinander treten. Eine Deutung, die gerne auch im Kontext Verkehr/Bahn Anwendung findet (siehe Iarnród Éireann). […]

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