dkr bh100 – 1.768 Buchstaben zum Bauhaus-Jubiläum

dkr bh100, Quelle: Hochschule Niederrhein, Fachbereich Design

dkr bh100, Quelle: Hochschule Niederrhein, Fachbereich Design

Anlässlich des „100 Jahre Bauhaus“-Jubiläums haben Studierende des Fachbereichs Design an der Hochschule Niederrhein Schriften entwickelt, die in ihrer Formensprache auf sechs Bauhaus-Persönlichkeiten Bezug nehmen Das Ergebnis, ein Schriften-Paket mit insgesamt 23 Fonts namens „dkr-bh100“, steht zur kostenfreien Nutzung zur Verfügung.

Ausgehend von den Arbeiten der Bauhaus-Gestalter Gunta Stölzl, Marianne Brandt, Anni Albers, László Moholy-Nagy, Marcel Breuer sowie Lyonel Feininger haben designkrefeld-Studierende im Rahmen einer Semesterarbeit insgesamt 68 experimentelle Satzschriften entwickelt – eine Reminiszenz an das Schaffen dieser Persönlichkeiten.

dkr bh100 – Marianne1. Entwurf: Helena von der Forst, Anita Krenn, Jacqueline Schneider

dkr bh100 – Marianne1. Entwurf: Helena von der Forst, Anita Krenn, Jacqueline Schneider

1.768 Schriftzeichen sind auf diese Weise entstanden. Gearbeitet wurde, nachdem zunächst ganz klassisch Skizzen angefertigt wurden, mit Adobe Illustrator und der Font-Editing-Software Glyphs. Zum Projektabschluss wurden 23 Schriften ausgewählt und zu einem Schriftenpaket zusammengestellt. Das Paket steht seit kurzem zum kostenlosen Download bereit. Betreut wurde das Projekt von Prof. Nora Gummert-Hauser, Guido Schneider und Jens Könen.

Hier gehts zum Download der Schriften

Mediengalerie

3 Kommentare zu “dkr bh100 – 1.768 Buchstaben zum Bauhaus-Jubiläum

  1. Im Bauhaus hat man sich um Funktionalität und ein klares Schriftbild ohne Schnörkel bemüht. Dieses Ziel vermisse ich bei vielen Schriften. Kann man selbstverständlich machen und kann auch gut gefallen. Aber solche Schriften sollten meiner Ansicht nicht in der Kategorie „Bauhaus“ präsentiert werden.

  2. Das Bauhaus war – gerade in seiner Anfangszeit vor 100 Jahren weit vielfältiger und auch widersprüchlicher, als das, was man heute unter dem Stil – oder der „Kategorie“ – Bauhaus versteht. Wenn man sich z.B. die Sachen aus den frühen 20ern anschaut, ist da viel Ornamentik und Wildheit und typografisch eben weit mehr als ITC Bauhaus&Co. Insofern finde ich die Studierendenarbeiten, die ihre Schriften auf den Persönlichkeiten und nicht auf dem Label Bauhaus aufbauen, (teils) sehr interessant.
    Sachlichere Bauhaus-Typografie (da es auf Entwürfen aus der Dessauer Phase des Bauhaus aufbaut) findet sich in dem Projekt von Spiekermann/Adobe https://adobehiddentreasures.com/de/

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