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Feuerwehr Köln präsentiert sich mit neuem Logo

Feuerwehr Köln - neues Logo, Quelle: Stadt Köln
Feuerwehr Köln - neues Logo, Quelle: Stadt Köln

Feuerwehr Köln - neues Logo, Quelle: Stadt Köln

Die Feuerwehr Köln hat vor wenigen Tagen ein neues Logo präsentiert. Der Wechsel auf das damit verbundene Erscheinungsbild markiere einen Meilenstein und befördere die Feuerwehr Köln nun auch optisch in das 21. Jahrhundert, so Stadtdirektor Stephan Keller.

Die Feuerwehr Köln sieht in der Umstellung auf ein neues Design den „Aufbruch in ein neues Zeitalter“. Einerseits möchte man mit Hilfe eines modernisierten Erscheinungsbildes die innere Zusammenhalt stärken und so die Bindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter langfristig fördern. Zum anderen verfolgt die Stadt das Ziel, die Feuerwehr Köln nach außen als attraktive Arbeitgeberin zu positionieren, um auf diese Weise auf dem Arbeitsmarkt neues Personal zu gewinnen. Trotz der gesellschaftlichen Wertschätzung für Einsatzkräfte der Feuerwehr kämpfe die Feuerwehr Köln mit einem Nachwuchsmangel, wie es seitens der Stadtverwaltung heißt.

Auszug der Pressemeldung

Der neue hochwertige Auftritt im Innen- und Außenverhältnis wird nun der viertgrößten Feuerwehr Deutschlands gerecht. Das neue Logo verbindet die lange Tradition der Kölner Feuerwehr mit den Anforderungen an einen modernen Arbeitgeber. „Wir sind in die Geschichte der Feuerwehr Köln eingetaucht und haben das alte Logo in eine moderne und ansprechende Form überführt. Uns war es wichtig, den Dom und auch den Adler als integrale Bestandteile beizubehalten“, so Nicole Grünewald von der beteiligten Agentur The Vision Company (Köln).

Feuerwehr Köln Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Stadt Köln, Bildmontage: dt
Feuerwehr Köln Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Stadt Köln, Bildmontage: dt

Das bisherige Logo in Wappen-ähnlicher Form, welches bislang innerhalb der Kommunikation im Einsatz gewesen ist, wurde durch eine nunmehr einfarbige Wortbildmarke ausgetauscht. In der neuen Bildmarke wurden die für die Stadt Köln prägenden visuellen Erkennungszeichen kombiniert: Adler und Kölner Dom. „Der wachsam auf die Stadt gerichtete Blick des Adlers und die schützend über die Stadt ausgebreitete Schwinge stehen sinnbildlich für die Feuerwehr Köln als DEN kompetenten Retter in der Stadt“, wie es in der Erklärung zum Aufbau des Logo heißt. Zugleich ist die Bildmarke auch als „F“ lesbar/interpretierbar. Auch die Fahrzeuge, die bisher mit einem zusätzlichen Logo ausgestattet gewesen sind (siehe Darstellung), wurden auf die neue Wortbildmarke umgeflaggt.

Kommentar

Die Einführung des neuen Logos sorgt spürbar für mehr Konsistenz im Erscheinungsbild. Kommunikationslogo und das auf den Fahrzeugen befindliche Logo wurden vereinheitlicht. Die Maßnahme ist sinnvoll und war überfällig.

Logos wie das bisher auf den Fahrzeugen angebrachte dürften innerhalb der Feuerwehren, insbesondere den freiwilligen, weit verbreitet sein, fürchte ich. Gut, dass dieses handwerklich unzureichende Gebilde gegen ein zeitgemäßes Logo ausgetauscht wurde, zumal es aufgrund seiner Machart in der Tat wie aus der Zeit gefallen anmutet und Reichsadler-Assoziation nährt. Adlerdarstellungen, bei denen die Schwingen streng horizontal angeordnet sind und zudem zentrisch ausgerichtete Bezeichnungen tragen, bringen diese unerwünschte Konnotation zwangsläufig mit sich, siehe „Das Spezialeinsatzkommando des Königreiches Sachsen“. Auch wenn das neue Logo nicht jedem auf Anhieb gefallen mag, ich finde es übrigens interessant, lässt es derlei Assoziation nicht aufkommen. Insgesamt eine deutliche Verbesserung.

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Dieser Beitrag hat 27 Kommentare

  1. Also mir gefällt’s. Vor allem, dass die Kölner Feuerwehr überhaupt mit einem Logo im Sinne eines Markenzeichens agiert. Das kannte ich bisher von Feuerwehren gar nicht. Da kenne ich eigentlich nur die Variante Stadtwappen, Feuerwehr Stadtname dazu, fertig. So wie es die Kölner anscheinend auch auf ihrer Uniform verwenden.

    Die Gestaltung des neuen Logos passt aus meiner Sicht ebenfalls. Der Dom ist gesetzt (da entbehrt sich jede Diskussion), die Schwinge schützend über der Stadt, der Adler schaut auf die Stadt und bewacht sie (er schaut sich nicht wie ein Tourist den schönen Dom an, er schaut sehr genau hin).

    Als Absender des Arbeitgebers Feuerwehr dürfte es auch geeignet sein, um „Männer, die durchs Feuer gehen“ (wollen) anzusprechen – m/w/d natürlich.

    Ich bin gespannt, ob das neue Kölner Logo Kreise zieht und sich andere Feuerwehren ebenfalls auf den Weg machen, sich als Marke zu positionieren.

  2. Das gute an einer Feuerwehr ist ja, dass sie kein Logo braucht, um sich als Absender deutlich erkennbar zu machen. Uniform, Einsatzfahrzeuge, und auch die Verortung (zb. Köln) sind in er Regel unverwechselbar.

    In der neuen Gestaltung wurde sich von dem alten Wappen gelöst, was einen guten Schritt hin zu einem einprägsameren Logo bedeuten kann. In der Neugestaltung wurde allerdings wieder versucht, alle Elemente (Adler, Dom, Schwinge, Schützend, F) in einer vermeintlich einfachen Form zu vereinen. Das Ergebnis ist überkomplex und wirkt prätentiös.

    Die Feuerwehr ist wie o.g. unverwechselbar, das beweisen auch die vielen gezeigten Bilder der Fahrzeuge. Das (alte&neue) Logo dort muss nicht zur Erkennbarkeit beitragen. Wo die Feuerwehr anscheinend weniger Erkennbar in Erscheinung tritt, ist als Arbeitgeber. Natürlich kann das nicht allein ein Logo leisten, aber vielleicht hätte man sich einen Gefallen mit einer weniger komplexen, aber etwas figürlicheren Gestaltung getan.

  3. Das ist sicher prägnanter als bisher, aber in sich sehr unruhig, finde ich. Ich habe die Formen nicht gleich erkannt. Der Flügel mit der Aufteilung in Federn (?) macht es noch wirrer – im Stil von „…und noch ein Dreieck“. Den Dom hab ich auch als Münchner gleich erkannt. Ich finde, er frisst sich halt auch nicht besonders geglückt in den Flügel.

    Das hier genannte „F“ leuchtet mir nicht ein – wofür soll das stehen? F-euerwehr? Das wäre ja originell.

    An manchen Fahrzeugen funktioniert das Logo ganz gut. Immerhin. Und dynamisch wirkt es auch.

  4. Eine kleine Geschichte deutscher Lebensart:

    Ein alter Bekannter von mir war in die Betrachtung eines riesigen Werbeplakates für Zahnpasta versunken, als er mich heranschlendern sah. Nach gehabten gegenseitigen Grußformeln sprach der alte Bekannte zu mir und sagte: „Ach, wissen Sie, seit einigen Tagen putze ich mir die Zähne nicht mehr und werde das wohl bis ans Ende meiner Tage beibehalten müssen. Ich komme fürderhin ohne Zahnbürste und auch ohne Zahnpasta aus.“ Erstaunt fragte ich, ob solcher Verzicht denn den neuesten Hygienerichtlinien entspreche.
    „Nein, das wohl nicht“, erwiderte er und erklärte, kürzlich habe er aus zuverlässiger Quelle erfahren, dass auch der abscheuliche Tyrann Adolf Hitler sich dieser an sich nützlichen Übung befleißigt habe und daher sei er, der Bekannte, nicht länger willens, einer daraus folgenden „unerwünschten Konnotation“ weiteren Vorschub zu leisten. Sodann verabschiedeten wir uns mit freundlichen Gesten und ein jeder ging seiner Wege. –

      1. …ich sehe gerade, dass meiner kleinen Geschichte eine brillante Analyse und eine gut begründete Wertung zuteil geworden ist – vielen Dank, habe einiges dazugelernt…
        (leider fehlt bei „dumm“ die „sau“ und bei „sinnlos“ ein „total“, ansonsten: Hut ab!)
        F.B.

  5. Ich finds ganz furchtbar! Primär, weil ich die Vermischung der Einzelelemente, Adler, Schwinge (?), „F“ und Dom für total verunglückt halte. Ich kann da beim besten Willen weder „F“ noch Adlerschwinge entdecken – und ohne das wirken die anderen Elemente wie auch die gesamte Form völlig willkürlich und wenig ausgewogen.
    Klar, prägnant und dynamisch ist das Zeichen, es funktioniert daher auch auf den Fahrzeugen sehr gut – nichtsdestotrotz vermute ich, dass die Kölner sehr bald wieder zu einem weniger abstrakten Zeichen streben werden.

    Auch die offizielle Deutung mag so gar nicht stimmen: Ein Adler, der von oben nach unten auf etwas herabguckt, behütet nicht, er sucht und jagt Beute. Das vermeintliche „F“ ist zehnmal mehr eine „1“ als ein „F“ und die Typografie daneben musste halt auch irgendwo hin…

    Für Gestalter ist es immer eine Herausforderung und meist undankbar, willkürliche Elemente miteinander verbinden zu müssen – im Kölner Dunstkreis startet man da wohl stets mit einem Rucksack mehr, da der unvermeidbare Dom gesetzt ist und grundsätzlich immer zu irgendetwas anderem hinzugedichtet werden muss. Das ist nicht einfach, und es gelingt nicht immer, deutlich sichtbar hier in diesem abstrakten Kuddelmuddel…

  6. Die letzte Amtshandlung des Herrn Dr. Keller in Köln, bevor er Oberbürgermeister in Düsseldorf wurde, war also der Feuerwehr Köln ein neues Logo zu verpassen… Ein unglückliches Timing dieser Pressemitteilung mit diesem Kontext.
    Aber ja, ein neues Logo ist ohne Frage notwenig gewesen.
    Da kann man in Düsseldorf nur froh darüber sein, dass dieser Prozess bei der Düsseldorfer Feuerwehr schon entschieden und nun umgesetzt wird (https://www.duesseldorf.de/aktuelles/news/detailansicht/newsdetail/schnellere-rettung-fuer-menschen-in-notsituationen-1.html). Insgesamt wirkt die Düsseldorfer Feuerwehr integrierter mit neuen Fahrzeuggestaltung zur Stadtmarke Düsseldorf als die Kölner Feuerwehr zu Köln.

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